Faust – Der Tragödie Erster Teil
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes Selbstreflexion zu Beginn
• Reflektieren Spannungsverhältnis zwischen Dichter, Werk und Publikum
• Autobiographischer Charakter
• Leiten zentrale Motive ein
Prolog im Himmel
• Herr und Mephisto entwerfen konkurrierende Menschenbilder
• Sie wetten um Faust, dessen Problematik die Menschenbilder belegen soll
• Eingeschränkte Funktion Mephistos in der göttlichen Schöpfung -> er kann nicht gewinnen
Grenzen der Erkenntnis und des Menschseins führen zu Existenzkrise
• Innere Monologe von Faust
• Raum, Tageszeit = innere Befindlichkeit
• Verfügbare Wissen befriedigt Faust nicht -> wendet sich der Magie zu
• Versteht sich als Ebenbild Gottes, bleibt als Mensch beschränkt
• 3 Versuche: Makrokosmus, Erdgeist, Suizid -> Scheitern
• Gespräch mit Wagner -> Wissenschaftskritik
Revueszene mit Verweischarakter
• Soziale Welt, erste Öffnung Fausts zur Weltfahrt
• Jungen + Mädchen, Soldaten- und Bauernlieder -> Gretchentragödie
Erste Begegnung von Faust und Mephisto
• Suche nach ursprünglicher Erfahrung -> Faust wendet sich biblischer Offenbarung im
griechischen Original zu
• Mephisto = des Pudels Kern
• Mephistos Macht ist begrenzt, kann den Raum wegen Pentagramm nicht verlassen
• Faust bietet Mephisto Pakt an -> Mephisto entzieht sich
Aus dem Teufelspakt wird eine Wette
• Faust verflucht seine Existenz -> ist reif für Bündnis mit Teufel
• Mephisto bietet traditionellen Teufelspakt an -> Faust verwandet ihn in Wette
• Faust glaubt nicht, dass Mephisto ihm den Moment der Erfüllung geben kann
• Mephistos Studienberatung -> Universitätssatire
Verbindung von Gelehrten- und Gretchentragödie
• „Auerbachs Keller“: weitere Parodie der Universität
• Plattheit des Trinkgelages verführt Faust nicht
• „Hexenküche“: Verjüngung Fausts, er sieht in jeder Frau Helena (Idealbild antiker Schönheit)
-> Gretchentragödie
• Szenen motivisch aufeinander bezogen, Tiermetaphorik, polit. Allegorie der franz. Revolution
, Gretchentragödie
• Phase I: Gretchens Verführung („Straße“ – „Gartenhäuschen“)
• Phase II: Gretchens drohende gesellschaftliche Ächtung, innere Seelennot
• Phase III: Katastrophe der alleingelassenen Frau („Trüber Tag. Feld“, „Nacht. Offen Feld“ und
„Kerker“)
• Binnenzäsur/ Wendepunkt: „Wald und Höhle“ + „Gretchens Stube“ -> Innehalten,
Selbstbesinnung
Untergang Gretchens unvermeidbar
Gartenszenen davor und danach: Garten = Paradies + Ort des Sündenfalls
• „Walpurgisnacht“: Verdeckung von Geburt und Tötung des Kindes + Prozess und Verurteilung
Dramaturgisch: Verdecken, menschlich: Verdrängen
Gretchens Verführung
• Faust begegnet Gretchen zufällig: weckt Fausts sinnlichen Trieb
• Mephisto hat keinen Einfluss auf 14-jähriges, frommes Gretchen
Gretchen = Gegenfigur zum Teufel
• Faust entwickelt aufrichtige Liebe
Emotionale Ambivalenz zwischen sinnlichem Trieb und himmlischer Liebe
• Gretchen ist beeindruckt von Faust, träumt von Erhöhung ihres sozialen Standes
• Gretchen zeigt das Schmuckkästchen ihrer Mutter, die gibt es dem Pfarrer
Vom ersten Rendezvous bis zum ersten Kuss
• Gretchen kann zweitem Kästchen nicht widerstehen -> vertraut sich Marthe an
• Mephisto arrangiert Treffen zwischen Faust und Gretchen
• Faust will Gretchen Liebe vorheucheln
Fausts Verhalten steht unter dem Vorzeichen Lüge und Betrug
• „Garten“: Gretchen deutet ihre Heiratsfähigkeit an, Blumenorakel: sie gesteht ihre Liebe
• „Gartenhäuschen“: einzige Liebesszene -> erster Kuss
Zwei Selbstreflexionen als Mittelpunkt der Gretchenhandlung
• Faust genießt Glück in der Natur, aber Wette nicht erfüllt
• Mephisto stachelt Fausts sinnlichen Trieb an
• Faust entscheidet sich Gretchen zu opfern
Untergang Gretchens ist besiegelt
• Gretchens Selbstreflexion in ihrer Stube
• Lied am Spinnrad: offenbart Gretchens aufrichtige Liebe für Faust, beraubt sie ihrer inneren
Ruhe, macht sie fast verrückt
• Entfremdung von sich selbst, neue Identität -> aus Margarete wird Gretchen
Marthens Garten – Die Gretchenfrage
• Gretchenfrage im erotischen Kontext
• Faust versucht auszuweichen, behandelt Gretchen wie ein Kind
• Gretchen drückt intuitive Abneigung gegen Mephisto aus
• Gretchen stimmt Liebesnacht zu, Faust gibt ihr ein Schlafmittel für ihre Mutter
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes Selbstreflexion zu Beginn
• Reflektieren Spannungsverhältnis zwischen Dichter, Werk und Publikum
• Autobiographischer Charakter
• Leiten zentrale Motive ein
Prolog im Himmel
• Herr und Mephisto entwerfen konkurrierende Menschenbilder
• Sie wetten um Faust, dessen Problematik die Menschenbilder belegen soll
• Eingeschränkte Funktion Mephistos in der göttlichen Schöpfung -> er kann nicht gewinnen
Grenzen der Erkenntnis und des Menschseins führen zu Existenzkrise
• Innere Monologe von Faust
• Raum, Tageszeit = innere Befindlichkeit
• Verfügbare Wissen befriedigt Faust nicht -> wendet sich der Magie zu
• Versteht sich als Ebenbild Gottes, bleibt als Mensch beschränkt
• 3 Versuche: Makrokosmus, Erdgeist, Suizid -> Scheitern
• Gespräch mit Wagner -> Wissenschaftskritik
Revueszene mit Verweischarakter
• Soziale Welt, erste Öffnung Fausts zur Weltfahrt
• Jungen + Mädchen, Soldaten- und Bauernlieder -> Gretchentragödie
Erste Begegnung von Faust und Mephisto
• Suche nach ursprünglicher Erfahrung -> Faust wendet sich biblischer Offenbarung im
griechischen Original zu
• Mephisto = des Pudels Kern
• Mephistos Macht ist begrenzt, kann den Raum wegen Pentagramm nicht verlassen
• Faust bietet Mephisto Pakt an -> Mephisto entzieht sich
Aus dem Teufelspakt wird eine Wette
• Faust verflucht seine Existenz -> ist reif für Bündnis mit Teufel
• Mephisto bietet traditionellen Teufelspakt an -> Faust verwandet ihn in Wette
• Faust glaubt nicht, dass Mephisto ihm den Moment der Erfüllung geben kann
• Mephistos Studienberatung -> Universitätssatire
Verbindung von Gelehrten- und Gretchentragödie
• „Auerbachs Keller“: weitere Parodie der Universität
• Plattheit des Trinkgelages verführt Faust nicht
• „Hexenküche“: Verjüngung Fausts, er sieht in jeder Frau Helena (Idealbild antiker Schönheit)
-> Gretchentragödie
• Szenen motivisch aufeinander bezogen, Tiermetaphorik, polit. Allegorie der franz. Revolution
, Gretchentragödie
• Phase I: Gretchens Verführung („Straße“ – „Gartenhäuschen“)
• Phase II: Gretchens drohende gesellschaftliche Ächtung, innere Seelennot
• Phase III: Katastrophe der alleingelassenen Frau („Trüber Tag. Feld“, „Nacht. Offen Feld“ und
„Kerker“)
• Binnenzäsur/ Wendepunkt: „Wald und Höhle“ + „Gretchens Stube“ -> Innehalten,
Selbstbesinnung
Untergang Gretchens unvermeidbar
Gartenszenen davor und danach: Garten = Paradies + Ort des Sündenfalls
• „Walpurgisnacht“: Verdeckung von Geburt und Tötung des Kindes + Prozess und Verurteilung
Dramaturgisch: Verdecken, menschlich: Verdrängen
Gretchens Verführung
• Faust begegnet Gretchen zufällig: weckt Fausts sinnlichen Trieb
• Mephisto hat keinen Einfluss auf 14-jähriges, frommes Gretchen
Gretchen = Gegenfigur zum Teufel
• Faust entwickelt aufrichtige Liebe
Emotionale Ambivalenz zwischen sinnlichem Trieb und himmlischer Liebe
• Gretchen ist beeindruckt von Faust, träumt von Erhöhung ihres sozialen Standes
• Gretchen zeigt das Schmuckkästchen ihrer Mutter, die gibt es dem Pfarrer
Vom ersten Rendezvous bis zum ersten Kuss
• Gretchen kann zweitem Kästchen nicht widerstehen -> vertraut sich Marthe an
• Mephisto arrangiert Treffen zwischen Faust und Gretchen
• Faust will Gretchen Liebe vorheucheln
Fausts Verhalten steht unter dem Vorzeichen Lüge und Betrug
• „Garten“: Gretchen deutet ihre Heiratsfähigkeit an, Blumenorakel: sie gesteht ihre Liebe
• „Gartenhäuschen“: einzige Liebesszene -> erster Kuss
Zwei Selbstreflexionen als Mittelpunkt der Gretchenhandlung
• Faust genießt Glück in der Natur, aber Wette nicht erfüllt
• Mephisto stachelt Fausts sinnlichen Trieb an
• Faust entscheidet sich Gretchen zu opfern
Untergang Gretchens ist besiegelt
• Gretchens Selbstreflexion in ihrer Stube
• Lied am Spinnrad: offenbart Gretchens aufrichtige Liebe für Faust, beraubt sie ihrer inneren
Ruhe, macht sie fast verrückt
• Entfremdung von sich selbst, neue Identität -> aus Margarete wird Gretchen
Marthens Garten – Die Gretchenfrage
• Gretchenfrage im erotischen Kontext
• Faust versucht auszuweichen, behandelt Gretchen wie ein Kind
• Gretchen drückt intuitive Abneigung gegen Mephisto aus
• Gretchen stimmt Liebesnacht zu, Faust gibt ihr ein Schlafmittel für ihre Mutter