Mikroökonomik - Einsendeaufgabe
Aufgabe 1
Ein Konsument kann zwei Güter, Schokolade (Gut 1) und Eis (Gut 2), konsumieren.
Die gekaufte Menge (in Gramm) von Schokolade wird mit x1 bezeichnet und die
gekaufte Menge (in Gramm) von Eis mit x2. Der Preis für Schokolade (je Gramm)
beträgt p1 = 0,20 € und für Eis (je Gramm) p2 = 0,10 €. Dem Konsumenten steht ein
Einkommen von 10 € für den Konsum beider Güter zur Verfügung.
a) Bei beiden Gütern ist der Grenznutzen positiv, aber abnehmend. Erläutern Sie,
was darunter zu verstehen ist. Diskutieren Sie, ob eine solche Annahme
plausibel ist.
Der positive abnehmende Grenznutzen ist der zusätzliche Nutzen oder die zusätzliche
Zufriedenheit, welcher durch den Konsum eine weitere Einheit des Gutes entsteht. Die
Verbraucher/Konsumenten sind bei zunehmender Konsummenge zufriedener und diese
bringt einen Nutzen, jedoch ist der Zuwachs an Zufriedenheit geringer und der Nutzen
kleiner. Dies nennt man auch das erste Gossensche Gesetz.
Diese Annahme ist durchaus plausibel und kann an vielen alltäglichen Beispielen vorgeführt
werden. Hier sind einige Argumente/Beispiele:
• Die erste Kugel Eis an einem heißen Sommertag ist besonders befriedigend und Nutzen
bringend. Bei der dritten Kugel Eis ist die Freude/Befriedigung geringer als bei der ersten
und somit hat der Nutzen abgenommen, ist jedoch immer noch vorhanden.
• Der erste Sieg in einem Wettkampf ist besonders emotional und ein unvergessliches
Ereignis. Gewinnt man den Wettkampf schon zum fünften Mal, freut man sich trotzdem und
der Nutzen ist vorhanden, jedoch ist dieser nicht so groß wie beim ersten Sieg. Somit nimmt
der Nutzen bei jedem weiterem Sieg ab.
• Ist man Hungrig und verspeist die erste Portion Spaghetti ist der Nutzen am größten, da
man seinen Hunger stillt. Gerne nimmt man sich eine weitere Portion, jedoch ist jede weiter
Portion ein zusätzlicher Nutzen und der Nutzen geringer, da das Sättigungsgefühl einsetzt.
Schlussfolgerung: Die Annahme der positiven, aber abnehmenden Grenznutzen ist
nachvollziehbar und auch in der Gesellschaft zu beobachten. Dieser spiegelt grundlegendes
menschliches Verhalten im Konsumalltag wieder.
2025