In unten skizziertem Versuch sind Tiere (gleich schwer, 20g) in abgeschlossenen Kammern
untergebracht. In ihnen wird die Lufttemperatur konstant gehalten (5oC bzw. 30oC) und der O2-
Verbrauch der Tiere gemessen. Aus dem O2-Verbrauch kann der Stoffwechsel und somit der
Energieverbrauch der Tiere errechnet werden.
Unter den Versuchsaufbauten sind die Daten angegeben, die gemessen werden konnten.
O2-Messung O2-Messung
Wechsel -
Lufttemperatur: 5oC -
- warmes
gleich
-
warmes
Tier
Tier
Gemessene Werte: Gemessene Werte:
Körpertemperatur: 39,5oC Körpertemperatur: 5oC, Tier ist starr
O2-Verbrauch: 710 ml/h O2-Verbrauch: nicht messbar (sehr gering)
O2-Messung
O2-Messung
Lufttemperatur: 30oC
Gemessene Werte:
Körpertemperatur: 39,5oC Gemessene Werte:
O2-Verbrauch: 340 ml/h Körpertemperatur: 31oC
O2-Verbrauch: 50 ml/h
1. Beschreibe die Auswirkungen unterschiedlicher Temperatur auf die beiden Tiere.
2. Erkläre die Unterschiede.
, Wie wirkt sich Temperatur auf Tiere aus
Bei einer Lufttemperatur von 5°C, hat die Maus eine Körpertemperatur von
39,5°C. Die Maus ist ein gleichwarmes Tier.
Bei gleichwarmen Tieren ist die Körpertemperatur unabhängig von der
Umgebungstemperatur. Jedoch benötigen sie extrem viel Energie für die
präzise Regulation der Körpertemperatur. Dieser hohe Energieverbrauch
wird auch an dem gemessenen O² Verbrauch deutlich. Dieser liegt bei 710 ml/
h. Im Gegensatz dazu, ist der O² Verbrauch bei dem Chamäleon überhaupt
nicht messbar, da der Energieverbrauch sehr niedrig ist. Dies kommt davon,
da das Chamäleon ein wechselwarmes Tier ist. Die Körpertemperatur von
Wechselwarmen Tieren entspricht der Umgebungstemperatur. Dies lässt sich
auch an den gemessenen Werten der Körpertemperatur bei einem
wechselwarmen Tier, dem Chamäleon belegen. Das Chamäleon hat bei einer
Lufttemperatur von 5 Grad Celsius eine Körpertemperatur von 5 Grad
Celsius. Eine Umgebungstemperatur von 5 grad Celsius ist zu niedrig für das
Chamäleon und deshalb fällt das Chamäleon in Starre. Da das Chamäleon
sich in einer starre befindet, sind die aktiven Lebensvorgänge nicht möglich.
Daher ist auch der Energieverbrauch so gering, da das Chamäleon nicht aktiv
ist.
Bei einer Lufttemperatur von 30 Grad liegt die Körpertemperatur der Maus
immer noch bei 39,5 grad, da die Maus ihre Körpertemperatur unabhängig
von der Lufttemperatur reguliert. Der Energieverbrauch der Maus bei einer
Lufttemperatur von 30 Grad liegt bei 340 ml/h. Der Energieverbrauch ist halb
so hoch wie bei einer Lufttemperatur von 5 grad. Das kommt davon, weil die
Maus bei niedrigen Temperaturen ihre Körpertemperaturen konstant halten
muss und die Körpertemperatur nicht auf die Umgebungstemperatur abfällt.
Da nun die Lufttemperatur relativ hoch ist, ist der Energieverbrauch der
Maus nicht mehr ganz so hoch. Die Körpertemperatur des Chamäleons bei
einer Lufttemperatur von 30 grad liegt bei 31 grad. Da die
Umgebungstemperatur gestiegen ist, steigt auch die Körpertemperatur. Der
Energieverbrauch ist im Gegensatz zu dem Energieverbrauch der Maus sehr
niedrig.