Die Mendelschen Regeln – Herleitung, Grundbegriffe &
heutige Deutung
1. Worum geht es hier?
Diese Zusammenfassung erklärt die Mendelschen Regeln: zuerst die wichtigsten Grundbegriffe, dann die drei
Regeln selbst, anschließend ihre Herleitung anhand von Kreuzungsschemata mit Erbsensamen — und zum
Schluss, warum diese über 150 Jahre alten Regeln auch heute noch wichtig sind.
2. Grundbegriffe
Begriff Bedeutung
Wie ein Lebewesen aussieht, z. B. seine Blütenfarbe. Wird meist
Phänotyp
durch den Genotyp festgelegt.
Genotyp / Genom Alle Gene, die ein Lebewesen besitzt.
Die verschiedenen Varianten eines Gens (z. B. G für gelb, g für
Allele
grün).
„Reinerbig“ – beide Allele für ein Merkmal sind gleich (z. B. GG
homozygot
oder gg).
„Mischerbig“ – die beiden Allele für ein Merkmal sind
heterozygot
unterschiedlich (z. B. Gg).
Das Allel, das sich durchsetzt (Großbuchstabe). Man sieht es
dominant
sowohl bei reinerbigen als auch bei mischerbigen Individuen.
Das Allel, das sich nicht durchsetzt (Kleinbuchstabe). Man sieht es
rezessiv
nur, wenn beide Allele gleich sind.
Parentalgeneration (P) Die Elterngeneration, mit der eine Kreuzung beginnt.
Filialgeneration F1 Die erste Kindergeneration.
Filialgeneration F2 Die zweite Kindergeneration (Enkelgeneration).
monohybrider Erbgang Man betrachtet nur ein Merkmal (z. B. nur die Samenfarbe).
Man betrachtet zwei Merkmale gleichzeitig (z. B. Samenfarbe und -
dihybrider Erbgang
form).