Zusammenfassung Management Ethik
Zwei zentrale Begriffe
„Kontingenz“ in Managemententscheidungen bedeutet so viel wie „Ungewissheit“
hier: Ungewissheit der betriebswirtschaftlichen Folgen von managementethischen Vorleistungen
Wenn etwas in Zukunft so oder auch anders sein kann, besteht in der Gegenwart Ungewissheit über
das, was die Zukunft bringen wird
Beispiel: Abgasskandal VW
1. Möglichkeit war: der Schwindel kommt heraus („Totalschaden“)
Mehr Moral (Ehrlichkeit) hätte sich gerechnet!
Andere Möglichkeit: Die „Lügen-Software“ (der Schwindel) wird nicht entdeckt und kann
heimlich wieder in Ordnung gebracht werden, indem in einigen Jahren die Technik sauberer
Dieselmotoren entwickelt wird und die „Lügen-Software“ kann unbemerkt wieder
abgeschafft werden
Die „Lügen-Software“ (Unmoral) hätte sich gerechnet!
„Polydimensionalität“ von Managemententscheidungen:
Der „Markt“ nimmt monodimensional nur eine Dimension wahr (nämlich ökonomische Preissignale)
Management-Transaktionen in Unternehmen sind hingegen immer polydimensional:
ökonomisch (Verkaufszahlen)
juristisch
ethisch (z.B. Vertrauen in die Ehrlichkeit)
Moral = als fair (unparteilich, richtig) angesehene Regeln
Ethik = (argumentative) Reflexion von moralischen Regeln/Problemen (Austausch / Diskussion über
verschiedene Moralen)
1. (Legal) Compliance & (Organizational) Integrity: Zwei managementethische Konzepte
Unternehmensintegrität muss aktiv gemanagt werden
Man kann nicht realistischerweise erwarten, dass moralische Werte auch tatsächlich im
Geschäftsalltag zur Geltung kommen, wenn man die einzelnen Mitarbeiter mit den Moralproblemen
„alleine lässt“. Vielmehr muss das WerteManagement in den Organisationsstrukturen verankert, d.h.
aktiv gemanagt werden:
„Man muss die Werte managen, damit sie überhaupt wirken können. Denn wenn sie nur auf dem
Papier stehen, wenn da nur lauwarme Versprechungen bei Festansprachen gehalten werden, das
nutzt ja nichts. Dazu muss man dann in einem Unternehmen entsprechende Verfahren, Prozesse,
Instrumente, aber auch Vorbildcharakter usw. haben. Wer tatsächlich möchte, dass Ethik gelebt wird
in Unternehmen, der muss das an die Managementverfahren anbinden. Andere Möglichkeiten gibt
es nicht.“ – Josef Wieland
Bloße WerteRhetorik ohne WerteManagement hat gar keine Steuerungsfähigkeit, und auch eine
individualistisch enggeführte Moral kommt gegen ein doloses (z.B. korruptes) Umfeld nicht an
Zwei entscheidende Punkte zur Management Ethik: Lynn Sharp Paine
Zwei zentrale Begriffe
„Kontingenz“ in Managemententscheidungen bedeutet so viel wie „Ungewissheit“
hier: Ungewissheit der betriebswirtschaftlichen Folgen von managementethischen Vorleistungen
Wenn etwas in Zukunft so oder auch anders sein kann, besteht in der Gegenwart Ungewissheit über
das, was die Zukunft bringen wird
Beispiel: Abgasskandal VW
1. Möglichkeit war: der Schwindel kommt heraus („Totalschaden“)
Mehr Moral (Ehrlichkeit) hätte sich gerechnet!
Andere Möglichkeit: Die „Lügen-Software“ (der Schwindel) wird nicht entdeckt und kann
heimlich wieder in Ordnung gebracht werden, indem in einigen Jahren die Technik sauberer
Dieselmotoren entwickelt wird und die „Lügen-Software“ kann unbemerkt wieder
abgeschafft werden
Die „Lügen-Software“ (Unmoral) hätte sich gerechnet!
„Polydimensionalität“ von Managemententscheidungen:
Der „Markt“ nimmt monodimensional nur eine Dimension wahr (nämlich ökonomische Preissignale)
Management-Transaktionen in Unternehmen sind hingegen immer polydimensional:
ökonomisch (Verkaufszahlen)
juristisch
ethisch (z.B. Vertrauen in die Ehrlichkeit)
Moral = als fair (unparteilich, richtig) angesehene Regeln
Ethik = (argumentative) Reflexion von moralischen Regeln/Problemen (Austausch / Diskussion über
verschiedene Moralen)
1. (Legal) Compliance & (Organizational) Integrity: Zwei managementethische Konzepte
Unternehmensintegrität muss aktiv gemanagt werden
Man kann nicht realistischerweise erwarten, dass moralische Werte auch tatsächlich im
Geschäftsalltag zur Geltung kommen, wenn man die einzelnen Mitarbeiter mit den Moralproblemen
„alleine lässt“. Vielmehr muss das WerteManagement in den Organisationsstrukturen verankert, d.h.
aktiv gemanagt werden:
„Man muss die Werte managen, damit sie überhaupt wirken können. Denn wenn sie nur auf dem
Papier stehen, wenn da nur lauwarme Versprechungen bei Festansprachen gehalten werden, das
nutzt ja nichts. Dazu muss man dann in einem Unternehmen entsprechende Verfahren, Prozesse,
Instrumente, aber auch Vorbildcharakter usw. haben. Wer tatsächlich möchte, dass Ethik gelebt wird
in Unternehmen, der muss das an die Managementverfahren anbinden. Andere Möglichkeiten gibt
es nicht.“ – Josef Wieland
Bloße WerteRhetorik ohne WerteManagement hat gar keine Steuerungsfähigkeit, und auch eine
individualistisch enggeführte Moral kommt gegen ein doloses (z.B. korruptes) Umfeld nicht an
Zwei entscheidende Punkte zur Management Ethik: Lynn Sharp Paine