BPE 8: Behaviorismus/ Konditionierungstheorien 11.02.23
PäPsy KA Nr.4:
1. Behavioristisches Bild vom Menschen:
=> Black-Box-Modell
=> Umweltdeterminismus
=> Vorhersagbarkeit und Kontrolle des Verhaltens
2. Klassisches Konditionieren:
=> Schema des kK erster und höherer Ordnung
=> Kontiguität
=> Reizgeneralisierung
=> Reizdifferenzierung
=> Extinktion
Fehlentwicklungen:
=> psychische Fehlentwicklungen (konditionierte emotionale Reaktionen => Angst, Phobie)
Anwendung in der Therapie:
=> Gegenkonditionierung
=> systematische Desensibilisierung
Bedeutung für Erziehung und Sozialisation:
=> emotionale Lernprozesse (Werbung, Speisepräferenzen, Einstellungen)
3. Operantes Konditionieren:
=> Operantes Konditionieren (Skinner-Box)
=> pos./neg. Verstärkung
=> Bestrafung Typ I und II (erster/zweiter Ordnung)
=> Extinktion
=> Kontingenzschema
=> primäre/sekundäre Verstärker
Fehlentwicklungen:
=> Verhaltensexzesse
=> Flucht- und Vermeidungsverhalten
Anwendung in der Therapie:
Elemente der Verhaltenstherapie:
=> kontinuierliche vs. Intermittierende Verstärkung
=> Verstärkerpläne am Bsp. von Token-Systemen
Bedeutung für Erziehung und Sozialisation:
Aufbau und Abbau von Verhaltensweisen
=> Einsatz von Verstärkern und Bestrafung
=> Relativität von Verstärkern
=> differentielle Verstärkung
=> kontingente und konsistente Verstärkung
4. Kritische Stellung zu behavioristischen Lerntheorien:
=> Entstehungskontext und Aktualität
=> empirische Messbarkeit
=> Bewertung der Methoden
=> Erklärungswert der Theorien (+ Vgl. mit Menschenbild, Therapie, Erziehung aus BPE 7)
1
, BPE 8: Behaviorismus/ Konditionierungstheorien 11.02.23
1. Menschenbild des Behaviorismus:
=> mechanisch und materialistisch
=> Mensch als Maschine, der nur durch äußere Einflüsse und Erziehung gelenkt wird
Das Black-Box-Modell:
=> Begründer des Behaviorismus John B. Watson war an dem Verhalten von Individuen interessiert
=> nur objektive und messbare Verhaltensweisen, geistige Prozesse (Wille, Motive) nicht
berücksichtig
=> Grund: sind nicht beobachtbare Phänomene in den Untersuchungen zum menschlichen/tierischen
Verhalten
=> d.h. das innere des Menschen (Motivation, Emotion, Absicht,…) wird als Black Box angesehen
=> nur Reiz/Stimuli (input) auf den eine Reaktion (output) folgt, z.B. Hunger-Speichelfluss
Umweltdeterminismus und daraus folgende Kontrolle und Vorhersehbarkeit des Verhaltens:
=> Menschen von Natur aus alle gleich
=> durch antrainierte Verhaltensweisen können alle Reaktionen des Menschen vorhergesehen
werden
=> Folge: Freier Wille als Illusion, Mensch ist ein nicht autonomes Wesen; kein eigenständiges
Denken oder Reflektieren
=> durch Konditionierung ist die Steuerung jeglichen Verhaltens möglich
Pädagogischer Optimismus:
=> Baby ist ein unbeschriebenes Blatt, noch in keiner Weise vorgeprägt
=> was aus ihm/ihr wird ist allein das Produkt seiner Erfahrungen
=> bedeutet, dass aus dieser Sicht Erziehung alles vermag
=> pädagogischer Optimismus, Allmacht der Erziehung
Kritische Stellungnahme:
=> Menschenbild, das Mensch und Tier auf dieselbe Stufe stellt
=> widerspricht der Evolutionstheorie und der Idee des Menschen als höherstehendem Wesen
=> Wünsche und Gefühle werden ignoriert
=> gestehen dem Menschen zu, über Emotionen zu verfügen => sind aber nicht ausschlaggebend für
aktives Verhalten
=> unrealistisch, Verstoß gegen die Menschenwürde
2. Lernprozesse aus behavioristischer Sicht am Bsp. des klassischen Konditionierens nach Pawlow:
Grundaussagen:
Lernen ist ein nichtbeobachtbarer Prozess. Es ist aber ein Unterschied im Erleben und Verhalten in
einer früheren Situation A und einer späteren Situation B festzustellen. Es müssen also Lernprozesse
zwischen den Situationen liegen, die mit Lerntheorien erklärt werden können.
Lerntheorien: (auch Verhaltenstheorien) sind Theorien zur systematischen Erklärung von nicht
beobachtbaren Lernprozessen
Es gibt zwei Richtungen: Lerntheorien aus behavioristischer-/kognitiver Sicht
Behaviorismus: Lehre vom Verhalten. Ist die Grundlage des Wissens über die Theorien des
menschlichen Lernens und die Verhaltenstherapie
Klassisches Konditionieren: bezeichnet man den Prozess der widerholten Kopplung eines neutralen
Reizes mit einem unbedingten Reiz. Dabei wird der ursprünglich neutrale Reiz zu einem bedingten
Reiz, der eine bedingte Reaktion auslöst. Der Begründer ist der russische Physiologe Iwan P. Pawlow
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PäPsy KA Nr.4:
1. Behavioristisches Bild vom Menschen:
=> Black-Box-Modell
=> Umweltdeterminismus
=> Vorhersagbarkeit und Kontrolle des Verhaltens
2. Klassisches Konditionieren:
=> Schema des kK erster und höherer Ordnung
=> Kontiguität
=> Reizgeneralisierung
=> Reizdifferenzierung
=> Extinktion
Fehlentwicklungen:
=> psychische Fehlentwicklungen (konditionierte emotionale Reaktionen => Angst, Phobie)
Anwendung in der Therapie:
=> Gegenkonditionierung
=> systematische Desensibilisierung
Bedeutung für Erziehung und Sozialisation:
=> emotionale Lernprozesse (Werbung, Speisepräferenzen, Einstellungen)
3. Operantes Konditionieren:
=> Operantes Konditionieren (Skinner-Box)
=> pos./neg. Verstärkung
=> Bestrafung Typ I und II (erster/zweiter Ordnung)
=> Extinktion
=> Kontingenzschema
=> primäre/sekundäre Verstärker
Fehlentwicklungen:
=> Verhaltensexzesse
=> Flucht- und Vermeidungsverhalten
Anwendung in der Therapie:
Elemente der Verhaltenstherapie:
=> kontinuierliche vs. Intermittierende Verstärkung
=> Verstärkerpläne am Bsp. von Token-Systemen
Bedeutung für Erziehung und Sozialisation:
Aufbau und Abbau von Verhaltensweisen
=> Einsatz von Verstärkern und Bestrafung
=> Relativität von Verstärkern
=> differentielle Verstärkung
=> kontingente und konsistente Verstärkung
4. Kritische Stellung zu behavioristischen Lerntheorien:
=> Entstehungskontext und Aktualität
=> empirische Messbarkeit
=> Bewertung der Methoden
=> Erklärungswert der Theorien (+ Vgl. mit Menschenbild, Therapie, Erziehung aus BPE 7)
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, BPE 8: Behaviorismus/ Konditionierungstheorien 11.02.23
1. Menschenbild des Behaviorismus:
=> mechanisch und materialistisch
=> Mensch als Maschine, der nur durch äußere Einflüsse und Erziehung gelenkt wird
Das Black-Box-Modell:
=> Begründer des Behaviorismus John B. Watson war an dem Verhalten von Individuen interessiert
=> nur objektive und messbare Verhaltensweisen, geistige Prozesse (Wille, Motive) nicht
berücksichtig
=> Grund: sind nicht beobachtbare Phänomene in den Untersuchungen zum menschlichen/tierischen
Verhalten
=> d.h. das innere des Menschen (Motivation, Emotion, Absicht,…) wird als Black Box angesehen
=> nur Reiz/Stimuli (input) auf den eine Reaktion (output) folgt, z.B. Hunger-Speichelfluss
Umweltdeterminismus und daraus folgende Kontrolle und Vorhersehbarkeit des Verhaltens:
=> Menschen von Natur aus alle gleich
=> durch antrainierte Verhaltensweisen können alle Reaktionen des Menschen vorhergesehen
werden
=> Folge: Freier Wille als Illusion, Mensch ist ein nicht autonomes Wesen; kein eigenständiges
Denken oder Reflektieren
=> durch Konditionierung ist die Steuerung jeglichen Verhaltens möglich
Pädagogischer Optimismus:
=> Baby ist ein unbeschriebenes Blatt, noch in keiner Weise vorgeprägt
=> was aus ihm/ihr wird ist allein das Produkt seiner Erfahrungen
=> bedeutet, dass aus dieser Sicht Erziehung alles vermag
=> pädagogischer Optimismus, Allmacht der Erziehung
Kritische Stellungnahme:
=> Menschenbild, das Mensch und Tier auf dieselbe Stufe stellt
=> widerspricht der Evolutionstheorie und der Idee des Menschen als höherstehendem Wesen
=> Wünsche und Gefühle werden ignoriert
=> gestehen dem Menschen zu, über Emotionen zu verfügen => sind aber nicht ausschlaggebend für
aktives Verhalten
=> unrealistisch, Verstoß gegen die Menschenwürde
2. Lernprozesse aus behavioristischer Sicht am Bsp. des klassischen Konditionierens nach Pawlow:
Grundaussagen:
Lernen ist ein nichtbeobachtbarer Prozess. Es ist aber ein Unterschied im Erleben und Verhalten in
einer früheren Situation A und einer späteren Situation B festzustellen. Es müssen also Lernprozesse
zwischen den Situationen liegen, die mit Lerntheorien erklärt werden können.
Lerntheorien: (auch Verhaltenstheorien) sind Theorien zur systematischen Erklärung von nicht
beobachtbaren Lernprozessen
Es gibt zwei Richtungen: Lerntheorien aus behavioristischer-/kognitiver Sicht
Behaviorismus: Lehre vom Verhalten. Ist die Grundlage des Wissens über die Theorien des
menschlichen Lernens und die Verhaltenstherapie
Klassisches Konditionieren: bezeichnet man den Prozess der widerholten Kopplung eines neutralen
Reizes mit einem unbedingten Reiz. Dabei wird der ursprünglich neutrale Reiz zu einem bedingten
Reiz, der eine bedingte Reaktion auslöst. Der Begründer ist der russische Physiologe Iwan P. Pawlow
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