1) Sensorisches Gedächtnis – der erste Filter
Das sensorische Gedächtnis ist wie der Eingangsscan deines Gehirns: Alles, was du
siehst, hörst oder fühlst, landet zuerst hier – aber nur für Sekundenbruchteile.
Funktion:
Es speichert ungefilterte Sinnesreize ultrakurz, damit dein Gehirn entscheiden kann:
Wegwerfen oder merken?
Dauer:
• Visuell (ikonisch): ca. 0,5 Sek
• Auditiv (echoisch): ca. 2-3 Sek
è Danach wird fast alles gelöscht – außer es fällt dir auf!
Beispiel:
Du schaust zufällig auf ein Plakat. Wenn dich etwas daran reizt (ein Wort, eine Farbe, ein
Gesicht), wird es weitergeleitet in Kurzzeitgedächtnis. Wenn nicht, ist es weg, bevor du
bewusst hinsiehst.
Merksatz:
„Was nicht hängen bleibt, hat keine Chance auf Bedeutung.“
2) Kurzzeitgedächtnis – das mentale Post–it
Das Kurzzeitgedächtnis (KZG) ist dein temporärer Zwischenspeicher – hier landen
Infos, die du aus dem sensorischen Gedächtnis kurzzeitig behalten willst.
Funktion:
Hier wird sortiert, bearbeitet, wiederholt. Ohne aktive Aufmerksamkeit verschwindet
alles nach ca. 20 Sekunden.
Kapazität:
• Ca. 7 +/- 2 Informationseinheiten (nach Miller)
è Also 5-9 Dinge, z.B. Zi`ern, Wörter, Bilder
Beispiel:
Du merkst dir eine Telefonnummer, während du sie in dein Handy tippst. Wenn du sie
nicht wiederholst oder speicherst, ist sie gleich wieder weg.
Merksatz:
„Wenn du’s nicht wiederholst, verlierst du’s.“