für das Staatsexamen
BAYERISCHE GESCHICHTE
IM 19. JAHRHUNDERT
, SKRIPT
BAYERISCHE GESCHICHTE IM 19. JAHRHUNDERT
GRUNDLEGENDE LITERATUR / QUELLEN
- Treml, Manfred: Geschichte des modernen Bayern. Königreich und Freistaat. München 2020.
- Hartmann, Peter Claus: Bayerns Weg in die Gegenwart. Regensburg 2004.
- Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1800 – 1866. Bürgerwelt und starker Staat. München
1998.
- Haus der bayerischen Geschichte: Königreich Bayern, Link: https://portale.hdbg.de/
koenigreich-bayern/
- Podcast Bayern 2 Radio Wissen, Link: https://www.ardsounds.de/sendung/radiowissen/
urn:ard:show:a5369fa8556fcd7b/
- Grundkurs zum 19. Jahrhundert und Examensvorbereitungskurs bei Dr. Köglmeier (UR)
INHALT
1) Die Entstehung des Modernen Bayern (1799-1825)
………………………………….………………………………………………………………… Seite 2 - 26
2) Ludwig I. - Ein König im Vormärz (1825-1848)
………………………………….………..……………………………………………………… Seite 27 - 42
3) Das Königreich unter Max II (1848-1864)
….………………………………………….……………….…………………………………… Seite 43 - 53
4) Das Königreich ab Ludwig II (1864-1918)
….………………………………………….……………….…………………………………… Seite 54 - 87
5) Industrialisierung und Soziale Frage
….………………………………………….……………….………………………………….. Seite 88 - 101
6) Erster Weltkrieg und Revolution
….………………………………………….……………….………………………………… Seite 102 - 118
,KAPITEL 1
, DIE ENTSTEHUNG DES MODERNEN BAYERN (1799 - 1825)
- Modernes Bayern geprägt vom Geist der Aufklärung und Folgen der frz. Revolution
- Geformt durch den Einfluss Napoleons und v.a. durch starke Hand des Politikers Maximilian
Joseph Freiherr von Montgelas (schuf neues Staatswesen, „Revolution von oben", wird auch als
„Architekt des modernen bayerischen Staates" bezeichnet)
Aufklärung und französische Revolution
- 14.7.1789: Ausbruch der französischen Revolution (Gleichheit vor dem Gesetz, Leistungsprinzip
statt Ständegesellschaft), Koalitionskriege seit 1792
- Lage in Bayern: Regierung unter Kurfürst Karl Theodor, Bayern in einer innen- und
außenpolitischen Krise, Tauschpläne des Monarchen (wollte seine Erblande gegen die
österreichischen Niederlande (heutiges Belgien) abgeben, hartes Vorgehen gegen den
aufgeklärten Geheimbund der Illuminaten
→ beides verursachte Unruhepotential und steigerte sich durch Revolution
- Überall in Deutschland: Ballhausschwur, Nationalversammlungen und bürgerliche Verfassung
→ bekamen Zuspruch der bürgerlichen Bevölkerung (auch von vielen Beamten und Geistlichen)
aber auch wegen Einschränkungen der ständischen Rechte wurden viele Adelsfamilien zur
Opposition der Regenten
- Ideen des Jakobinismus: in Bevölkerung kursierten Flugschriften, Handzettel und Broschüren
(gelangten über Franken, über Nürnberg nach Schwaben und Bayern), neue französischen
Lehren fanden Anklang bei bayerischen Beamten, Studenten, Geistlichen, wohlhabenden
Bürgern und Handwerkern, Flugschriften forderten erweiterte politische Rechte und
Abschaffung feudaler Privilegien
- Rheinkreis wurde früh Tor zum revolutionären Gedankengut, später auch zum Mittelpunkt von
Unruhen und des bürgerlich-bäuerlichen Aufbegehrens (zugleich aber wahrte man dort auch
die Traditionen der Napoleonzeit in Sprache, Bildungs- und Rechtssystem, Verwaltung und
Technik - und brachte sie in Teilen auch nach Bayern ein)
- Bayerische Persönlichkeiten am Sturzversuch des Kurfürsten beteiligt, auch bei publizistischen
Plänen einer süddeutschen Republik beteiligt, scheiterte aber am Widerstand der frz. Generäle
- Namen: Utzschneider, Hazzi, Christoph von Aretin, von Flurl, Dall'Armi, etc.
- Wirkung der Französischen Revolution in Bayern
brachte eine nicht zu unterschätzende Bewegung in die bayerische Szenerie
aktivierte ständische Opposition
regte öffentliche Auseinandersetzungen über Regierungs- und Herrschaftsformen an
provozierte Unruhen
Aber dennoch nie eine solch revolutionäre Situation wie in Frankreich, da gesellschaftliche
Verhältnisse dafür nicht gegeben waren!
- v.a. aber Ausgleich durch Reformtätigkeiten der süddeutschen Staaten (mit denen sie alle
wesentlichen Forderungen der Zeit erfüllten und viele Errungenschaften der frz. R. unblutig
einführten)
- wenige Monate nachdem Max Joseph Herrschaft übernommen hat und Montgelas zum
allmächtigen Minister aufgestiegen war - General Bonaparte erklärte Revolution für beendet
(General Bonaparte war durch Staatsstreich vom 9./10.11.1799 zum Konsul erhoben worden)
- Zukunftspläne
Konsolidierung der revolutionären Errungenschaften und Machtausdehnung Frankreichs aufEuropa
Bayern wurde von diesem Sog des napoleonischen Systems sehr stark erfasst
Außenpolitisch: durch enge Bindung an Frankreich
Innenpolitisch: durch forciertes Reformprogramm
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