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selbstorganisiertes und individuelles lernen

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Selbstorganisiertes und individuelles Lernen


Aufgabe 1

Stellen Sie die am Lernprozess beteiligten Areale des Gehirns dar und
erläutern Sie deren Funktionen.

1) Formatio reticularis

Die Formatio reticularis ist zuständig für unseren Wach- und Schlafrhythmus und
für unsere Fähigkeit aufmerksam zu sein. Sie durchzieht netzartig den
Hirnstamm, der die Kontrolle über all unsere überlebensnotwendigen Funktionen
hat. Dies betrifft z.B. unsere Atmung, unser Herz-Kreislaufsystem und die
Temperaturregulation. Die Retikulärformation spielt im Lernprozess eine große
Rolle, da die Merkfähigkeit von der Aufmerksamkeit abhängt.

2) Hypothalamus und Hypophyse

Der Hypothalamus aktiviert durch Hormonausschüttung das sympathische
Nervensystem, wodurch eine Stressreaktion für den Körper hervorgerufen
werden soll. Durch Stress wird die kognitive Leistungsfähigkeit verstärkt, während
Energie für beispielsweise die Verdauung, das Immunsystem oder auch die
Reproduktion gespart wird.

Eine akute Stressreaktion führt zwar zu verbessertem Lernen und Denken,
jedoch hat die stark und vor allem chronische Stressreaktion negative
Auswirkungen auf unser Gehirn. Da zu viel Stress zu schädlichen
Nebenwirkungen führt, setzen die Hormone, die diese Stressreaktion
hervorgerufen haben, weitere Hormone in der Hypophyse frei. Diese Hormone
nennt man Tropine. Diese Hormone wirken auf Zielorgane ein und hemmen
gleichzeitig Hypophyse und Hypothalamus.

Wenn das Gehirn also zu viel Stress erfährt, wirkt es sich negativ auf den
Glukosespiegel im Hirn aus. Dies führt dann zu einem Energiemangel. Außerdem
bewirken Stresshormone, dass der Neurotransmitter Glutamat toxisch auf die
Nervenzellen wirken, vor allem jedoch im Hippocampus. Dies kann zu
Langzeitschäden und Krankheiten führen.

3) Das limbische System

Das limbische System evaluiert jede Information, das durch eines unserer
Sinnesorgane aufgenommen wird. Hier wird entschieden, ob eine Information
wichtig oder unwichtig, bekannt oder unbekannt ist, außerdem ob eine Emotion
damit verbunden wird und wenn dies der Fall ist, welche. Jeder Reiz, der mit der
zutreffenden Emotion verbunden wird, wird besonders tief im Gedächtnis

Document information

Study
Uploaded on
November 24, 2021
Number of pages
4
Written in
2019/2020
Type
Other
Person
Unknown
$6.91

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