3.2. “Auf dem See“-Ein Gedicht, zwei Epochen
Lösung Aufgabe 1:
- Lyrisches Ich zieht Rolle eines Embryos und später eines Säuglins ein.
- Merkmale Sturm und Drang: Natur als beseelte Erfahrung; Mansch als
Teil der Natur; Natur nicht nur als Objekt sondern schöpferisches
Subjekt; Naturbegeisterung
Lösung Aufgabe 2:
- Logikbruch in Version 1: Lyrisches Ich ist embryo und säugling zugleich
- In neuerer Version logisch bereinigt zu gunsten des säuglings am busen
der natur.
Aufgabe 3:
Strophe Lyrisches Ich Natur
1 Das lyrische Ich saugt Nahrung aus der Die Natur hält das lyrische Ich an ihrem Busen.
Nabelschnur.
2 Das lyrische Ich betrachtet die Wellen, Die Natur ist wunderschön und umgibt das
die den Kahn schaukeln, und die Berge, lyrische Ich.
die ihrem Lauf entgegenkommen.
3 Das lyrische Ich spricht sein Auge an Die Natur wird als ein Ort der Liebe und des
und fragt es, warum es nach unten Lebens beschrieben.
sinkt. Es fragt auch die goldenen
Träume, warum sie wiederkommen.
4 Das lyrische Ich sieht die schwebenden Die Natur ist voller Leben und Bewegung.
Sterne auf den Wellen und den Nebel,
der die Ferne trinkt.
5 Das lyrische Ich beobachtet den Die Natur ist ein Ort der Ruhe und des
Morgenwind, der die Bucht umflügelt, Friedens.
und die reifende Frucht, die sich im See
spiegelt.
Aufgabe 4:
- Beide Gedichte sind im vierhebigen Jambus verfasst. Das Reimschema ist
abwechselnd männlich und weiblich und folgt dem Muster ABAB.
Strophe Inhalt Formale Entsprechung + Wirkung
1 Das lyrische Ich befindet sich auf
einem See inmitten der Natur und
Ruhige, beschauliche Stimmung, Verbundenheit
mit der Natur.
beschreibt die Umgebung. Die
, Welle wiegt den Kahn, die Berge
ragen auf.
2 Das lyrische Ich erinnert sich an
vergangene Träume, wendet sich
Zögerlicher Aufbruch, Hinwendung zum Leben.
aber von ihnen ab und dem Hier
und Jetzt zu.
3 Die Schönheit der Natur wird in
Bildern beschrieben: schimmernde
Harmonisches Bild der Natur, Verzauberung.
Sterne auf dem Wasser, Nebel,
Morgenwind.
4 Die Bucht wird vom Morgenwind
umweht, die reifende Frucht
Positive Stimmung, Hoffnung, Reifungsprozess.
spiegelt sich im See.
Aufgabe 6:
- Natur ersetzt frühere Rolle des Schöpfergottes
- Zitat formuliert Gedichtsthema: gewinnung von selbstbewusstsein;
eigenständige auseinandersetzung menschen mit natürlicher natur
- Mensch definiert Naturverarbeitung
Mindmap Aufklärung:
1. Definition:
o Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten
Unmündigkeit
o Unmündigkeit als Unvermögen, sich seines Verstandes ohne
Leitung eines anderen zu bedienen
o Motto: Sapere aude! (Habe Mut dich deines eigenen Verstandes
zu bedienen)
2. Ursachen der Unmündigkeit:
o Faulheit und Feigheit
o Bequemlichkeit, sich von anderen lenken zu lassen
o Angst vor dem eigenen Denken und der Verantwortung
o Beispiele:
Blindes Folgen von Autoritäten (Kirche, Staat)
Ungeprüfte Übernahme von Traditionen und Meinungen
, 3. Voraussetzungen der Aufklärung:
o Freiheit im öffentlichen Gebrauch des Verstandes
o Freiheit der Rede und der Kritik
o Zugang zu Bildung und Wissen
4. Hindernisse der Aufklärung:
o Zensur und Unterdrückung
o Dogmatismus und Fanatismus
o Bevormundung durch Staat und Kirche
5. Folgen der Aufklärung:
o Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft
o Fortschritt in Wissenschaft und Kultur
o Verbreitung von Vernunft und Toleranz
o Emanzipation und Selbstbestimmung
Zusätzliche Aspekte:
Rolle der Vernunft:
o Zentrale Instanz zur Überwindung der Unmündigkeit
o Fähigkeit zum kritischen Denken und Urteilen
Bedeutung der Öffentlichkeit:
o Freier Austausch von Ideen und Meinungen
o Öffentliche Debatte als Motor der Aufklärung
Aufklärung als Prozess:
o Kein abgeschlossener Zustand, sondern fortwährender Prozess
o Aufgabe jedes Einzelnen, zur Aufklärung beizutragen
Die Ringparabel:
- Der Ring: Ein Mann besitzt einen Ring mit magischer Wirkung (macht
den Träger bei Gott und den Menschen angenehm).
- Vererbung: Der Ring wird vom Vater an den meistgeliebten Sohn
vererbt.
- Das Dilemma: Ein Vater liebt alle drei Söhne gleich und lässt zwei
identische Kopien anfertigen.
- Der Streit: Nach dem Tod des Vaters streiten die Söhne, wer den echten
Ring besitzt.
- Der Richterspruch: Der Richter kann nicht entscheiden und rät jedem
Sohn, sich so zu verhalten, als habe er den echten Ring. Die Zukunft wird
, zeigen, wer den echten Ring hat, basierend auf den guten Taten des
Trägers.
- Kernaussage: Die "Echtheit" von etwas, das auf Glauben basiert, kann
nicht bewiesen werden.
Weimarer Klassik
Aufgabe 1: Bilder beschreiben
- Bild 1: Musik, alt, Wissenschaft, Gelehrte, Vortrag
- Bild 2: Kunst/Künstler, Rom, römische Baukunst, alt, Verlassen, schön
- Bild 3: Baukunst, schön, gut erhalten, Gemälde
Aufgabe 2: Bilder Zuordnen:
- Bild 1: Aufklärung
- Bild 2: Romantik
- Bild 3: Klassik
Goethes Beiträge zum Sturm und Drang:
- Vorstufe 1770: Sesenheimer Lieder
- 1772: Wanderers Sturmlied
- 1773: Götz von Berlichingen
- 1774: Die Leiden des jungen Werthers
- Bis 1775: erste Arbeit am Fauststoff
- Dezember 1775: Abreise nach Weimar wegen staatlichen
Verpflichtungen zwischen 1776 und 1778 kaum Veröffentlichungen
Grand Tour Bildungsreise:
- Seit Renaissance obligatorische Bildungsreise europäischer Adelssöhne
- Insbesondere in England am späten 17. Jhdt. Starker Aufschwung
Lösung Aufgabe 1:
- Lyrisches Ich zieht Rolle eines Embryos und später eines Säuglins ein.
- Merkmale Sturm und Drang: Natur als beseelte Erfahrung; Mansch als
Teil der Natur; Natur nicht nur als Objekt sondern schöpferisches
Subjekt; Naturbegeisterung
Lösung Aufgabe 2:
- Logikbruch in Version 1: Lyrisches Ich ist embryo und säugling zugleich
- In neuerer Version logisch bereinigt zu gunsten des säuglings am busen
der natur.
Aufgabe 3:
Strophe Lyrisches Ich Natur
1 Das lyrische Ich saugt Nahrung aus der Die Natur hält das lyrische Ich an ihrem Busen.
Nabelschnur.
2 Das lyrische Ich betrachtet die Wellen, Die Natur ist wunderschön und umgibt das
die den Kahn schaukeln, und die Berge, lyrische Ich.
die ihrem Lauf entgegenkommen.
3 Das lyrische Ich spricht sein Auge an Die Natur wird als ein Ort der Liebe und des
und fragt es, warum es nach unten Lebens beschrieben.
sinkt. Es fragt auch die goldenen
Träume, warum sie wiederkommen.
4 Das lyrische Ich sieht die schwebenden Die Natur ist voller Leben und Bewegung.
Sterne auf den Wellen und den Nebel,
der die Ferne trinkt.
5 Das lyrische Ich beobachtet den Die Natur ist ein Ort der Ruhe und des
Morgenwind, der die Bucht umflügelt, Friedens.
und die reifende Frucht, die sich im See
spiegelt.
Aufgabe 4:
- Beide Gedichte sind im vierhebigen Jambus verfasst. Das Reimschema ist
abwechselnd männlich und weiblich und folgt dem Muster ABAB.
Strophe Inhalt Formale Entsprechung + Wirkung
1 Das lyrische Ich befindet sich auf
einem See inmitten der Natur und
Ruhige, beschauliche Stimmung, Verbundenheit
mit der Natur.
beschreibt die Umgebung. Die
, Welle wiegt den Kahn, die Berge
ragen auf.
2 Das lyrische Ich erinnert sich an
vergangene Träume, wendet sich
Zögerlicher Aufbruch, Hinwendung zum Leben.
aber von ihnen ab und dem Hier
und Jetzt zu.
3 Die Schönheit der Natur wird in
Bildern beschrieben: schimmernde
Harmonisches Bild der Natur, Verzauberung.
Sterne auf dem Wasser, Nebel,
Morgenwind.
4 Die Bucht wird vom Morgenwind
umweht, die reifende Frucht
Positive Stimmung, Hoffnung, Reifungsprozess.
spiegelt sich im See.
Aufgabe 6:
- Natur ersetzt frühere Rolle des Schöpfergottes
- Zitat formuliert Gedichtsthema: gewinnung von selbstbewusstsein;
eigenständige auseinandersetzung menschen mit natürlicher natur
- Mensch definiert Naturverarbeitung
Mindmap Aufklärung:
1. Definition:
o Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten
Unmündigkeit
o Unmündigkeit als Unvermögen, sich seines Verstandes ohne
Leitung eines anderen zu bedienen
o Motto: Sapere aude! (Habe Mut dich deines eigenen Verstandes
zu bedienen)
2. Ursachen der Unmündigkeit:
o Faulheit und Feigheit
o Bequemlichkeit, sich von anderen lenken zu lassen
o Angst vor dem eigenen Denken und der Verantwortung
o Beispiele:
Blindes Folgen von Autoritäten (Kirche, Staat)
Ungeprüfte Übernahme von Traditionen und Meinungen
, 3. Voraussetzungen der Aufklärung:
o Freiheit im öffentlichen Gebrauch des Verstandes
o Freiheit der Rede und der Kritik
o Zugang zu Bildung und Wissen
4. Hindernisse der Aufklärung:
o Zensur und Unterdrückung
o Dogmatismus und Fanatismus
o Bevormundung durch Staat und Kirche
5. Folgen der Aufklärung:
o Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft
o Fortschritt in Wissenschaft und Kultur
o Verbreitung von Vernunft und Toleranz
o Emanzipation und Selbstbestimmung
Zusätzliche Aspekte:
Rolle der Vernunft:
o Zentrale Instanz zur Überwindung der Unmündigkeit
o Fähigkeit zum kritischen Denken und Urteilen
Bedeutung der Öffentlichkeit:
o Freier Austausch von Ideen und Meinungen
o Öffentliche Debatte als Motor der Aufklärung
Aufklärung als Prozess:
o Kein abgeschlossener Zustand, sondern fortwährender Prozess
o Aufgabe jedes Einzelnen, zur Aufklärung beizutragen
Die Ringparabel:
- Der Ring: Ein Mann besitzt einen Ring mit magischer Wirkung (macht
den Träger bei Gott und den Menschen angenehm).
- Vererbung: Der Ring wird vom Vater an den meistgeliebten Sohn
vererbt.
- Das Dilemma: Ein Vater liebt alle drei Söhne gleich und lässt zwei
identische Kopien anfertigen.
- Der Streit: Nach dem Tod des Vaters streiten die Söhne, wer den echten
Ring besitzt.
- Der Richterspruch: Der Richter kann nicht entscheiden und rät jedem
Sohn, sich so zu verhalten, als habe er den echten Ring. Die Zukunft wird
, zeigen, wer den echten Ring hat, basierend auf den guten Taten des
Trägers.
- Kernaussage: Die "Echtheit" von etwas, das auf Glauben basiert, kann
nicht bewiesen werden.
Weimarer Klassik
Aufgabe 1: Bilder beschreiben
- Bild 1: Musik, alt, Wissenschaft, Gelehrte, Vortrag
- Bild 2: Kunst/Künstler, Rom, römische Baukunst, alt, Verlassen, schön
- Bild 3: Baukunst, schön, gut erhalten, Gemälde
Aufgabe 2: Bilder Zuordnen:
- Bild 1: Aufklärung
- Bild 2: Romantik
- Bild 3: Klassik
Goethes Beiträge zum Sturm und Drang:
- Vorstufe 1770: Sesenheimer Lieder
- 1772: Wanderers Sturmlied
- 1773: Götz von Berlichingen
- 1774: Die Leiden des jungen Werthers
- Bis 1775: erste Arbeit am Fauststoff
- Dezember 1775: Abreise nach Weimar wegen staatlichen
Verpflichtungen zwischen 1776 und 1778 kaum Veröffentlichungen
Grand Tour Bildungsreise:
- Seit Renaissance obligatorische Bildungsreise europäischer Adelssöhne
- Insbesondere in England am späten 17. Jhdt. Starker Aufschwung