Hamlet
Autor: William Shakespeare | Erschienen: 1602 (Uraufführung) | Verlag: Suhrkamp (Suhrkamp
BasisBibliothek) | Ort: Berlin (zitiert nach der Ausgabe von 2015)
Die Tragödie spielt am dänischen Königshof, wo Prinz Hamlet vom Geist seines ermordeten Vaters erfährt, dass
dessen Bruder Claudius – inzwischen mit Hamlets Mutter verheiratet und neuer König – den Mord begangen
hat. Zwischen Zweifel, Verstellung und dem Wunsch nach Rache treibt Hamlet die Intrige gegen Claudius
voran, bis das Stück in einem tödlichen Showdown endet, bei dem Hamlet, seine Mutter und Claudius sterben.
Das Drama zählt zu den bekanntesten Werken der Weltliteratur.
Inhaltsverzeichnis
– Übersicht
Handlung
– Akt 1
– Akt 2
– Akt 3
– Akt 4
– Akt 5
– Aufbau
Charakterisierung
– Hamlet
– Gertrude
– Claudius
– Polonius
– Ophelia
– Laertes
– Horatio
– Geist
– Figurenkonstellation
Stil
– Sprache
– Monologe
– Stilmittel
– Motive
Kontext
– Epoche
– Rezeption
– Geschichtlicher Hintergrund
Interpretation
– Schein
– Wahnsinn
– Rache
– Machtgier
– Mutter-Problematik
– Liebe
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,– Krimi
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,Übersicht
Hamlet ist eine Tragödie des englischen Dramatikers William Shakespeare. Das Theaterstück wurde 1602
uraufgeführt und spielt im dänischen Königreich. Hamlet, der Königssohn, kann es nicht gutheißen, dass seine
Mutter kurz nach dem Tod seines Vaters, dessen Bruder Claudius heiratet. Wenig später wird er vom Geist
seines Vaters heimgesucht, der ihm berichtet, dass Claudius ihn ermordet hat, und Rache fordert. Hamlet
versucht daraufhin herauszufinden, ob der Geist die Wahrheit sagt und stößt auf Intrigen am Hof. Aus Angst vor
bösen Enthüllungen will der neue König Hamlet daher loswerden und verstrickt ihn in ein fingiertes Duell. Der
Plan scheitert allerdings und am Ende sterben Onkel, Hamlet und dessen Mutter. Seinen Vater kann Hamlet
damit aber rächen.
Handlung
Akt 1
Im ersten Akt erfährt Hamlet vom Geist seines Vaters, dass dieser von seinem Bruder Claudius ermordet wurde.
Er soll den Vater nun rächen.
Erste Szene
Infos
Seite: 9 - 15
Ort: Helsingör, Terrasse vor Schloss Kronborg
Personen: Offiziere Bernardo und Marcellus, Soldat Francisco, Horatio und der Geist
Inhalt
Bernardo, Horatio und Marcellus lösen Francisco um Mitternacht von seiner Wache ab. Die beiden Offiziere
wollen dem ungläubigen Horatio in dieser Nacht beweisen, dass ihnen ein Geist erschienen ist. Dieser taucht
tatsächlich wieder in der Gestalt des verstorbenen Königs auf, will allerdings nicht sprechen. Horatio ist sich
aber sicher, dass die Erscheinung vor Unheil warnen soll. Er erklärt den beiden Offizieren, dass die Dänen sich
vor dem jungen Fortinbras aus Norwegen in Acht nehmen müssen, weil der verlorene Provinzen zurückerobern
will. Daraufhin erscheint der Geist noch einmal, doch noch bevor er sprechen kann, wird er vom Krähen des
Hahns erschreckt und verschwindet wieder. Horatio hofft, dass der Geist in der nächsten Nacht mit seinem
Freund Hamlet sprechen wird und will ihm das Gesehene anvertrauen.
Zweite Szene
Infos
Seite: 15 - 24
Ort: Schloss Kronborg
Personen: König Claudius, Gertrude, Polonius mit Sohn Laertes, Rat Voltimand, Cornelius, Hamlet und
Gefolge
Inhalt
Unter Fanfaren tritt die Hofgesellschaft ein. König Claudius erinnert noch einmal an den Tod seines Bruders,
beschreibt seinen Zwiespalt bei der Hochzeit mit Witwe Getrude und klagt nun, dass der junge Fortinbras das
Land bedroht. Um die Situation zu klären, sendet er Voltimand und Cornelius zu Fortinbras‘ Onkel nach
Norwegen. Außerdem erteilt er Polonius‘ Sohn Laertes die Erlaubnis, nach getaner Hilfe bei der Krönung
wieder nach Frankreich zurückzukehren. Danach wendet er sich an Hamlet, der noch immer Trauer trägt und
von der Ansprache „mein Sohn“ nichts wissen will. Nicht einmal auf Bitte seiner Mutter möchte Hamlet das
Schwarz ablegen, immerhin sei er innerlich voller Kummer. Claudius erklärt ihm daher, dass lange Trauer
dumm und
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, unmännlich sei, ein Vergehen am Himmel. Er liebe Hamlet wie einen Sohn und wünscht sich, dass dieser als
erster Hofmann in Dänemark bleibt, anstatt zur Wittenberger Schule zurückzugehen. Für seine Mutter stimmt
Hamlet zu.
Als alle weg sind, klagt Hamlet, dass er sich am liebsten umbringen würde. Er ekelt sich vor der Welt, in der
seine Mutter nur zwei Monate nach dem Tod den Bruder ihres Mannes heiratet. Doch dann treten Horatio,
Bernardo und Marcellus ein, um ihm vom Geist seines Vaters zu berichten. Hamlet will sich in der Nacht bei
der Wache selbst davon überzeugen.
Dritte Szene
Infos
Seite: 24 - 28
Ort: Zimmer im Haus von Polonius
Personen: Laertes, Ophelia und Polonius
Inhalt
Laertes verabschiedet sich von seiner Schwester Ophelia und warnt sie vor seiner Abreise noch davor, sich in
Hamlet zu verlieben. Selbst wenn der Prinz ihr jetzt Versprechen mache, könne er diese aufgrund seines Rangs
nicht halten. Laertes erklärt ihr, dass sie ihre Jungfräulichkeit bewahren soll. Daraufhin fordert sie von ihm,
selbst nicht zum lockeren Lebemann zu werden. Dann kommt ihr Vater Polonius dazu, der Laertes ebenfalls
Ratschläge mit auf den Weg gibt. Als Laertes weg ist, will der Vater von Ophelia wissen, worüber sie geredet
haben. Auch er bittet sie daraufhin, an ihre Ehre zu denken und Hamlet nicht zu vertrauen.
Vierte Szene
Infos
Seite: 28 - 31
Ort: Terrasse des Schlosses
Personen: Hamlet, Horatio, Marcellus und der Geist
Inhalt
Um Mitternacht treffen sich Hamlet, Horatio und Marcellus zur Wache auf der Terrasse, während der König ein
Zechgelage veranstaltet. Als Hamlet sich über diesen üblen Brauch auslässt, taucht der Geist wieder auf. Hamlet
ist völlig überwältigt und folgt dem Winken des Geistes, obwohl seine Freunde ihn zurückhalten wollen. Sogar
sein Schwert zieht er, um sich von ihnen losreißen und dem Geist hinterhergehen zu können.
Fünfte Szene
Infos
Seite: 31 - 38
Ort: Abgelegener Teil des Schlosses
Personen: Hamlet, Geist
Inhalt
Die Erscheinung stellt sich als Geist von Hamlets Vater vor und fordert seinen Sohn auf, ihn zu rächen. Sein
Bruder Claudius habe ihn im Schlaf mit Bilsenkrautsaft vergiftet, nachdem dieser das Herz der Königin für sich
gewinnen konnte. Nicht einmal eine letzte Ölung wurde dem sterbenden König zuteil. Hamlet soll bei seiner
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