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Zusammenfassung der '6. und 9. Konferenzen (93-4, 135)' von Freud

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Zusammenfassung, Erklärung und Schlussfolgerung sowie Hauptgedanken des Textes '6. und 9. Konferenzen (93-4, 135)' von Freud.

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6. UND 9. KONFERENZEN (93-4, 135)
Sigmund Freud (1916)


Zusammenfassung:
Für diejenigen, die tiefer in dieses Thema eintauchen möchten, muss ich Sie warnen, dass meine beiden Prämissen nicht das
gleiche Gewicht haben. Die erste, dass Schlaf ein mentales Phänomen ist, ist der zentrale Punkt, den wir mit unserer Arbeit zu
demonstrieren versuchen. Die zweite Prämisse wurde bereits in einem anderen Kontext validiert, und hier wenden wir sie frei an.

Wo wurde der Beweis gefunden, dass es eine Erkenntnis gibt, derer sich der Mensch nicht bewusst ist, wie wir es im Falle des
Träumers angenommen haben? Dieser Beweis wurde im Bereich der hypnotischen Phänomene gefunden. Während einer
Demonstration im Jahr 1889 in Nancy wurde ich Zeuge, wie sich Personen in einem Zustand des Schlafwandelns an Ereignisse
erinnerten, an die sie sich zunächst nicht erinnern konnten. Dieses Phänomen deutet darauf hin, dass der Träumer, wie der
Hypnotisierte, unbewusstes Wissen über seine eigenen Träume haben kann.

Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, diese Tatsache zu bestätigen und mich zu fragen, warum ich diesen Test nicht früher
verwendet habe, insbesondere bei fehlgeschlagenen Trades. Wenn sich jemand nicht an bestimmte Erfahrungen erinnert, aber die
Erinnerung in ihm vorhanden ist, dann ist es auch möglich, dass er sich anderer innerer mentaler Prozesse nicht bewusst ist. Dieses
Argument wäre sicherlich nützlich gewesen, um gescheiterte Trades zu verstehen. Ich behielt mir diese Beweise jedoch für einen
anderen, angemesseneren Zeitpunkt auf.

Fehlgeschlagene Operationen sind zum Teil selbsterklärend, weisen aber auch auf die Existenz unbekannter mentaler Prozesse hin.
Im Traum sind wir gezwungen, nach zusätzlichen Erklärungen zu suchen, und ich vertraue darauf, dass sie die Übertragung des
durch die Hypnose gewonnenen Wissens bereitwillig annehmen werden.

Es ist wichtig, ein weiteres Ergebnis dieser Forschung hervorzuheben. Die verborgenen Wünsche, die in Träumen auftauchen, sind
uns erst bewusst, wenn wir den Traum deuten; daher müssen wir sie vorerst als unbewußt betrachten. Aber sie sind wahrscheinlich
dauerhaft bewusstlos. Diese Entdeckung verändert unsere Vorstellung vom Unbewussten und legt nahe, dass es Prozesse und
Tendenzen gibt, die einem nie bewusst waren und vielleicht auch nie bewusst sein werden. Dieses neue Verständnis des
Unbewussten eliminiert den Begriff der Zeitlichkeit und legt nahe, dass etwas dauerhaft unbewusst und nicht nur vorübergehend
latent sein kann. Zweifellos wird es in Zukunft weitere Diskussionen zu diesem Thema geben.



Erklärung und Fazit:
Die Abschnitte dieser Vorträge konzentrieren sich auf zwei grundlegende Prämissen Freuds über den Schlaf und das Unbewusste.
Erstens stellt Freud fest, dass der Traum ein mentales Phänomen ist, das er durch seine Arbeit zu demonstrieren versucht. Zweitens
schlägt er vor, dass es ein unbewusstes Wissen gibt, dessen sich das Individuum nicht bewusst ist, ein Konzept, das es aus dem
hypnotischen Bereich auf das Studium von Träumen überträgt.

Freud legt Beweise vor, die während hypnotischer Demonstrationen in Nancy im Jahr 1889 beobachtet wurden. Hier leugneten
schlafwandelnde Personen zunächst, sich an Erfahrungen zu erinnern, die während der hypnotischen Trance erlebt wurden. Auf
Drängen des Hypnotiseurs begannen sie jedoch, diese Erinnerungen allmählich und vollständig wiederherzustellen. Freud
interpretiert dieses Phänomen als Beweis dafür, dass Individuen unbewusstes Wissen über ihre eigenen mentalen Zustände,
einschließlich Träume, besitzen können.

Der Text befasst sich auch mit der Anwendung dieses Konzepts auf die Analyse fehlgeschlagener Operationen und verborgener
Wünsche, die sich in Träumen offenbaren. Freud argumentiert, dass diese Wünsche, die dem Träumer im Schlaf unbekannt sind,
nur durch Traumdeutung bewusst werden. Dieses Phänomen deutet auf die Existenz verborgener mentaler Prozesse hin, derer
man sich nicht bewusst ist, und verändert das Verständnis des Unbewussten als etwas vorübergehend Latentes zu etwas potenziell
Dauerhaftem und Unzugänglichem.

Abschließend stellt Freud fest, dass sowohl der Traum als auch der hypnotische Zustand komplexe mentale Phänomene offenbaren,
die die traditionelle Vorstellung von Bewusstsein und bewusstem Wissen in Frage stellen. Die Entdeckung unbewusster Einsichten
legt nahe, dass der menschliche Geist mit komplexeren Bewusstseinsebenen und inneren Prozessen arbeitet als bisher
angenommen, was neue Wege zum Verständnis der menschlichen Psyche und des menschlichen Verhaltens eröffnet.



Hauptideen:
- Der Traum ist ein mentales Phänomen, das Freud durch seine Arbeit zu demonstrieren versucht.
1
Hergestellt von MatyBuda

Document information

Uploaded on
June 16, 2024
Number of pages
2
Written in
2023/2024
Type
Summary
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