Lernzettel 1 Evolutionstheorien BI-4
Nach den Theorien von Jean-
Baptiste de LAMARCK (1744 –
1829) und Charles DARWIN
(1809 – 1882) kam es im Laufe der
Stammesgeschichte zu einem
Wandel der Arten durch
Anpassung an sich verändernde
Umweltbedingungen.
LAMARCKs Theorie der Evolution
Erstveröffentlichung 1809: „Philosophie Zoologique“
Grundannahme Schrittweise aktive Anpassung der Arten.
Organismen passen sich aktiv an den äußeren Umweltbedingungen an.
Ständiger Gebrauch von Organen lässt diese größer und stärker werden; bei
Nichtgebrauch verkümmern sie.
Erworbene Anpassungen werden vererbt.
Treibende Kraft ist ein „Vervollkommnungstrieb“ (Streben nach Anpassung).
Lebewesen besitzen ein inneres Bedürfnis nach Vervollkommnung. Das Bedürfnis
führt zu verstärktem Gebrauch bestimmter Organe, sodass diese sich
weiterentwickeln, nicht gebrauchte Organe verkümmern. Dies war LAMARCKs
erstes Naturgesetz. Sein zweites Naturgesetz besagt, dass die veränderte
Merkmalsausstattung an die Nachkommen weitergegeben wird.
Giraffen Beispiel Giraffen strecken ihren Hals, um an Nahrung in den Bäumen zu gelangen. Durch den
häufigen Gebrauch verlängert sich der Hals und die Giraffe vererbt ihren verlängerten
Hals an die nächste Generation weiter.
Heutige Sicht Theorie ist widerlegt, weil sie eine Veränderung des Erbguts voraussetzt, die
nach heutigem Erkenntnisstand aber nicht möglich ist. Allerdings, Einordnung
in die Epigenetik wird diskutiert.
Aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Genetik gilt
der Lamarckismus als widerlegt, denn er setzt eine aktive Veränderung des Erbguts in
den Keimzellen voraus. Allerdings gibt es neuere Bestrebungen, den Lamarckismus
unter dem Gesichtspunkt der Epigenetik einzuordnen. Epigenetik ist ein Teilgebiet
der Biologie zu potenziell vererbbaren Modifizierungen unseres Erbguts, ohne dass
sich die DNA-Sequenz verändert. Gene können an- und ausgeschaltet werden. Ob
einzelne, beobachtete Phänomene aus der Epigenetik tatsächlich Teile des
Lamarckismus bestätigen, ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und
kontroverser Diskussionen.
Nach den Theorien von Jean-
Baptiste de LAMARCK (1744 –
1829) und Charles DARWIN
(1809 – 1882) kam es im Laufe der
Stammesgeschichte zu einem
Wandel der Arten durch
Anpassung an sich verändernde
Umweltbedingungen.
LAMARCKs Theorie der Evolution
Erstveröffentlichung 1809: „Philosophie Zoologique“
Grundannahme Schrittweise aktive Anpassung der Arten.
Organismen passen sich aktiv an den äußeren Umweltbedingungen an.
Ständiger Gebrauch von Organen lässt diese größer und stärker werden; bei
Nichtgebrauch verkümmern sie.
Erworbene Anpassungen werden vererbt.
Treibende Kraft ist ein „Vervollkommnungstrieb“ (Streben nach Anpassung).
Lebewesen besitzen ein inneres Bedürfnis nach Vervollkommnung. Das Bedürfnis
führt zu verstärktem Gebrauch bestimmter Organe, sodass diese sich
weiterentwickeln, nicht gebrauchte Organe verkümmern. Dies war LAMARCKs
erstes Naturgesetz. Sein zweites Naturgesetz besagt, dass die veränderte
Merkmalsausstattung an die Nachkommen weitergegeben wird.
Giraffen Beispiel Giraffen strecken ihren Hals, um an Nahrung in den Bäumen zu gelangen. Durch den
häufigen Gebrauch verlängert sich der Hals und die Giraffe vererbt ihren verlängerten
Hals an die nächste Generation weiter.
Heutige Sicht Theorie ist widerlegt, weil sie eine Veränderung des Erbguts voraussetzt, die
nach heutigem Erkenntnisstand aber nicht möglich ist. Allerdings, Einordnung
in die Epigenetik wird diskutiert.
Aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Genetik gilt
der Lamarckismus als widerlegt, denn er setzt eine aktive Veränderung des Erbguts in
den Keimzellen voraus. Allerdings gibt es neuere Bestrebungen, den Lamarckismus
unter dem Gesichtspunkt der Epigenetik einzuordnen. Epigenetik ist ein Teilgebiet
der Biologie zu potenziell vererbbaren Modifizierungen unseres Erbguts, ohne dass
sich die DNA-Sequenz verändert. Gene können an- und ausgeschaltet werden. Ob
einzelne, beobachtete Phänomene aus der Epigenetik tatsächlich Teile des
Lamarckismus bestätigen, ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und
kontroverser Diskussionen.