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Zusammenfassung Psychologie Staatsexamen: Entwicklungspsychologie

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Mit dieser Zusammenfassung zum Lernbereich "Entwicklungspsychologie" habe ich im Staatsexamen eine 1,0 erzielt. Das schaffst auch du! Diese Zusammenfassung basiert auf der offiziellen Literaturliste der Uni Augsburg und auf den wichtigsten Vorlesungen in Psychologie. Falls du Interesse an den anderen Lernbereichen des Examens hast, schau dich gerne auf meinem Feed um!

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Staatsexamen Psychologie
Entwicklungspsychologie

Ein paar Worte vorab…
Auf der Suche nach einer geeigneten Zusammenfassung für die Vorbereitung auf das Psycho
Staatsexamen bin ich an meine Grenzen gekommen. Viele Zusammenfassungen hatten grundlegende und
dramatische Fehler, meines Erachtens einen unlogischen Aufbau und haben relevante Bereiche schlicht
nicht abgedeckt. Aus diesem Grund entschied ich mich dazu, meine eigene Zusammenfassung zu
schreiben. Sie basiert auf der offiziellen von der Universität Augsburg publizierten Literaturliste zur
Examensvorbereitung (was bestimmt über 30 Bücher sind), aber darüber hinaus auch Vorlesungsinhalte.
An dieser Zusammenfassung habe ich ein ganzes Jahr gearbeitet, um sie nun hier besten Gewissens auch
veröffentlichen zu können. Sie ist selbstverständlich nicht nur für Studierende der Uni Augsburg hilfreich.
Schließlich bearbeiten wir alle dieselben Aufgaben in Bayern.
Dies ist die einzige Zusammenfassung, mit der ich für mein Examen gelernt habe, und sie war mehr als
ausreichend dafür, dass ich eine 1,0 erzielen konnte. Das schaffst du bestimmt auch!
In dieser Zusammenfassung geht es ausschließlich um den Themenbereich Entwicklungspsychologie. Falls
du Interesse an den anderen beiden Themenbereichen laut LPO hast, schau dich doch auf meinem Feed
um!
Falls du über einzelne Bereiche genaueres nachlesen möchtest, habe ich dir zuletzt die Quellen angegeben.
In dem Sinne, viel Spaß mit meiner Zusammenfassung!


Inhalte
Entwicklungspsychologie
1. Gedächtnisentwicklung
2. Kognitive Entwicklung
3. Moralentwicklung
4. Entwicklung des Selbst und der Persönlichkeit
5. Motivation
6. Anlage-Umwelt-Debatte
7. Mittlere und späte Kindheit (6-11 Jahre)
8. Jugendalter (10-20 Jahre)
9. Quellen

, ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE
1. GEDÄCHTNISENTWICKLUNG
Gedächtniskomponenten
• Explizites / deklaratives LZG: bewusstes Erinnern von Fakten und Ereignissen
▪ Episodisches Gedächtnis: autobiografische Erinnerungen
▪ Semantisches Gedächtnis: Wissen über Sprache, Regeln, Konzepte
• Implizites / nicht-deklaratives / prozedurales LZG: unbewusste Fertigkeiten

Gedächtnisentwicklung im Säugling- und Kleinkindalter
• Entwicklung des LZG
▪ Wiedererkennung schon bei Säuglingen (Gesichter, Bilder, Spielzeuge) über längere Perioden (Wochen bis
Monate)
▪ Wiedererkennungsleistungen verbessern sich in den ersten Lebensmonaten beträchtlich
▪ Individuelle Unters. sind für spätere intellektuelle Entw. Entscheidend
▪ Rovee-Collier et al. 1992
o Untersuchung des LZG von Säuglingen und Kleinkindern mit Konditionierung und Imitaitonslernen
o Über dem Bettchen des Kindes wurde ein Mobile aufgehängt, das mit einem Band am Fuß des Säuglings
befestigt wurde
o 3 Monate alte Kinder strampelten doppelt so oft in der Minure, wenn das Band an ihrem Knöchel
befestigt wurde → Bildung einer assoziativen Beziehung zw. ihrer Bewegung und der des Mobiles
o Erfassung der Gedächtnisleistung: Wiederholung wenige Tage später → Kinder erinnern sich
o Wenn es ihnen nicht spontan gelingt: Abrufproblem, nicht Vergessen
o Bedeutung der Ähnlichkeit von Lern- und Abrufbedingung: Kinder erinnern sich eher, wenn das Bettchen
die gleiche Farbe hat wie beim Lernen
➔ Ergebnis: komplexe Gedächtnisformen bei Säuglingen
• Imitationslernen
▪ Meltzoff 1995:
o Erwachsener führt Kleinkindern (9 und 14 Monate) eine Reihe von Handlungen mit neuartigen Objekten
vor (z.B. Knopf drücken, um Summton zu erzeugen)
o Wenn die Gegenstände 24h später vor die Kinder hingestellt wurden, wiederholten sie meisten Kinder
beider Altersgruppen die Handlungen
o Nach 1 Woche erinnerten sich nur die älteren Kinder
➔ Linearer Zuwachs der Behaltensleistung zw. 2 und 18 Monaten
▪ Kleinkinder haben hoch entwickeltes Gedächtnis, bevor der Spracherwerb einsetzt und die Speichermögl.
weiter verbessert
• Entwicklung des KZG: KZG von Säuglingen und Kleinkindern limitiert; aber im 1. Lebensjahr bedeutsame
Zuwächse
➔ Entwicklung des Gedächtnisses bei Säuglingen und Kleinkindern v.a. implizit, d.h. durch unbewusste
Lernerfahrungen

Entwicklung des impliziten Gedächtnisses
• Implizites Gedächtnis und Priming
▪ Priming: Beeinflussung der Verarbeitung eines Reizes dadurch, dass ein vorangegangener Reiz implizite
Gedächtnisinhalte aktiviert hat (z.B. Begriff „Maus“ aktiviert Wortfeld „Tiere“, sodass ein zweites Wort aus
diesem Feld („Katze“) schneller erkannt wird)
▪ Implizite Gedächtnisvorgänge bereits bei Neugeborenen
▪ Implizite Gedächtnisvorgänge verändern sich im Vergleich zu expliziten über das Leben hinweg nur sehr
wenig
• Perzeptuelles Priming
▪ Kinder unters. Alters bekommen sehr unvollständige Bilder von Tieren
▪ Aufgabe: Tier mögl. frühzeitig erkennen und benennen
▪ Je vollständiger Tier, umso leichter Identifikation des Tieres
▪ Wiederholung einige Zeit später: unvollständige bekannte Bilder werden schneller erkannt als unvollständige
neue Bilder – unabhängig vom Alter der Probanden!
• Konzeptuelles Priming

, ▪ In Lernphase sollen Exemplare semantischer Kategorien (z.B. Kleidungsstücke) ohne Hinweis auf späteren
Gedächtnistest generiert werden
▪ Teilweise Alterseffekte
▪ Keine Alterseffekte, wenn die generierten Kategorieexemplare typisch sind
➔ Primingeffekte sind altersinvariant
➔ Entwicklungstrends nur bei Aufgaben zum konzeptuellen Priming
➔ Das implizite Gedächtnis entwickelt sich sehr früh, ist im Lebenslauf vergleichsweise stabil und hat größere
Beziehungen zum semantischen als zum episodischen Gedächtnis; Entwicklung des impliziten Gedächtnisses
verläuft also anders als die des expliziten Gedächtnisses

Entwicklung des expliziten Gedächtnisses (Methoden: freie Reproduktion, Wiedererkennung (Rekognition))
• Erinnerungsleistungen von Vorschulkindern
▪ Schwache Erinnerungsleistung beim Lernen von Wortlisten, aber gute Wiedererkennungsleistung
➔ Einprägen ohne Probleme, aber Abrufen gespeicherter Infos (ohne spezifische Hinweisreize)
problematisch!
▪ Vorschulkinder können erlebte Ereignisse längerfristig im LZG repräsentieren und frei abrufen, v.a., wenn es
sich um regelmäßig wiederkehrende Ereignisse handelt
• Fortschritte im Vorschulalter
▪ Signifikante Verbesserung der Fähigkeit zur Erinnerung ausgewählter Ereignisse über eine längere
Zeitperiode im Vorschulzeit
▪ Längsschnittstudie LOGIK: Vorschulkinder können Geschichten mit Skript-Charakter (Geburtstagsparty)
besser reproduzieren als Geschichte mit vertrautem Inhalt (Spielnachmittag), die nicht in ein allgemeines
Schema eingebettet werden konnte
➔ Bedeutung von Skripts v.a. bei Vorschulkindern
▪ Individuelle Anfangsunterschiede im LZG stabil
▪ Fähigkeit zum Speichern und Abrufen von Textinfos entwickelt sich früh und verbessert sich für die
meisten Probanden ca. im gl. Tempo
• Infantile Amnesie: man hat kaum Erinnerungen an die eigene Säuglings- und Kleinkindphase, weil erlebte
Ereignisse in unters. Altersstufen kogn. unters. repräsentiert werden
• Erinnerungsdauer abhängig von unters. Faktoren: subjektive Bedeutsamkeit des Ereignisses, Intensität des
Erlebten, Häufigkeit der Ereignisreaktivierung im gemeinsamen Gespräch, Alter
➔ Erinnerungsdauer jüngerer Kinder an spezielle Ereignisse: 2 Jahre; bei Erwachsenen: mehrere Jahrzehnte
• Fehleranfälligkeit: Beim Erinnern Risiko von Gedächtnisfehlern, da gleichzeitig Elemente des ursprünglich
Erlebten und Aspekte der späteren Interpretation (autobiografisches Gedächtnis)
• Einflussfaktoren der Erinnerungsgenauigkeit: Erinnerung v.a. hoch…
▪ Bei schmerzhaften/traumatischen Erlebnissen
▪ Wenn Belohnung für möglichst genaue Antworten in Aussicht gestellt werden
▪ Wenn die Fähigkeit zur Überwachung eigener Gedächtnisaktivitäten gezielt stimuliert wird
▪ Bei besonderen Nachfragetechniken
• Intensität der Kommunikation mit Eltern
hat großen Einfluss auf Entwicklung des
autobiographischen Gedächtnissen
(Fivush 2014): wenn früh damit
begonnen wird, regelmäßig tägliche
Ereignisse zu reflektieren, werden die
Berichte der Kinder im Vorschulalter
zunehmend reichhaltiger und komplex;
v.a. wenn Eltern viele Fragen stellen,
nachhaken und kleine Hilfen anbieten
(elaborierter Kommunikationsstil)
• Suggestibilität durch irreführende
Nachfragen:
▪ Kinder ab 7/8 geben ähnlich
zuverlässige Berichte wie
Erwachsene und lassen sich durch
irreführende Infos des Interviewers wenig beeinflussen

Document information

Study
Uploaded on
June 16, 2024
Number of pages
58
Written in
2023/2024
Type
Summary
$12.39

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