Zusammenfassung
Rechtsspychologie
= Alle Anwendungen psychologischer Theorien, Methoden und Ergebnisse auf Probleme des Rechts“
1 . Teilbereich - Kriminalpsychologie
= Beschreibung, Erklärung, Prognose, Prävention und Behandlung kriminellen Verhaltens
2 . Teilbereich - Forensische Psychologie
= Freagestellungen, die sich in verschiedenen Rechtsgebieten mit Gerichtsverhandlungen ergeben
—> Die Teilbereiche werden seit 1982 im Begriff „Rechtspsychologie“ zusammengeführt
Aufgabe der Rechtspsychologie
-> Fragestellungen und Aufgabenfelder der Rechtspsychologie sind sehr vielfältig und unterliegen einer Diversifizierung
1 . Psychologie im Recht
-> Psychologie als Hilfswissenschaft des Rechs, welche die Rechtspraxis unterstützt Ziele zu erreichen
2 . Psychologie des Rechts
-> Kernfrage der rechtspsychologischen Forschung ist die Wirkung des Rechts, Voraussetzungen der Internalisierun
und Befolgen von Normen und Gesetzen
3 . Psychologie und Recht
-> Prozesse der Rechtsherstellung und Handhabung, zB Einstellung von Richtern, Wahrnehmungsweisen
Entscheidungsverhalten
Dreidimensionale Systematisierung
1 . Dimension: Art des Problems
-> Beschreibung, Erklärung, Prognose
2 . Dimension: Untersuchungseinheiten auf die sich die Fragestellung richtet
-> Rechtsnormen, Verhalten von Individuen die die Rechtsnormen befolgen/ - Anwenden
3 . Dimension: Rechtsgebiete, in denen die Probleme auftreten
-> Strafrecht, Zivilrecht (Familienrecht, Erbrecht etc), Öffrecht ( Asylrecht, Sozialrecht etc)
-> Zweigliedrige Teilung sinnvoll
-> Psychologie im recht
= Beantwortung rechtlicher Fragen, durch die Anwendung psychologischer Erkenntnisse und Methoden
-> Psychologie des Rechts
= recht als Gegenstand psychologischer Forschung, Analyse psychologischer Prozesse bei rechtentscheidung
Kriminalpsychologie (Kriminologie)
-> Erklärung der Entstehung und Entwicklung
-> Kriminalprävention
-> Rückfall und Konzepte zur Rückfallvermeidung
-> Viktimologie, personale Aspekte von Opferrisiken und Opferfolgen
-> Kriminalitätsfurcht
Intervention
-> Behandlungsorientierte Diagnostik im Straf- und Maßregelvollzug
-> Straftäterbehandlung
-> Konfliktregulierung
-> Mediation
-> Täter-Opfer-Ausgleich
-> Polizeipsychologie
-> Täterorientierte operative Analysen
-> Deeskalisierung in Gewaltsituationen
-> Verhandlungen bei Geiselnahmen
Psychologie der Strafverfolgung und des Strafverfahrens
-> Untersuchungen zu Strafeinstellungen und Bedeutung für Kriminalpolitik und Urteilsbildung
, -> Prozedurale Gerechtigkeit
-> Lerneffekte
-> Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten
-> Personenidentifizierung
-> falsche Geständnisse
-> Sachverhaltsrekonstruktion
-> Racial Profiling
Forensisch- psychologische Begutachtung
-> Aussagetüchtigkeit von Zeugen
-> Glaubhaftigkeit von Zeugen
-> Schuldfähigkeit
-> Strafrechtlihce Zuweisung heranwachsender
-> Gefährlichkeitsprognosen
-> Sorgerecht, Umgangsrecht
-> Kindeswohlgefährdung
-> Adoption
Tätigkeit psychologischer Sachverständiger
-> Verfügt über besondere Sachkunde in einem bestimmten Gebiet
-> SV soll aufgrund besonderer Qualität die Sachaufklärung unterstützen
-> individualdiagnostische Begutachtung
-> Regelungen zum SV in der StPO (§§73 ff.)
-> Arbeit des SV unterliegt Anforderungen (formell, wissenschaftliche Fundierung, transparenz)
Psychlogische Effekte im Gerichtssaal
1 . Falsche Erinnerungen
-> Erinnerungen lassen sich durch Suggestivfragen leicht verändern oder neu einpflanzen. Zeugenaussagen sind
dadurch fehleranfällig
2 . Waffenfokus Effekt
-> Wahrnehmung engt sich unter starker Erregung ein, Fokussierung auf die Waffe lenkt von Gesicht des Täters ab
3 . Verbale Überschattung
-> Sollen Zeugen das Gesicht des Täters beschreiben, sind sie anschließend schlechter darin, die richtige Person
unter verschiedenen Fotos wiederzuerkennen
4 . Halo Effekt
-> Man schließt von einem einzelnen Merkmal der Person auf weitere Eigenschaften (zB hübsch= schlau)
5 . Anker Effekt
-> Man neigt dazu ein numerisches Urteil an eine zuvor genannte beliebige zahl anzupassen. Auch rufe aus dem
Publikum können hierbei relevant sein
6 . Effekt der mentalen Ermüdung
-> Hungrige oder erschöpfte Richter fällen strengere Urteile
7 . Perseveranz Effekt
-> Es fällt schwer den Gesamteindruck von einer Person zu ändern, auch wenn Fakten gegen die Meinung spreche
8 . Glaubwürdigkeitsattrtibution
-> Aussage wirkt glaubhafter wenn eine Person gepflegt und sympathisch wirkt. Introvertierten traut man weniger
9 . Überlegenheitsillusion
-> Menschen sind allgemein überzeugt in den meisten Dingen überdurchschnittlich zu sein
10. Othello Effekt
-> nervöse Menschen werden eher für schuldig gehalten, wodurch der Ermittler den Druck erhöht und der
Befragte noch nervöser wird
, —> Probleme dieser Effekte
-> Benachteiligung des Angeklagten bei Schuldfestellung oder Rechtsfolgenbestimmung
-> Benachteiligung von Opfern, Bewertung von Zeugenaussagen
-> Fehlerhafte Ermittlung des rechtlich relevanten Sachverhalts
Urteilsheuristiken
-> Rückgreifen auf vereinfachte kognitive Strategien bei der Informationsverarbeitung (Bezug zu Erfahrungswerten)
-> Wirkung:
-> Abgekürzte Informationsverarbeitung
-> schnellere Entscheidungsfindung in schwierigen Situationen
-> Mögliche systematische Fehleinschätzung im Einzelfall
Der Ankereffekt
-> kognitive Verzerrung bei Größen- oder Mengeneinschätzung
-> insbesondere bei Freieheitsstrafen, Geldstrafen, Sozialstunden
-> Relevant, wenn zB der StA eine höhere Strafe fordert
Der Hindsight bias
-> „Knew it all along Effect“
-> Situation wird anders eingeschätzt wenn man dessen Ausgang schon kennt, als davor
-> insbesondere relevant, bei Fahrlässigkeitsdelikten -> Kenntnis über einen Handlungsausgang nicht auslöschbar
Confirmation Bias
-> Wenn man schon eine Meinung hat, sucht man eher nach Informationen, die diese Meinung bestätigen
-> Bestätigende Informationen werden höher gewichtet
-> insbesondere relevant bei polizeilichen Hypothesen, Vernehmungen, kriminaltechnischen Untersuchungen
-> Keine neutrale Position, Akte der StA, Reihenfolge der Beweismittel
Beschleunigungsgebot bei Sorgerechtsfällen
Rechtsspychologie
= Alle Anwendungen psychologischer Theorien, Methoden und Ergebnisse auf Probleme des Rechts“
1 . Teilbereich - Kriminalpsychologie
= Beschreibung, Erklärung, Prognose, Prävention und Behandlung kriminellen Verhaltens
2 . Teilbereich - Forensische Psychologie
= Freagestellungen, die sich in verschiedenen Rechtsgebieten mit Gerichtsverhandlungen ergeben
—> Die Teilbereiche werden seit 1982 im Begriff „Rechtspsychologie“ zusammengeführt
Aufgabe der Rechtspsychologie
-> Fragestellungen und Aufgabenfelder der Rechtspsychologie sind sehr vielfältig und unterliegen einer Diversifizierung
1 . Psychologie im Recht
-> Psychologie als Hilfswissenschaft des Rechs, welche die Rechtspraxis unterstützt Ziele zu erreichen
2 . Psychologie des Rechts
-> Kernfrage der rechtspsychologischen Forschung ist die Wirkung des Rechts, Voraussetzungen der Internalisierun
und Befolgen von Normen und Gesetzen
3 . Psychologie und Recht
-> Prozesse der Rechtsherstellung und Handhabung, zB Einstellung von Richtern, Wahrnehmungsweisen
Entscheidungsverhalten
Dreidimensionale Systematisierung
1 . Dimension: Art des Problems
-> Beschreibung, Erklärung, Prognose
2 . Dimension: Untersuchungseinheiten auf die sich die Fragestellung richtet
-> Rechtsnormen, Verhalten von Individuen die die Rechtsnormen befolgen/ - Anwenden
3 . Dimension: Rechtsgebiete, in denen die Probleme auftreten
-> Strafrecht, Zivilrecht (Familienrecht, Erbrecht etc), Öffrecht ( Asylrecht, Sozialrecht etc)
-> Zweigliedrige Teilung sinnvoll
-> Psychologie im recht
= Beantwortung rechtlicher Fragen, durch die Anwendung psychologischer Erkenntnisse und Methoden
-> Psychologie des Rechts
= recht als Gegenstand psychologischer Forschung, Analyse psychologischer Prozesse bei rechtentscheidung
Kriminalpsychologie (Kriminologie)
-> Erklärung der Entstehung und Entwicklung
-> Kriminalprävention
-> Rückfall und Konzepte zur Rückfallvermeidung
-> Viktimologie, personale Aspekte von Opferrisiken und Opferfolgen
-> Kriminalitätsfurcht
Intervention
-> Behandlungsorientierte Diagnostik im Straf- und Maßregelvollzug
-> Straftäterbehandlung
-> Konfliktregulierung
-> Mediation
-> Täter-Opfer-Ausgleich
-> Polizeipsychologie
-> Täterorientierte operative Analysen
-> Deeskalisierung in Gewaltsituationen
-> Verhandlungen bei Geiselnahmen
Psychologie der Strafverfolgung und des Strafverfahrens
-> Untersuchungen zu Strafeinstellungen und Bedeutung für Kriminalpolitik und Urteilsbildung
, -> Prozedurale Gerechtigkeit
-> Lerneffekte
-> Vernehmung von Zeugen und Beschuldigten
-> Personenidentifizierung
-> falsche Geständnisse
-> Sachverhaltsrekonstruktion
-> Racial Profiling
Forensisch- psychologische Begutachtung
-> Aussagetüchtigkeit von Zeugen
-> Glaubhaftigkeit von Zeugen
-> Schuldfähigkeit
-> Strafrechtlihce Zuweisung heranwachsender
-> Gefährlichkeitsprognosen
-> Sorgerecht, Umgangsrecht
-> Kindeswohlgefährdung
-> Adoption
Tätigkeit psychologischer Sachverständiger
-> Verfügt über besondere Sachkunde in einem bestimmten Gebiet
-> SV soll aufgrund besonderer Qualität die Sachaufklärung unterstützen
-> individualdiagnostische Begutachtung
-> Regelungen zum SV in der StPO (§§73 ff.)
-> Arbeit des SV unterliegt Anforderungen (formell, wissenschaftliche Fundierung, transparenz)
Psychlogische Effekte im Gerichtssaal
1 . Falsche Erinnerungen
-> Erinnerungen lassen sich durch Suggestivfragen leicht verändern oder neu einpflanzen. Zeugenaussagen sind
dadurch fehleranfällig
2 . Waffenfokus Effekt
-> Wahrnehmung engt sich unter starker Erregung ein, Fokussierung auf die Waffe lenkt von Gesicht des Täters ab
3 . Verbale Überschattung
-> Sollen Zeugen das Gesicht des Täters beschreiben, sind sie anschließend schlechter darin, die richtige Person
unter verschiedenen Fotos wiederzuerkennen
4 . Halo Effekt
-> Man schließt von einem einzelnen Merkmal der Person auf weitere Eigenschaften (zB hübsch= schlau)
5 . Anker Effekt
-> Man neigt dazu ein numerisches Urteil an eine zuvor genannte beliebige zahl anzupassen. Auch rufe aus dem
Publikum können hierbei relevant sein
6 . Effekt der mentalen Ermüdung
-> Hungrige oder erschöpfte Richter fällen strengere Urteile
7 . Perseveranz Effekt
-> Es fällt schwer den Gesamteindruck von einer Person zu ändern, auch wenn Fakten gegen die Meinung spreche
8 . Glaubwürdigkeitsattrtibution
-> Aussage wirkt glaubhafter wenn eine Person gepflegt und sympathisch wirkt. Introvertierten traut man weniger
9 . Überlegenheitsillusion
-> Menschen sind allgemein überzeugt in den meisten Dingen überdurchschnittlich zu sein
10. Othello Effekt
-> nervöse Menschen werden eher für schuldig gehalten, wodurch der Ermittler den Druck erhöht und der
Befragte noch nervöser wird
, —> Probleme dieser Effekte
-> Benachteiligung des Angeklagten bei Schuldfestellung oder Rechtsfolgenbestimmung
-> Benachteiligung von Opfern, Bewertung von Zeugenaussagen
-> Fehlerhafte Ermittlung des rechtlich relevanten Sachverhalts
Urteilsheuristiken
-> Rückgreifen auf vereinfachte kognitive Strategien bei der Informationsverarbeitung (Bezug zu Erfahrungswerten)
-> Wirkung:
-> Abgekürzte Informationsverarbeitung
-> schnellere Entscheidungsfindung in schwierigen Situationen
-> Mögliche systematische Fehleinschätzung im Einzelfall
Der Ankereffekt
-> kognitive Verzerrung bei Größen- oder Mengeneinschätzung
-> insbesondere bei Freieheitsstrafen, Geldstrafen, Sozialstunden
-> Relevant, wenn zB der StA eine höhere Strafe fordert
Der Hindsight bias
-> „Knew it all along Effect“
-> Situation wird anders eingeschätzt wenn man dessen Ausgang schon kennt, als davor
-> insbesondere relevant, bei Fahrlässigkeitsdelikten -> Kenntnis über einen Handlungsausgang nicht auslöschbar
Confirmation Bias
-> Wenn man schon eine Meinung hat, sucht man eher nach Informationen, die diese Meinung bestätigen
-> Bestätigende Informationen werden höher gewichtet
-> insbesondere relevant bei polizeilichen Hypothesen, Vernehmungen, kriminaltechnischen Untersuchungen
-> Keine neutrale Position, Akte der StA, Reihenfolge der Beweismittel
Beschleunigungsgebot bei Sorgerechtsfällen