Sommerhaus, später
Autorin: Judith Hermann | Erschienen: 1998 | Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag | Ort: Frankfurt a. M.
(zitiert nach der Ausgabe von 2000)
Die Titelerzählung des gleichnamigen Debütbandes wird aus der Perspektive einer namenlosen Ich-Erzählerin
geschildert, die Mitte der 1990er-Jahre in Berlin ein unstetes Leben in einer Künstlerclique führt. Ihr Ex-Freund
Stein kauft und renoviert ein Haus im Oderbruch und wirbt vergeblich um ein gemeinsames Leben mit ihr, doch
die Erzählerin weicht der Entscheidung immer wieder aus – auch als sie später von einem Brand des Hauses
erfährt. Hermann gilt mit dieser lakonischen Erzählweise als prägende Stimme ihrer literarischen Generation.
Inhaltsverzeichnis
– Übersicht
Handlung
– Teil 1
– Teil 2
– Teil 3
– Teil 4
– Teil 5
– Aufbau
Charakterisierung
– Erzählerin
– Stein
– Künstler-Clique
– Frau Andersson
Stil
– Stilmittel
– Sprache
– Erzählweise
Kontext
– Epoche
– Rezeption
Motive und Symbole
– Raummotive
– Dingsymbole
– Namenssymbol
– Farbsymbol
Interpretation
– Kommunikationsverhalten
– Identitätskrise
– Autobiografische Bezüge
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,Übersicht
Sommerhaus, später wurde von Judith Hermann als Titelerzählung ihres gleichnamigen Erzählbandes verfasst.
Mit diesem feierte die Berliner Autorin 1998 erfolgreich ihr Debüt.
Die Erzählung Sommerhaus, später umfasst 18 Seiten und wird aus Sicht einer Ich-Erzählerin beschrieben.
Diese lebt Mitte der 90er Jahre in Berlin und führt mit ihrer Künstler-Clique ein wildes Leben. Ihr Ex-Freund
Stein kauft schließlich ein Haus im Oderbruch, das er mühsam renoviert, und sehnt sich dort nach einem
gemeinsamen Leben mit ihr. Die Erzählerin lässt sich allerdings nicht auf seinen Plan ein, der nicht in ihre
Weltsicht passt, und geht dem Taxifahrer lieber aus dem Weg. Auch als Stein ihr einen Artikel über den Brand
seines Hauses schickt, vertagt sie die Auseinandersetzung mit dem Thema erneut auf später.
Handlung
Teil 1
Als Teil eines Erzählbandes beginnt die eigentliche Titelerzählung Sommerhaus, später auf S. 139 der oben
zitierten Ausgabe.
Der erste Teil der Erzählung führt unvermittelt ins Geschehen ein und stellt die beiden Protagonisten, die
Erzählerin und den Taxifahrer Stein, vor.
Erster Abschnitt
Infos
Seite: 139, 1. Absatz
Zeit: Winter, ca. Mitte der 90er
Ort: Berlin
Inhalt
Stein, ein Taxifahrer aus Berlin, hat im Winter ein Haus auf dem Land gekauft
Er ruft seine Ex-Freundin, die namenlose Erzählerin an, um ihr voller Begeisterung von dem Haus zu
erzählen
Sie reagiert überrumpelt auf seinen unvermittelten Anruf
Zweiter Abschnitt
Infos
Seite: 139, 2. Absatz
Zeit: Winter, ca. Mitte der 90er
Ort: Berlin
Inhalt
Die Erzählerin erinnert sich daran, dass Stein schon lange von einem Haus fernab von Berlin geträumt
hat
Sie weiß noch, wie er wochenlang herumgefahren ist, um das perfekte Haus zu finden Wenn er weg war,
hat die Erzählerin keinen Gedanken an ihn verschwendet
Dritter Abschnitt
Infos
Seite: 139 -140, 3. und 4. Absatz
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, Zeit: Winter, ca. Mitte der 90er
Ort: Berlin
Inhalt
Die Erzählerin zündet sich eine Zigarette an und erkundigt sich, ob Stein das Haus auch gekauft hat Stein
schreit begeistert, dass das Haus ihm gehört und sie es unbedingt anschauen müsse Weil die Erzählerin
nicht reagiert, verkündet Stein einfach, dass er sie gleich abholen wird Wenig später klingelt er begeistert
Sturm bei der Erzählerin, die eigentlich keine Lust auf die Hausbesichtigung hat
Anstatt ehrlich zu sein, zieht sie sich an und setzt sich mit Stein ins Taxi, um zum Haus zu fahren
Teil 2
Der zweite Teil der Erzählung ist eine Art Rückblick auf die Beziehung der beiden Protagonisten.
Erster Abschnitt
Infos
Seite: 140 - 142, 1. - 3. Absatz
Zeit: ca. 2 Jahre vor dem Anruf
Ort: Berlin
Inhalt
Die Erzählerin beschreibt, dass sie mit Stein eine kurze Beziehung hatte
Sie erinnert sich an das Kennenlernen ca. 2 Jahre vor seinem Anruf
Sie hat Stein kennengelernt, weil sie ein Taxi bestellt hatte, um zu einem Fest zu fahren Anstatt auf die
Feier zu gehen, fuhr sie mit Stein weiter umher und hörte Musik Danach kam Stein mit zu ihr und zog
bei ihr ein
Sie beschreibt, dass er zuvor bei Freunden oder im Taxi gewohnt hat
Drei Wochen lang lebte Stein bei der Erzählerin und fuhr mit ihr regelmäßig durch Berlin Als es Winter
wurde und Stein an einem Rastplatz mitten im Schnee Tae-kwon-do machte, reagierte die Erzählerin
belustigt und genervt
Zweiter Abschnitt
Infos
Seite: 142 - 144, 4. - 6. Absatz
Zeit: Winter, ca. Anfang der 90er
Ort: Berlin
Inhalt
Nach rund drei Wochen hatte die Erzählerin genug und setzte Stein vor die Tür Anstatt sauer zu sein,
bedankte er sich bei ihr und ging
Die Erzählerin berichtet, dass Stein dann von einer Affäre zur nächsten gezogen ist Sie erklärt auch, dass
es sie bei seinem guten Aussehen nicht verwundert hat Auch nach der Trennung blieb Stein ein Teil der
Clique der Erzählerin
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