Inhaltsverzeichnis: Gesellschaft und Wirtschaft im Mittelalter
1. Feudalismus und Grundherrschaft ..................................................................................... 2
2. Gesellschaftliche Strukturen ............................................................................................... 3
3. Die mittelalterliche Stadt .................................................................................................... 6
4. Mittelalterliche Bildungsgeschichte bis zur Entstehung der Universitäten ....................... 10
, Gesellschaft und Wirtschaft im Mittelalter
1. Feudalismus und Grundherrschaft
Literatur: Jörg Schwarz (Das europäische Mittelalter), Ulrich Knefelkamp (Das Mittelalter), Enno Bünz
(Grundherrschaft), Harald Müller (Mittelalter)
Quellen: Urbare (Verzeichnung von Gut und Gerechtsame eines Grundherrn), Capitulare de villis (Regelung der
Bewirtschaftung der Königsgüter), Tafelgüterverzeichnis (Überblick des Königsguts in Deutschland und
Reichsitalien)
- Feudalismus als Gesellschafts- und Wirtschaftsform des europäischen Mittelalters (lat.
feudum = Lehen)
- Grundherrschaft (analytischer Begriff der historischen Forschung, nicht der Zeitgenossen) als
Herrschaft über Land und Leute:
o Bewirtschaftung von Land des Grundherrn durch Bevölkerung (v.a. Bauernfamilien)
o Abhängigkeit der Bauern von Grundherrn (unfrei und hörig)
-> Abgaben an Grundherrn in Form von Frondiensten (Arbeitsleistungen) und
Naturalabgaben
-> Schutz durch Grundherrn
Grundherrschaft als Herrschafts- und Sozialverband
Grundherren: im frühen und hohen Mittelalter König, Adel und Kirche (Bischöfe,
Domkapitel, Klöster, Stifte -> Grundbesitz v.a. durch Schenkungen des Königtums
und Adels), im späten Mittelalter zunehmend auch Städte, Bürger, Pfarreien und
Hospitäler
- Schematische Darstellung des Feudalsystems:
o Herrenhof als Zentrum der Grundherrschaft
o Grundlage: Einteilung des Landes in Sal- oder Herrenland, Leihe- oder
Hufenland und Frondiensten (mhd. vrône = Herrschaft)
o Sal- und Herrenland: Sitz des Grundherrn auf Sal-, Herren- oder Fronhof,
Bewirtschaftung durch Menschen, die auf dem Hof leben
o Leihe- oder Hufenland (Hufe = bäuerliche Grundeinheit, Normalausstattung mit Hofstatt,
Ackerland und Nutzungsrechten an der Allmende): Eigentum des Grundherrn, Ausgabe
an andere (Hufenbauern) zur Bewirtschaftung
-> Leistung von Abgaben und Frondiensten an Grundherrn durch Hufenbauern
1. Feudalismus und Grundherrschaft ..................................................................................... 2
2. Gesellschaftliche Strukturen ............................................................................................... 3
3. Die mittelalterliche Stadt .................................................................................................... 6
4. Mittelalterliche Bildungsgeschichte bis zur Entstehung der Universitäten ....................... 10
, Gesellschaft und Wirtschaft im Mittelalter
1. Feudalismus und Grundherrschaft
Literatur: Jörg Schwarz (Das europäische Mittelalter), Ulrich Knefelkamp (Das Mittelalter), Enno Bünz
(Grundherrschaft), Harald Müller (Mittelalter)
Quellen: Urbare (Verzeichnung von Gut und Gerechtsame eines Grundherrn), Capitulare de villis (Regelung der
Bewirtschaftung der Königsgüter), Tafelgüterverzeichnis (Überblick des Königsguts in Deutschland und
Reichsitalien)
- Feudalismus als Gesellschafts- und Wirtschaftsform des europäischen Mittelalters (lat.
feudum = Lehen)
- Grundherrschaft (analytischer Begriff der historischen Forschung, nicht der Zeitgenossen) als
Herrschaft über Land und Leute:
o Bewirtschaftung von Land des Grundherrn durch Bevölkerung (v.a. Bauernfamilien)
o Abhängigkeit der Bauern von Grundherrn (unfrei und hörig)
-> Abgaben an Grundherrn in Form von Frondiensten (Arbeitsleistungen) und
Naturalabgaben
-> Schutz durch Grundherrn
Grundherrschaft als Herrschafts- und Sozialverband
Grundherren: im frühen und hohen Mittelalter König, Adel und Kirche (Bischöfe,
Domkapitel, Klöster, Stifte -> Grundbesitz v.a. durch Schenkungen des Königtums
und Adels), im späten Mittelalter zunehmend auch Städte, Bürger, Pfarreien und
Hospitäler
- Schematische Darstellung des Feudalsystems:
o Herrenhof als Zentrum der Grundherrschaft
o Grundlage: Einteilung des Landes in Sal- oder Herrenland, Leihe- oder
Hufenland und Frondiensten (mhd. vrône = Herrschaft)
o Sal- und Herrenland: Sitz des Grundherrn auf Sal-, Herren- oder Fronhof,
Bewirtschaftung durch Menschen, die auf dem Hof leben
o Leihe- oder Hufenland (Hufe = bäuerliche Grundeinheit, Normalausstattung mit Hofstatt,
Ackerland und Nutzungsrechten an der Allmende): Eigentum des Grundherrn, Ausgabe
an andere (Hufenbauern) zur Bewirtschaftung
-> Leistung von Abgaben und Frondiensten an Grundherrn durch Hufenbauern