Written by students who passed Immediately available after payment Read online or as PDF Wrong document? Swap it for free 4.6 TrustPilot
logo-home
Document preview thumbnail
Preview 4 out of 82 pages
Summary

Prüfungsskript DaZ: Umfassende Literaturzusammenfassung für das schriftliche Staatsexamen Bayern Deutsch als Zweitsprache als Hauptfach

Document preview thumbnail
Preview 4 out of 82 pages

In über sechs Monaten Examensvorbereitung habe ich die gesamte Literatur, die empfohlen wurde für das schriftliche Staatsexamen zusammengetragen und anschließend auswendig gelernt. So bin ich sehr gut zurecht gekommen. Da das Zusammensuchen der wichtigsten Informationen und das Erstellen des Skript die meiste Arbeit war, dachte ich, es ist enorm hilfreich für dich, wenn du nur noch die Lernarbeit vor dir hast. Um alles möglichst übersichtlich zu gestalten, ist meine Zusammenfassung genauso strukturiert, wie sie in Bayern vorgeschrieben ist in der offiziellen Literaturliste (wie du auf der ersten Seite sehen kannst). Ich habe immer wichtige Definitionen und Theorien kombiniert mit Modellen Praxisbeispiel und ganz viel Empirie. Bei den Quellen habe ich beachtet, dass es möglichst moderne, aber trotzdem bekannte Autoren sind sowie es im Staatsexamen gewünscht ist. Ich wünsche dir viel Erfolg beim lernen und freue mich, wenn dir mein Skript hilft. Natürlich habe ich alles nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und kann aber trotzdem keine Gewähr für kleine Fehler im Skript geben.

Content preview

Überblick
Das Staatsexamen DaZ besteht aus
- Schriftliche Prüfung (diese Zusammenfassung)
- Mündliche Prüfung "Sprachvermittlung und Lernen in interkulturellen
Kontexten“
- Mündliche Prüfung "Mehrsprachigkeit"

Diese Zusammenfassung ist für die offizielle schriftliche
Staatsexamensprüfung im Fach Deutsch als Zweitsprache als
Hauptfach in Bayern.
Ausgehend von der offiziellen prüfungsrelevanten Literatur für die
Prüfung, die nach folgender Gliederung arbeitet, genauso wie meine
Zusammenfassung.

Gliederung der Literaturliste:
(Die von der Uni empfohlene Überblicksliteratur nach Jeuk, Rösch und Tracy
floss mit in die gesamte Zusammenfassung ein)

1. Migrations und Identitätsforschung
1.1. Historische und aktuelle Konzepte zur Kultur-, Heterogenitäts- und
Migrationsforschung
1.2. Selbst- und Fremdwahrnehmung, Zugehörigkeiten und Identitäten
1.3. Interkulturelle Kommunikation, Formen von Diskriminierung
1.4. Sprache(n) – Macht – Bildung

2. Zweitspracherwerbsforschung/Mehrsprachigkeitsforschung
2.1 Modelle des Spracherwerbs
2.2 Grundlagen der Mehrsprachigkeitsforschung
2.3 Sprachstandsdiagnostik unter Berücksichtigung von Sprachvergleich
2.4 Innere und äußere Mehrsprachigkeit als Potenzial
2.5 Konzepte der Language Awareness
2.6 Mehrsprachigkeit im Literaturunterricht

3. Sprachsystem und Sprachgebrauch (einschließlich kontrastiver
Sprachbetrachtung)
3.1 Sprachwissenschaftliche Grundlagen des Deutschen unter besonderer
Berücksichtigung zweitsprachdidaktischer Aspekte (insbesondere im Hinblick
auf die Anwendung im Unterricht und in der Sprachdiagnostik) sowie deren
Reflexion
3.2 Deutsch im Kontrast mit anderen Sprachsystemen/Sprachtypologie
4. Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Unterricht

, 4.1 Hörverstehen und Sprechen in der Zweitsprache sowie Ansätze zur Förderung der
Mündlichkeit
4.2 Produktion und Rezeption von Texten unter Berücksichtigung verschiedener
Textformen, sprachlicher Handlungen und sprachlicher Routinen
4.3 Ansätze zur Lese- und Schreibförderung
4.4 Kulturelles und ästhetisches Lernen mit Texten und weiteren Medien unter
Berücksichtigung analytischer und didaktischer Aspekte aus der Perspektive des
Deutschen als Zweitsprache

5. Sprachvermittlung und Lernen in interkulturellen Kontexten
5.1 Strukturelle Modelle der Beschulung von Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache
5.2 Bedarfs- und Lernstandsanalyse für den Deutsch als Zweitsprache-Unterricht und
Regelunterricht
5.3 Didaktische Ansätze des Lehrens und Lernens der Zweitsprache, Vermittlung der
einzelnen sprachlichen (Teil-)Kompetenzen, Förderung der Aussprache,
Alphabetisierung und Schrift-(sprach)erwerb
5.4 Didaktische Konzepte des sprachsensiblen fachlichen Lernens schulform- und
fächerübergreifend
5.5 Umgang mit Fehlern
5.6 Analyse und Reflexion von Lehrwerken und Unterrichtsmaterialien, Einsatz von
(digitalen) Lehr- und Lernmedien
5.7 Kulturkritische, inter- bzw. transkulturelle Ansätze im (Literatur-)Unterricht

,1. Migrations- und Identitätsforschung
1.1. Historische und aktuelle Konzepte zur Kultur-, Heterogenitäts- und
Migrationsforschung

Grundbegriffe der Migration

Migration bezeichnet im Kern den Prozess der Wanderung sowie die daraus
resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen, Transformationen und Bewegungen.
Es beschreibt die längerfristige Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Personen
oder Gruppen über politisch-territoriale Grenzen hinweg. Dies kann innerhalb eines
Landes geschehen (Binnenmigration, z. B. von der Land- in die Stadtregionen) oder
international über Staatsgrenzen hinweg erfolgen (Oltmer, 2017). Die Motive für diese
Prozesse sind vielfältig und reichen von ökonomischen Gründen über Flucht und
Vertreibung bis hin zu familiären Verpflichtungen.

• Merkmale von Migration (Oltmer, 2017): Migration ist ein historischer
Normalzustand und ein zentraler Faktor gesellschaftlichen Wandels. Sie umfasst
rechtliche, soziale und ökonomische Dimensionen und verläuft selten linear.
• Migrationshintergrund nach KMK-Definition (2014): Ein Migrationshintergrund
liegt vor, wenn mindestens eines der folgenden drei Kriterien erfüllt ist:
o Die Person besitzt keine deutsche Staatsangehörigkeit.
o Das Geburtsland der Person liegt außerhalb der Bundesrepublik
Deutschland.
o Es liegt eine nichtdeutsche Verkehrssprache im familiären oder
häuslichen Umfeld vor.
• Kritik am Begriff des Migrationshintergrunds (Ahrenholz, 2017): Der Begriff ist
in der Praxis häufig negativ konnotiert und birgt die Gefahr einer
defizitorientierten Stigmatisierung. Zudem ist die Vergleichbarkeit durch stark
variierende Definitionen in unterschiedlichen Statistiken erschwert.
• Kritik an der Migrationsforschung (Mecheril, 2013): Forschung ist nicht neutral,
sondern produziert über Kategorisierungen gesellschaftliche Vorstellungen von
„Normalität“ und „Abweichung“. Es wird kritisch hinterfragt, warum bestimmte
Menschen dauerhaft als „Migranten“ markiert werden.
o Historischer Wandel: In den 1980er-Jahren war die Forschung stark
defizitorientiert und auf „Integrationsprobleme“ fokussiert. Heute agiert
sie als kritische Migrationsforschung, die Migranten als handelnde
Subjekte begreift.

, Mehrsprachigkeit im Bildungssystem und aktuelle Daten Die sprachliche Vielfalt an
Schulen ist kein Ausnahmefall, sondern statistische Realität. Sprachliche Homogenität
existiert in der Realität nicht, sondern wird gesellschaftlich und institutionell
konstruiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse betonen, dass Mehrsprachigkeit der
Normalzustand der menschlichen Sprachenentwicklung ist und Einsprachigkeit eine
historisch-politische Fiktion darstellt (Tracy, 2014). Trotz dieses Potenzials korreliert das
deutsche Bildungssystem nach wie vor stark mit herkunftsbedingten
Benachteiligungen.

• Aktuelle statistische Daten (Bundesamt, 2024):
o Ausländerquote (nach Staatsangehörigkeit): ca. 12–13 %.
o Personen mit Migrationshintergrund allgemein: ca. 20–25 %.
o Anteil der Kinder und Jugendlichen (6–17 Jahre) mit
Migrationshintergrund: ca. 41 %.
o Auffälligkeit: An einzelnen Schulen im urbanen Raum herrscht eine
enorme sprachliche Vielfalt mit bis zu 80 verschiedenen Erstsprachen.




• Bildungsbeteiligung (Sachverständigenrat für Integration und Migration,
2024):
o Frühkindliche Bildung: Kinder mit Migrationshintergrund nutzen
institutionelle Angebote deutlich seltener als Kinder ohne
Migrationshintergrund.
o Schulabschlüsse: Jugendliche mit Migrationshintergrund verlassen die
Schule statistisch häufiger ohne Abschluss.
o Schulformen: Es zeigt sich eine Überrepräsentation von Schülern mit
Migrationshintergrund in niedrigeren Schulformen (z. B.
Mittelschule/Hauptschule) und eine um ca. 15 % geringere Teilhabe an
Gymnasien.
o Ausbildung/Studium: Höhere Quoten bei Ausbildungs- und
Studienabbrüchen unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund.




• Erklärungsfaktoren für Bildungsungleichheit (Chlosta, 2020):
o Gesellschaft: Fehlende durchgängige Sprachförderung und mangelnder
Aufbau der bildungssprachlichen Kompetenzen (DaZ).
o Soziale Segregation: Räumliche Trennung in den Wohngebieten führt zu
einer Ballung spezifischer Bedarfe an einzelnen Schulen.
o Kulturelle Missverständnisse: Vorurteile und unbewusste, niedrigere
Leistungserwartungen aufseiten der Lehrkräfte.

Document information

Study
Uploaded on
June 29, 2026
Number of pages
82
Written in
2025/2026
Type
Summary
$23.98

Wrong document? Swap it for free Within 14 days of purchase and before downloading, you can choose a different document. You can simply spend the amount again.
Written by students who passed
Immediately available after payment
Read online or as PDF

Sold
2
Followers
0
Items
7
Last sold
1 month ago




Why students choose Stuvia

Created by fellow students, verified by reviews

Quality you can trust: written by students who passed their tests and reviewed by others who've used these notes.

Didn't get what you expected? Choose another document

No worries! You can instantly pick a different document that better fits what you're looking for.

Pay as you like, start learning right away

No subscription, no commitments. Pay the way you're used to via credit card and download your PDF document instantly.

Student with book image

“Bought, downloaded, and aced it. It really can be that simple.”

Alisha Student

Working on your references?

Create accurate citations in APA, MLA and Harvard with our free citation generator.

Working on your references?

Frequently asked questions