Definition
• Beschreibt ein Denken, das sich auf die Geschichte konzentriert
• Bezeichnet eine im 19.Jh. und 20. Jh. in Deutschland einflussreiche
philosophische und geschichtswissenschaftliche Strömung
• Hebt die Geschicklichkeit der Menschen hervor
• Betrachtet jegliche Ideen und Institutionen wie Staat und Nation als
organische, geschichtliche hervorgebrachte Wesenhaftigkeit
• Geschichte allg. als von historischen Individuen vorangetriebene
Entwicklung begriffen
Zeitliche Einordung:
• Schwerpunkt im 19 Jahrhundert aber in Deutschland nachwirkend bis
nach 1945
• Früher wurde die Geschichte philosophisch betrachtet
• Heute ist es eine Pflicht mit Quellen zuarbeiten
• Erste Epoche der modernen Geschichtswissenschaft
Zentrale Vertreter:
• Leopold von Ranke
• Johann Gustav Droysen
• Theodor Mommsen
Historische Kontexte:
• Aufstieg des Bürgertums
• Aufklärungs- und Verwissenschaftlichung àMinimale Änderungen an
der Theorie der Aufklärung
• Pol.: Französische Revolution, Nationalstaatsbildung, Industrialisierung ...
• Beginn der Moderne à„Modern“- über die wissenschaftsrationale
Verfahrensweisen die Vernünftigkeit ihre Erkenntnisse sicher und
diskutierbar machen
• Bildungsreformenà viele Unis à Gesichte entsteht als Wissenschaft
,Themen des Historismus:
• Primat der Außenpolitik àDie Außenpolitik steht im Vordergrund,
Gesellschaftsbereiche eher im Hintergrund
• Die Konzentration liegt eher bei den „großen Männern“ und deren Ideen
Historische Methoden:
1. Quellenkritik:
• Besonderer Umgang mit überlieferten Gegenständen durch den sie
historisch-wissenschaftliche Erkenntniswerte erhalten
• Historiker hinterfragt Quelle
• Übernahm Erkenntnis aus Göttinger Schule das Erkenntnisse der
Geschichtswissenschaft ausschließlich auf der Grundlage von Forschung
gewonnen werden sollten
• Äußere Quellenkritik:
o Prüfung der Echtheit
o Prüfung der Quellenart: Urkunde, Fotos, Briefe etc. o Original
oder Kopie?
o Prüfung des Zustandes
• Innere Quellenkritik:
o Wer?àWer ist der Autor/in , welches Vorwissen hat er/sie ?,
Welchen Hintergrund?
o Wem?àWer ist der Adressat/in ?, welches Verhältnis haben
Autor/in und Adressat/in?
o Wann ?àWann ist die Quelle entstanden ?
o Wo?àWo gefunden ?, Wo wurde die Quelle aufbewahrt ?, o
Was?àZentraler Inhalt, Thesen, Argumentationsstrukturen,
Aufbau und Strukturen
o Warum?àWas sind die Absichten des Autors ?, Funktion der
Quellen, Art der Quellen
2. ABER:DieQuellenkritikalsalleinigesmethodischesMittelistnicht ausreichend
deshalb hat Johann Gustav Droysen die Heuristik, Kritik und Interpretation
erfunden.
Das Ziel hier ist es das Wesen der historischen Methode forschen zu verstehen
àHermeneutikàverstehendes Interpretieren von Quellen
, • Heuristik:
o Die Entwicklung einer Fragestellung ( Was ist Relevant?) o Umfasst
sich mit der Quellensuche und Präzisierung oder Fragestellung
àHeuristik lehrt ebenso wo und wie man in Materialien suchen soll
• Kritik:
o Droysen nimmt die Theorie der Aufklärungshistorieàschränkt diese
ein bisschen ein
àman muss Quellen so bearbeiten, dass man ganz einfach, sichere und
konkrete Interpretationen erhalten kann, nur so kann man historische
Tatsachen erlangen
• Interpretation ( die Lehre vom Verstehen):
o Pragmatische Interpretation:
§Auf der Grundlage von kritisch gelesenen Quellen muss
man zu Schlüssen kommen, welche historische Ereignisse
oder Prozesse anderer Ereignisse oder Prozesse bedingt
haben
o Interpretation der Bedingung:
§Raum, Zeit und Mittel
§Beispiel: bei einer Kriegsschlacht muss eben so die Dauer,
geographische Lage oder Jahreszeit beachtet werden
o Psychologische Interpretation:
§Man versucht die Handlungen der Menschen aus
bestimmten Verhaltensweisen oder Charakterzügen heraus
zu deuten
§Beispiel: „den Schrei der Angst vernehmend, empfinden wir
die Angst des Schreienden.“
o Interpretation der Ideen:
§Man braucht keine Vorkenntnisse mehràman sieht alles
zusammen nicht mehr einzelnd