12.2: Soziale
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Marktwirtschaft
zwischen
V
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Anspruch und
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Wirklichkeit
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, Grundwerte der Gesellschaft
Freiheit:
• Recht über eigene und freie Gestaltung des Lebensstils
Formale Freiheit:
• Abwesenheit von äußeren Zwängen oder Einschränkungen, die individuelle Handlungen
behindern können
• Individuen können eigene Entscheidungen treffen, ohne unangemessene Einmischung von
beispielsweise staatlichen Interessen (MUSS DER STAAT GARANTIEREN!)
Materiale Freiheit:
• Freiheit einen eigenen Entschluss durchzusetzen und umzusetzen
• alle Materialien besitzen, um die eigene Freiheit auch umsetzen zu können und nutzen zu
können
Gerechtigkeit:
Prinzipien:
• Bedarf ( jeder bekommt, was er bedarf)
• Gleichheit ( jeder kriegt das Gleiche)
• Leistung (Belohnung nach Leistung)
• Chancen (alle haben gleiche Vorraussetzungen)
Verfahrensgerechtigkeit:
• faire und rechtmäßige Durchführung von rechtlichen Verfahren und Prozessen
• Gleichheit vor dem Gesetz
Verteilungsgerechtigkeit:
• Norm zur Beurteilung von gesellschaftlichen Stellungen
,Sicherheit:
• ohne Sicherheit: Kampf aller gegen aller
• Staat muss Sicherheit und Frieden gewährleisten
Wirtschaftliche Sicherheit:
• keine Angst um wirtschaftliche Existenz bzw. Zerstörung der wirtschaftlichen
Grundlagen haben
Risiken in Wirtschaftspolitik: Sicherheit im Konflikt mit der
Freiheit
1. Erwerbsunfähigkeitsrisiken durch beispielsweise Krankheiten
2. Beschäftigungsrisiken durch beispielsweise konjunkturelle Schwankungen zum
Verlust von Arbeitern (Kurzarbeit, ..)
3. Einkommens- und Vermögensrisiken durch beispielsweise Inflation
4. Versorgungs- und Umweltrisiken durch beispielsweise Versorgungsengpässen
oder schlechter Ernte
, Freie Marktwirtschaft
Grundprinzipien:
• Wirtschaftssystem, in dem Angebot und Nachfrage den Markt regulieren
• ohne staatliche Eingriffe
• Ziel: optimale Güterversorgung durch freie Spiel der Marktkräfte
Menschenbild:
• Mensch strebt nach maximalem Eigennutzen
• Menschen als rational und selbstständig, die Entscheidungen treffen, die zu ihrem
wirtschaftlichen Vorteil führen
• Jeder trägt Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen
Die unsichtbare Hand (nach Adam Smith):
• Selbstregulierung des Markts durch unsichtbare Hand
• Eine Beteiligung am Marktmechanismus ist somit eine Beisteuerung zum
Allgemeinwohl und zum eigenen Wohl
• das eigene Wohl führt zum Wohl der Gesellschaft
• Verfolgung des Eigennutzen für Garantie der Existenz
Zentrale Werte:
• Leistungsgerechtigkeit Grenzen:
• Freiheit
• soziale Ungleichheit: nicht alle profitieren gleichermaßen, es
können große Einkommensunterschiede entstehen
Chancen:
(Chile bekannt als das ungleichste Land der Welt, hohe Armut mit
• Innovationen und 14% unter der Armutsgrenze, geringer staatlicher Mindestlohn:
Fortschritt: Unternehmen 50% der Arbeitnehmer verdienen weniger als 400 Euro im Monat)
streben nach neuen
• Große Konzerne können Monopole oder Oligopole bilden und
Produkten, um sich Wettbewerb einschränken
Wettbewerbsvorteile zu
verschaffen (In Chile gibt es keinen Wettbewerb zwischen den Unternehmen, da
6-8 Familienkonzerne das Land regieren, Oligopole)
• Wohlstand durch
Produktivitätssteigerung • Fehlende soziale Absicherung
(Bevölkerung in Chile hat kaum staatliche Hilfe bzw.
Soziale Sicherheit, privatisierte Renten- und Krankenversicherung,
schlechtes Gesundheitswesen)