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Zusammenfassung - Sozialpsychologie

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25-06-2026
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2025/2026

- Kernkonzepte der Sozialpsychologie - Soziale Wahrnehmung, Kognition & Attribution - Selbstkonzept, Einstellungen & soziale Identität - Sozialer Einfluss, Konformität & Persuasion - Überblick über zentrale Theorien, Modelle und Experimente der Sozialpsychologie

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Termin 1: 01.09.2025
2.1 Definition & Forschungsfelder
Leit- & Reflexionsfragen:
• Was bestimmt, ob wir ein Gegenüber attraktiv finden?
• Welche Wirkung haben bestimmte nonverbale Botschaften?
• Unter welchen Umständen sind Menschen bereit, einander zu helfen?
• Unter welchen Bedingungen folgen Menschen anderen?
• In welchem Maße beeinflussen gesellschaftliche Normen das Denken und
Handeln des Einzelnen?
• Wie können Einzelne oder eine Minderheit die Meinung der Mehrheit, der
Gesellschaft beeinflussen?
• Wie arbeiten Menschen in Gruppen zusammen?
• Wirkt sich die Aufteilung der Aufgaben bei teilautonomen Arbeitsgruppen auf die
Gruppenleistung aus?
• Wodurch entstehen Konflikte zwischen Gruppen und politischen Systemen und
was kann man zur Lösung solcher Konflikte tun?

Definition Sozialpsychologie:
Allport, 1954: Der Versuch, zu verstehen und zu erklären, wie die Gedanken, Gefühle
und Verhaltensweisen von Personen durch tatsächliche, vorgestellte oder implizite
Anwesenheit anderer Menschen beeinflusst werden
Fischer et al., 2018: Sie erforscht das Erleben und Verhalten von Menschen in
Interaktion mit ihrer sozialen Umwelt. Gegenstand ist zum einem das Individuum allein
und zum anderen der Einzelne im Kontext der Gruppe.

Forschungsfelder der Sp.: Analyseebene / Gegenstand /
Forschungsfelder
Intrapsychische Prozesse:
• Soziale Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Affekt & Motivation
 Personenwahrnehmung, Attributionen, Einstellungen, Stereotype, Selbstkonzept
“Er ist ein echter Traummann!”

Interindividulle Interaktionen: Interaktion zwischen Personen, die durch
idiosynkratischen (eigentümlichen) Eigenschaften der Beteiligten bestimmt sind.
 Romantische Beziehungen, Affiliation, prosoziales Verhalten, Aggression
“Passen wir wohl zueinander?”

Intragruppale Interaktion: ist durch die Mitgliedschaft der Beteiligten in einer
gemeinsamen Gruppe geprägt.
➔ Sozialer Einfluss (Soziale Normen, Konformität, Gehorsam) Autoritarismus,
Leistung in Gruppe “Was sagt unser gemeinsamer Freundeskreis dazu?”

,Intergruppale Interaktionen: ist durch die Mitgliedschaft der Beteiligten in
eunterschiedlichen Gruppe geprägt.
➔ Konflikte zwischen Gruppen, soziale Diskriminierung, Versöhnung & positive
Intergruppenbezeichnung. “Wir Deutschen & Türken passen eigentlich ziemlich
gut zueinander, oder?”

Methoden des Erkenntnisgewinns in der Sp.:
Explorative Forschung: -> Interviews
• Generierung von Annahmen / Hypothesen
• keine allgemeingültigen Aussagen (z.B. fehlendes Wissen über Bedeutung des
sozialen Vergleichs bei Nutzung von KI)

Deskriptive Forschung: -> Korrelationsstudie, Quasiexperiment
• Beschreibung von Zusammenhängen
• Keine Ursachenklärung (z.B. Zusammenhang trait Selbstwertgefühl & positive
Selbstdarstellung in sozialen Medien)


Kausale Forschung: -> Experimente
• Prüfung von Annahmen / Hypothesen ausgehend von der Theorie
• Ursachenklärung
• Ziel: Verallgemeinerung von Aussagen (z.B. geschönte vs. ungeschönte social
Media Bilder & state Selbstwertgefühl)

3.1 Soziale Wahrnehmung
Chameleon Effect: das unbewusste Nachahmen von Gesten, Gesichtsausdrücken
und generell von nonverbalen Verhaltensweisen.

Nonverbales Verhalten: Mimik, Blickkontakt, Körperhaltung, Stimme, Gestik,
Berührungen, Bewegungen, Räumlicher Abstand
➔ Blickkontakt in Unterhaltung: Person wird als kompetenter, positiver,
glaubwürdiger und weniger ängstlich/nervös angesehen.

Kompetenz & Autorität:
Kleidung & Kompetenz: Sportler nehmen Trainer kompetenter wahr, wenn diese
Sportbekleidung tragen.
Körperbau & Kompetenz: Patienten nehmen normalgewichtige Ärzte als kompetenter
an
Luxusartikel & Autorität: Personen in business look werden i.V. zu Personen im
casual look zuvorkommender behandelt

Sympathie:

, • similar to me effect: Ähnlichkeit (Vorgesetzte beurteilen Mitarbeiter positiver,
die ihnen ähneln)
• familiarity: Vertrautheit
• Assoziation mit Positivem (Männliche Bewerber welche mit übergewichtiger
Frau gesehen wurden (nur nebeneinander gesessen ohne Kontakt) wurden
schlechter bewertet als jene mit normalgewichtiger)
• beauty is good-Annahme: physische Attraktivität => attraktiver
wahrgenommene Professoren erhalten bessere Lehrevalutionen (Erscheinung
kann für Einstellungschancen ausschlaggebender sein als Qualifikationen)

Belege zu Sympathie:

Halo-Effekt: 1 positives Merkmal, das alles überstrahlt
Horn-Effekt: 1 negatives Merkmal, das alles andere überstrahlt
Bias = Wahrnehmungsverzerrung
Name-letter-effect: Wenn eigener Anfangsbuchstabe mit Anfangsbuchstaben des
Produktes übereinstimmt = höhere Neigung zu kaufen
Primacy-Effekt:
• zuerst dargebotene Informationen haben bei sozialen Wahrnehmung &
Interpretation stärkeren Einfluss als später dargebotene (=> Erster Eindruck
zählt)
• Informationen speichern im Langzeitgedächtnis -> bei späterer Eindrucksbildung
wird sich insbesondere an ersten Eindruck erinnert -> nachfolgende Infos werden
nicht so gut im LZG gespeichert
Primacy-effekt verstärkt durch:
• Eindrucksbildung unter Zeitdruck
• Motivation, schnell zu Schlussfolgerung zu gelangen
• Need for cognitive closure -> Bedürfnisse nach genauen Schlussfolgerungen /
hohes Bedürfnis nach abschließenden Urteil
• Eindrucksbild im persönlichen Kontakt, statt über Beschreibung in Worten

Aber: wenn weitere Informationen verfügbar sind = kein Nachweis von primacy Effekt
=> Eindrucksbildung ist Ergebnis von Gesamteindrucks.

Self-fulfilling-prophecy
-> bestimmte Erwartungen einer Personen deren Verhalten dazu führen, dass sich
diese erwartungskonform verhält

, Termin 2: 22.09.2025
3.2 Attribution
Kausalattribution
Definition: Untersuchung der kausalen Attribution konzentriert sich auf die
Erklärungen, die Menschen für die Ursachen ihres eigenen Verhaltens oder des
Verhaltens anderer Menschen geben

➔ Kausalattribution = Ursachenzuschreibung (spezielle Form der Attribution
 warum ein Spitzensportler eine Reihe von Rekorden aufgestellt hat, warum
jemand befördert wurde oder warum jemand bei einem Test gut abgeschnitten hat



Attributionstheorie
Definition: Wir erklären das Verhalten eines Menschen, indem wir die Verantwortung
dafür entweder der Situation oder der Veranlagung des betreffenden Menschen
zuschreiben

➔ Attribution = Zuschreiben

Heider, 1958 - Menschen versuchen Verhalten anderer Menschen zu verstehen, indem
sie Informationen zusammenfügen, bis sie zu einer vernünftigen Erklärung oder
Ursache gelangen

➔ Attribution erfolgt internal (Personenbezogen) vs. external
(situationsbezogen)
z.B. Korrespondenzverzerrung (internale Attribution) => Tendenz, aus
Verhalten anderer Personen stabile Persönlichkeitsmerkmale abzuleiten,
auch wenn das Verhalten stark durch situative Faktoren bedingt ist.




Jones & Davis, 1965 - Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerung:

- Annahme, dass Beobachter unter bestimmten Umständen aus beobachten
absichtlichen Verhalten auf entsprechende (korrespondierenden) Absichten &
Dispositionen schließen

Kelly, 1967 - Kovariationstheorie:

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June 25, 2026
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2025/2026
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