● Naturfaktoren: klimatische Bedingungen, z.B. Vegetationsperiode für Kulturpflanzen;
Langfristige Klimaveränderungen
● Wirtschaftliche Faktoren: Globalisierung → steigende Konkurrenz; veränderte
Essgewohnheiten (Veränderung der Nachfrage, insbesondere in den
Schwellenländer); Einkommensentwicklung; Entwicklung der Agrartechnik
● Individuelle und soziale Faktoren: kleinbäuerlichen Betrieben oder Großbetrieben;
Selbstversorgung oder Agrobusiness; Biolandbau mit Mischwirtschaft oder
Monokulturen (Massenproduktion); soziale Ungleichheit; demographischer Wandel
(Bevölkerungswachstum).
● Politische Faktoren: Subventionierung von Agrarprodukten (ist die Agrarpolitik des
Staates z.B. für monostrukturelle Großbetriebe); Deviseneinnahmen der
einheimischen Regierungen bei Landgrabbing.
Intensivlandwirtschaft in den Subtropen:
● Der Agrobusiness bzw. Industrial Farming in Form von Markt-und Exportorientierung
zu allen Zeiten des Jahres führen zu einer Intensivlandwirtschaft auf der Basis des
Bewässerungsfeldbaus.
● Starker Wassermangel: Aufgrund des Klimawandels muss mehr Grundwasser
entnommen werden, was zu Verseuchung des Grundwassers und zu
Trinkwassermangel führt.
Landwirtschaft in den Tropen:
● Plantagenwirtschaft der Großbetriebe mit Cash Crops.
● Die stets steigende Nachfrage nach Plantagenprodukten bringt große Devisen.
● Große Abhängigkeit von ausländischen Investoren; Flächenverbrauch; Die
Spezialisierung mit dem Anbau von Monokulturen führt zu einem hohen Einsatz an
Pestiziden; soziale Disparitäten aufgrund schlecht bezahlter und physisch harter
Arbeitsbedingungen für die Einheimische.
Landwirtschaft in der Gemäßigten Zone:
● Höhere Ansprüche an Qualität und Vielfalt der Nahrungsmittel.
● Der “Immer-Billiger”-Gedanke führte zu einem Trend zu Großbetriebe, sprich mehr
landwirtschaftliche Fläche für weniger Betriebe. Mit dieser Industrial Farming bzw.
Agrobusiness setzte man auf Monokulturen und Massentierhaltung.
● Ausgangspunkt war das Industrial Farming in den USA, insbesondere in den Great
Plains mit den riesigen Rindermastbetriebe (Feedlots).
● Die Großbetriebe sind in eine Clusterbildung verwickelt: Von Zulieferern bis zu
verarbeitenden Betrieben und Marketingfirmen und sogar Forschung.
● Der Bio-Gedanke muss sich hierbei noch europäisieren, denn die Anteile des
Ökolandbaus an der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion variiert in den einzelnen
EU-Staaten und in der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU sehr stark → noch wenig
Konkurrenz mit dem üblichen Agrobusiness.
, Wo liegen die Ursachen von Welthunger ?:
1. Kriege und Konflikte: Menschen müsse fliehen; ihr gesamtes Hab und Gut wird
zerstört; die Sicherheit ist eingeschränkt;
2. Naturkatastrophen: Dürren oder Überschwemmungen zerstören Ernten; Klimawandel
(Bodenerosion; Wasserknappheit; Desertifikation). Aber auch Pandemien, wie die
Corona-Krise verschärfen die Situation.
3. Schlechte klimatische Vorbedingungen (z.B. Steppe) → zu Nomadismus gezwungen
4. Armut: wenig Geld für Essen, Gesundheit, Bildung der Kinder;
5. Ungleichheit: Große Disparitäten sowohl global als auch innerhalb der einzelnen
Länder (großer Gini-Koeffizient). Meistens sind die Marginalsiedler (vom Land oder in
den Slums) von der Unterernährung sowie der Säuglingssterblichkeit betroffen. Auch
die globale Disparitäten führen z.B. einseitig nur in den reichen Industrieländern zu
Nahrungsüberfluss und daher Übergewicht.
6. Verzerrter Welthandel (siehe "Migration" → liberale Handelspolitik und
Postkolonialismus): die reichen Staaten bestimmten die Regeln. Die unfaire
Handelsabkommen (insbesondere Landgrabbing) mit den, meist noch vom primären
Sektor geprägten, Entwicklungsländer, führen z.B. zur Verdrängung und
Unterbezahlung von einheimischen Kleinbauern durch die niedrigen
Produktionskosten → Große Abhängigkeit, Verarmung und Landflucht.
7. Schlechte Regierungsführung: nachhaltige Strategien fehlen; Korruption
8. Bevölkerungswachstum (Boom) und unaufhaltsame Urbanisierung → mehr
Ressourcenbedarf → Eingeschränkte Tragfähigkeit der Erde.
9. Die veränderten, teils verschwenderischen Essgewohnheiten und
Ressourcenverbrauch der Schwellen-und Industrieländer führen zu einem
steigenden Bedarf an Fleisch, Eiern und Milch → mehr Zuchtfläche (Überweidung)
und mehr Wasserknappheit im globalen Süden.
10. Anbau von Monokulturen (Spezialisierung): unsachgemäße Bewässerung,
Energie-und Wasserverschwendung, Belastung von Grundwasser durch Dünger,
fehlendes oder mangelndes Know-How, die fehlende Diversifizierung führt zu einer
größeren ökonomischen Dependenz und Vulnerabilität.
Bekämpfung des Welthungers - Lösungen:
● SDG Nummer 2: “No Hunger”
● Den ländlichen Raum weiterentwickeln und fördern (Teil der “Grünen Revolution)
● Förderung einer einheimisch, regional kontrollierten Landwirtschaft und moralisch
striktere Regelung des Landgrabbings.
● Eine gemeinsame internationale Agrarentwicklungspolitik einführen.
● Ausweitung der Agrarfläche
● Zugang zu Bildung / medizinische Versorgung entwickeln
● Hilfe zur Selbsthilfe: Mikrokredite, Know-how, Starter-Paket und Beratung z.B.
● Bevölkerungsüberwachstum stoppen und Wohnraum schaffen (in Slums z.B.)