Wirtschaft Kapitel 12 –
Wirtschaftskreislauf und
Wirtschaftsleistung
Haushalte und Unternehmen
Im Zentrum der volkswirtschaftlichen Analyse stehen einerseits die Haushalte und andererseits die
Unternehmen. Die Haushalte sind in der Regel Nachfrager nach Gütern, und die Unternehmen bieten
diese an. Der einfache Wirtschaftskreislauf stellt diesen Zusammenhang grafisch dar.
Tausch Güter
Wirtschaftliche Güter werden von den Unternehmen produziert und an die Haushalte verkauft. Damit
beide Seiten an diesem Austausch freiwillig teilnehmen, müssen beide davon profitieren können. Wir
sehen in der Darstellung denn auch, das Ströme in beide Richtungen fliessen. Der Güterstrom (in der
Grafik rot) geht von den Unternehmen an die Haushalte und der Geldstrom (in der Grafik blau) von
den Haushalten an die Unternehmen. Konkret: der Gast erhält vom Wirt eine Mahlzeit (Güterstrom)
und zahlt ihm dafür den Preis für diese Mahlzeit (Geldstrom).
Tausch Produktionsfaktoren
Wir sehen aber auch, dass dies nur ein Teil der Beziehung zwischen Haushalten und Unternehmen
ausmacht. Denn natürlich benötigen die Unternehmen für die Produktion Ressourcen, die ihnen von
den Haushalten zur Verfügung gestellt werden. Es sind dies die fünf Produktionsfaktoren: Arbeit,
Kapital, Wissen, Bildung und natürlich Ressourcen. Bei dieser Art von Tausch ist nun die Situation
gerade umgekehrt als beim Austausch von Gütern: Hier besitzen die Haushalte etwas, was sie den
Unternehmern verkaufen. Die Haushalte sind also Anbieter und die Unternehmen Nachfrager.
Entsprechend verläuft der Geldstrom (blau) von den Unternehmen an die Haushalte und der
Ressourcenstrom (rot) von den Haushalten an die Unternehmen. Konkret: Der Wirt erhält vom Koch
die Arbeitsleistung (Ressourcenstrom) und zahlt ihm dafür einen Lohn (Geldstrom)
Verschiedene Märkte
Der Austausch zwischen Haushalten und Unternehmen erfolgt in der Regel nicht direkt, sondern über
Märkte. Auf den sogenannten Gütermärkten werden die wirtschaftlichen Güter gehandelt, auf den
sogenannten Faktormärkten die Produktionsfaktoren: die Arbeit auf dem Arbeitsmarkt und die
Kredite zur Finanzierung des Kapitals auf dem Kapitalmarkt.
, Der erweiterte Wirtschaftskreislauf
Der einfache Witschaftskreisluaf mit den Beziehungen zwischen Haushalten und Unternehmen
erlaubt es bereits, eine beachtliche Zahl der wichtigsten Transaktionen, d.h. Geschäfte, einer
Volkswirtschaft abzubilden. Für die gesamtwirtschaftliche Analyse lohnt es sich allerdings, noch zwei
weitere Akteure einzuführen. Zum einen spielen der Staat und seine Transaktionen mit den
Haushalten und Unternehmen eine wichtige Rolle; und zum anderen ist gerade für ein kleines,
offenes Land wie die Schweiz der wirtschaftliche Austausch mit dem Ausland von besonderer
Bedeutung.
Die unten stehende Abbildung stellt den erweiterten Wirtschaftskreislauf dar, wobei hier
vereinfachend nur die Geldströme dargestellt sind. In der Realität steht aber jedem Geldstrom
natürlich ein Strom realer Grössen der Güter und Produktionsverfahren gegenüber.
Akteur Staat
Betrachten wir zunächst den Staat. Dieser finanziert sich über die Steuern, die er bei den Haushalten
und den Unternehmen einzieht. Diese Mittel verwendet er für zwei Dinge: Einerseits kauft er damit
wirtschaftliche Güter bei den Unternehmen, z.B. Schulbänke. Andererseits bezahlt er damit die
Haushalte, die ihm Arbeit oder Kapital zur Verfügung stellen, etwa den Lohn einer Lehrerin. Zudem
zahlt der Staat gewissen Unternehmen Subventionen und gewissen Haushalten Transfers. Beides sind
Leistungen, die der Staat ohne direkte Gegenleistung erbringt. Ein Beispiel für Subventionen sind die
Direktzahlungen an die Bauern, ein Beispiel für Transfers die Renten der AHV.
Akteur Ausland
Gegenstand der VWL ist in erster Linie ein einzelnes Land. Weis es aber auch internationalen
Austausch gibt, befinden sich nicht alle wichtigen Akteure im betrachteten Land. Deshalb wird im
erweiterten Wirtschaftskreislauf als vierter Akteure das Ausland berücksichtigt. Einerseits verkaufen
die Unternehmen einen Teil ihrer Güter ins Ausland, womit Zahlungen für diese Ausfuhren bzw.
Exporte vom Ausland an die inländischen Unternehmen fliessen. Andererseits kaufen die Haushalte
nicht nur inländische, sondern auch ausländische Waren, womit sie eine Nachfrage nach Einfuhren
bzw. Importen erzeugen. Darum verläuft auch ein Geldstrom von den Haushalten ans Ausland.
Wirtschaftskreislauf und
Wirtschaftsleistung
Haushalte und Unternehmen
Im Zentrum der volkswirtschaftlichen Analyse stehen einerseits die Haushalte und andererseits die
Unternehmen. Die Haushalte sind in der Regel Nachfrager nach Gütern, und die Unternehmen bieten
diese an. Der einfache Wirtschaftskreislauf stellt diesen Zusammenhang grafisch dar.
Tausch Güter
Wirtschaftliche Güter werden von den Unternehmen produziert und an die Haushalte verkauft. Damit
beide Seiten an diesem Austausch freiwillig teilnehmen, müssen beide davon profitieren können. Wir
sehen in der Darstellung denn auch, das Ströme in beide Richtungen fliessen. Der Güterstrom (in der
Grafik rot) geht von den Unternehmen an die Haushalte und der Geldstrom (in der Grafik blau) von
den Haushalten an die Unternehmen. Konkret: der Gast erhält vom Wirt eine Mahlzeit (Güterstrom)
und zahlt ihm dafür den Preis für diese Mahlzeit (Geldstrom).
Tausch Produktionsfaktoren
Wir sehen aber auch, dass dies nur ein Teil der Beziehung zwischen Haushalten und Unternehmen
ausmacht. Denn natürlich benötigen die Unternehmen für die Produktion Ressourcen, die ihnen von
den Haushalten zur Verfügung gestellt werden. Es sind dies die fünf Produktionsfaktoren: Arbeit,
Kapital, Wissen, Bildung und natürlich Ressourcen. Bei dieser Art von Tausch ist nun die Situation
gerade umgekehrt als beim Austausch von Gütern: Hier besitzen die Haushalte etwas, was sie den
Unternehmern verkaufen. Die Haushalte sind also Anbieter und die Unternehmen Nachfrager.
Entsprechend verläuft der Geldstrom (blau) von den Unternehmen an die Haushalte und der
Ressourcenstrom (rot) von den Haushalten an die Unternehmen. Konkret: Der Wirt erhält vom Koch
die Arbeitsleistung (Ressourcenstrom) und zahlt ihm dafür einen Lohn (Geldstrom)
Verschiedene Märkte
Der Austausch zwischen Haushalten und Unternehmen erfolgt in der Regel nicht direkt, sondern über
Märkte. Auf den sogenannten Gütermärkten werden die wirtschaftlichen Güter gehandelt, auf den
sogenannten Faktormärkten die Produktionsfaktoren: die Arbeit auf dem Arbeitsmarkt und die
Kredite zur Finanzierung des Kapitals auf dem Kapitalmarkt.
, Der erweiterte Wirtschaftskreislauf
Der einfache Witschaftskreisluaf mit den Beziehungen zwischen Haushalten und Unternehmen
erlaubt es bereits, eine beachtliche Zahl der wichtigsten Transaktionen, d.h. Geschäfte, einer
Volkswirtschaft abzubilden. Für die gesamtwirtschaftliche Analyse lohnt es sich allerdings, noch zwei
weitere Akteure einzuführen. Zum einen spielen der Staat und seine Transaktionen mit den
Haushalten und Unternehmen eine wichtige Rolle; und zum anderen ist gerade für ein kleines,
offenes Land wie die Schweiz der wirtschaftliche Austausch mit dem Ausland von besonderer
Bedeutung.
Die unten stehende Abbildung stellt den erweiterten Wirtschaftskreislauf dar, wobei hier
vereinfachend nur die Geldströme dargestellt sind. In der Realität steht aber jedem Geldstrom
natürlich ein Strom realer Grössen der Güter und Produktionsverfahren gegenüber.
Akteur Staat
Betrachten wir zunächst den Staat. Dieser finanziert sich über die Steuern, die er bei den Haushalten
und den Unternehmen einzieht. Diese Mittel verwendet er für zwei Dinge: Einerseits kauft er damit
wirtschaftliche Güter bei den Unternehmen, z.B. Schulbänke. Andererseits bezahlt er damit die
Haushalte, die ihm Arbeit oder Kapital zur Verfügung stellen, etwa den Lohn einer Lehrerin. Zudem
zahlt der Staat gewissen Unternehmen Subventionen und gewissen Haushalten Transfers. Beides sind
Leistungen, die der Staat ohne direkte Gegenleistung erbringt. Ein Beispiel für Subventionen sind die
Direktzahlungen an die Bauern, ein Beispiel für Transfers die Renten der AHV.
Akteur Ausland
Gegenstand der VWL ist in erster Linie ein einzelnes Land. Weis es aber auch internationalen
Austausch gibt, befinden sich nicht alle wichtigen Akteure im betrachteten Land. Deshalb wird im
erweiterten Wirtschaftskreislauf als vierter Akteure das Ausland berücksichtigt. Einerseits verkaufen
die Unternehmen einen Teil ihrer Güter ins Ausland, womit Zahlungen für diese Ausfuhren bzw.
Exporte vom Ausland an die inländischen Unternehmen fliessen. Andererseits kaufen die Haushalte
nicht nur inländische, sondern auch ausländische Waren, womit sie eine Nachfrage nach Einfuhren
bzw. Importen erzeugen. Darum verläuft auch ein Geldstrom von den Haushalten ans Ausland.