_Zeitstrahl _____
Nationale Ebene Bayerische Ebene Internationale Ebene
1789 Beginn der französischen Revolution
1792-1815 Koalitionskriege/Revolutionskriege
1792-1797 1. Koalitionskrieg
1796 Ansbacher Memoire von Monteglas
1799-1801/02 2.Koalitionskrieg
1800
Reichsdeputationsausschuss → Beginn der Säkularisierung, Mediatisierung; entschädigt
die Fürsten, die ihre linksrheinischen Gebiete an Frankreich abtreten mussten. Für diese
1803
Entschädigung wurden geistliche Staaten aufgelöst und den weltlichen Staaten
einverleibt.
Napoleon krönt sich in der Anwesenheit des Papstes selbst zum Kaiser, Code Civil in FR
02.12.1804
eingeführt
Geheimvertrag von Bogenhausen – Vertrag Bayerns mit FR. Fr und Ö hätten
25.08.1805 Eigenständigkeit nicht toleriert. So behält Bayern Gebiete von Geheimvertrag und mehr
Gebiete – musste jedoch Heer stellen
1805-1806 3. Koalitionskrieg – Bayern auf Seiten Frankreich gegen Österreich (FR gewinnt)
26.12.1805 Frieden von Pressburg
Königreich Bayern gegründet und legitimiert durch Napoleon, Gott und ab 1818 die
01.01.1806
Verfassung
1806 Maximilian I. Joseph wird erster bayerischer König (vorher bayerischer Kurfürst)
Gründung des Rheinbunds – Zusammenschluss von 16 Staaten, militärische Verpflichtung
12.07.1806 ggü Frankreich (Ende des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen) (Schutz
Frankreichs vor österreichischen Angriffen u. Chance auf neuen Landgewinn)
4. Koalitionskrieg – Napoleon besiegt mit Hilfe der Rheinbundstaaten Preußen und
1806-1807 Russland à Erster Stimmungsschwung gegen Frankreich, denn Bayern hatte kein
Interesse an einem Krieg mit Preußen
09.07.1807 Frieden von Tilsit
Code civil (bürgerliches Gesetzbuch) wurde im Rheinbund, als auch in den von Frankreich
1807-1814
dominierten Staaten eingeführt
Konstitution von Bayern als Vorläufige Verfassung – konstitutionelle Monarchie (Schnelle
01.10.1808 Konstitution, um zu verhindern das Napoleon eine auferlegt, langfristig gedacht gilt
Legitimation Gottes Gnaden auch, wenn Napoleon nicht mehr da ist)
1809 5. Koalitionskrieg und der Tiroler Aufstand
28.02.1810 Pariser Vertrag
Napoleon marschiert in Russland ein (auch Bayern hat Truppen gestellt – Niederlage,
1812
wenigen kamen wieder. Beherbergung/Versorgung)
12.08.1813 Antinapoleonische Koalition – ÖR, GB, R, PR, Schweden
Ende August Vertrag von Ried – Zusammenbruch/Ende des Rheinbunds – Bayern wechselt auf die
1813 Seite der Alliierten
16.-19.10.1813 Völkerschlacht bei Leipzig, Niederlage Napoleons
1
, Wiener Kongress – Zusammenkunft der Vertreter sämtlicher Staaten Europas –
18.09.1814- Wiederherstellung territorialer Verhältnisse, Friedenssicherung; Ergebnisse - Pentarchie
09.07.1815 (Gleichgewicht zw. den 5 Großmächten wieder hergestellt), Heilige Allianz, Deutsche
Bundesakte; Prinzipien - Restauration, Legitimität, Solidarität
Deutscher Bund – Kein Staat kann die Macht allein ergreifen, innere und äußere
1815
Sicherung der Einzelstaaten
08.07.1815 Deutsche Bundesakte
26.09.1915 Heilige Allianz
Wartburgfest – studentische Burschenschaften fordern Nationalstaat mit kleindeutscher
18.10.1817
Lösung
1818 Verfassung des Königreich Bayerns verabschiedet
Karlsbader Beschlüsse à Universitätsüberwachungen, Verbot von Burschenschaften,
06.-31.08.1819
nachdem Student Schriftsteller ermordet
13.10.1825 Tod König Maximilian I. Joseph
1825 Regierungsantritt Ludwig I.
DIREKTER VORMÄRZ
Julirevolution in Frankreich à Frankreich wird parlamentarische Monarchie, König wird
1830
gestürzt
Konservative Wende in Bayernà Liberaler Ludwig sieht seine Position in Gefahr (durch
1830er
Revolution in FR) und nimmt u.a. Pressefreiheit zurück
27.05.- Hambacher Fest à Massendemonstration für Demokratie und deutsche Einheit,
01.06.1832 Forderungen nach freier Meinungsäußerung, Bürgerrechte
Sieben Göttinger Professoren protestierten gegen die Aufhebung der Verfassung des
18.11.1837
Königreichs Hannovers à darunter Jakob und Wilhelm Grimm
Weberaufstand in Schlesien – Protest gegen schwierige Lebens- und Arbeitsbedingungen
03.-06.06.1844 (durch Industrialisierung wird Manufaktur weniger wert, dadurch weniger Lohn und
Armut)
1846 Staatsaffäre mit Lola Montez
MÄRZREVOLUTION
Märzrevolution Revolutionsfunke aus Frankreich (dort Abdankung des Königs und
Ausrufung der Republik) nach De über. Metternich floh nach GB. Verfassungen
1848
versprochen – Barrikadenkämpfe in Berlin – Verfassungsgebende Nationalversammlung
verkündigt
27.02.1848 Märzforderungen
Rede des Ungarn Ludwig von Kossuth, der eine konstitutionelle Verfassung für Ungarn
03.03.1848
forderte
Petitionen und Entschließungen des niederösterreichischen Gewerbe-Vereins, und des
06.03.1848 Jurdisch-Politischen Lesevereins (à hatte Metternich für ungefährlich gehalten und trotz
Zensur zugelassen)
Märzproklamation à Durch Druck der Aufstände sah sich Ludwig gezwungen
06.03.1848 Zugeständnisse zu machen (u.a. Pressefreiheit, neue Wahlordnung für
Ständeversammlung, Verbesserung der Lage der Juden, Ministerverantwortlichkeit
Kundgebung der Studenten à forderten: Aufhebung der Zensur, Öffentlichkeit des
12.03.1848
Gerichtsverfahrens und eine allgemeine Volksvertretung
13.03.1848 Rücktritt des Staatskanzlers Fürst Metternichs à Schloss ein Zeitalter ab
2
,Inhaltsverzeichnis
_ZEITSTRAHL _____ ........................................................................................................................ 1
1792-1815 KOALITIONSKRIEGE ............................................................................................................. 19
1792-1797: 1. KOALITIONSKRIEG ............................................................................................................... 20
1799-1801/02: 2.KOALITIONSKRIEG .......................................................................................................... 20
25.02.1803: REICHSDEPUTATIONSHAUPTSCHLUSS (VOM REICHSTAG MIT FRANKREICH BESCHLOSSEN) ................... 20
BAYERNS WECHSEL ZU FRANKREICH ............................................................................................................. 21
1805-1806: 3. KOALITIONSKRIEG ............................................................................................................... 21
01.01.1806: BAYERN WIRD ZUM KÖNIGREICH .............................................................................................. 21
1806-1813 DER RHEINBUND................................................................................................................. 22
1806-1813 KÖNIGREICH BAYERN.......................................................................................................... 23
BAYERNS POSITION IM UND ZUM RHEINBUND ................................................................................................ 23
1806-1807: VIERTER KOALITIONSKRIEG....................................................................................................... 23
1808: DIE KONSTITUTION BAYERNS 1818 VERFASSUNG ................................................................... 23
1809: FÜNFTER KOALITIONSKRIEG UND DER TIROLER AUFSTAND ...................................................................... 24
ENTWICKLUNG BAYERNS UNTER NAPOLEON .................................................................................................. 24
1814 DER WIENER KONGRESS .............................................................................................................. 26
AB 1815 DER DEUTSCHE BUND............................................................................................................. 27
MONTGELAS – PERSON UND ENTLASSUNG ......................................................................................... 29
1818 DIE BAYERISCHE VERFASSUNG .................................................................................................... 30
(1815 – 1849) BIS ZUR MÄRZREVOLUTION 1848/49 VORMÄRZ ................................................... 33
(1815 – 1830) REFORM UND RESTAURATION ............................................................................................... 33
DER KONSERVATISMUS ALS POLITISCHE STRÖMUNG IM VORMÄRZ ..................................................................... 33
DIE NATIONALBEWEGUNG ALS POLITISCHE STRÖMUNG DES VORMÄRZ ............................................................... 33
DIE LIBERALE UND DEMOKRATISCHE BEWEGUNG ALS POLITISCHE STRÖMUNG DES VORMÄRZ ................................. 34
18./19. OKTOBER 1817 DAS WARTBURGFEST IN EISENACH ............................................................................ 34
1819 KARLSBADER BESCHLÜSSE .................................................................................................................. 34
DEMAGOGENVERFOLGUNGEN ..................................................................................................................... 35
1819 HEP-HEP-KRAWALLE......................................................................................................................... 35
1825-1830 KÖNIG LUDWIG I. IN SEINER LIBERALEN ZEIT ..................................................................... 36
DIE LIBERALE EPOCHE (1825-1830/31)....................................................................................................... 36
1830 DIREKTER VORMÄRZ............................................................................................................ 38
JULIREVOLUTION ....................................................................................................................................... 38
1832 DAS HAMBACHER FEST ...................................................................................................................... 38
DER DEUTSCHE ZOLLVEREIN ........................................................................................................................ 39
1837 VERFASSUNGSSTREIT IN HANNOVER..................................................................................................... 39
1840 THRON UND STIMMUNGSWECHSEL IN PREUßEN .................................................................................... 39
03.-06.06.1844: WEBERAUFSTAND IN SCHLESIEN ........................................................................................ 39
1848/49 DIE MÄRZREVOLUTION AUF REICHSEBENE ............................................................................ 40
ALLGEMEIN .............................................................................................................................................. 40
ÖSTERREICH ............................................................................................................................................. 41
PREUßEN ................................................................................................................................................. 42
15
,GESAMTDEUTSCHE SCHAUPLATZ DER REVOLUTION ......................................................................................... 43
KLEIN- UND GROßDEUTSCHE LÖSUNG ........................................................................................................... 44
REICHVERFASSUNG .................................................................................................................................... 46
1849 MAIAUFSTÄNDE ............................................................................................................................... 46
1830-1848 MÄRZREVOLUTION IN BAYERN UND DIE KONSERVATIVE WENDE LUDWIGS .................... 48
ENDE DER REGIERUNGSZEIT LUDWIGS I. ........................................................................................................ 49
1848 – 1864 BAYERN NACH DER REVOLUTION KÖNIG MAXIMILIAN II. ............................................... 49
AUSWIRKUNGEN DER REVOLUTION AUF DIE REGIERUNG MAXIMILIANS II. ........................................................... 50
AUßENPOLITIK: TRIAS-POLITIK ..................................................................................................................... 52
INNENPOLITIK ........................................................................................................................................... 53
1860-1871 DIE DEUTSCHE REICHSGRÜNDUNG .................................................................................... 55
1864 DER DEUTSCH-DÄNISCHE KRIEG.......................................................................................................... 55
1866 DEUTSCH-DEUTSCHER KRIEG .............................................................................................................. 57
1867 DER NORDDEUTSCHE BUND ............................................................................................................... 58
1870/71 DEUTSCH-FRANZÖSISCHE KRIEG .................................................................................................... 58
1870/71 DIE REICHSGRÜNDUNG ................................................................................................................ 60
VERFASSUNG DES DEUTSCHEN KAISERREICHES ............................................................................................... 61
1845 – 1886 DER WEG BAYERNS INS BISMARCK´SCHE REICH .............................................................. 64
LUDWIG II. VOR DER REICHSGRÜNDUNG ....................................................................................................... 64
BAYERN WÄHREND DER REICHSGRÜNDUNG ................................................................................................... 64
LUDWIG II. NACH DER REICHSGRÜNDUNG...................................................................................................... 66
DIE REICHSVERWESUNG/PRINZREGENTENZEIT ................................................................................................ 68
IST BAYERN NOCH SOUVERÄN...................................................................................................................... 69
1850 – 1871 VERÄNDERUNGEN IM REICH ............................................................................................ 70
DREIKLASSENWAHLRECHT IN PREUßEN .......................................................................................................... 70
1849-1918 DREIKLASSENWAHLRECHT IN PREUßEN ........................................................................................ 70
PREUßISCH-ÖSTERREICHISCHER DUALISMUS................................................................................................... 70
INDUSTRIELLE REVOLUTION ......................................................................................................................... 71
SOZIALE FRAGE ......................................................................................................................................... 72
KARL MARX.............................................................................................................................................. 72
SOZIALISMUS ............................................................................................................................................ 73
ARBEITERBEWEGUNG ................................................................................................................................. 73
GEWERBEFREIHEIT UND GEWERKSCHAFTEN ................................................................................................... 74
1871 – 1914 DAS KAISERREICH VON DER REICHSGRÜNDUNG BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG .............. 75
INNENPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN ............................................................................................................. 75
GRÜNDERJAHRE ........................................................................................................................................ 75
1879 SCHUTZZOLLPOLITIK .......................................................................................................................... 75
KULTURKAMPF.......................................................................................................................................... 76
SOZIALISTENGESETZ ................................................................................................................................... 77
SOZIALGESETZGEBUNG ............................................................................................................................... 78
WAHLRECHT............................................................................................................................................. 79
AUßENPOLITIK DES REICHES UNTER BISMARCKS FÜHRUNG ............................................................................... 80
1839-1841 GROßE ORIENTKRISE KRISE ....................................................................................................... 80
BISMARCKS BÜNDNISPOLITIK ....................................................................................................................... 81
1872 DREIKAISERABKOMMEN ..................................................................................................................... 81
JUNI/JULI 1878 BERLINER KONGRESS ........................................................................................................... 81
1879 ZWEIBUND ...................................................................................................................................... 82
1881 DREIKAISERBUND.............................................................................................................................. 82
18.06.1887 RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG ................................................................................................. 82
DEUTSCHE KOLONIEN/BISMARCKS KOLONIALPOLITIK....................................................................................... 82
16
,BISMARCKS ENTLASSUNG ........................................................................................................................... 83
„NEUER IMPERIALISMUS“ UND DER WEG IN DEN WELTKRIEG ........................................................................... 84
1884-1885 KONGOKONFERENZ.................................................................................................................. 85
DEUTSCHE KOLONIEN ................................................................................................................................ 86
1871 - 1918 BAYERN NACH DER REICHSGRÜNDUNG BIS ZUR REVOLUTION ........................................ 92
BAYERN IM REICH...................................................................................................................................... 92
DIE PRINZREGENTENZEIT IM KÖNIGREICH BAYERN .......................................................................................... 95
1914 – 1919 DER ERSTE WELTKRIEG IM ÜBERBLICK........................................................................... 100
REAKTION IN BAYERN: GEMENGELAGE UND ANTIMONARCHISCHE STIMMUNG ................................................... 103
INNENPOLITIK WÄHREND DES KRIEGS .......................................................................................................... 104
PROPAGANDA IN DEN BETEILIGTEN LÄNDERN ............................................................................................... 105
INNENPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN ........................................................................................................... 106
1919 DER VERSAILLER VERTRAG ......................................................................................................... 108
FOLGEN DES ERSTEN WELTKRIEGS .............................................................................................................. 110
1918/19 DIE NOVEMBERREVOLUTION ............................................................................................... 111
DIE NOVEMBERREVOLUTION IM REICH ........................................................................................................ 111
1919 DIE WEIMARER VERFASSUNG ........................................................................................................... 115
ARTIKEL 25, 48 UND 53 ........................................................................................................................... 116
1919 DIE NOVEMBERREVOLUTION IN BAYERN – RÄTEREPUBLIK ..................................................................... 119
1919 DIE BAMBERGER VERFASSUNG ......................................................................................................... 126
VERLAUF DER WEIMARER REPUBLIK AUF BAYERISCHER EBENE ........................................................ 128
1920-1924 DIE ORDNUNGSZELLE BAYERN ................................................................................................. 128
REGIERUNG KAHR ................................................................................................................................... 128
REGIERUNG LERCHENFELD ........................................................................................................................ 129
REGIERUNG KNILLING .............................................................................................................................. 130
KONFLIKT MIT DEM REICH: GENERALSTAATSKOMMISAR VON KAHR .................................................................. 130
AUFSTIEG DER NSDAP UND HITLERS IN BAYERN........................................................................................... 132
ANFÄNGE DER NATIONALSOZIALISTISCHEN BEWEGUNG ................................................................................. 132
AUFSTIEG UND MACHT DER NSDAP (HITLERS) ............................................................................................ 132
DAS KRISENJAHR 1923 ............................................................................................................................ 134
8./9.11.1923 HITLERPUTSCH................................................................................................................... 134
1924 – 1932: DIE „ÄRA HELD“ ................................................................................................................ 136
1924 DENKSCHRIFT................................................................................................................................. 136
VERLAUF DER WEIMARER REPUBLIK AUF REICHSEBENE .................................................................... 139
ÄRA STRESEMANN – HAUPTFOKUS AUßENPOLITIK ........................................................................................ 139
REPARATIONEN ....................................................................................................................................... 140
RAPALLO................................................................................................................................................ 140
RUHRBESETZUNG .................................................................................................................................... 140
HYPERINFLATION ..................................................................................................................................... 141
RENTENMARK ......................................................................................................................................... 141
DAWESPLAN ........................................................................................................................................... 141
LOCARNO............................................................................................................................................... 142
VÖLKERBUND ......................................................................................................................................... 142
KELLOGG-PAKT (KRIEGSÄCHTUNGSPAKT) .................................................................................................... 142
YOUNGPLAN ........................................................................................................................................... 143
RHEINLAND-RÄUMUNG ............................................................................................................................ 143
WELTWIRTSCHAFTSKRISE .......................................................................................................................... 143
REICHSREGIERUNG DURCH PRÄSIDIALKABINETTE + NSDAP ............................................................................ 144
REGIERUNG BRÜNING .............................................................................................................................. 144
REGIERUNG PAPEN .................................................................................................................................. 145
17
,REGIERUNG SCHLEICHER ........................................................................................................................... 145
1932/33 - TIPPING POINT FÜR BAYERN UND DEUTSCHLAND ............................................................ 146
13.04.1932: NOTVERORDNUNG „ZUR SICHERUNG DER STAATSAUTORITÄT“ .................................................... 146
1932 PREUßENSCHLAG ............................................................................................................................ 147
MACHTÜBERNAHME HITLERS UND GLEICHSCHALTUNG .................................................................... 148
WAS PASSIERT MIT BAYERN?..................................................................................................................... 148
09. AUF 10. MÄRZ 1933 ......................................................................................................................... 149
DIE VORBEDINGUNGEN IM REICH ............................................................................................................... 150
-neuesten
DIE MACHTÜBERNAHME IN BAYERN ........................................................................................................... 150
DIE UNTERDRÜCKUNG DER POLITISCHEN GEGNER ......................................................................................... 151
KONZENTRATIONSLAGER IN BAYERN ........................................................................................................... 151
UMBAU DES REICHS ZU EINER TOTALITÄREN DIKTATUR .................................................................................. 152
KIRCHEN UND NS-STAAT .......................................................................................................................... 152
MACHTKONSOLIDIERUNG UND GESELLSCHAFTLICHE AKZEPTANZ...................................................................... 153
AUFBAU UND STRUKTUREN DES NS-STAATS ...................................................................................... 154
DIE IDEOLOGIE DER NSDAP ...................................................................................................................... 154
GESETZ ZUM NEUAUFBAU DES REICHS UND VERSUCH EINER REICHSREFORM ..................................................... 154
STAAT UND PARTEI .................................................................................................................................. 155
GAUEINTEILUNG DER NSDAP IN BAYERN .................................................................................................... 155
GLIEDERUNGEN UND ANGESCHLOSSENE VERBÄNDE DER NSDAP ..................................................................... 155
JUGEND UND NATIONALSOZIALISMUS ......................................................................................................... 155
STURMABTEILUNG (SA)............................................................................................................................ 156
SCHUTZSTAFFEL (SS)................................................................................................................................ 157
BEDEUTUNG BAYERNS IM NS-STAAT .......................................................................................................... 157
WIDERSTAND GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS .......................................................................... 158
(MONARCHISTISCHER UND) BÜRGERLICH-NATIONALKONSERVATIVER WIDERSTAND ........................................... 158
ARBEITERBEWEGUNG FÜR KPD ................................................................................................................. 158
CHRISTEN UND KIRCHEN ........................................................................................................................... 159
GEORG ELSER UND DAS BÜRGERBRÄU-ATTENTAT ......................................................................................... 160
OPPOSITION DER JUNGEN GENERATION ...................................................................................................... 160
ENTRECHTUNG UND VERFOLGUNG DER JUDEN IN BAYERN .............................................................. 161
ANTISEMITISCHE MAßNAHMEN IM JAHR DER „MACHTERGREIFUNG“ ............................................................... 161
DIE „NÜRNBERGER RASSENGESETZE“ ......................................................................................................... 162
JÜDISCHE ÜBERLEBENSSTRATEGIEN ............................................................................................................ 162
DIE POGROMNACHT VOM 09./10. NOVEMBER 1938 ................................................................................... 162
„ARISIERUNG“ ........................................................................................................................................ 163
VERTREIBUNG - MIGRATION – FLUCHT ....................................................................................................... 163
DEPORTATION UND ERMORDUNG .............................................................................................................. 164
INNEN- UND AUßENPOLITIK DER 30ER JAHRE ............................................................................................... 165
18
,1814 Der Wiener Kongress
Zusammentreffen europäischer Delegationen
Themen:
• Politisch-territoriale Gestaltung des deutschsprachigen Raumes
• Verfassungsfrage
• Friedenssicherung
Ziel des Wiener Kongresses
• Neuordnung Europas zur Friedenssicherung
o Neues Gleichgewicht zwischen den Hautmächten soll hergestellt werden und Europa auf eine Weise neu
geordnet der alle Mächte zustimmen können
• Restauration à ehemaligen Zustand wiederherstellen
o Stabiles Europa
o Revolution verhindern
è Stabilität nach innen und außen
Interne (wie ist der Staat nach innen aufgestellt), und Externe Souveränität (Legitimationsfragen, wie ist das
Konstrukt in dem sich Bayern befindet? Welche Beziehungen gibt es zwischen Bayern und dam drum herum? –
harmoniert das System, oder die Systeme zusammen, oder gibt es Konfliktpotenzial) – Eig. Gibt es in jeder Zeit
Konfliktpotenzial
Prinzipien des Kongresses
1. Legitimität: Neuordnung muss eine gewisse Legitimität besitzen; Fürsten müssen Herrschaft legitim (von
Gott) begründen können
2. Restauration: Alte Ordnung sollte hergestellt werden – vor der französischen Revolution 1789 - möglichst
wiederherstellen
3. Solidarität: Die europäischen Fürsten sicherten sich gegenseitig militärischen Beistand zu, falls ein Staat
von einer Revolution gefährdet, sei
4. Gleichgewichtsverhältnis: Ausgewogenes Mächtegleichgewicht in Europa
Teilnehmer des Wiener Kongresses
Preußen, Österreich, GB, Spanien, Portugal, Russland, Schweden und Frankreich à 8 Hauptmächte mit
zentraler Rolle
Warum war Frankreich dabei?
• Man wollte Frankreich als Macht erhalten, um ein Gegengewicht zu Russland zu schaffen à Gleichgewicht
der Großmächte
• Frankreich büßte trotz des verlorenen Kriegs nichts ein an Staatsgebiet, sondern wurde nur auf die
Grenzen zurückgesetzt
Umgestaltung der europäischen Landkarte
• Österreich: Abgeben von Teilen des Westen Deutschlands und Niederlande; Zugewinn von Teilen
Norditaliens
• Preußen: Abgabe von Bayreuth und Ansbach an Bayern; Zugewinn von westlichen und östlichen Gebieten,
Norden Sachsens, Rheingebiet
• Bayern: Abgabe Tirols; Zugewinn Franken, Bayreuth und Ansbach à homogenes Staatsgebiet
• Frankreich: Eroberungen Napoleons rückgängig – Grenzen von 1789
Konsequenzen des Wiener Kongresses
Europa Deutschland
• Stabiler Status quo ante (Vorzustand) • Staatenbund als Kompromiss
• Mächtegleichgewicht (Deutscher Bund)
• Verhinderung externer Konflikte • Kein Nationalstaat
• „Heilige Allianz“ à Preußen, Russland, Österreich, • Eigenstaatlichkeit im Fokus des
später auch FR Diskurses
o Verhindern interner Konflikte/Revolutionen • Deutsche Bundesakte
è Staatsrechtliche Entwicklungen ändern sich
10.06.1815: Unterzeichnung aller Staaten
26
,Ab 1815 Der Deutsche Bund
• Dient der Neuorganisation der deutschen Staatengewalt
• Fürsten der Klein- und Mittelstaaten wollen ihre Unabhängigkeit bewahren à Souverän
• Preußen schlägt deutschen Staat mit Zentralregierung vor
o GB, R, und FR sehen darin eine Gefahr für den europäischen Frieden
o Außerdem möchte Ö eine Führungsrolle in Europa spielen und sieht sich damit herausgedrängt
à Deutsche Staaten sollen sich zwar gegen FR verteidigen können, aber selbst kein aggressives Potential bilden
können
à Zusammenschluss unabhängiger, souveräner deutscher Staaten
- Der deutsche Bund dient als Kompromiss
è Verein unabhängiger souveräner deutscher Staaten
è Mischform zwischen staatenbündischer und bundesstaatlicher Organisationsform
Staatenbund Bundesstaat
• Einzelne Staaten, die sich zusammenschließen; • Eine Außengrenze und jeweils Innengrenzen
haben alle eine eigene Grenze und eine • Keine souveränen Einzelstaaten
gemeinsame Außengrenze • Gemindertes Maß an Eigenstaatlichkeit à gibt
• Hohes Maß an Eigenstaatlichkeit dennoch eigene Gesetze, Großteil wird aber auf
• Eigene Gesetze, die nur auf eigener Ebene gelten Bundesebene übertragen
• Kein Staatsoberhaupt • Übergeordnete Instanz mit dem Bundestag in
Frankfurt
= Deutscher Bund ist Mischform zwischen staatenbündischer und bundesstaatlicher Organisationsform
= Eher ein Staatenbund!! à Nationalstaat müsste ein Bundesstaat sein
3 Aufgaben
• Staatliche Existenz und Sicherheit der Mindermächtigen und der Mittelstaaten garantieren
• Sollte europäischer Ordnung Stabilität geben und Grundlage für die Funktionsfähigkeit und friedliche
Fortentwicklung der europäischen Friedensordnung schaffen
• Europäisches Sicherheitssystem gegen Frankenreich
➔ Innere Stabilität (keine erneuten Revolutionen) und äußere Sicherheit (Schutzbündnisse)
• Kein Bundestaat!
• Kein Staatsoberhaupt, keine Volksvertretung, keine einheitliche Verfassung, keine gemeinsame Währung
• Bundesversammlung (später Bundestag genannt) in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz Österreichs
27
,1818 Die Bayerische Verfassung
Durch Deutsche Bundesakte Artikel 13 wurde der Weg geebnet
Zentrale Inhalte der Verfassung
• Grundrechte
• Monarchisches Prinzip (Monarch allein übt die Souveränität aus, aber seine Macht wird durch die Verfassung
etwas eingeschränkt)
• Unabhängigkeit der Rechtsprechung und Unabsetzbarkeit der Richter
• Ministerverantwortlichkeit (konnten zur Verantwortlichkeit gezogen werden)
Verfassungsschema
• Zweikammersystem auf Bundesebene
• Gewaltenteilung (jedoch nicht vollständig)
o Legislative: Ständeversammlung keinen Einfluss auf Exekutive
o Exekutive: Ist an der Gesetzgebung beteiligt
o Judikative: von den beiden anderen Gewalten unabhängig à also Eigenständigkeit der Rechtsprechung
o Politische Macht bleibt beim König à Souveränität liegt NUR beim König à alle Pfeile gehen von ihm
weg
• Ernennung der Richter durch den König auf Lebenszeit
• Wo liegt hier im Schema die Souveränität? à beim König, kein Pfeil geht zu ihm, alle gehen von ihm weg
Definition der Souveränität:
• Souveräne Staaten können frei und unabhängig über die Art der Regierung, das Rechtssystem und
die Gesellschaftsordnung innerhalb ihres Staatsgebietes bestimmen (innere Souveränität)
• Das Völkerrecht postuliert die Unabhängigkeit und Gleichheit aller Staaten in den internationalen
Beziehungen (äußere Souveränität)
30
, 1860-1871 Die Deutsche Reichsgründung
1864 Der Deutsch-Dänische Krieg
• Der dänische
Königer herrscht über
das Herzogtum
Schleswig
• Schleswig
gehörte nicht zum
eigentlichen
Königreich Dänemark
und da Holstein und Lauenburg zum deutschen Bund
gehörten konnte sich das Königreich Dänemark diese
nicht einfach einverleiben
Im Zuge der Revolution von 1848/49 gab er Erhebungen in
Norddeutschland, dass sich die Herzogtümer von Dänemark
lösen wollen à Loslösungsaktion scheitert
08.05.1852: Londoner Protokoll à Herzogtum Schleswig darf nicht aufgelöst werden; Herzogtümer stehen
weiterhin unter Vorherrschaft des dänische Königs ABER durfte also nicht einverleibt werden in das Gebiet des
Königreichs Dänemark
18.11.1863: Novemberverfassung à Dänemark sah die Einverleibung von Schleswig vor à führte zu einer
heftigen Reaktion des deutschen Bundes, denn damit war das Londoner Protokoll gebrochen
07.12.1863: Bundesexekution über Holstein und Lauenburg mit 10:7 Stimmen à bedeutet, dass man das Recht
hat, militärisch gegen einzelne Mitglieder eines Staates vorzugehen (der Staat ist in diesem Fall der deutsche
Bund) à Ziel war es Holstein und Lauenburg zu besetzen und den Dänen wegzunehmen
• Dazu schafft Bismarck eine Koalition: Preußen, Österreich, Sachen und Hannover
23.12.1863: Besetzung von Holstein und Lauenburg
16.01.1864: 48-Stunden-Ultimatum an Dänemark die Novemberverfassung zurückzunehmen (Schleswig solle
von Dänemark geräumt werden)
• Ultimatum verstreicht, der dänische König nimmt es nicht an
• Durch das Ultimatum geht man jedoch weit darüber hinaus, was man mit der Bundesexekution bewirkt
hatte, was zu Kritik im deutschen Bund führte
o Mittelstaaten Bayern und Sachsen (Angst vor eigenem Souveränitätsverlust in der Zukunft) mit scharfen
Protesten über eigenmächtiges Eingreifen à vergeblicher Aufstand
01.02.1864: preußisch-österreichische Truppen überschreiten die Eider ohne Zustimmung des Bundestages
(Eider trennt Herzogtum Holstein und Schleswig)
55
Nationale Ebene Bayerische Ebene Internationale Ebene
1789 Beginn der französischen Revolution
1792-1815 Koalitionskriege/Revolutionskriege
1792-1797 1. Koalitionskrieg
1796 Ansbacher Memoire von Monteglas
1799-1801/02 2.Koalitionskrieg
1800
Reichsdeputationsausschuss → Beginn der Säkularisierung, Mediatisierung; entschädigt
die Fürsten, die ihre linksrheinischen Gebiete an Frankreich abtreten mussten. Für diese
1803
Entschädigung wurden geistliche Staaten aufgelöst und den weltlichen Staaten
einverleibt.
Napoleon krönt sich in der Anwesenheit des Papstes selbst zum Kaiser, Code Civil in FR
02.12.1804
eingeführt
Geheimvertrag von Bogenhausen – Vertrag Bayerns mit FR. Fr und Ö hätten
25.08.1805 Eigenständigkeit nicht toleriert. So behält Bayern Gebiete von Geheimvertrag und mehr
Gebiete – musste jedoch Heer stellen
1805-1806 3. Koalitionskrieg – Bayern auf Seiten Frankreich gegen Österreich (FR gewinnt)
26.12.1805 Frieden von Pressburg
Königreich Bayern gegründet und legitimiert durch Napoleon, Gott und ab 1818 die
01.01.1806
Verfassung
1806 Maximilian I. Joseph wird erster bayerischer König (vorher bayerischer Kurfürst)
Gründung des Rheinbunds – Zusammenschluss von 16 Staaten, militärische Verpflichtung
12.07.1806 ggü Frankreich (Ende des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen) (Schutz
Frankreichs vor österreichischen Angriffen u. Chance auf neuen Landgewinn)
4. Koalitionskrieg – Napoleon besiegt mit Hilfe der Rheinbundstaaten Preußen und
1806-1807 Russland à Erster Stimmungsschwung gegen Frankreich, denn Bayern hatte kein
Interesse an einem Krieg mit Preußen
09.07.1807 Frieden von Tilsit
Code civil (bürgerliches Gesetzbuch) wurde im Rheinbund, als auch in den von Frankreich
1807-1814
dominierten Staaten eingeführt
Konstitution von Bayern als Vorläufige Verfassung – konstitutionelle Monarchie (Schnelle
01.10.1808 Konstitution, um zu verhindern das Napoleon eine auferlegt, langfristig gedacht gilt
Legitimation Gottes Gnaden auch, wenn Napoleon nicht mehr da ist)
1809 5. Koalitionskrieg und der Tiroler Aufstand
28.02.1810 Pariser Vertrag
Napoleon marschiert in Russland ein (auch Bayern hat Truppen gestellt – Niederlage,
1812
wenigen kamen wieder. Beherbergung/Versorgung)
12.08.1813 Antinapoleonische Koalition – ÖR, GB, R, PR, Schweden
Ende August Vertrag von Ried – Zusammenbruch/Ende des Rheinbunds – Bayern wechselt auf die
1813 Seite der Alliierten
16.-19.10.1813 Völkerschlacht bei Leipzig, Niederlage Napoleons
1
, Wiener Kongress – Zusammenkunft der Vertreter sämtlicher Staaten Europas –
18.09.1814- Wiederherstellung territorialer Verhältnisse, Friedenssicherung; Ergebnisse - Pentarchie
09.07.1815 (Gleichgewicht zw. den 5 Großmächten wieder hergestellt), Heilige Allianz, Deutsche
Bundesakte; Prinzipien - Restauration, Legitimität, Solidarität
Deutscher Bund – Kein Staat kann die Macht allein ergreifen, innere und äußere
1815
Sicherung der Einzelstaaten
08.07.1815 Deutsche Bundesakte
26.09.1915 Heilige Allianz
Wartburgfest – studentische Burschenschaften fordern Nationalstaat mit kleindeutscher
18.10.1817
Lösung
1818 Verfassung des Königreich Bayerns verabschiedet
Karlsbader Beschlüsse à Universitätsüberwachungen, Verbot von Burschenschaften,
06.-31.08.1819
nachdem Student Schriftsteller ermordet
13.10.1825 Tod König Maximilian I. Joseph
1825 Regierungsantritt Ludwig I.
DIREKTER VORMÄRZ
Julirevolution in Frankreich à Frankreich wird parlamentarische Monarchie, König wird
1830
gestürzt
Konservative Wende in Bayernà Liberaler Ludwig sieht seine Position in Gefahr (durch
1830er
Revolution in FR) und nimmt u.a. Pressefreiheit zurück
27.05.- Hambacher Fest à Massendemonstration für Demokratie und deutsche Einheit,
01.06.1832 Forderungen nach freier Meinungsäußerung, Bürgerrechte
Sieben Göttinger Professoren protestierten gegen die Aufhebung der Verfassung des
18.11.1837
Königreichs Hannovers à darunter Jakob und Wilhelm Grimm
Weberaufstand in Schlesien – Protest gegen schwierige Lebens- und Arbeitsbedingungen
03.-06.06.1844 (durch Industrialisierung wird Manufaktur weniger wert, dadurch weniger Lohn und
Armut)
1846 Staatsaffäre mit Lola Montez
MÄRZREVOLUTION
Märzrevolution Revolutionsfunke aus Frankreich (dort Abdankung des Königs und
Ausrufung der Republik) nach De über. Metternich floh nach GB. Verfassungen
1848
versprochen – Barrikadenkämpfe in Berlin – Verfassungsgebende Nationalversammlung
verkündigt
27.02.1848 Märzforderungen
Rede des Ungarn Ludwig von Kossuth, der eine konstitutionelle Verfassung für Ungarn
03.03.1848
forderte
Petitionen und Entschließungen des niederösterreichischen Gewerbe-Vereins, und des
06.03.1848 Jurdisch-Politischen Lesevereins (à hatte Metternich für ungefährlich gehalten und trotz
Zensur zugelassen)
Märzproklamation à Durch Druck der Aufstände sah sich Ludwig gezwungen
06.03.1848 Zugeständnisse zu machen (u.a. Pressefreiheit, neue Wahlordnung für
Ständeversammlung, Verbesserung der Lage der Juden, Ministerverantwortlichkeit
Kundgebung der Studenten à forderten: Aufhebung der Zensur, Öffentlichkeit des
12.03.1848
Gerichtsverfahrens und eine allgemeine Volksvertretung
13.03.1848 Rücktritt des Staatskanzlers Fürst Metternichs à Schloss ein Zeitalter ab
2
,Inhaltsverzeichnis
_ZEITSTRAHL _____ ........................................................................................................................ 1
1792-1815 KOALITIONSKRIEGE ............................................................................................................. 19
1792-1797: 1. KOALITIONSKRIEG ............................................................................................................... 20
1799-1801/02: 2.KOALITIONSKRIEG .......................................................................................................... 20
25.02.1803: REICHSDEPUTATIONSHAUPTSCHLUSS (VOM REICHSTAG MIT FRANKREICH BESCHLOSSEN) ................... 20
BAYERNS WECHSEL ZU FRANKREICH ............................................................................................................. 21
1805-1806: 3. KOALITIONSKRIEG ............................................................................................................... 21
01.01.1806: BAYERN WIRD ZUM KÖNIGREICH .............................................................................................. 21
1806-1813 DER RHEINBUND................................................................................................................. 22
1806-1813 KÖNIGREICH BAYERN.......................................................................................................... 23
BAYERNS POSITION IM UND ZUM RHEINBUND ................................................................................................ 23
1806-1807: VIERTER KOALITIONSKRIEG....................................................................................................... 23
1808: DIE KONSTITUTION BAYERNS 1818 VERFASSUNG ................................................................... 23
1809: FÜNFTER KOALITIONSKRIEG UND DER TIROLER AUFSTAND ...................................................................... 24
ENTWICKLUNG BAYERNS UNTER NAPOLEON .................................................................................................. 24
1814 DER WIENER KONGRESS .............................................................................................................. 26
AB 1815 DER DEUTSCHE BUND............................................................................................................. 27
MONTGELAS – PERSON UND ENTLASSUNG ......................................................................................... 29
1818 DIE BAYERISCHE VERFASSUNG .................................................................................................... 30
(1815 – 1849) BIS ZUR MÄRZREVOLUTION 1848/49 VORMÄRZ ................................................... 33
(1815 – 1830) REFORM UND RESTAURATION ............................................................................................... 33
DER KONSERVATISMUS ALS POLITISCHE STRÖMUNG IM VORMÄRZ ..................................................................... 33
DIE NATIONALBEWEGUNG ALS POLITISCHE STRÖMUNG DES VORMÄRZ ............................................................... 33
DIE LIBERALE UND DEMOKRATISCHE BEWEGUNG ALS POLITISCHE STRÖMUNG DES VORMÄRZ ................................. 34
18./19. OKTOBER 1817 DAS WARTBURGFEST IN EISENACH ............................................................................ 34
1819 KARLSBADER BESCHLÜSSE .................................................................................................................. 34
DEMAGOGENVERFOLGUNGEN ..................................................................................................................... 35
1819 HEP-HEP-KRAWALLE......................................................................................................................... 35
1825-1830 KÖNIG LUDWIG I. IN SEINER LIBERALEN ZEIT ..................................................................... 36
DIE LIBERALE EPOCHE (1825-1830/31)....................................................................................................... 36
1830 DIREKTER VORMÄRZ............................................................................................................ 38
JULIREVOLUTION ....................................................................................................................................... 38
1832 DAS HAMBACHER FEST ...................................................................................................................... 38
DER DEUTSCHE ZOLLVEREIN ........................................................................................................................ 39
1837 VERFASSUNGSSTREIT IN HANNOVER..................................................................................................... 39
1840 THRON UND STIMMUNGSWECHSEL IN PREUßEN .................................................................................... 39
03.-06.06.1844: WEBERAUFSTAND IN SCHLESIEN ........................................................................................ 39
1848/49 DIE MÄRZREVOLUTION AUF REICHSEBENE ............................................................................ 40
ALLGEMEIN .............................................................................................................................................. 40
ÖSTERREICH ............................................................................................................................................. 41
PREUßEN ................................................................................................................................................. 42
15
,GESAMTDEUTSCHE SCHAUPLATZ DER REVOLUTION ......................................................................................... 43
KLEIN- UND GROßDEUTSCHE LÖSUNG ........................................................................................................... 44
REICHVERFASSUNG .................................................................................................................................... 46
1849 MAIAUFSTÄNDE ............................................................................................................................... 46
1830-1848 MÄRZREVOLUTION IN BAYERN UND DIE KONSERVATIVE WENDE LUDWIGS .................... 48
ENDE DER REGIERUNGSZEIT LUDWIGS I. ........................................................................................................ 49
1848 – 1864 BAYERN NACH DER REVOLUTION KÖNIG MAXIMILIAN II. ............................................... 49
AUSWIRKUNGEN DER REVOLUTION AUF DIE REGIERUNG MAXIMILIANS II. ........................................................... 50
AUßENPOLITIK: TRIAS-POLITIK ..................................................................................................................... 52
INNENPOLITIK ........................................................................................................................................... 53
1860-1871 DIE DEUTSCHE REICHSGRÜNDUNG .................................................................................... 55
1864 DER DEUTSCH-DÄNISCHE KRIEG.......................................................................................................... 55
1866 DEUTSCH-DEUTSCHER KRIEG .............................................................................................................. 57
1867 DER NORDDEUTSCHE BUND ............................................................................................................... 58
1870/71 DEUTSCH-FRANZÖSISCHE KRIEG .................................................................................................... 58
1870/71 DIE REICHSGRÜNDUNG ................................................................................................................ 60
VERFASSUNG DES DEUTSCHEN KAISERREICHES ............................................................................................... 61
1845 – 1886 DER WEG BAYERNS INS BISMARCK´SCHE REICH .............................................................. 64
LUDWIG II. VOR DER REICHSGRÜNDUNG ....................................................................................................... 64
BAYERN WÄHREND DER REICHSGRÜNDUNG ................................................................................................... 64
LUDWIG II. NACH DER REICHSGRÜNDUNG...................................................................................................... 66
DIE REICHSVERWESUNG/PRINZREGENTENZEIT ................................................................................................ 68
IST BAYERN NOCH SOUVERÄN...................................................................................................................... 69
1850 – 1871 VERÄNDERUNGEN IM REICH ............................................................................................ 70
DREIKLASSENWAHLRECHT IN PREUßEN .......................................................................................................... 70
1849-1918 DREIKLASSENWAHLRECHT IN PREUßEN ........................................................................................ 70
PREUßISCH-ÖSTERREICHISCHER DUALISMUS................................................................................................... 70
INDUSTRIELLE REVOLUTION ......................................................................................................................... 71
SOZIALE FRAGE ......................................................................................................................................... 72
KARL MARX.............................................................................................................................................. 72
SOZIALISMUS ............................................................................................................................................ 73
ARBEITERBEWEGUNG ................................................................................................................................. 73
GEWERBEFREIHEIT UND GEWERKSCHAFTEN ................................................................................................... 74
1871 – 1914 DAS KAISERREICH VON DER REICHSGRÜNDUNG BIS ZUM ERSTEN WELTKRIEG .............. 75
INNENPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN ............................................................................................................. 75
GRÜNDERJAHRE ........................................................................................................................................ 75
1879 SCHUTZZOLLPOLITIK .......................................................................................................................... 75
KULTURKAMPF.......................................................................................................................................... 76
SOZIALISTENGESETZ ................................................................................................................................... 77
SOZIALGESETZGEBUNG ............................................................................................................................... 78
WAHLRECHT............................................................................................................................................. 79
AUßENPOLITIK DES REICHES UNTER BISMARCKS FÜHRUNG ............................................................................... 80
1839-1841 GROßE ORIENTKRISE KRISE ....................................................................................................... 80
BISMARCKS BÜNDNISPOLITIK ....................................................................................................................... 81
1872 DREIKAISERABKOMMEN ..................................................................................................................... 81
JUNI/JULI 1878 BERLINER KONGRESS ........................................................................................................... 81
1879 ZWEIBUND ...................................................................................................................................... 82
1881 DREIKAISERBUND.............................................................................................................................. 82
18.06.1887 RÜCKVERSICHERUNGSVERTRAG ................................................................................................. 82
DEUTSCHE KOLONIEN/BISMARCKS KOLONIALPOLITIK....................................................................................... 82
16
,BISMARCKS ENTLASSUNG ........................................................................................................................... 83
„NEUER IMPERIALISMUS“ UND DER WEG IN DEN WELTKRIEG ........................................................................... 84
1884-1885 KONGOKONFERENZ.................................................................................................................. 85
DEUTSCHE KOLONIEN ................................................................................................................................ 86
1871 - 1918 BAYERN NACH DER REICHSGRÜNDUNG BIS ZUR REVOLUTION ........................................ 92
BAYERN IM REICH...................................................................................................................................... 92
DIE PRINZREGENTENZEIT IM KÖNIGREICH BAYERN .......................................................................................... 95
1914 – 1919 DER ERSTE WELTKRIEG IM ÜBERBLICK........................................................................... 100
REAKTION IN BAYERN: GEMENGELAGE UND ANTIMONARCHISCHE STIMMUNG ................................................... 103
INNENPOLITIK WÄHREND DES KRIEGS .......................................................................................................... 104
PROPAGANDA IN DEN BETEILIGTEN LÄNDERN ............................................................................................... 105
INNENPOLITISCHE ENTWICKLUNGEN ........................................................................................................... 106
1919 DER VERSAILLER VERTRAG ......................................................................................................... 108
FOLGEN DES ERSTEN WELTKRIEGS .............................................................................................................. 110
1918/19 DIE NOVEMBERREVOLUTION ............................................................................................... 111
DIE NOVEMBERREVOLUTION IM REICH ........................................................................................................ 111
1919 DIE WEIMARER VERFASSUNG ........................................................................................................... 115
ARTIKEL 25, 48 UND 53 ........................................................................................................................... 116
1919 DIE NOVEMBERREVOLUTION IN BAYERN – RÄTEREPUBLIK ..................................................................... 119
1919 DIE BAMBERGER VERFASSUNG ......................................................................................................... 126
VERLAUF DER WEIMARER REPUBLIK AUF BAYERISCHER EBENE ........................................................ 128
1920-1924 DIE ORDNUNGSZELLE BAYERN ................................................................................................. 128
REGIERUNG KAHR ................................................................................................................................... 128
REGIERUNG LERCHENFELD ........................................................................................................................ 129
REGIERUNG KNILLING .............................................................................................................................. 130
KONFLIKT MIT DEM REICH: GENERALSTAATSKOMMISAR VON KAHR .................................................................. 130
AUFSTIEG DER NSDAP UND HITLERS IN BAYERN........................................................................................... 132
ANFÄNGE DER NATIONALSOZIALISTISCHEN BEWEGUNG ................................................................................. 132
AUFSTIEG UND MACHT DER NSDAP (HITLERS) ............................................................................................ 132
DAS KRISENJAHR 1923 ............................................................................................................................ 134
8./9.11.1923 HITLERPUTSCH................................................................................................................... 134
1924 – 1932: DIE „ÄRA HELD“ ................................................................................................................ 136
1924 DENKSCHRIFT................................................................................................................................. 136
VERLAUF DER WEIMARER REPUBLIK AUF REICHSEBENE .................................................................... 139
ÄRA STRESEMANN – HAUPTFOKUS AUßENPOLITIK ........................................................................................ 139
REPARATIONEN ....................................................................................................................................... 140
RAPALLO................................................................................................................................................ 140
RUHRBESETZUNG .................................................................................................................................... 140
HYPERINFLATION ..................................................................................................................................... 141
RENTENMARK ......................................................................................................................................... 141
DAWESPLAN ........................................................................................................................................... 141
LOCARNO............................................................................................................................................... 142
VÖLKERBUND ......................................................................................................................................... 142
KELLOGG-PAKT (KRIEGSÄCHTUNGSPAKT) .................................................................................................... 142
YOUNGPLAN ........................................................................................................................................... 143
RHEINLAND-RÄUMUNG ............................................................................................................................ 143
WELTWIRTSCHAFTSKRISE .......................................................................................................................... 143
REICHSREGIERUNG DURCH PRÄSIDIALKABINETTE + NSDAP ............................................................................ 144
REGIERUNG BRÜNING .............................................................................................................................. 144
REGIERUNG PAPEN .................................................................................................................................. 145
17
,REGIERUNG SCHLEICHER ........................................................................................................................... 145
1932/33 - TIPPING POINT FÜR BAYERN UND DEUTSCHLAND ............................................................ 146
13.04.1932: NOTVERORDNUNG „ZUR SICHERUNG DER STAATSAUTORITÄT“ .................................................... 146
1932 PREUßENSCHLAG ............................................................................................................................ 147
MACHTÜBERNAHME HITLERS UND GLEICHSCHALTUNG .................................................................... 148
WAS PASSIERT MIT BAYERN?..................................................................................................................... 148
09. AUF 10. MÄRZ 1933 ......................................................................................................................... 149
DIE VORBEDINGUNGEN IM REICH ............................................................................................................... 150
-neuesten
DIE MACHTÜBERNAHME IN BAYERN ........................................................................................................... 150
DIE UNTERDRÜCKUNG DER POLITISCHEN GEGNER ......................................................................................... 151
KONZENTRATIONSLAGER IN BAYERN ........................................................................................................... 151
UMBAU DES REICHS ZU EINER TOTALITÄREN DIKTATUR .................................................................................. 152
KIRCHEN UND NS-STAAT .......................................................................................................................... 152
MACHTKONSOLIDIERUNG UND GESELLSCHAFTLICHE AKZEPTANZ...................................................................... 153
AUFBAU UND STRUKTUREN DES NS-STAATS ...................................................................................... 154
DIE IDEOLOGIE DER NSDAP ...................................................................................................................... 154
GESETZ ZUM NEUAUFBAU DES REICHS UND VERSUCH EINER REICHSREFORM ..................................................... 154
STAAT UND PARTEI .................................................................................................................................. 155
GAUEINTEILUNG DER NSDAP IN BAYERN .................................................................................................... 155
GLIEDERUNGEN UND ANGESCHLOSSENE VERBÄNDE DER NSDAP ..................................................................... 155
JUGEND UND NATIONALSOZIALISMUS ......................................................................................................... 155
STURMABTEILUNG (SA)............................................................................................................................ 156
SCHUTZSTAFFEL (SS)................................................................................................................................ 157
BEDEUTUNG BAYERNS IM NS-STAAT .......................................................................................................... 157
WIDERSTAND GEGEN DEN NATIONALSOZIALISMUS .......................................................................... 158
(MONARCHISTISCHER UND) BÜRGERLICH-NATIONALKONSERVATIVER WIDERSTAND ........................................... 158
ARBEITERBEWEGUNG FÜR KPD ................................................................................................................. 158
CHRISTEN UND KIRCHEN ........................................................................................................................... 159
GEORG ELSER UND DAS BÜRGERBRÄU-ATTENTAT ......................................................................................... 160
OPPOSITION DER JUNGEN GENERATION ...................................................................................................... 160
ENTRECHTUNG UND VERFOLGUNG DER JUDEN IN BAYERN .............................................................. 161
ANTISEMITISCHE MAßNAHMEN IM JAHR DER „MACHTERGREIFUNG“ ............................................................... 161
DIE „NÜRNBERGER RASSENGESETZE“ ......................................................................................................... 162
JÜDISCHE ÜBERLEBENSSTRATEGIEN ............................................................................................................ 162
DIE POGROMNACHT VOM 09./10. NOVEMBER 1938 ................................................................................... 162
„ARISIERUNG“ ........................................................................................................................................ 163
VERTREIBUNG - MIGRATION – FLUCHT ....................................................................................................... 163
DEPORTATION UND ERMORDUNG .............................................................................................................. 164
INNEN- UND AUßENPOLITIK DER 30ER JAHRE ............................................................................................... 165
18
,1814 Der Wiener Kongress
Zusammentreffen europäischer Delegationen
Themen:
• Politisch-territoriale Gestaltung des deutschsprachigen Raumes
• Verfassungsfrage
• Friedenssicherung
Ziel des Wiener Kongresses
• Neuordnung Europas zur Friedenssicherung
o Neues Gleichgewicht zwischen den Hautmächten soll hergestellt werden und Europa auf eine Weise neu
geordnet der alle Mächte zustimmen können
• Restauration à ehemaligen Zustand wiederherstellen
o Stabiles Europa
o Revolution verhindern
è Stabilität nach innen und außen
Interne (wie ist der Staat nach innen aufgestellt), und Externe Souveränität (Legitimationsfragen, wie ist das
Konstrukt in dem sich Bayern befindet? Welche Beziehungen gibt es zwischen Bayern und dam drum herum? –
harmoniert das System, oder die Systeme zusammen, oder gibt es Konfliktpotenzial) – Eig. Gibt es in jeder Zeit
Konfliktpotenzial
Prinzipien des Kongresses
1. Legitimität: Neuordnung muss eine gewisse Legitimität besitzen; Fürsten müssen Herrschaft legitim (von
Gott) begründen können
2. Restauration: Alte Ordnung sollte hergestellt werden – vor der französischen Revolution 1789 - möglichst
wiederherstellen
3. Solidarität: Die europäischen Fürsten sicherten sich gegenseitig militärischen Beistand zu, falls ein Staat
von einer Revolution gefährdet, sei
4. Gleichgewichtsverhältnis: Ausgewogenes Mächtegleichgewicht in Europa
Teilnehmer des Wiener Kongresses
Preußen, Österreich, GB, Spanien, Portugal, Russland, Schweden und Frankreich à 8 Hauptmächte mit
zentraler Rolle
Warum war Frankreich dabei?
• Man wollte Frankreich als Macht erhalten, um ein Gegengewicht zu Russland zu schaffen à Gleichgewicht
der Großmächte
• Frankreich büßte trotz des verlorenen Kriegs nichts ein an Staatsgebiet, sondern wurde nur auf die
Grenzen zurückgesetzt
Umgestaltung der europäischen Landkarte
• Österreich: Abgeben von Teilen des Westen Deutschlands und Niederlande; Zugewinn von Teilen
Norditaliens
• Preußen: Abgabe von Bayreuth und Ansbach an Bayern; Zugewinn von westlichen und östlichen Gebieten,
Norden Sachsens, Rheingebiet
• Bayern: Abgabe Tirols; Zugewinn Franken, Bayreuth und Ansbach à homogenes Staatsgebiet
• Frankreich: Eroberungen Napoleons rückgängig – Grenzen von 1789
Konsequenzen des Wiener Kongresses
Europa Deutschland
• Stabiler Status quo ante (Vorzustand) • Staatenbund als Kompromiss
• Mächtegleichgewicht (Deutscher Bund)
• Verhinderung externer Konflikte • Kein Nationalstaat
• „Heilige Allianz“ à Preußen, Russland, Österreich, • Eigenstaatlichkeit im Fokus des
später auch FR Diskurses
o Verhindern interner Konflikte/Revolutionen • Deutsche Bundesakte
è Staatsrechtliche Entwicklungen ändern sich
10.06.1815: Unterzeichnung aller Staaten
26
,Ab 1815 Der Deutsche Bund
• Dient der Neuorganisation der deutschen Staatengewalt
• Fürsten der Klein- und Mittelstaaten wollen ihre Unabhängigkeit bewahren à Souverän
• Preußen schlägt deutschen Staat mit Zentralregierung vor
o GB, R, und FR sehen darin eine Gefahr für den europäischen Frieden
o Außerdem möchte Ö eine Führungsrolle in Europa spielen und sieht sich damit herausgedrängt
à Deutsche Staaten sollen sich zwar gegen FR verteidigen können, aber selbst kein aggressives Potential bilden
können
à Zusammenschluss unabhängiger, souveräner deutscher Staaten
- Der deutsche Bund dient als Kompromiss
è Verein unabhängiger souveräner deutscher Staaten
è Mischform zwischen staatenbündischer und bundesstaatlicher Organisationsform
Staatenbund Bundesstaat
• Einzelne Staaten, die sich zusammenschließen; • Eine Außengrenze und jeweils Innengrenzen
haben alle eine eigene Grenze und eine • Keine souveränen Einzelstaaten
gemeinsame Außengrenze • Gemindertes Maß an Eigenstaatlichkeit à gibt
• Hohes Maß an Eigenstaatlichkeit dennoch eigene Gesetze, Großteil wird aber auf
• Eigene Gesetze, die nur auf eigener Ebene gelten Bundesebene übertragen
• Kein Staatsoberhaupt • Übergeordnete Instanz mit dem Bundestag in
Frankfurt
= Deutscher Bund ist Mischform zwischen staatenbündischer und bundesstaatlicher Organisationsform
= Eher ein Staatenbund!! à Nationalstaat müsste ein Bundesstaat sein
3 Aufgaben
• Staatliche Existenz und Sicherheit der Mindermächtigen und der Mittelstaaten garantieren
• Sollte europäischer Ordnung Stabilität geben und Grundlage für die Funktionsfähigkeit und friedliche
Fortentwicklung der europäischen Friedensordnung schaffen
• Europäisches Sicherheitssystem gegen Frankenreich
➔ Innere Stabilität (keine erneuten Revolutionen) und äußere Sicherheit (Schutzbündnisse)
• Kein Bundestaat!
• Kein Staatsoberhaupt, keine Volksvertretung, keine einheitliche Verfassung, keine gemeinsame Währung
• Bundesversammlung (später Bundestag genannt) in Frankfurt am Main unter dem Vorsitz Österreichs
27
,1818 Die Bayerische Verfassung
Durch Deutsche Bundesakte Artikel 13 wurde der Weg geebnet
Zentrale Inhalte der Verfassung
• Grundrechte
• Monarchisches Prinzip (Monarch allein übt die Souveränität aus, aber seine Macht wird durch die Verfassung
etwas eingeschränkt)
• Unabhängigkeit der Rechtsprechung und Unabsetzbarkeit der Richter
• Ministerverantwortlichkeit (konnten zur Verantwortlichkeit gezogen werden)
Verfassungsschema
• Zweikammersystem auf Bundesebene
• Gewaltenteilung (jedoch nicht vollständig)
o Legislative: Ständeversammlung keinen Einfluss auf Exekutive
o Exekutive: Ist an der Gesetzgebung beteiligt
o Judikative: von den beiden anderen Gewalten unabhängig à also Eigenständigkeit der Rechtsprechung
o Politische Macht bleibt beim König à Souveränität liegt NUR beim König à alle Pfeile gehen von ihm
weg
• Ernennung der Richter durch den König auf Lebenszeit
• Wo liegt hier im Schema die Souveränität? à beim König, kein Pfeil geht zu ihm, alle gehen von ihm weg
Definition der Souveränität:
• Souveräne Staaten können frei und unabhängig über die Art der Regierung, das Rechtssystem und
die Gesellschaftsordnung innerhalb ihres Staatsgebietes bestimmen (innere Souveränität)
• Das Völkerrecht postuliert die Unabhängigkeit und Gleichheit aller Staaten in den internationalen
Beziehungen (äußere Souveränität)
30
, 1860-1871 Die Deutsche Reichsgründung
1864 Der Deutsch-Dänische Krieg
• Der dänische
Königer herrscht über
das Herzogtum
Schleswig
• Schleswig
gehörte nicht zum
eigentlichen
Königreich Dänemark
und da Holstein und Lauenburg zum deutschen Bund
gehörten konnte sich das Königreich Dänemark diese
nicht einfach einverleiben
Im Zuge der Revolution von 1848/49 gab er Erhebungen in
Norddeutschland, dass sich die Herzogtümer von Dänemark
lösen wollen à Loslösungsaktion scheitert
08.05.1852: Londoner Protokoll à Herzogtum Schleswig darf nicht aufgelöst werden; Herzogtümer stehen
weiterhin unter Vorherrschaft des dänische Königs ABER durfte also nicht einverleibt werden in das Gebiet des
Königreichs Dänemark
18.11.1863: Novemberverfassung à Dänemark sah die Einverleibung von Schleswig vor à führte zu einer
heftigen Reaktion des deutschen Bundes, denn damit war das Londoner Protokoll gebrochen
07.12.1863: Bundesexekution über Holstein und Lauenburg mit 10:7 Stimmen à bedeutet, dass man das Recht
hat, militärisch gegen einzelne Mitglieder eines Staates vorzugehen (der Staat ist in diesem Fall der deutsche
Bund) à Ziel war es Holstein und Lauenburg zu besetzen und den Dänen wegzunehmen
• Dazu schafft Bismarck eine Koalition: Preußen, Österreich, Sachen und Hannover
23.12.1863: Besetzung von Holstein und Lauenburg
16.01.1864: 48-Stunden-Ultimatum an Dänemark die Novemberverfassung zurückzunehmen (Schleswig solle
von Dänemark geräumt werden)
• Ultimatum verstreicht, der dänische König nimmt es nicht an
• Durch das Ultimatum geht man jedoch weit darüber hinaus, was man mit der Bundesexekution bewirkt
hatte, was zu Kritik im deutschen Bund führte
o Mittelstaaten Bayern und Sachsen (Angst vor eigenem Souveränitätsverlust in der Zukunft) mit scharfen
Protesten über eigenmächtiges Eingreifen à vergeblicher Aufstand
01.02.1864: preußisch-österreichische Truppen überschreiten die Eider ohne Zustimmung des Bundestages
(Eider trennt Herzogtum Holstein und Schleswig)
55