Wirtschaftspolitik
Aufgabe 1
a) Erläutern Sie kurz die Zielsetzungen der allgemeinen Wirtschaftspolitik! Inwiefern
kann die Aufgabe, bestimmte Zielsetzungen zu erreichen, einzelnen Trägern der
Wirtschaftspolitik zugeordnet werden?
Die Ziele der allgemeinen Wirtschaftspolitik sind, das magische Viereck. Diese set-
zen sich aus folgenden Aspekten zusammen:
Stabilität des Preisniveaus (=keine Inflation)
hoher Beschäftigungsstand (=Vollbeschäftigung)
außenwirtschaftliches Gleichgewicht (=stabiler Außenwert)
stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum
Manche Aufgaben können von den Trägern der Wirtschaftsordnung überwacht und
gesteuert werden. Als Beispiel die Stabilität des Preisniveaus. Die Bundesbank küm-
mert sich um die Menge, des vorhandenen Bargeldes. Somit ist es ihre Aufgabe zu
überwachen, dass keine Inflation entsteht. Oder der hohe Beschäftigungsstand. Die
Bundesanstalt für Arbeit überwacht diese Kennzahlen und vermittelt freie Arbeits-
plätze an Arbeitssuchende, damit das Ziel einer Vollbeschäftigung näher rückt.
b) Mit welchen praktischen Problemen sehen sich die wirtschaftspolitischen Akteure
bei der Umsetzung ihrer Politik gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutschland kon-
frontiert? Berücksichtigen Sie bei Ihrer Antwort auch den Einfluss polit-ökonomischer
Faktoren sowie die Auswirkungen der Globalisierung auf die Formulierung und Um-
setzung wirtschaftspolitischer Programme!
In der Wirtschaftspolitik entstehen immer wieder Zielkonflikte zwischen den Ökono-
mischen Faktoren (z. B. Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen, Besteuerung, Ar-
beitslosigkeit, Verfügbarkeit von Ressourcen) und den Politischen Faktoren (z. B.
Wettbewerbsaufsicht, Gesetzgebung, politische Stabilität, Steuerrichtlinien, Handels-
hemmnisse, Sicherheitsvorgaben und Subventionen). Zwischen den einzelnen Fak-
toren gibt es wechselseitige Abhängigkeiten, das heißt dass eine Änderung in einem
Gebiet auch zu Veränderungen in anderen Bereichen führen kann. So können bspw.
technologische Veränderungen ökonomische Folgen haben oder politische Entschei-
dungen die ökonomische Entwicklung beeinflussen. Durch die Auswirkung der Glo-
balisierung, werden die wirtschaftspolitischen Programme immer mehr erweitert. So-
mit müssen weltweite Regelungen getroffen werden. Als Beispiel: Ein Unternehmen
hat seinen Hauptsitz in Deutschland. Durch die große Nachfrage und der weltweiten
Globalisierung, hat es allerdings noch Zweitwerke in den USA, China und der
Schweiz. Die Politik muss ihre Gesetze nun so formulieren, dass diese ebenfalls die
Zweitwerke betreffen kann. Hierbei könnte wieder ein polit-ökonomischer Zielkonflikt
entstehen. (Bsp.: Wechselkurse – Steuerrichtlinien).
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