Makroökonomie
Aufgabe 1
Klassisches Modell I
Das klassische Modell sei in seiner allgemeinen Form durch folgende
Gleichungen beschrieben:
(1) Nd = Nd (W / P,K,A) Arbeitsnachfrage
(2) NS = NS (W / P) Arbeitsangebot
(3) Y = A * F (N,K) Produktionsfunktion
(4) S (r,Y* ) = I gepl. (r ) Gütermarktgleichgewicht
(5) MV = PY * Quantitätstheorie
Das langfristige Güterangebot, LAS, entspricht Y* = Y = A⋅ F (N*, K). Die Zentralbank
steuert die Geldmenge M so, dass stets Preisniveaustabilität gewährleistet ist. Zu-
dem gelten folgende partielle Ableitungen (tiefgestellte Indizes kennzeichnen jeweils
die Variablen, nach denen differenziert wird):
Variablenbezeichnungen
W: Nominallohn, P: Preisniveau, W/P: Reallohn, K: Kapitalstock,
A: totale Faktorproduktivität, N*: gewinnmaximale Beschäftigung,
S: (nationale) Ersparnis, r: Realzins, Igepl.: geplante Investitionen,
V: Umlaufgeschwindigkeit.
a) Erläutern Sie, was man unter „Komplementaritäten zwischen Produktionsfaktoren“
versteht. Verdeutlichen Sie Ihre Argumentation anhand
eines Beispiels.
Bei der Komplementaritäten zwischen Produktionsfaktoren, kann auf keines der Pro-
duktionsfaktoren verzichtet werden, wenn der angestrebte Erfolg (Produktionsergeb-
nis) erreicht werden soll. Die Produktionsfaktoren sind:
Faktorproduktivität: ist ein Maß für die Produktivität und gibt an, welcher Teil
des Wachstums der Produktion nicht auf ein Wachstum des Einsatzes der
Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital zurückzuführen sind
Arbeit und Kapital: diese sind miteinander komplementär
Seite 1 von 16