Sigmund Freud (1856 – 1939)
• Theorie: Psychoanalyse
• Kernkonzepte:
1. Unbewusste Prozesse:
- Freud glaubte, dass viele unserer Gedanken, Gefühle und
Verhaltensweisen von unbewussten Motiven beeinflusst werden
- Träume und Fehlleistungen (z.B. Versprecher) sind Fenster zum
Unbewussten
2. Struktur der Persönlichkeit:
- ES: Der impulsive Teil der Psyche, der nach sofortiger Befriedigung von
Bedürfnissen strebt.
- ICH: Der realistische Teil, der zwischen den Wünschen des Es und den
Anforderungen der Realität vermittelt
- ÜBER-ICH: Der moralische Teil, der gesellschaftliche Normen und
Werte internalisiert hat
3. Psychosexuelle Entwicklungsphasen:
- Orale Phase (0-1 Jahr): Lust durch orale Aktivitäten (z.B. Saugen)
- Anale Phase (1-3 Jahre): Lust durch Kontrolle über Ausscheidungen
- Phallische Phase (3-6 Jahre): Entdeckung der
Geschlechtsunterschiede; Entwicklung des Ödipuskomplexes
- Latenzphase (6-12 Jahre): Ruhephase in der sexuellen Entwicklung;
Fokus auf soziale Fähigkeiten
- Genitale Phase (ab 12 Jahren): Reife sexuelle Beziehungen
4. Abwehrmechanismen:
- Strategien, die das ICH verwendet, um mit Angst umzugehen und das
Selbstwertgefühl zu schützen (z.B. Verdrängung, Projektion)
, B.F. Skinner (1904 – 1990)
• Theorie: Behaviorismus
• Kernkonzepte:
- Operante Konditionierung: Verhalten wird durch Belohnungen &
Bestrafungen geformt
- Verstärkung: Positive oder negative Verstärkung erhöht die
Wahrscheinlichkeit eines Verhaltens
- Skinner-Box: Experimentelle Apparatur zur Untersuchung von
Verhalten bei Tieren
1. Behaviorismus:
• Definition: Skinner war ein Vertreter des radikalen Behaviorismus, der
sich auf das beobachtbare Verhalten konzentriert und innere mentale
Zustände als weniger relevant betrachtet.
• Funktion: Er glaubte, dass das Verhalten von Individuen durch
Umweltfaktoren & Lernprozesse bestimmt wird.
2. Operante Konditionierung:
• Definition: Dies ist das zentrale Konzept von Skinners Theorie, das
beschreibt, wie Verhaltensweisen durch Verstärkung oder Bestrafung
geformt werden.
• Verstärkung: Positive Verstärkung (Belohnungen) erhöht die
Wahrscheinlichkeit, dass ein Verhalten wiederholt wird, während
negative Verstärkung (Entfernung eines unangenehmen Reizes)
ebenfalls zu einer Verhaltensänderung führen kann.
• Bestrafung: Bestrafung verringert die Wahrscheinlichkeit eines
Verhaltens. Skinner unterschied zwischen positiver Bestrafung
(Hinzufügen eines unangenehmen Reizes) und negativer Bestrafung
(Entfernen eines angenehmen Reizes).
3. Skinner-Box:
• Definition: Ein Experimentiergerät, das Skinner verwendete, um das
Verhalten von Tieren (insbesondere Ratten und Tauben) zu
untersuchen.
• Funktion: In der Box konnten Tiere lernen, bestimmte Hebel zu
bestätigen oder Tasten zu drücken, um Futter zu erhalten oder einen
elektrischen Schock zu vermeiden. Dies veranschaulichte die
Prinzipien der operanten Konditionierung.