Definition
jene Verfahren der Kostenrechnung, die sämtliche Leistungen und Kosten,
(sowohl fixe als auch variable Kosten), auf die Kostenträger verteilen
steht damit im direkten Gegensatz zur Teilkostenrechnung
Grundidee: planmäßig entstandenen Kosten eines Kostenträgers (= in einem UN
hergestellten Produkte/Dienstleistungen) zu ermitteln.
Dadurch kann Wirtschaftlichkeit des Produktionsprozesses festgestellt werden
Schema
Für die Vollkostenrechnung werden alle drei Schritte der Kostenrechnung
durchlaufen:
Die Kostenartenrechnung (Welche Kosten fallen in welcher Höhe an?)
Alle Kosten des Produktionsprozesses werden in Einzelkosten und Gemeinkosten
aufgeteilt.
Einzelkosten sind beispielsweise Rohstoffe oder Betriebsstoffe
Gemeinkosten hingegen können nicht direkt mit der Produktion des Produkts in
Verbindung gebracht werden wie zum Beispiel die Miete oder die Heizkosten für
Vertriebsbüros oder Lagerhallen
Die Kostenstellenrechnung (Wo fallen die Kosten an?)
Die Gemeinkosten werden den einzelnen Kostenstellen zugewiesen.
Dies erfolgt im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung
Werden also mittels des Betriebsabrechnungsbogen (BAB) auf die Endkostenstellen
verrechnet
Die Kostenträgerrechnung (Für wen (Kostenträger) fallen die Kosten an?)
Fasst die beiden vorherigen Schritte zusammen und stellt somit die Preiskalkulation
der Produkte dar
Beispiel
Täglich produzierte Pizzen: 50 Stück
Miete: 60€/Tag
Heizkosten für den Pizzaofen: 20€/Tag
Kosten für Zutaten pro Pizza: 2€
Dein Ziel ist es nun, alle anfallenden Kosten auf die Produkte zu verrechnen: