KOHLBERG
- Mit der kognitiven Entwicklung entwickelt sich auch das moralische Denken
(Anknüpfung an Piaget)
- Empirische Studien: konfrontierte Kinder unterschiedlichen Alters mit
sogenannten Dilemmageschichten (moralische Konflikte, zu denen die Probanden
Stellung beziehen sollten)
- Moralische Entwicklungsschritte können kulturübergreifend ähnlich erfolgen
- Antworten auf Dilemmafragen waren alters- und entwicklungsabhängig -> schritt-
bzw. stufenweise Entwicklung
- Stufen im Hinblick auf die Fähigkeit des moralischen Urteilens, nicht der
moralischen Richtigkeit
- Keine konkrete Alterszuordnung
- Unwahrscheinlich, dass Menschen die 5. oder 6. Stufe erreichen
- Durch Stufenmodell lassen sich egozentrische, soziozentrische, deontologische
(Anerkennung absoluter Werte) und utilitaristische Orientierungen vermitteln
- Modell gewinnt für Menschen unterschiedlicher Traditionen und Kulturen an
Bedeutung
- Deskriptives als auch normatives Modell (beschreibt und gibt vor)
- Lebenslanger Prozess, nicht immer linear
Präkonventionelles Stadium:
Stufe 0: Orientierung an Lust und Unlust (vormoralische Stufe): richtig und gut ist das, was
Freude und Spaß bereitet, falsch und schlecht, was Unlust oder Abscheu bereitet
Stufe 1: Orientierung an Bestrafung und Gehorsam: richtig und gut ist das, was keine
negativen Folgen mit sich zieht, falsch und schlecht, was negative Sanktionen verursacht,
physische Konsequenzen, Vermeidung von Strafen, Kosten-Nutzen-Erwägung
Stufe 2: Instrumentell-hedonistische Orientierung: richtig und gut ist, was den eigenen
Wünschen gerecht wird, womit Ärger und Konflikte vermieden werden, falsch und schlecht
ist, etwas zu beanspruchen, was auch der andere haben will (ohne Gegenleistung). Prinzip der
Reziprozität (Wie du mir, so ich dir), Ansätze von Fairness, Gerechtigkeit, aber „Ich“ steht im
Vordergrund
Konventionelles Stadium:
Stufe 3: Orientierung an personengebundener Zustimmung: richtig und gut ist, was anderen in
meinem Umfeld gefällt, schlecht und falsch, was Missfallen/Ablehnung im Umfeld
hervorruft. In anderen Augen gut dastehen ist wichtig, Bemühung um Lob, Zuneigung anderer
Stufe 4: Orientierung an Recht und Ordnung: richtig und gut ist, sich gemäß der Ordnung und
den Regeln der Gesellschaft zu richten, falsch und schlecht, dieses zu
übertreten/verletzen/missachten. Regeln strukturieren die funktionierende Gesellschaft,
, Unterschiede zwischen gesellschaftlichen und interpersonalen Übereinkünften, Orientierung
an Autorität, festen Regeln, Aufrechterhalten sozialer Ordnungen
Postkonventionelles Stadium:
Stufe 5: Orientierung an gegenseitigen Übereinkünften, Sozialvertragsorientierung: richtig
und gut ist, worüber sich alle Beteiligten einigen können, schlecht und falsch ist, wenn in
meinem Handeln die Konsequenzen für andere Betroffene nicht bedacht ist. Handeln im
Sinne der gesellschaftlichen Norm, Recht ist Angelegenheit der persönlichen Normen und
Werte
Stufe 6: Orientierung an ethischen Prinzipien mit dem begründeten Anspruch universaler
Gültigkeit: richtig und gut ist, welches der Würde aller, direkt wie indirekt, gerecht wird und
grundsätzliche Prinzipien der Menschlichkeit nicht verletzt, falsch und schlecht sind
Vereinbarungen, die langfristig und mittelbar fundamentale menschliche Prinzipien aushöhlen
oder Menschen Schaden zufügen kann
Förderung der moralischen Entwicklung:
- Dilemmageschichten: soll das moralische Denken und Urteilen der Kinder anregen
- Diagnostische Fähigkeiten des Lehrers: soll erkennen, auf welcher Stufe der
Schüler argumentiert
- Ziel: eine Stufe weiter zu denken als zuvor
- Just-Community-Ansatz
Just-Community-Schulen:
Leitidee: Moralische Erziehung in der Schule ist eine demokratische Erziehung mit einem
besonderen Gewicht auf der Gerechtigkeit.
Ziel: Schüler werden angeregt, höhere Stufen des moralischen Urteilsvermögen zu erreichen
Wie?
- Demokratische Entscheidungsprozesse anregen
- Gerechtigkeit und Fairness betonen
- Moralische Entwicklung fördern
- Stimulation moralischer Urteilskompetenz
- Entwicklung eines soliden Wertesystems, basierend auf Toleranz und Offenheit
Bedingungen für gutes Gelingen:
- Gemeinschaftsversammlung: Zentrum des Meinungsaustausches, bedarfsorientiert
durchgeführt, alle Schulangehörige nehmen teil, gemeinsame Planung,
demokratische Beschlüsse
- Mit der kognitiven Entwicklung entwickelt sich auch das moralische Denken
(Anknüpfung an Piaget)
- Empirische Studien: konfrontierte Kinder unterschiedlichen Alters mit
sogenannten Dilemmageschichten (moralische Konflikte, zu denen die Probanden
Stellung beziehen sollten)
- Moralische Entwicklungsschritte können kulturübergreifend ähnlich erfolgen
- Antworten auf Dilemmafragen waren alters- und entwicklungsabhängig -> schritt-
bzw. stufenweise Entwicklung
- Stufen im Hinblick auf die Fähigkeit des moralischen Urteilens, nicht der
moralischen Richtigkeit
- Keine konkrete Alterszuordnung
- Unwahrscheinlich, dass Menschen die 5. oder 6. Stufe erreichen
- Durch Stufenmodell lassen sich egozentrische, soziozentrische, deontologische
(Anerkennung absoluter Werte) und utilitaristische Orientierungen vermitteln
- Modell gewinnt für Menschen unterschiedlicher Traditionen und Kulturen an
Bedeutung
- Deskriptives als auch normatives Modell (beschreibt und gibt vor)
- Lebenslanger Prozess, nicht immer linear
Präkonventionelles Stadium:
Stufe 0: Orientierung an Lust und Unlust (vormoralische Stufe): richtig und gut ist das, was
Freude und Spaß bereitet, falsch und schlecht, was Unlust oder Abscheu bereitet
Stufe 1: Orientierung an Bestrafung und Gehorsam: richtig und gut ist das, was keine
negativen Folgen mit sich zieht, falsch und schlecht, was negative Sanktionen verursacht,
physische Konsequenzen, Vermeidung von Strafen, Kosten-Nutzen-Erwägung
Stufe 2: Instrumentell-hedonistische Orientierung: richtig und gut ist, was den eigenen
Wünschen gerecht wird, womit Ärger und Konflikte vermieden werden, falsch und schlecht
ist, etwas zu beanspruchen, was auch der andere haben will (ohne Gegenleistung). Prinzip der
Reziprozität (Wie du mir, so ich dir), Ansätze von Fairness, Gerechtigkeit, aber „Ich“ steht im
Vordergrund
Konventionelles Stadium:
Stufe 3: Orientierung an personengebundener Zustimmung: richtig und gut ist, was anderen in
meinem Umfeld gefällt, schlecht und falsch, was Missfallen/Ablehnung im Umfeld
hervorruft. In anderen Augen gut dastehen ist wichtig, Bemühung um Lob, Zuneigung anderer
Stufe 4: Orientierung an Recht und Ordnung: richtig und gut ist, sich gemäß der Ordnung und
den Regeln der Gesellschaft zu richten, falsch und schlecht, dieses zu
übertreten/verletzen/missachten. Regeln strukturieren die funktionierende Gesellschaft,
, Unterschiede zwischen gesellschaftlichen und interpersonalen Übereinkünften, Orientierung
an Autorität, festen Regeln, Aufrechterhalten sozialer Ordnungen
Postkonventionelles Stadium:
Stufe 5: Orientierung an gegenseitigen Übereinkünften, Sozialvertragsorientierung: richtig
und gut ist, worüber sich alle Beteiligten einigen können, schlecht und falsch ist, wenn in
meinem Handeln die Konsequenzen für andere Betroffene nicht bedacht ist. Handeln im
Sinne der gesellschaftlichen Norm, Recht ist Angelegenheit der persönlichen Normen und
Werte
Stufe 6: Orientierung an ethischen Prinzipien mit dem begründeten Anspruch universaler
Gültigkeit: richtig und gut ist, welches der Würde aller, direkt wie indirekt, gerecht wird und
grundsätzliche Prinzipien der Menschlichkeit nicht verletzt, falsch und schlecht sind
Vereinbarungen, die langfristig und mittelbar fundamentale menschliche Prinzipien aushöhlen
oder Menschen Schaden zufügen kann
Förderung der moralischen Entwicklung:
- Dilemmageschichten: soll das moralische Denken und Urteilen der Kinder anregen
- Diagnostische Fähigkeiten des Lehrers: soll erkennen, auf welcher Stufe der
Schüler argumentiert
- Ziel: eine Stufe weiter zu denken als zuvor
- Just-Community-Ansatz
Just-Community-Schulen:
Leitidee: Moralische Erziehung in der Schule ist eine demokratische Erziehung mit einem
besonderen Gewicht auf der Gerechtigkeit.
Ziel: Schüler werden angeregt, höhere Stufen des moralischen Urteilsvermögen zu erreichen
Wie?
- Demokratische Entscheidungsprozesse anregen
- Gerechtigkeit und Fairness betonen
- Moralische Entwicklung fördern
- Stimulation moralischer Urteilskompetenz
- Entwicklung eines soliden Wertesystems, basierend auf Toleranz und Offenheit
Bedingungen für gutes Gelingen:
- Gemeinschaftsversammlung: Zentrum des Meinungsaustausches, bedarfsorientiert
durchgeführt, alle Schulangehörige nehmen teil, gemeinsame Planung,
demokratische Beschlüsse