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Zusammenfassung Handlungsformen Sozialer Arbeit

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09-04-2021
Written in
2019/2020

Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung der Handlungsformen Sozialer Arbeit

Institution
Course

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Lernbereich 3:
Aufgaben und Arbeitsfelder Sozialer Arbeit professionell einordnen
Handlungsformen Sozialer Arbeit

Das verhaltensorientierte Konzept
Grundannahmen:
Ein Konzept ist ein Handlungsmodell, das ein wissenschaftlich begründetes Verfahren,
Ziele, Inhalte und methodische Vorgehensweisen beinhaltet

Wissenschaftliche Grundlage des verhaltensorientierten Konzepts bilden die Lerntheorien
(insbesondere klassisches und operantes Konditionieren)

Annahme: Alles Verhalten ist erlernt und kann wieder verlernt werden

Therapeutische Veränderungsversuche beziehen sich nur auf das problematische
Verhalten selbst (Im Gegensatz z. B. zur Psychoanalyse: Veränderung innerpsychischer
Ursachen bzw. der Gesamtpersönlichkeit)

Ziel: Abbau unerwünschten Verhaltens und Aufbau erwünschten Verhaltens durch gezielte
Lernhilfen

Die Vorgehensweise des verhaltensorientierten Konzepts:
I. Beschreibung und Analyse des Problemverhaltens
II. Auswertung und Planung
III. Verhaltensmodifikation (Handlung)
IV. Evaluation (Bewertung)

Vorgehensweise des verhaltensorientierten Konzepts
I. Beschreibung und Analyse des problematischen Verhaltens
Genaue Beschreibung des problematischen Verhaltens
 Verhaltensebene: Welches Verhalten (Art), Häufigkeit und Intensität des
Problemverhaltens
 Kognitive Ebene: Beschreiben des Vorgehens in der Person bzw. Erlebens
 Physiologische Ebene: Beschreiben von körperlichen Reaktionen

Klärung der Bedingungen, die für Entstehung und Aufrechterhaltung des
problematischen Verhaltens maßgeblich sind
 welchen Situationen das problematische Verhalten häufig auftritt
 welche Reize dieses auslöst bzw. aufrecht erhält
 in welchen Situationen es kaum bzw. überhaupt nicht auftritt

Herausfinden von Funktionen:
 Entlastungsfunktion: durch das problematische Verhalten verschafft sich der
Klient Erleichterung bzw. reduziert Belastung
 Ersatzfunktion: durch das problematische Verhalten versucht der Klient
Defizite, unerfüllte Bedürfnisse etc. auszugleichen
 Alibifunktion: für das problematische Verhalten sucht der Klient Ausreden
und Rechtfertigungsgründe

, Ermittlung von Lern- und Verhaltensdefiziten, die die Person aufweist
 hat etwas nicht gelernt, kein alternatives Verhalten, Klient fehlt etwas um
problematisches Verhalten abzulegen

Festlegung der notwendigen und gewünschten Verhaltensänderungen

II. Planung und Auswertung
Festlegung von notwendigen und gewünschten Verhaltensänderungen
 Welche unerwünschten Verhaltensweisen sollen abgebaut werden?
 Welche erwünschten Verhaltensweisen sollen aufgebaut werden?
Ausarbeitung eines Vorgehensplanes
Informationen werden ausgewertet und interpretiert
 Gemeinsam werden mögliche Schritte vom Ist-Zustand zum Soll-Zustand der
angestrebten Veränderungen nach einer individuell abgestimmten und
strukturierten Verfahrensweise (Modelllernen, operantes oder klassisches
Konditionieren)
Beachte: Die angestrebte Veränderung kann sich sowohl auf das Verhalten des
Klienten als auch auf eine Veränderung seiner Umwelt beziehen!

III. Verhaltensmodifikation (Handlung)
Vorgehensweise auf Grundlage des klassischen Konditionierens
Gegenkonditionierung:
 mehrmals zeitlich und räumlich gleichzeitig den Reiz (der eine unerwünschte
Reaktion (=problematisches Verhalten) zur Folge hat), mit einem Reiz
koppelt, dessen Wirkung mit dieser nicht erwünschten Reaktion unvereinbar
ist.
 Vorgehen bei Gegenkonditionierung schrittweise (=systematisches
Desensibilisieren)

Systematische Desensibilisierung bezeichnet die gestufte Darbietung eines
Reizes, der ein unerwünschtes Verhalten zur Folge hat. Zugleich wird ein Reiz
präsentiert, der eine Reaktion auslöst, die mit dem unerwünschten Verhalten
unvereinbar ist.

Vorgehensweise in der Praxis:
 Sammeln angstauslösender Reize
 hierarchische Ordnung der Reize nach dem Grad der Belastung
 Herstellen eines entspannenden Zustandes beim Klienten
 Gestufte Darbietung der angstauslösenden Reize (in vivo: in der Realität, in
sensu: in der Vorstellung)

Reizüberflutung:
 umgekehrter Weg zur systematischen Desensibilisierung
 Klient wird mit am meisten Angst auslösenden Reiz konfrontiert
 Macht Erfahrung, das seine Befürchtungen unbegründet sind

Aversionstherapie:
 Koppelung eines unangenehmen Reizes mit einem anderen Reiz, nach dem
Schema des klassischen Konditionierens

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Fachoberschule
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School year
2

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Summarized whole book?
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Handlungsformen sozialer arbeit
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