Der Nahost-Konflikt
Jüdische Diaspora
Entstehung des Judentums in Tradition der monotheistischen israelitischen Stämme und Gründung eines Königreichs
nach dem Sieg über die Philister Palästina als Ort der jüdischen Ethnogenese
Babylonisches Exil: Verlust des Staates aber Fortbestehen der jüdischen Gemeinschaft; der Tempelkult wird zur
Wertegemeinschaft vereint durch Gebete und Tora; nach Eroberung Babylons durch die Perser (539 v. Chr.) kommt es
zur partiellen Rückkehr
Römische Besatzung (unter Pontius Pilatus): Striktes Regieren und Kreuzigung Jesu („Gottesmord“ Antisemitismus)
- 63 v. Chr.: Eingreifen der Römer nach inneren Wirren in Judäa Eroberung Jerusalem und Vasallenstaat
- 6 n. Chr.: Direkte Unterstellung Judäas unter römischer Herrschaft: Missachtung religiöser Gefühle, Zunahme
sozialer Spannungen, Steuerdruck Entstehung antirömischer Bewegungen
- 66- 70 n. Chr.: Zerstörung des Tempels in Jerusalem + Niederschlagung des Aufstands; 73/74 n. Chr. wird der
letzte Widerstand in der Wüstenfestung Masada niedergeschlagen
- 132-135 n. Chr.: Bar-Kochba-Aufstand gewaltsame Niederschlagung und Vertreibung
Diaspora des Judentums (Erfahrungen des Verlusts und besonderer Charakter jüdischen Zusammenlebens) keine
zusammenhängende jüdische Siedlung mehr in Judäa und Verbreitung in Gebiete rund um das Mittelmeer (durch
Expansion des Christentums werden Juden als Heiden angesehen („Gottesmord“) Verfolgung und Pogrome
Judentum wird zur religiösen Minderheit
Zionismus: politische Bewegung mit dem Ziel der Errichtung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina
Situation in Europa: zunehmende Bedrohung der Juden trotz Eingliederung in die einzelnen Staaten – Assimilation und
Emanzipation - (Dreyfus-Affäre) Judenemanzipation in Europa gescheitert; Zurücksehnen nach Jerusalem
Theodor Herzl: „Der Judenstaat“ (1896): Judentum ist keine religiös-kulturelle, sondern ethnisch-nationale Einheit
(„Wir sind ein Volk, ein Volk“), welches ein sicheres Leben nur in einem eigenen Staat führen kann
Erster Zionistenkongress in Basel (1897): Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina durch Förderung der
legalen Besiedlung Palästinas (Landkäufe + Aufbau von Siedlungen), Stärkung des Volksbewusstseins und Schaffung
einer Einheit sowie Erlangen der Gunst der Großmächte zur Staatsbildung
Imperialismus und Nationalismus im Nahen Osten:
Anfang des 20. Jahrhunderts: Palästina ist Teil des Osmanischen Reiches interne Spannungen aufgrund der Rebellion
lokaler arabischer Führungsschichten gegen die arabische Fremdherrschaft; Arabischer Nationalismus (Panarabismus)
mit dem Ziel eines arabischen Großreiches (z.B. Nahda Bewegung: Arabische Kultur als Bindeglied, kulturelle
Erneuerung sowie Widerstand gegen Westen)
Großmächte im Nahen Osten Interessen
Frankreich, Österreich Schutzrechte für Katholiken
Russland Schutzrechte für orthodoxe Christen
Großbritannien Strategische Bedeutung von Palästina, später: Sicherung des Zugangs zu
Erdölquellen aufgrund von wachsendem Bedarf
Indirekte Sicherung der osmanischen Herrschaft aufgrund von europäischen Rivalitäten
Jüdische Einwanderung nach Palästina - Alija (Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert): Flucht vor Pogromen in
Osteuropa, politischer Zionismus Gründung von landwirtschaftlichen Siedlungen („Jischow“) sowie finanzielle
Unterstützung durch zionistische Bewegung Zusammenleben von jüdischen und arabischen Gemeinschaften in
Palästina
Untergang des Osmanischen Reiches: imperialistische Expansion der europäischen Mächte; nationale
Autonomiebestrebungen einzelner Völker (z.B. Rumänen und Serben); Verlust im ersten Weltkrieg, welches das
Osmanische Reich bereits als „kranker Mann am Bosporus“ betreten hatte (wirtschaftlich und militärisch geschwächt)
Jüdische Diaspora
Entstehung des Judentums in Tradition der monotheistischen israelitischen Stämme und Gründung eines Königreichs
nach dem Sieg über die Philister Palästina als Ort der jüdischen Ethnogenese
Babylonisches Exil: Verlust des Staates aber Fortbestehen der jüdischen Gemeinschaft; der Tempelkult wird zur
Wertegemeinschaft vereint durch Gebete und Tora; nach Eroberung Babylons durch die Perser (539 v. Chr.) kommt es
zur partiellen Rückkehr
Römische Besatzung (unter Pontius Pilatus): Striktes Regieren und Kreuzigung Jesu („Gottesmord“ Antisemitismus)
- 63 v. Chr.: Eingreifen der Römer nach inneren Wirren in Judäa Eroberung Jerusalem und Vasallenstaat
- 6 n. Chr.: Direkte Unterstellung Judäas unter römischer Herrschaft: Missachtung religiöser Gefühle, Zunahme
sozialer Spannungen, Steuerdruck Entstehung antirömischer Bewegungen
- 66- 70 n. Chr.: Zerstörung des Tempels in Jerusalem + Niederschlagung des Aufstands; 73/74 n. Chr. wird der
letzte Widerstand in der Wüstenfestung Masada niedergeschlagen
- 132-135 n. Chr.: Bar-Kochba-Aufstand gewaltsame Niederschlagung und Vertreibung
Diaspora des Judentums (Erfahrungen des Verlusts und besonderer Charakter jüdischen Zusammenlebens) keine
zusammenhängende jüdische Siedlung mehr in Judäa und Verbreitung in Gebiete rund um das Mittelmeer (durch
Expansion des Christentums werden Juden als Heiden angesehen („Gottesmord“) Verfolgung und Pogrome
Judentum wird zur religiösen Minderheit
Zionismus: politische Bewegung mit dem Ziel der Errichtung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina
Situation in Europa: zunehmende Bedrohung der Juden trotz Eingliederung in die einzelnen Staaten – Assimilation und
Emanzipation - (Dreyfus-Affäre) Judenemanzipation in Europa gescheitert; Zurücksehnen nach Jerusalem
Theodor Herzl: „Der Judenstaat“ (1896): Judentum ist keine religiös-kulturelle, sondern ethnisch-nationale Einheit
(„Wir sind ein Volk, ein Volk“), welches ein sicheres Leben nur in einem eigenen Staat führen kann
Erster Zionistenkongress in Basel (1897): Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina durch Förderung der
legalen Besiedlung Palästinas (Landkäufe + Aufbau von Siedlungen), Stärkung des Volksbewusstseins und Schaffung
einer Einheit sowie Erlangen der Gunst der Großmächte zur Staatsbildung
Imperialismus und Nationalismus im Nahen Osten:
Anfang des 20. Jahrhunderts: Palästina ist Teil des Osmanischen Reiches interne Spannungen aufgrund der Rebellion
lokaler arabischer Führungsschichten gegen die arabische Fremdherrschaft; Arabischer Nationalismus (Panarabismus)
mit dem Ziel eines arabischen Großreiches (z.B. Nahda Bewegung: Arabische Kultur als Bindeglied, kulturelle
Erneuerung sowie Widerstand gegen Westen)
Großmächte im Nahen Osten Interessen
Frankreich, Österreich Schutzrechte für Katholiken
Russland Schutzrechte für orthodoxe Christen
Großbritannien Strategische Bedeutung von Palästina, später: Sicherung des Zugangs zu
Erdölquellen aufgrund von wachsendem Bedarf
Indirekte Sicherung der osmanischen Herrschaft aufgrund von europäischen Rivalitäten
Jüdische Einwanderung nach Palästina - Alija (Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert): Flucht vor Pogromen in
Osteuropa, politischer Zionismus Gründung von landwirtschaftlichen Siedlungen („Jischow“) sowie finanzielle
Unterstützung durch zionistische Bewegung Zusammenleben von jüdischen und arabischen Gemeinschaften in
Palästina
Untergang des Osmanischen Reiches: imperialistische Expansion der europäischen Mächte; nationale
Autonomiebestrebungen einzelner Völker (z.B. Rumänen und Serben); Verlust im ersten Weltkrieg, welches das
Osmanische Reich bereits als „kranker Mann am Bosporus“ betreten hatte (wirtschaftlich und militärisch geschwächt)