“Tre corone”: Dante, Petrarca, Bocaccio
Mittelalter > 500-1450
- Elemente des Volksglaubens werden mit religiösen Vorstellungen vermischt.
Renaissance > 1450-1600, als begriff von G. Vasari eingeführt; fängt mit Petrarca an (gilt als
Gründungsvater) // Humanismus (Mensch hat einen Zweck; steht im Mittelpunkt)
- Antike als Vorbild, gesuchte Wiederentdeckung der Antike + Individualismus
- Dramatik > Konzentration auf antike Form; Freiheit des Individuums im Zentrum
- Lyrik > Weiterentwicklung von Mittelalter (Kirchenlieder)
Aufklärung > Ende des 17. Jh.-18. Jh. (in Norditalien stattfindet NICHT NUR)
- religiöse Kriege; Jean Jacque Rousseau mit den Rechtsideen (Jurisprudenz; Staatsentwicklung)
- Vernunft, Rationalisierung des Denkens; Religion verliert an Bedeutung
- Vorliebe für die Antike —> Archäologie (Klassizismus in Kunstgeschichte)
* das Licht (Vernunft) wird in das menschliche Leben hineingetragen.
* Idee von Menschenrechten
! Aufgeklärter Absolutismus => rationale Struktur des Staats + ein absolutischer Monarch >
Unabhängigkeitskriege
* Kultur der Kaffeehäuser > Entwicklung des öffentlichen Raumes als Kulturaustauschsort
_________________________________________________________________________
Lyrik-Analyse: (!) Personalpronomen; Zeitform der Verben;
1. Titel, Autor, Erscheinungsjahr; epochale Einordnung; kurze Einführung in das Thema
2. Zentrales Thema; Stimmung; Sprecher (lyrisches Ich oder unpersönlicher Sprecher)
3. Strophenzahl (Terzett: Dreizeilige Strophe, oft in Sonetten) und Versmaß; Reimschema
(Kreuzreim, Paarreim, umarmender Reim); Enjambements (Zeilensprünge) und ihre Wirkung;
Struktur des Gedankengangs
4. Rhetorische Mittel (Metaphern („Das Meer der Zeit“ > die Zeit wird mit einem Meer
verglichen, um ihre Unendlichkeit oder ihr Fließen darzustellen.), Symbolen, Allegorien,
Anaphern = Wiederholung eines Wortes am Anfang der Verse); Semantik (Gegensätze,
Mehrdeutigkeit, Ironie), Klang (Assonanz - Vokale; Alliteration - Konsonanten)
5. Verbind zw. Inhalt und Form; Wirkung; Kontext
* Länge der Versen > senkrecht angerichtet > Regen > senkrechte Bewegung > Ekphrasis;
Sonett: wichtigste Form des Petrarkismus
Umarmender Reim (abba)
Wiederholender Reim (cdecde)
Kreuzender Reim (abab)
, 1. Dante Alighieri:
13. Jh., aus Florenz; geprägt Italienisch als Literatursprache (Erfindung von neuen Wörtern >
Ursprung aus Latein)
- einer der ersten, der auf Italienisch und nicht Lateinisch geschrieben hat; ein großes Modell
etabliert
- aus der Familie der weißen guelfen. In Exil gekommen, wo er die Comedia schrieb.
(Italien im MA > Aufteilung in kleinen Staaten. Nord von Heiligen Römischen Reich geprägt). Stadtstaaten -> Republiken mit der
Herrschaft von Staatsrat +- Aristokratie mit wechselndem Herrscher)
Guelfe (Papstloyalität) und gubeline (Kaiser); weiße und schwarze guelfen => über
Familiengehörigkeit geregelt
* weiße guelfen forderten mehr Unabhängigkeit von Papst und Rom
La divina comedia: Struktur , 1304 verfasst !!! Aufhebung des volgare zur Literatursprache
! Theologisches Werk + politische Schrift; Zusprechung einer religiösen Wahrheit: mythische
Erlebnis als wahre Erfahrung mit einem religiösen Hintergrund
1) drei Jenseitsdimensionen: 1. inferno > Virgil, 2. purgatorio > Beatrice, 3. paradiso > San
Bernardino
2) Strenge Gedichtform = Terzine aus drei Versen besteht (jede Zeile ist mit der nächsten durch
Rhythmen verbunden => nicht geschlossen) + Versform = endecasillabo (elfsilbiger Vers —>
Silbe als Sprecheinheit, Teil eines Wortes, den wir in einem Fluss aussprechen; Vers als Zeile; Strophe als
Abschnitt)
3) Comedia genannt, weil das Geschehene gut endet.
(!) jede 3 cantiche mit 33 canti (Jesus mit 33 Jahren gekreuzt)
(!) mittelalterliches Denken zusammengebracht: Theologie, Literatur, Philosophie
Physische Neuerziehung durchs Durchgehen von drei Stufen
1. Inferno: die Hölle ist durch den Fall Lucifers entstanden > Bildung des Bergs
“Stelle” ist jeweils das letzte Wort von I, P, P z.B. canto 34 von Inferno > “E quindi uscimmo a
riveder’ le stelle”.
Vita nuova vor der La divina Commedia:
- Geschichte einer vergeblichen Liebe (Beatrice)
- Gedichte an Beatrice (durch die überwundene irdische Liebe findet man den Weg zur göttlichen
Liebe)
Hermeneutik (= der vierfache Schriftsinn —> die religiösen Texten haben vier “Schichten” von Bedeutung) als
viersinnliches Denken im MA
1. allegorischer Sinn: Aussagen über Glaubenswirklichkeit
2. moralischer Sinn: Handlungsanweisungen für Glaubenden
3. buchstäblicher Sinn: konkrete historische Aussagen
4. anagogischer Sinn: Aussagen der Hoffnung und Heilsvorstellung (Sinn der Textstell, der gegenüber einer
wörtlichen Lesart höher ist)
Beispiel: Jerusalem in vierfacher Weise aufgefasst: nach der Geschichte als Stadt der Juden, nach der Allegorie als
Kirche Christi, nach der Anagoge als himmlische Gottesstadt, welche die Mutter von uns allen ist
- Inferno und Purgatorio sind im theologisch-allegorischen Prinzip des contrapasso gestaltet: die
Sünde, der man im Leben begeht, entspricht einer besonderen Art von Bestrafung (Die
‚Strafe‘ als allegorisches Abbild der begangenen Sünde.) z.B. was die Sünde mit einem im Leben
Mittelalter > 500-1450
- Elemente des Volksglaubens werden mit religiösen Vorstellungen vermischt.
Renaissance > 1450-1600, als begriff von G. Vasari eingeführt; fängt mit Petrarca an (gilt als
Gründungsvater) // Humanismus (Mensch hat einen Zweck; steht im Mittelpunkt)
- Antike als Vorbild, gesuchte Wiederentdeckung der Antike + Individualismus
- Dramatik > Konzentration auf antike Form; Freiheit des Individuums im Zentrum
- Lyrik > Weiterentwicklung von Mittelalter (Kirchenlieder)
Aufklärung > Ende des 17. Jh.-18. Jh. (in Norditalien stattfindet NICHT NUR)
- religiöse Kriege; Jean Jacque Rousseau mit den Rechtsideen (Jurisprudenz; Staatsentwicklung)
- Vernunft, Rationalisierung des Denkens; Religion verliert an Bedeutung
- Vorliebe für die Antike —> Archäologie (Klassizismus in Kunstgeschichte)
* das Licht (Vernunft) wird in das menschliche Leben hineingetragen.
* Idee von Menschenrechten
! Aufgeklärter Absolutismus => rationale Struktur des Staats + ein absolutischer Monarch >
Unabhängigkeitskriege
* Kultur der Kaffeehäuser > Entwicklung des öffentlichen Raumes als Kulturaustauschsort
_________________________________________________________________________
Lyrik-Analyse: (!) Personalpronomen; Zeitform der Verben;
1. Titel, Autor, Erscheinungsjahr; epochale Einordnung; kurze Einführung in das Thema
2. Zentrales Thema; Stimmung; Sprecher (lyrisches Ich oder unpersönlicher Sprecher)
3. Strophenzahl (Terzett: Dreizeilige Strophe, oft in Sonetten) und Versmaß; Reimschema
(Kreuzreim, Paarreim, umarmender Reim); Enjambements (Zeilensprünge) und ihre Wirkung;
Struktur des Gedankengangs
4. Rhetorische Mittel (Metaphern („Das Meer der Zeit“ > die Zeit wird mit einem Meer
verglichen, um ihre Unendlichkeit oder ihr Fließen darzustellen.), Symbolen, Allegorien,
Anaphern = Wiederholung eines Wortes am Anfang der Verse); Semantik (Gegensätze,
Mehrdeutigkeit, Ironie), Klang (Assonanz - Vokale; Alliteration - Konsonanten)
5. Verbind zw. Inhalt und Form; Wirkung; Kontext
* Länge der Versen > senkrecht angerichtet > Regen > senkrechte Bewegung > Ekphrasis;
Sonett: wichtigste Form des Petrarkismus
Umarmender Reim (abba)
Wiederholender Reim (cdecde)
Kreuzender Reim (abab)
, 1. Dante Alighieri:
13. Jh., aus Florenz; geprägt Italienisch als Literatursprache (Erfindung von neuen Wörtern >
Ursprung aus Latein)
- einer der ersten, der auf Italienisch und nicht Lateinisch geschrieben hat; ein großes Modell
etabliert
- aus der Familie der weißen guelfen. In Exil gekommen, wo er die Comedia schrieb.
(Italien im MA > Aufteilung in kleinen Staaten. Nord von Heiligen Römischen Reich geprägt). Stadtstaaten -> Republiken mit der
Herrschaft von Staatsrat +- Aristokratie mit wechselndem Herrscher)
Guelfe (Papstloyalität) und gubeline (Kaiser); weiße und schwarze guelfen => über
Familiengehörigkeit geregelt
* weiße guelfen forderten mehr Unabhängigkeit von Papst und Rom
La divina comedia: Struktur , 1304 verfasst !!! Aufhebung des volgare zur Literatursprache
! Theologisches Werk + politische Schrift; Zusprechung einer religiösen Wahrheit: mythische
Erlebnis als wahre Erfahrung mit einem religiösen Hintergrund
1) drei Jenseitsdimensionen: 1. inferno > Virgil, 2. purgatorio > Beatrice, 3. paradiso > San
Bernardino
2) Strenge Gedichtform = Terzine aus drei Versen besteht (jede Zeile ist mit der nächsten durch
Rhythmen verbunden => nicht geschlossen) + Versform = endecasillabo (elfsilbiger Vers —>
Silbe als Sprecheinheit, Teil eines Wortes, den wir in einem Fluss aussprechen; Vers als Zeile; Strophe als
Abschnitt)
3) Comedia genannt, weil das Geschehene gut endet.
(!) jede 3 cantiche mit 33 canti (Jesus mit 33 Jahren gekreuzt)
(!) mittelalterliches Denken zusammengebracht: Theologie, Literatur, Philosophie
Physische Neuerziehung durchs Durchgehen von drei Stufen
1. Inferno: die Hölle ist durch den Fall Lucifers entstanden > Bildung des Bergs
“Stelle” ist jeweils das letzte Wort von I, P, P z.B. canto 34 von Inferno > “E quindi uscimmo a
riveder’ le stelle”.
Vita nuova vor der La divina Commedia:
- Geschichte einer vergeblichen Liebe (Beatrice)
- Gedichte an Beatrice (durch die überwundene irdische Liebe findet man den Weg zur göttlichen
Liebe)
Hermeneutik (= der vierfache Schriftsinn —> die religiösen Texten haben vier “Schichten” von Bedeutung) als
viersinnliches Denken im MA
1. allegorischer Sinn: Aussagen über Glaubenswirklichkeit
2. moralischer Sinn: Handlungsanweisungen für Glaubenden
3. buchstäblicher Sinn: konkrete historische Aussagen
4. anagogischer Sinn: Aussagen der Hoffnung und Heilsvorstellung (Sinn der Textstell, der gegenüber einer
wörtlichen Lesart höher ist)
Beispiel: Jerusalem in vierfacher Weise aufgefasst: nach der Geschichte als Stadt der Juden, nach der Allegorie als
Kirche Christi, nach der Anagoge als himmlische Gottesstadt, welche die Mutter von uns allen ist
- Inferno und Purgatorio sind im theologisch-allegorischen Prinzip des contrapasso gestaltet: die
Sünde, der man im Leben begeht, entspricht einer besonderen Art von Bestrafung (Die
‚Strafe‘ als allegorisches Abbild der begangenen Sünde.) z.B. was die Sünde mit einem im Leben