Lernen 17.11.22
Definition von ,,Lernen”:
● alle relativ dauerhaften Veränderungen im Verhalten oder den
Verhaltenspotentialen, die
- aus Erfahrung resultieren
- aber nicht durch vorübergehende Zustände (Müdigkeit, Drogengebrauch,
Verletzung/Krankheit) verursacht sind
● Änderungen in unseren Wissensstrukturen (Vokabeln lernen, für die Klausur
lernen)
Lerntheorien:
- die Verhaltensänderungen betreffen, sind aus dem Versuch heraus entstanden,
Struktur in die Vielfalt menschlichen Verhaltens zu bringen
(1) Nicht-assoziatives Lernen (Habituation, Sensitivierung)
(2) Assoziatives Lernen
- Klassische Konditionierung
- Operante Konditionierung
(3) sozial-kognitives Lernen/,,Modelllernen”
Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936):
- Hund freut sich auf Futter, wenn er Klingel hört
- Klassische Konditionierung (Signallernen) → Lerntheorie des Behaviorismus
- Mensch oder Tier lernt auf bestimmten Signal eine Reaktion
- Signal (=Stimulus) bestimmter Reiz um z.B. das heulen einer Sirene
wahrzunehmen
- auf dem Signal folgt immer eine Reaktion
- Hund beibringen auf Futter freut wenn er eine Klingel hört
- Freude → mehr Speichel
- Reaktion → Speicheln
Phase 1 (Vor der Konditionierung):
- Hund mehr Futter geben → stellt mehr Speichel her (angeborene Reaktion)
- unbedingter Stimulus (US) → löst ganz natürliche, unbedingte Reaktionen (UR)
aus (Speichel)
- Signal leuten (Klingel) → soll später das Signal für den Hund werden
- klingeln → Hund schaut sich nach Klingel um, kein Speichel
- Klingel noch neutraler Stimulus (NS)
Phase 2 (Konditionierung):
- zuerst klingeln, dann Futter
- Futter bekommt → anfangen zu speicheln
- Reihenfolge beibehalten!
- Zuerst neutraler Stimulus, dann unbedingter Stimulus
- unbedingte Reaktion folgt automatisch
- die Stimuli zeitlich kurz nacheinander präsentieren → Kontiguität
- Hund paar mal die Stimuli präsentieren
, Phase 3 (nach der Konditionierung):
- klingeln, Hund fängt sofort an zu speicheln
- bekommt kein Futter mehr
- Klingel vom neutralen Stimulus (NS) zum bedingten Stimulus (BS) entwickelt
- die ursprüngliche unbedingte Reaktion (Speicheln) wir jetzt zu bedingte Reaktion
- Hund wurde beigebracht, dass die Klingel ein Symbol ist, dass dieser Speicheln
soll
1. Das Gesetz des Effektes: (Edward Lee Thorndike (1874-1949)
● Thorndikes Problemkäfig:
- Aufgabe: der Box zu entkommen, um an Futter zu gelangen
- Lernen durch Versuch und Irrtum
1. Experimentelle Verhaltensanalyse: Die Skinnerbox
- Ratte zeigt Explorationsverhalten (u.a. drücken auf Hebel)
- operante Konditionierung: Ratte erhält für jeden Hebeldruck eine Futterpille →
Hebeldruckreaktion zeigt sich vermehrt (Futter = Verstärker)
- Futter wird nicht mehr gegeben → Häufigkeit der Hebeldruckreaktion nimmt ab
(=Extinktion)
- wird Ratte nach Extinktion wieder in Skinnerbox gesetzt, drückt sie den Hebel
häufiger als beim ersten Mal (=Spontanremission)
2. Definition operante Konditionierung
- Operantes Konditionieren beschreibt das Verändern von Verhalten durch
Konsequenzen
- Das Auftreten (die Häufigkeit, die Wahrscheinlichkeit) von Verhaltensweisen
(Operationen) (die nicht unbedingt durch spezifische Reize ausgelöst werden)
verändert sich in Abhängigkeit davon, welche Konsequenzen dieses Verhalten für
den Organismus hatte
- kann systematisch genutzt werden: durch Beeinflussung dieser Konsequenzen
kann die Auftretentswahrscheinlichkeit von Verhaltensweisen erhöht oder
verringert werden
- Achtung: Auch bei der OK wird kein neues Verhalten gelernt (denn eine Bedingung
für OK ist das ,,spontane” Auftreten des Verhaltens - das also schon ohne OK
gezeigt werden muss)
Definition von ,,Lernen”:
● alle relativ dauerhaften Veränderungen im Verhalten oder den
Verhaltenspotentialen, die
- aus Erfahrung resultieren
- aber nicht durch vorübergehende Zustände (Müdigkeit, Drogengebrauch,
Verletzung/Krankheit) verursacht sind
● Änderungen in unseren Wissensstrukturen (Vokabeln lernen, für die Klausur
lernen)
Lerntheorien:
- die Verhaltensänderungen betreffen, sind aus dem Versuch heraus entstanden,
Struktur in die Vielfalt menschlichen Verhaltens zu bringen
(1) Nicht-assoziatives Lernen (Habituation, Sensitivierung)
(2) Assoziatives Lernen
- Klassische Konditionierung
- Operante Konditionierung
(3) sozial-kognitives Lernen/,,Modelllernen”
Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936):
- Hund freut sich auf Futter, wenn er Klingel hört
- Klassische Konditionierung (Signallernen) → Lerntheorie des Behaviorismus
- Mensch oder Tier lernt auf bestimmten Signal eine Reaktion
- Signal (=Stimulus) bestimmter Reiz um z.B. das heulen einer Sirene
wahrzunehmen
- auf dem Signal folgt immer eine Reaktion
- Hund beibringen auf Futter freut wenn er eine Klingel hört
- Freude → mehr Speichel
- Reaktion → Speicheln
Phase 1 (Vor der Konditionierung):
- Hund mehr Futter geben → stellt mehr Speichel her (angeborene Reaktion)
- unbedingter Stimulus (US) → löst ganz natürliche, unbedingte Reaktionen (UR)
aus (Speichel)
- Signal leuten (Klingel) → soll später das Signal für den Hund werden
- klingeln → Hund schaut sich nach Klingel um, kein Speichel
- Klingel noch neutraler Stimulus (NS)
Phase 2 (Konditionierung):
- zuerst klingeln, dann Futter
- Futter bekommt → anfangen zu speicheln
- Reihenfolge beibehalten!
- Zuerst neutraler Stimulus, dann unbedingter Stimulus
- unbedingte Reaktion folgt automatisch
- die Stimuli zeitlich kurz nacheinander präsentieren → Kontiguität
- Hund paar mal die Stimuli präsentieren
, Phase 3 (nach der Konditionierung):
- klingeln, Hund fängt sofort an zu speicheln
- bekommt kein Futter mehr
- Klingel vom neutralen Stimulus (NS) zum bedingten Stimulus (BS) entwickelt
- die ursprüngliche unbedingte Reaktion (Speicheln) wir jetzt zu bedingte Reaktion
- Hund wurde beigebracht, dass die Klingel ein Symbol ist, dass dieser Speicheln
soll
1. Das Gesetz des Effektes: (Edward Lee Thorndike (1874-1949)
● Thorndikes Problemkäfig:
- Aufgabe: der Box zu entkommen, um an Futter zu gelangen
- Lernen durch Versuch und Irrtum
1. Experimentelle Verhaltensanalyse: Die Skinnerbox
- Ratte zeigt Explorationsverhalten (u.a. drücken auf Hebel)
- operante Konditionierung: Ratte erhält für jeden Hebeldruck eine Futterpille →
Hebeldruckreaktion zeigt sich vermehrt (Futter = Verstärker)
- Futter wird nicht mehr gegeben → Häufigkeit der Hebeldruckreaktion nimmt ab
(=Extinktion)
- wird Ratte nach Extinktion wieder in Skinnerbox gesetzt, drückt sie den Hebel
häufiger als beim ersten Mal (=Spontanremission)
2. Definition operante Konditionierung
- Operantes Konditionieren beschreibt das Verändern von Verhalten durch
Konsequenzen
- Das Auftreten (die Häufigkeit, die Wahrscheinlichkeit) von Verhaltensweisen
(Operationen) (die nicht unbedingt durch spezifische Reize ausgelöst werden)
verändert sich in Abhängigkeit davon, welche Konsequenzen dieses Verhalten für
den Organismus hatte
- kann systematisch genutzt werden: durch Beeinflussung dieser Konsequenzen
kann die Auftretentswahrscheinlichkeit von Verhaltensweisen erhöht oder
verringert werden
- Achtung: Auch bei der OK wird kein neues Verhalten gelernt (denn eine Bedingung
für OK ist das ,,spontane” Auftreten des Verhaltens - das also schon ohne OK
gezeigt werden muss)