Die freie Marktwirtschaft - Wirtschaftsliberalismus Grundidee des Liberalismus
• jeder einzelne kann frei
Angebot und Nachfrage entscheiden und handeln
Marktwirtschaft • welche Produkte • jeder ist für sich selbst
• welcher Preis Freie Marktwirtschaft
verantwortlich
• welche Menge Staat greift nicht in Wirtschaft ein
• Löhne / Gehälter • freier Wettbewerb (Export/Import)
• Zinsen • freie Preisbildung
Die Idee der Marktwirtschaft nach Adam Smith (1723/1790)
Wirtschaftsform die sich ohne staatliche Eingriffe über den Markt selbst steuert
• es geht von vornherein von einer gesellschaftlichen Kooperation aus, also einer Arbeitsteilung
• in einer Gesellschaft mit Einzelinteressen: Selbstinteresse des anderen zu eigenen Gusten lenken -> der Einzelne hat nur
den eigenen Vorteil im Auge, nicht den der Volkswirtschaft
• dieses Angebot führt letztendlich zu Angebot und Nachfrage
• folgt der Einzelne seinem Interesse, fördert er indirekt das Gemeinwohl
-> besser, als wenn er direkt das Gesamtinteresse verfolgt hätte
• dadurch bemüht sich jeder, dass das Volkseinkommen so hoch wie möglich ist
• man wird von einer unsichtbaren Hand (Vermittlung) geleitet
-> sorgt dafür, dass bei der Verfolgung der eigennützigen Ziele, der Mensch nach Wohlstand und Gewinn und gleichzeitig
dem Gemeinwohl dient
• Alle Systeme der Beschränkung aufgeben und man gelangt automatisch zum einfachen System der natürlichen Freiheit
-> Bürgerrechtliche Freiheiten wie Menschenrechte entwickeln sich daraus
• solange der Einzelne die Gesetze einhält, entwickelt er seinen Erwerbsfleiß und sein Kapital im Wettbewerb
=> Resultat: Herrscher wird von seiner Pflicht der Überwachung jeder Privat Person entbunden
• Im System der natürlichen Freiheit hat der Souverän nur drei Aufgaben:
- Land gegen Gewalttätigkeit und Angriffe anderer unabhängiger Staaten zu schützen
- jedes Mitglied vor Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu schützen
Vorteile
• Effizienz und Innovation - Unternehmen stehen im Wettbewerb und müssen daher effizient arbeiten und innovativ sein, um
Kunden zu gewinnen
• Konsumentenfreiheit - Verbraucher haben eine große Auswahl an Produkten und Dienstleistungen und können frei
entscheiden, was sie kaufen möchten
• Anreiz zur Leistung - Wer gute Ideen hat oder hart arbeitet, kann finanziell profitieren - das motiviert viele Menschen zu
hohen Leistungen
• Flexibilität und Anpassungsfähigkeit - Der Markt reagiert schnell auf Veränderungen von Angebot und Nachfrage
• Ressourcenzuteilung über Preise - die Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage und zeigen an, wo Ressourcen
sinnvoll eingesetzt werden
, Nachteile
• Ungleichheit - Es entstehen große soziale Unterschiede zwischen Arm und Reich, da Einkommen und Vermögen ungleich
verteilt sind
• Monopolbildung - Ohne Eingriffe kann es zur Bildung von Monopolen oder Oligopolen kommen, die den Wettbewerb
verzerren
• Fehlende soziale Absicherung - Ohne staatliche Maßnahmen fehlt oft ein soziales Netzt für Kranke, Arbeitslose oder ältere
Menschen
• Umweltschäden - Unternehmen können aus Profitgründen Umweltbelastung in Kauf nehmen, wenn es keine Vorschriften
gibt
• Marktversagen - in bestimmten Bereichen (z.B. Gesundheitswesen, Bildung) funktioniert der Markt nicht optimal, da diese
nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch nach gesellschaftlichen Kriterien beurteilt werden müssen
Die Zentralwirtschaft - Planwirtschaft
Die Planwirtschaft
• der Staat übernimmt die zentrale Steuerung der Wirtschaft
• Produktion und Verteilung wird nicht durch Angebot und Nachfrage, sondern durch staatliche Pläne geregelt
• Ziel: wirtschaftliche Interessen gezielt steuern (z.B. durch Verteilung von Ressourcen, Festlegung von Produktionsmengen
etc.
• wird auch als Zentralverwaltungswirtschaft bezeichnet
• typisches Beispiel: DDR
Der Marxismus:
• gemeinsam mit Friedrich Engels - "Manifest der kommunistischen Partei"
• Bourgeosie vs. Lohnarbeiter
• statt mit dem Fortschritt der Industrie seine Lage zu verbessern, verarmen die modernen Arbeiter
-> es entsteht die sozialistische Gemeinschaft - bürgerliches Eigentum entsteht
Vorteile der Planwirtschaft
• Gleichheit und Absicherung
◦ Abschaffung des Privateigentums - kein Gewinnstreben einzelner Unternehmer
◦ Kollektivwirtschaft (gemeinschaftliches Eigentum)
◦ Versorgung und Beschäftigung großer Teile der Bevölkerung
◦ Soziale Absicherung (z.B. kostenlose Bildung, Gesundheitsversorgung)
◦ Möglichkeit, bestimmte Tätigkeiten nach gesellschaftlichen Wertschätzungen zu entlohnen
→ wenn man die Arbeit der Krankenschwester als wertvoller erachtet als die des Steuerberaters, kann diese Entlohnung
zum Ausdruck kommen
• Planbare Ressourcen
◦ Staatliche Steuerung ermöglicht gezielten Einsatz von Arbeitskraft und Ressourcen
◦ Kein Konkurrenzdruck
• Vermeiden wirtschaftlicher Krisen
◦ keine Überproduktion oder Massenarbeitslosigkeit wie im Kapitalismus