Einheit 2: Bildung
2.1 Das deutsche Schulsystem
• In Deutschland ist das Schulsystem in jedem Bundesland ein bisschen anders.
• Alle Kinder kommen mit etwa sechs Jahren in die Grundschule , die meistens vier Jahre
dauert (der Kindergarten ist optional für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren).
• Danach entscheiden die Leistungen der Kinder, ob sie auf die Hauptschule, die Realschule
oder das Gymnasium gehen. Eine Alternative ist die Gesamtschule, an der man alle
Abschlüsse machen kann.
• In manchen Bundesländern werden auch die Haupt- und Realschulen zusammengelegt. Sie
heißen dann Regional- oder Gemeinschaftsschulen.
• Die Hauptschule ist für die Kinder, die ein niedriges Bildungsniveau haben. Hier macht man
der Hauptschulabschluss und danach machen viele Schüler eine Ausbildung.
o Im Jahr 2006, gab es in Deutschland 4.812 Hauptschulen, aber im Jahr 2018 gab es
nur 2.112.
• Einige Hauptschüler verlassen die Schule nach der 9. Klasse und suchen einen
Ausbildungsplatz. Manche gehen noch ein Jahr zur Schule und können dann einen besseren
Abschluss, z. B. den Realschulabschluss, machen.
• Die Realschüler gehen zehn Jahre zur Schule. Danach haben sie verschiedene Möglichkeiten.
Viele machen eine Ausbildung und lernen drei Jahre lang einen Beruf in Betrieben und in der
Berufsschule. Manche Realschüler gehen auch weiter zur Fachoberschule und machen das
Fachabitur oder sie gehen auf das Gymnasium oder die Gesamtschule (eine Kombination
von alle drei Schulformen, wo man alle Abschlüsse machen kann). Dort ist die Schulzeit am
längsten.
• Am Ende der 12. oder 13. Klasse machen die Gymnasiasten das Abitur. Damit können sie sich
um einen Studienplatz an der Universität oder Fachhochschule oder auch um einen
Ausbildungsplatz bewerben.
• Früher konnte man das Schulsystem Deutschlands einfach erklären (das dreigliedrige
Schulsystem). Man ging nach der Grundschule entweder auf die Hauptschule, eine
Realschule oder aufs Gymnasium.
• Das Schulsystem heutzutage unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, weil die
Lander unabhängig voneinander über ihr Bildungssystem entscheiden können.
• Zum Beispiel in Bayern:
o Die Hauptschule wurde abgeschafft, denn in den Hauptschulen konnte man nur den
Hauptschulabschluss machen.
o Die Sekundarstufe wird jetzt in die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium
aufgeteilt.
o Der Unterschied zwischen dem alten System der Hauptschule und der neuen
Mittelschule ist, dass jetzt drei berufsorientierte Zweige angeboten werden –
Technik, Wirtschaft und Soziales. Die Schuler können sie nach ihrem Interesse und
ihren Stärken wählen.
o Es handelt sich jetzt auch um eine Ganztagsschule, in der Schüler am Nachmittag
Unterricht haben oder unterstützt werden.
o Und im Gegensatz zu früher in der Hauptschule, kann man jetzt an der Mittelschule
auch den Mittleren Bildungsabschluss machen, indem man ein Jahr länger in der
Schule bleibt.
o In der Realschule kann man den Mittleren Bildungsabschluss machen. Auch hier gibt
es verschiedene Zweige: hier kann man sich auf naturwissenschaftlich-
, mathematische, wirtschaftliche Fächer oder musische Fächer spezialisieren. Auch
eine zusätzliche Fremdsprache kann gewählt werden
o Das Gymnasium wird wie immer schon zur Hochschulreife führen, d. h. dass man
nach der erfolgreiche Abiturprüfung nach der zwölften Klasse auf die Uni gehen
kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit während der Schullaufbahn den
Hauptschulabschluss oder den Mittleren Abschluss zu machen.
• In Schleswig-Holstein gibt es zum Beispiel Regionalschulen auf denen man den Mittleren
Bildungsabschluss so wie auch die Hochschulreife machen kann – so ist das auch in Saarland.
• Und zu guter Letzt im Saarland gibt es neben dem Gymnasium noch eine Gesamtschule, in
der man alle Abschlüsse machen kann, und zudem noch die Oberschule, in der man die
Fachoberschulreife erwerben kann (das ist wie die Mittlere Reife).
• Die Trennung von Kindern im deutschen Schulsystem ist kontrovers, weil alle Kinder nicht
die gleichen Gelegenheiten haben. Tatsächlich wurden Hauptschulen in Berlin und Hamburg
abgeschafft und durch Gesamtschulen ersetzt.
• Zum Beispiel landen oft Kinder von Einwandererfamilien in die Realschule oder die
Hauptschule, weil ihr Deutsch nicht so gut ist. Das bedeutet, dass sie nicht so leicht das
Abitur machen können, und folglich ein gut bezahlter Job bekommen. Ungefähr 20% von
Kindern mit Migrationshintergrund lassen die Schule ohne Qualifikationen.
Förderschulen
• Im internationalen Vergleich wird in Deutschland ein großer Anteil der Schülerinnen und
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf außerhalb des allgemeinen Schulsystems
unterrichtet.
• Je nach Bundesland gibt es dazu bis zu elf unterschiedliche Typen von Förderschulen (z.B.
Förderschulen für Gehörlose, Blinde, Sprachbehinderte, Lernbehinderte), die in einigen
Bundesländern auch Sonderschulen, Förderzentren oder Schulen für Behinderte genannt
werden.
• Mehr als drei Viertel aller Förderschülerinnen und Förderschüler verlassen die Schule ohne
einen Hauptschulabschluss.
• Im Jahr 2009 hat Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen ratifiziert. Art. 24 dieses völkerrechtlichen Abkommens verpflichtet die
Vertragsstaaten dazu, ein „inklusives“ Bildungssystem zu gewährleisten.
o In diesem Zusammenhang wird gefordert, dass Kinder mit und ohne Behinderungen
grundsätzlich gemeinsam an allgemeinen Schulen unterrichtet werden sollen.
• Im Jahr 2006 gab es in Deutschland 3.395 Förderschulen, aber im Jahr 2018 gab es weniger
(2.835).
Waldorfschulen
• Der Besuch einer Staatsschule kostet nichts. Freie Schulen nehmen Schulgeld (zu ihnen
gehören Waldorfschulen).
• In Deutschland gibt es rund 250 Freie Waldorfschulen bzw. Rudolf-Steiner-Schulen und an
die 600 Waldorfkindergärten.
• Die erste hat ein Mann namens Rudolf Steiner vor 100 Jahren in Stuttgart gegründet
• Sie sind staatlich anerkannt, haben aber andere Lehrpläne.
• Darin gibt es mehr Kunst, Musik oder Handwerkliches wie Gartenbau. Auch wird viel Theater
gespielt und getanzt.
2.1 Das deutsche Schulsystem
• In Deutschland ist das Schulsystem in jedem Bundesland ein bisschen anders.
• Alle Kinder kommen mit etwa sechs Jahren in die Grundschule , die meistens vier Jahre
dauert (der Kindergarten ist optional für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren).
• Danach entscheiden die Leistungen der Kinder, ob sie auf die Hauptschule, die Realschule
oder das Gymnasium gehen. Eine Alternative ist die Gesamtschule, an der man alle
Abschlüsse machen kann.
• In manchen Bundesländern werden auch die Haupt- und Realschulen zusammengelegt. Sie
heißen dann Regional- oder Gemeinschaftsschulen.
• Die Hauptschule ist für die Kinder, die ein niedriges Bildungsniveau haben. Hier macht man
der Hauptschulabschluss und danach machen viele Schüler eine Ausbildung.
o Im Jahr 2006, gab es in Deutschland 4.812 Hauptschulen, aber im Jahr 2018 gab es
nur 2.112.
• Einige Hauptschüler verlassen die Schule nach der 9. Klasse und suchen einen
Ausbildungsplatz. Manche gehen noch ein Jahr zur Schule und können dann einen besseren
Abschluss, z. B. den Realschulabschluss, machen.
• Die Realschüler gehen zehn Jahre zur Schule. Danach haben sie verschiedene Möglichkeiten.
Viele machen eine Ausbildung und lernen drei Jahre lang einen Beruf in Betrieben und in der
Berufsschule. Manche Realschüler gehen auch weiter zur Fachoberschule und machen das
Fachabitur oder sie gehen auf das Gymnasium oder die Gesamtschule (eine Kombination
von alle drei Schulformen, wo man alle Abschlüsse machen kann). Dort ist die Schulzeit am
längsten.
• Am Ende der 12. oder 13. Klasse machen die Gymnasiasten das Abitur. Damit können sie sich
um einen Studienplatz an der Universität oder Fachhochschule oder auch um einen
Ausbildungsplatz bewerben.
• Früher konnte man das Schulsystem Deutschlands einfach erklären (das dreigliedrige
Schulsystem). Man ging nach der Grundschule entweder auf die Hauptschule, eine
Realschule oder aufs Gymnasium.
• Das Schulsystem heutzutage unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland, weil die
Lander unabhängig voneinander über ihr Bildungssystem entscheiden können.
• Zum Beispiel in Bayern:
o Die Hauptschule wurde abgeschafft, denn in den Hauptschulen konnte man nur den
Hauptschulabschluss machen.
o Die Sekundarstufe wird jetzt in die Mittelschule, die Realschule und das Gymnasium
aufgeteilt.
o Der Unterschied zwischen dem alten System der Hauptschule und der neuen
Mittelschule ist, dass jetzt drei berufsorientierte Zweige angeboten werden –
Technik, Wirtschaft und Soziales. Die Schuler können sie nach ihrem Interesse und
ihren Stärken wählen.
o Es handelt sich jetzt auch um eine Ganztagsschule, in der Schüler am Nachmittag
Unterricht haben oder unterstützt werden.
o Und im Gegensatz zu früher in der Hauptschule, kann man jetzt an der Mittelschule
auch den Mittleren Bildungsabschluss machen, indem man ein Jahr länger in der
Schule bleibt.
o In der Realschule kann man den Mittleren Bildungsabschluss machen. Auch hier gibt
es verschiedene Zweige: hier kann man sich auf naturwissenschaftlich-
, mathematische, wirtschaftliche Fächer oder musische Fächer spezialisieren. Auch
eine zusätzliche Fremdsprache kann gewählt werden
o Das Gymnasium wird wie immer schon zur Hochschulreife führen, d. h. dass man
nach der erfolgreiche Abiturprüfung nach der zwölften Klasse auf die Uni gehen
kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit während der Schullaufbahn den
Hauptschulabschluss oder den Mittleren Abschluss zu machen.
• In Schleswig-Holstein gibt es zum Beispiel Regionalschulen auf denen man den Mittleren
Bildungsabschluss so wie auch die Hochschulreife machen kann – so ist das auch in Saarland.
• Und zu guter Letzt im Saarland gibt es neben dem Gymnasium noch eine Gesamtschule, in
der man alle Abschlüsse machen kann, und zudem noch die Oberschule, in der man die
Fachoberschulreife erwerben kann (das ist wie die Mittlere Reife).
• Die Trennung von Kindern im deutschen Schulsystem ist kontrovers, weil alle Kinder nicht
die gleichen Gelegenheiten haben. Tatsächlich wurden Hauptschulen in Berlin und Hamburg
abgeschafft und durch Gesamtschulen ersetzt.
• Zum Beispiel landen oft Kinder von Einwandererfamilien in die Realschule oder die
Hauptschule, weil ihr Deutsch nicht so gut ist. Das bedeutet, dass sie nicht so leicht das
Abitur machen können, und folglich ein gut bezahlter Job bekommen. Ungefähr 20% von
Kindern mit Migrationshintergrund lassen die Schule ohne Qualifikationen.
Förderschulen
• Im internationalen Vergleich wird in Deutschland ein großer Anteil der Schülerinnen und
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf außerhalb des allgemeinen Schulsystems
unterrichtet.
• Je nach Bundesland gibt es dazu bis zu elf unterschiedliche Typen von Förderschulen (z.B.
Förderschulen für Gehörlose, Blinde, Sprachbehinderte, Lernbehinderte), die in einigen
Bundesländern auch Sonderschulen, Förderzentren oder Schulen für Behinderte genannt
werden.
• Mehr als drei Viertel aller Förderschülerinnen und Förderschüler verlassen die Schule ohne
einen Hauptschulabschluss.
• Im Jahr 2009 hat Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderungen ratifiziert. Art. 24 dieses völkerrechtlichen Abkommens verpflichtet die
Vertragsstaaten dazu, ein „inklusives“ Bildungssystem zu gewährleisten.
o In diesem Zusammenhang wird gefordert, dass Kinder mit und ohne Behinderungen
grundsätzlich gemeinsam an allgemeinen Schulen unterrichtet werden sollen.
• Im Jahr 2006 gab es in Deutschland 3.395 Förderschulen, aber im Jahr 2018 gab es weniger
(2.835).
Waldorfschulen
• Der Besuch einer Staatsschule kostet nichts. Freie Schulen nehmen Schulgeld (zu ihnen
gehören Waldorfschulen).
• In Deutschland gibt es rund 250 Freie Waldorfschulen bzw. Rudolf-Steiner-Schulen und an
die 600 Waldorfkindergärten.
• Die erste hat ein Mann namens Rudolf Steiner vor 100 Jahren in Stuttgart gegründet
• Sie sind staatlich anerkannt, haben aber andere Lehrpläne.
• Darin gibt es mehr Kunst, Musik oder Handwerkliches wie Gartenbau. Auch wird viel Theater
gespielt und getanzt.