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Ethik Abitur Hessen – Zusammenfassung Q1–Q3 | Gymnasium Oberstufe

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36
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16-06-2026
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2025/2026

Diese Zusammenfassung deckt die abiturrelevanten Inhalte des Ethikunterrichts der gymnasialen Oberstufe in Hessen ab. Enthalten sind die Themen aus Q1–Q3, darunter Anthropologie, Medizinethik, Natur- und Umweltethik, Kant, Utilitarismus, Hans Jonas, Naturrecht und Rechtspositivismus, Menschenwürde und Menschenrechte sowie Schuld und Strafe. Die Unterlagen wurden übersichtlich strukturiert und eignen sich zur Vorbereitung auf Klausuren und das Abitur.

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Ethik Q2


Ethik Abitur Lernzettel
Q2.1 Kantische Ethik


Grundlagen der kantischen Ethik Freiheit


• Deontologie = P ichtethik Praktische Freiheit
• freies, uneingeschränktes Handeln
• ,,Das Richtige“ wird über ,,dem Guten“
gewählt
Positive Freiheit
• Handlung steht im Fokus und nicht ihre • Möglichkeit, den eigenen Willen
Konsequenz durch den kategorischen Imperativ
zu bestimmen 
• Mensch ist vernünftiges & autonomes
Wesen
Negative Freiheit
• Autonomie = Mensch kann unabhängig • freies Handeln vor der Willkür der
von anderen Menschen handeln Neigung
• Befreiung von körperlichen Trieben
• Vernunft = Der Mensch soll mit Vernunft und Entscheidungen unabhängig
erkennen, was moralisch richtig ist von ihnen

• Objektivität & P icht zentraler Aspekt
Innerer Freiheitsgebrauch
• bezieht sich auf moralische
Einstellung & Festlegung durch
Maxime


Äußerer Freiheitsgebrauch
• bezieht sich auf Handlungen, die
im gesellschaftlichen Umfeld
getätigt werden




flfl

,Ethik Q2

Pflicht & Neigung Der kategorische Imperativ


P icht: hat moralischen Wert ,,Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du
(,,Notwendigkeit einer Handlung aus zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz
Achtung für das [moralische] Gesetz“) werde“ (Universalgesetzformel)


> ,,äußere“ P ichten: gesellschaftlich > kategorisch = ausnahmslos & immer gültig
hervorgebrachte P ichten > nicht auf ein Ziel gerichtet
> Sittengesetz : dient als Grundlage zur Bestimmung
> ,,innere“ P ichten: persönliche der Moralität einer Handlung
Überzeugung der Einhaltung > Maxime: Handlungsanweisungen, Gebote & Verbote


• Die goldene Regel
Neigung: individuell ,,Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch
> p ichtmäßige Handlung: aus Neigung oder keinem anderen zu“
P icht ausgeführt
• Der hypothetische Imperativ
> aus Neigung führt man Handlungen aus, > Handlungsau orderungen, die sich an ein Ziel
an denen man Interesse zeigt = Heteronomie richten
(Abhängigkeit) = unmoralische Handlung, da > Moralität der Handlung ist zweitrangig
kein sittlicher Wert vorhanden
• Naturgesetzformel
> Handlungen aus P icht = Autonomie ,,Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch
(Selbstgesetzgebung) = Person befreit sich deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden
von ihrer Neigung, um aus P icht zu handeln sollte“
> Maxime sind Ausgangspunkt
> Person muss so handeln, als würde die Maxime
durch ihren Willen zu einem Gesetz werden 

Handlung
• Menschheitszweckformel
,,Der Mensch darf niemals als bloßes Mittel zum Zweck

Pflichtwidrig
verwendet werden“
Pflichtmäßig
> Menschen immer als Zweck an sich selbst und nicht
als Mittel verstehen
aus Neigung aus Pflicht




Heteronomie Autonomie




unmoralisch sittliche Werte =
moralisch

fl
fl fl flflff fl fl fl

,Ethik Q2

Menschenwürde nach Kant


• Menschenwürde steht an oberster Stelle
• Unterscheidung zwischen Preis & Würde
• Dinge mit einem Preis: austauschbar, ersetzbar
• Mensch ist nicht austauschbar: Wert ist nicht abhängig von Leistung / Nutzen
• Mensch = autonomes Wesen = besitzt absoluten Wert = darf nicht
instrumentalisiert werden
• Menschen setzen sich selbst Gesetze, weil sie autonome Wesen sind
• Würde richtet sich auf keinen bestimmten Zweck




Wichtige Begriffe



Selbstgesetzgebung: mittels kategorischem Kategorischer Imperativ: Handlungsanweisung für
Imperativ Regeln für moralisches Handeln aufstellen moralisch richtige Handlungen (Verallgemeinerung der
Maxime)
Der gute Wille: Handlungen können auch als gut
bewertet werden, wenn ihre Konsequenzen negativ Hypothetischer Imperativ: Handlungsanweisung für
sind, da sie mit gutem Willen geschehen sind  konkrete Handlung (kein moralischer Charakter: ,,wenn
x, dann muss ich y machen“)
Freiheit: Uneingeschränkte Handlungsmöglichkeit
(physisch, psychisch)  Zwecke: im Reich der Zwecke gesammelt,
Beweggrund einer Handlung
Positive Freiheit: Freiheit zu entscheiden
Selbstzweck: benötigt keinen anderen Zweck, da
Negative Freiheit: Freiheit von der Willkür anderer Subjekt der Handlung selbst der Zweck ist
oder der eigenen Triebe
Preis: relativer Wert einer Sache, Gegenwert ist
Innerer Freiheitsgebrauch: Freiheit ausüben, ermittelbar (Geldbetrag)
Maxime eigenständig zu wählen (kognitiv) 
(Reine) Vernunft: Nach Kant Grundlage aller
Äußerer Freiheitsgebrauch: Handlungen im Entscheidungen, in jedem Menschen vorhanden
gesellschaftlichen Rahmen (physisch)
Autonomie: Eigenständiges Handeln (sich selbst
Sittengesetz: Gesamtheit der moralischen Gesetze aufstellen)
Handlungen, Prüfverfahren: kategorischer Imperativ
Heteronomie: Fremdbestimmtes Handeln (durch
Maxime: Handlungsanweisungen, Gebote und Triebe oder andere Ein üsse)
Verbote 




fl

, Ethik Q2


Q2.2 Utilitarismus



Utilitarismus Jeremy Bentham: Quantitativer Utilitarismus


• Kernidee: das was das allgemeine Glück • Handeln ist darauf ausgelegt, Freude zu
fördert, ist moralisch richtig vermehren & Leid zu verhindern
• Folgen einer Handlung sind entscheidend, nicht
die Handlung selbst • Freude & Leid sind Maßstab für ,,richtig“
• 4 Prinzipien des Utilitarismus: & ,,falsch“


Konsequenzenprinzip: • Prinzip der Nützlichkeit: Freude
Nur die Folgen einer Handlung zählen; Gut ist, was vermehren & Leid verhindern
gute Folgen hat
• Folgenprinzip: wird Glück gefördert oder
Hedonistisches Prinzip: minimiert ?
Glück = Maximierung von Lust & Minimierung von
Leid • Hedonistisches Kalkül:
1. Intensität: Wie stark ist das Vergnügen ?
Universalistisches Prinzip: 2. Dauer: Wie lange hält es an ?
Nicht nur ich bin wichtig, alle Menschen zählen 3. Sicherheit: Wie sicher tritt es ein ?
gleich 4. Nähe: Wie bald tritt es ein ?
5. Fruchtbarkeit: Führt es zu weiterem
Utilitätsprinzip: Vergnügen
Gut ist, was für möglichst viele Menschen das Beste 6. Ausmaß: Wie viele Menschen sind
bringt betro en ?




Kritik an Benthams Utilitarismus



• Unklar, wer alles berücksichtigt werden soll
• Folgen & Zukunft schwer vorhersehbar
• Hedonistisches Kalkül oft schwer anzuwenden
• Jede Freude zählt gleich viel —> problematisch
• Mill verbessert Benthams Utilitarsimus durch höhere & tiefere Freuden



ff

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Secondary school
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Gymnasium
Course
School year
4

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June 16, 2026
Number of pages
36
Written in
2025/2026
Type
SUMMARY

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