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Industrialisierung (Schweiz) Zusammenfassung Gymnasium

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20-01-2026
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2024/2025

Die Zusammenfassung ist ein umfassender Überblick über den Ablauf der Industrialisierung, ein Schwerpunkt wird auf die technische Entwicklung und die gesellschaftlichen Einflüsse gelegt, auch die Situation in der Schweiz wird genauer erklärt. Viele Quellentexte und anschauliche Beispiele mit dabei, geschrieben für ca. die 9/10. Klasse Gymnasium

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Gymnasium
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January 20, 2026
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2024/2025
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Geschichte Zusammenfassung Industrialisierung – Clara Schlapbach 22.9.25
Die Industrialisierung:
Kernideen:
1. Die Energiegewinnung und Güterproduktion verändern sich radikal.
2. Damit verändern sich die Arbeitsbedingungen, Lebensumstände und Konsummöglichkeiten der
Bevölkerung völlig.
3. Es entsteht eine neue Gesellschaftsschicht: Die ArbeiterInnen.
4. Das Leben, insbesondere das «Lebenstempo» verändert sich in dieser Zeit radikal.
5. All diese Veränderungen bedingen «Die soziale Frage» (Wie kann die Gesellschaft diese Veränderungen
bewältigen?)
Wir haben eine technische Entwicklung, die sich stark auf die Gesellschaft auswirkt. Wie
einzelne Menschen leben und wie sich die Gesellschaft politisch organisiert verändern sich massiv!
Die 4 Phasen:




Notizen zum Video zum Einstieg:
- Industrialisierung= industrielle Revolution= Umgestaltung von der (alten) Agrargesellschaft zur (neuen)
Industriegesellschaft
 In der Agrargesellschaft war es so, dass die meisten Leute in der Landwirtschaft gearbeitet haben –
der normale Mensch war ein Bauer.
 In der Industriegesellschaft wohnen hingegen viele Leute in Städten und arbeiten in Fabriken
- Beispiel Land X: Um 1800 gibt es eine vollständige Agrarwirtschaft, fast jeder ist Bauer. 1900 gibt es im
gleichen Land dann eine Industriegesellschaft und die meisten arbeiten in Fabriken
 Dann ist das, was zwischen 1800 und 1900 passiert ist die Industrialisierung.
- In Europa fand diese vor allem zwischen 1800 und 1900 statt
 Dabei wurde die Wirtschaft in den meisten Bereichen völlig umgestaltet – es gab z.B. die Einführung
von Dampfmaschinen.
 Auch die Gesellschaft wird komplett verändert, im Bezug auf die Gewerbefreiheit, Arbeitsverhältnisse,
die soziale Frage und die Kluft zwischen arm und reich.

,England, das Ursprungsland der Industrialisierung:
Voraussetzungen und Merkmale:
Voraussetzungen:
- Der Begriff Revolution wird meist mit Gewalt in Verbindung gebracht.
 Das gilt jedoch nicht für die industrielle Revolution. Dies war kein Vorgang, bei dem alte Gewalten und
Strukturen durch neue revolutionäre Gewalten aus dem Weg geräumt wurden.
 Und doch ging hier in wenigen Jahrhunderten eine so gründliche Veränderung der bestehenden
Verhältnisse vor sich, dass man von einer Revolution sprechen kann:
- Die Maschinenarbeit trat an die Stelle der Handarbeit, das Fabrikwesen entstand, neue Energiequellen
wurden erschlossen, die Produktivität wurde enorm gesteigert, das Kommunikationswesen wurde
intensiviert und die menschlichen Lebensformen veränderten sich als Folge dieses wirtschaftlichen
Wandels.
- (Das haben auch die Zeitgenossinnen und -genossen bemerkt, denn der Begriff «industrielle Revolution»
wurde bereits 1837 vom französischen Nationalökonomen Louis Auguste Blanqui verwendet.
- Vom Begriff der industriellen Revolution unterschieden wir heute den Begriff Industrialisierung.
 Womit wir die tiefgreifende wirtschaftliche Veränderung bezeichnen, die in England um 1770
einsetzte und bis heute nicht beendet ist. (Während die industrielle Revolution eher die erste Phase
dieses industriellen Wandels (=der Industrialisierung) darstellt).
 Ihren Kern stellt die neue industrielle Produktionsweise dar.
 Sie ist durch ständige Weiterentwicklung gekennzeichnet.
 So wird z.B. gegenwärtig bei den grossen Industrienationen mit der fortschreitenden
Computersteuerung der Arbeitsprozesse eine neue Stude im Industriezeitalter erreicht.


- Die Industrialisierung begann im 18. Jahrhundert in England, von dort ausgehend, breitetet sie sich im 19.
Jahrhundert nach Kontinentaleuropa aus und erfasst schliesslich fast die ganze Welt (gewisse Teile von
Afrika und Ozeanien sind kaum bis nur sehr gering industrialisiert).
- Wie kam es, dass dieser unaufhaltsame Prozess wirtschaftlicher Entwicklung und technologischer
Innovation gerade von Europa ausging?
- Die Industrialisierung ist nicht auf eine einzige Ursache, sondern auf eine Vielzahl von Strukturen,
Vorgängen und Handlungen zurückzuführen.
- Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit standen die vielen verschiedene Königreiche, Fürstentümer,
Grafschaften oder Stadtzusammennschlüsse, aus denen sich Europa zusammensetze, in Konkurrenz
zueinander.
 Da die jeweiligen Machtinhaber ihre wirtschaftliche und politische Position verbessern bzw. halten
wollten, förderten sie die wirtschaftliche Entwicklung und damit das Wachstum ihres Reiches.
 Ein grosses Angebot an unterschiedlichen Bodenschätzen, die Verschiedenartigkeit an
Bodenbeschaffenheiten und ein günstiges Klima ermöglichten die Herstellung zahlreicher Güter bzw.
den Anbau von Produkten, die sich zum Austausch eigneten (wie Holz, Getreide, Wein, Wolle,
Meeresfrüchte etc.).
 Der Handel dehnte sich auf immer mehr Länder aus.
 Er vermehrte den Wohlstand der Bevölkerungen und führte bereits im Mittelalter zur Entstehung
reicher Zentren wie der Hansestädte oder der italienischen Stadtstaaten.

, - Mit dem Ausbau der Handelsbeziehungen innerhalb Europas und nach Übersee bildete sich allmählich ein
funktionstüchtiges Kreditsystem und Bankwesen auf internationaler eben heraus, das für die weitere
Industrialisierung unentbehrlich war.
- Dieser Vorgang war weder Zufall noch ein Wunder, sondern das Werk von Menschen.
 Deren Mentalität, die sich über die Jahrhunderte veränderte, beeinflusste ihr Handeln: Es hatte sich
im Laufe der frühen Neuzeit eine Autonomie des Denkens entwickelt, bei der Neugierde als etwas
Positives galt.
 Manche Herrscher förderten naturwissenschaftliche Innovationen, um sich von ihren Rivalen
abzuheben.
 Die Allmacht der Kirche, die neue Ideen vorerst verteufelte, wurde dadurch gebrochen.
 Zudem verbreitete sich die Idee, dass Sehen allein nicht reiche, dass man vielmehr die eigenen
Beobachtungen auch beschreiben und quantifizieren müsse.
 Das Experiment als Methode fand seinen Platz im Repertoire der Forscher.
 Schliesslich wurde das Erfinden und Entdecken institutionalisiert, der Beruf des «Erfinders» und
«Entwicklers» entstand.
 Schon damals bestand eine Vernetzung unter den Forschern. Was an einem Ort geschah, war schnell
auch woanders bekannt – dank der lateinischen Sprache als gemeinsames Verständigungsmittel und
dank des schon damals entwickelten Post- und Kuriersystems.
- Diese Entwicklung intensivierte sich im 18. Jahrhundert:
 Wissenschaftler förderten neue Erkenntnisse zu Tage, Ingenieure und Techniker entwickelten vorher
unbekannte Werkzeuge, Maschinen und Materialien, Unternehmer griffen die Innovationen auf und
kalkulierten den Einsatz von Arbeitskräften und Kapital in der Wirtschaft, Arbeiter stellten dem Markt
ihre Arbeitskraft zur Verfügung und produzierten Waren und Dienstleistungen, Bauern
erwirtschafteten Überschüsse zur Ernährung einer ständig wachsenden Bevölkerung.
 Ohne die Anstrengung und Kreativität vieler Menschen hätten die Massnahmen des Staates zur
Förderung wirtschaftlich-technischen Fortschrittes kaum Wirkung gezeigt.
- Dass diese rasante vorschreitende Entwicklung im England des 18. Jahrhundert begann, hängt mit
ausserordentlich günstigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
zusammen, die die Suche nach neuen Formen des Wirtschaftens begünstigten.
M1: Voraussetzungen industrieller Revolution im Wirkungszuammenhang

, - Seit Mitte des 17. Jahrhunderts war das Hauptinteresse Englands zunehmend auf die Beherrschung der
Meere, d.h. auf Kolonien und Fernhandel gerichtet.
 So wurden die Handels- und Kriegsflotten im 18. Jahrhundert ständig ausgebaut.
 Dank dieser Flotten und einer Handelspolitik, die durch Schutzgesetze englischen Schiffen und
Bürgern Sonderrechte sicherte, setzten sich die Engländer auf den Weltmeeren gegen ihre
Konkurrenten durch.
- Die früheren Kolonialmächte Spanien und Portugal wurden ebenso zurückgedrängt wie die Niederlande
und Frankreich.
- Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) war England zur führenden Macht in der Welt aufgestiegen.
- Entsprechend dieser Weltmachtstellung entwickelte sich der Aussenhandel:
 Die Engländer importierten Gold und Silber, Gewürze und Tabak, Zucker, Kaffee und Tee,
Baumwolltuche und Seide.
 Wie andere Nationen bereicherten sie sich am Sklavenhandel; britische Händler machten hierbei
sogar die grössten Gewinne.
 Während die alten Kolonialmächte, z.B. Spanien, die Kolonien nur als Lieferanten von Edelmetallen
und Rohstoffen genutzt hatte, gingen die englischen Kaufleute daran, die Kolonien als Märkte für
englische Waren zu erschliessen.
 Exportiert wurden Wolltuche, Eisenwaren und andere Fertigwaren.
- Der Überseehandel und die Seekriege erforderten viele Schiffe mit guten Ausrüstungen.
 Immer mehr Werften und Lagerhäuser entstanden an Hafenstädten.
 Die Erzbergwerke und die metallverarbeitenden Betriebe in den alten Bergwerkregionen Wales und
Cornwall blühten auf.
 Auch die verschiedenen Zweige der Textilindustrie erhielten manchen Ansporn.
- London steig zur Hauptstadt des Welthandels auf!
 Hier konzentrierte sich eine neue bürgerliche Gesellschaftsschicht.
- Die Bürger sammelten mit ihrer Tätigkeit im Handel, im Gewerbe und mit den Finanzgeschäften riesige
Privatvermögen an.


Merkmale:
- Ein wichtiger Faktor, um den Anfang der industriellen Revolution bestimmen zu können, ist der
Aussenhandel: die Ausfuhr inländischer Güter und vor allem Fertigwaren machte um die Jahrhundertmitte
einen auffälligen Sprung nach vorne.
- Erst um die Mitte des 18. Jahrhundert löst sich England von der Stellung eines auf ein Produkt
konzentrierten Exporteurs und begann, eine Vielfalt von einheimischen Gütern auf neue Märkte in
Amerika, Afrika, Indien und im Fernen Osten zu verkaufen.
- In den frühen 1770er Jahren hatte sich der Export von Fertiggütern in diesen Gebieten gegenüber dem
Beginn des Jahrhunderts nahezu um das Achtfache gesteigert.
- Das auffälligste Merkmal der Industrialisierung ist der Übergang von vorwiegend handwerklichen zu
vorwiegend maschinellen Produktionsmethoden.
 Allerdings erlaubt diese Erscheinung allein noch keine eindeutige Unterscheidung zwischen Handwerk
und Industrie, denn Maschinen gab es auch schon in der vorindustriellen Wirtschaft.
- Im Vergleich zur vorindustriellen Wirtschaft weist die Industrie eine viel weitergetriebene Arbeitsteilung
auf, das heisst der Produktionsvorgang ist in eine Reihe von Einzelprozesse zerlegt, wobei jeder dieser
Prozesse wieder einen anderen Maschinentyp verlangt.
 Für diesen Vorgang steht die Fabrik.
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