Doppelte Staatsgründung:
Nach bedingungsloser Ziel der Alliierten: Gemeinsame Schaffung einer stabilen Nachkriegsordnung;
Kapitulation Deutschlands am Aufteilung in vier Besatzungszonen unter Militärverwaltung der Siegermächte
8.05.1945
Juli 1945 Potsdamer Konferenz - Besprechung der Besetzungsmächte (Frankreich, Großbritannien, USA und
Sowjetunion) über das gemeinsame Vorgehen Alliierter Kontrollrat als
oberstes Regierungsorgan und Zusammenarbeit bei ganz Deutschland
betreffenden Angelegenheiten, aber oberste Gewalt in der eigenen
Besatzungszone
„5Ds“ für die Gestaltung Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung, Demontage von
Deutschlands Industrieanlagen und Dezentralisierung von Politik + Wirtschaft
Zunehmende Gegensätze Zerfall der Anti-Hitler Koalition keine Einigung über gemeinsame Politik,
zwischen Westmächten und politisch-ideologische Gegensätze und militärische Blockbildung („Eiserner
Sowjetunion Konfrontation Vorhang“ – Churchill, 1946)
Bizone ab Dezember 1946 Wirtschaftlicher Zusammenschluss des amerikanischen und britischen
Besatzungsgebietes Zerteiltes Deutschland als wirtschaftliche Belastung
Marshallplan 1948 Unterstützung des Wiederaufbaus von Europa durch umfangreiches,
wirtschaftliches Hilfsprogramm (wirtschaftliche Stabilität, Sicherung von
Absatzmärkten) Anbindung Europas an die westlich kapitalistische
Wirtschaftsordnung und Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern
(Containment-Politik); Blockbildung
Erweiterung zur Trizone und Entwertung der Reichsmark durch vorherige Kriegsfinanzierung aber keine
Durchsetzung einer Einigung im über Währungsreform im Kontrollrat also Durchsetzung der
Währungsreform 1948 Westalliierten im Alleingang aus Sicht der UdSSR: erster Schritt zur
Gründung eines deutschen Weststaates Berlin Blockade: Blockade aller
Land- und Wasserwege zu den Westsektoren Berlins aber Luftbrücke der
Alliierten und Widerstand der Bevölkerung (erster Höhepunkt des Kalten
Krieges)
Gründung der Bundesrepublik Deutschland:
- Gründung von politischen Parteien und Gewerkschaften auf kommunaler Ebene
- 1946: freie Wahlen für Länderparlamente und die Abstimmung über Länderverfassungen (dezentraler Weg)
und übergeordnete Verwaltungsstrukturen durch Bizone/ Trizone
- Juni 1948: Übergabe der Frankfurter Dokumente an die Ministerpräsidenten durch die Militärgouverneure
Auftrag zur Gründung eines westdeutschen Staates mit demokratischer und föderaler Struktur
- 23. Mai 1949: Grundgesetz tritt in Kraft und damit Staatsgründung (Verständnis als vorläufige Fassung vor
Wiedervereinigung)
- Westintegration der Bundesrepublik als Voraussetzung für Souveränität und Vorrang vor Wiedervereinigung
(Adenauer)
- 1955 Pariser Verträge: Aufheben des Besatzungsstatuts (verbleibende Rechte der Alliierten wie z.B.
Außenpolitik) und damit Souveränität der BRD
- 1955: Beitritt zur NATO
Gründung der Deutschen Demokratischen Republik
- Schaffung von Strukturen für die Gründung eines Staates nach sowjetischem Vorbild (Enteignung der
Großgrundbesitzer durch Bodenreform; Einrichtung von Zentralbehörden mit umfassenden wirtschaftlichen
Befugnissen, Besetzung von Schlüsselpositionen) „Es ist doch ganz klar: Es muss demokratisch aussehen,
aber wir müssen alles in der Hand haben“ (Walter Ulbricht)
- 1946: Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) Partei
neuen Typus (streng hierarchisch, Politbüro an Spitze, Ausschluss von Mitgliedern, die den Kurs nicht
unterstützten); andere Parteien bereits Zusammenschluss zu Antifa Block und Unterordnung unter SED
- 7. Oktober 1949: Volksrat erklärt sich zur „Provisorischen Volkskammer“ und proklamiert Gründung der DDR
Staat unter Vorherrschaft der SED (Einheitsliste, …), mit Enteignungen und Einführung der Planwirtschaft
- Aufnahme der DDR in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (1950) und in den Warschauer Pakt (1955,
östliches Militärbündnis