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Zusammenfassung Marketing: Strategien und Instrumente in der Unternehmenspraxis

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07-02-2023
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2022/2023

Das Dokument ist eine Zusammenfassung des Studienbuches Marketing: Strategien und Instrumente in der Unternehmenspraxis von Leder. Die Zusammenfassung ist in die Kapitel des Buches aufgeteilt.

Institution
Course

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1 Marketing als Unternehmensaufgabe
1.1 Grundlagen und Begriffe des Marketings
Marketing Marketing ist ein Prozess
→ zur Schaffung, Kommunikation und zum Austausch
→ von Angeboten oder Produkten
→ mit einem Wert
→ für alle Stakeholder

ganzheitliches nicht nur Distribution, sondern auch Planung und Entwicklung von Produkten finden Berücksichtigung
Marketingverständnis
richtet sich nicht nur an die eigentlichen Kunden, sondern an alle Stakeholder

Marketing als Prozess 1) Markt gibt mit seinen Bedürfnissen vor, welche Produkte absetzbar sind
2) Marketingstrategien werden auf Basis der Bedürfnisse und Kunden- bzw. Zielgruppen entwickelt
3) aus den Strategien werden Programme zur operativen Umsetzung entwickelt
4) auf Basis der Produkte und Leistungen werden Kundenbeziehungen aufgebaut

5) durch den Verkauf der Produkte werden Werte (Gewinne) für das Unternehmen geschaffen
→ alle Schritte auf Kunden und Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet → nur Kaufentscheidung des Kunden führt
zum erfolgreichen Abschluss des Marketingprozesses

Bedürfnisse das grundlegende, im Menschen vorhandene Streben nach der Beseitigung von Mangelsituationen

Nachfrage Nachfrage entsteht erst dann, wenn neben den Bedürfnissen auch eine Kaufkraft (Bezahlmöglichkeit)
vorhanden ist


1.1.1 Entwicklung vom Vertriebs- zum Beziehungsmarkt
50er-Jahre Nachkriegszeit → hoher Bedarf an Gütern, allmählich steigender Wohlstand
Produktionsorientierung Verkäufermarkt → wenige Anbieter, große Nachfrage

Marketing: begrenzte Produktionsmöglichkeiten bei stetig steigender Nachfrage


60er-Jahre steigende Anzahl an Produzenten, gleichbleibende Anzahl an Konsumenten
Verkaufsorientierung
Wandel zum Käufermarkt → Käufer hat Auswahl zwischen Anbietern → mehr Macht

Engpass verlagert sich von Produktion zu Vertrieb

Marketing: erfolgreicher Absatz der Waren, Sicherstellung eines schlagkräftigen Vertriebs


70er-Jahre
klassischer Käufermarkt → Nachfragemacht steigt
Marktorientierung
Konsument wird zum zentralen Engpassfaktor

Marketing: differenzierte Marktbearbeitung + Befriedigung spezifischer Bedürfnisse der Konsumenten

80er-Jahre
gleichbleibende Käuferzahl, immer mehr Anbieter
Wettbewerbsorientierung
Unternehmen müssen komparative Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten aufbauen

Marketing: Wettbewerbsanalysen, Unternehmensstrategien an Wettbewerbssituation anpassen

90er-Jahre Orientierung an rechtlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen
Umfeldorientierung Umwelt- und Sozialverträglichkeit werden zum Verkaufsargument

Kritik hat Auswirkungen auf die Nachfrage einzelner Produkte

Marketing: rechtzeitiges Erkennen von Veränderungen + schnelle Reaktion

2000er-Jahre geprägt von rasanten Entwicklungen in Informations- und Kommunikationstechnologien
Netzwerkorientierung einseitige Massenkommunikation wird zur bi- und multilateralen Individualkommunikation

Unternehmen verlieren Einfluss auf Informationsaustausch

Marketing: individuelles, multioptionales und vernetztes Beziehungsmarketing




1 Marketing als Unternehmensaufgabe 1

, aktuell Verzahnung zwischen Anbieter und Kunde

laterale Kommunikation über neue Medien stärkt Macht der Verbraucher

stationärer Handel gerät unter Druck

Marketing: Rückkehr zur Distributionsorientierung (bequeme Erreichbarkeit von Produkten)


1.1.3 Marketing als Managementaufgabe
Ablauf des Marketingprozesses:

1) Analyse des Analyse des zuvor definierten Marktes: Kunden, Konkurrenz, Unternehmen selbst
Marktes
Analysemethoden → bilden Informationsbasis zu den 3 Bereichen

je besser und präziser die Marktanalyse, desto zielgerichteter und erfolgsversprechender die weiteren
Schritte

2) strategische Erkenntnisse der Marktanalyse → sinnvolle Marketingziele
Planung und
UPS: Unique Selling Proposition
Konzeption
aus Zielformulierungen werden Marketingstrategien abgeleitet

Marketingstrategien beschreiben den ausgewählten Weg von der Ist-Situation des Unternehmens zum
festgelegtem Ziel

Strategien zur Marktbearbeitung, zum Unternehmenswachstum, zur Kundenansprache

3) für die festgelegten Strategien wird der sinnvolle Einsatz von Marketinginstrumenten abgestimmt
Marketinginstrumente
dienen dazu, die Strategien schrittweise umzusetzen

Entscheidungen bezogen auf die 4 Ps (product, price, place, promotion)

4) Umsetzung und Maßnahmen werden im Unternehmen umgesetzt
Erfolgskontrolle
Kontrollmechanismen prüfen, ob gewünschter Erfolg erzielt wird

Prozess ist dynamisch → Marktbedingungen verändern sich


1.1.4 Marketingarten
Kategorisierung der Güter:

Gebrauchsgüter länger bzw. mehrfach nutzbare Güter
Verbrauchsgüter einmalig verwendbare oder verzehrbare Güter


Konsumgüter Käufer kauft Produkt für den privaten Bereich

Industrie- und Produkt wird zur Erstellung weiterer Produkte eingesetzt
Investitionsgüter

Kategorisierung der Konsumgüter:

convenience goods shopping goods speciality goods unsought goods

Sonderprodukte und
Bedeutung Güter des täglichen Bedarfs Suchgüter unerwünschte Güter
Spezialitäten

häufiger Kauf wenig Planung geringes mehr Planung und Überlegung Markenpräferenz geringe
Käuferverhalten wenig Interesse Muss-Kauf
Engagement Vergleiche Preisempfindlichkeit
Beispiele Zahnpasta, Taschentücher Möbel, Markenkleidung Armbanduhren, Anzüge Winterreifen

Kategorisierung der Industriegüter:

Rohmaterial und Zulieferteile: Rohstoffe, Vorprodukte, Baugruppen und Teile
Anlagegüter: Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Produktionsausrüstung
Betriebs- und Hilfsstoffe, Versorgung mit Gas, Wasser, Strom; Produktivdienstleistungen wie Reinigung, Wartung,
Dienstleistungen: Reparaturen

Systematisierung der Marketingarten:

gewinnorientiertes Marketing Non-Profit-Marketing




1 Marketing als Unternehmensaufgabe 2

, gewinnorientiertes Marketing Non-Profit-Marketing

Konsumgütermarketing [Business
Marketing für öffentliche Einrichtungen
to Customer]

Industriegütermarketing [Business
Social Marketing
to Business]
Dienstleistungsmarketing

B2C-Marketing Einzelpersonen und Haushalte, die Güter und Dienstleistungen für den persönlichen Bedarf kaufen
Konsumgütermarketing persönliche Präferenzen

Machtposition des einzelnen Käufers ist gering

individuelle Kaufentscheidungen (oft Impulskäufe)

Käufer unterliegt soziokulturellen Einflüssen


B2B-Marketing
Unternehmen und Organisationen, die Produkte beschaffen, um weitere Leistungen und Produkte zu
Industriegütermarketing erstellen

Kaufentscheidungen im Hinblick auf Gewinnerzielung und Erschaffung neuer Produkte

Machtposition des einzelnen Käufers ist hoch

meist mehrere Entscheider

langfristige Geschäftsbeziehungen
Dienstleistungsmarketing

sowohl Endkonsumenten, als auch Industrie als Kunden

Immaterialität des Angebots

Nichtlagerfähigkeit
Non-Profit-Marketing


Ziel: gemeinnützige Zwecke

Marketing für öffentliche Einrichtungen

Social Marketing



1.2 Käuferverhalten
Warum verhalten sich Marktteilnehmer so, wie sie sich verhalten?

1.2.1 Träger von Kaufentscheidungen
Käufe von Haushalten Kauf von Konsumgütern

längerfristige Gebrauchsgüter und kurzlebige Verbrauchsgüter

Involvement: Grad der persönlichen Einbindung in den Kauf (Low Involvement - High Involvement)

Individualentscheidung: Kauf einer einzelnen Person (Konsumentenentscheidung)

Familienentscheidung: gemeinsame Kaufentscheidung (Haushaltsentscheidung)


Käufe von
Beschaffung von Industrie- bzw. Investitionsgütern
Unternehmen
Gebrauch oder Verbrauch als Vorleistung für Produktion neuer Güter

Einkäufer: Kauf einer bevollmächtigten Person (Kaufentscheidung eines Repräsentanten)

Buying-Center: Einkaufsgremium aus mehreren Personen bestehend



4 Grundtypen von Individuum Kollektiv
Kaufentscheidungen Konsument / Haushalt Konsumentenentscheidung Familienentscheidung

Unternehmen / Institution Kaufentscheidung eines Repräsentanten Kaufentscheidung eines Einkaufsgremiums


1.2.2 Kaufentscheidungen von Konsumenten
Welche Prozesse spielen sich vor einer Kaufentscheidung im Kopf eines Konsumenten ab?




1 Marketing als Unternehmensaufgabe 3

, S-R-Modell Input: Kaufanreiz (Exogene Stimuli)

Marketingstimuli: Produkt, Preis, Kommunikation, Distribution

Umfeldstimuli: ökonomisch, technologisch, soziologisch, politisch-rechtlich, ökologisch

Output: realisierte Kaufhandlung

Produktwahl, Markenwahl, Geschäftswahl, Kaufmenge, Kaufzeitpunkt

Black Box: eigentlicher Kaufentscheidungsprozess, nicht beobachtbar

S-O-R-Modell Entscheidungsfindung als Organismus mit Bestimmungsfaktoren aus bereits vorhandenen Informationen und
soziologischen Erkenntnissen

Organismus umfasst zahlreiche Einflüsse und Prozesse → Interpersonale und Intrapersonale Faktoren



Einflussfaktoren des Käuferverhaltens:

Interpersonale Determinanten 1. Kulturelle Einflussfaktoren
kulturelle und soziale Faktoren Kulturkreis: gesellschaftliche Werte und Gepflogenheiten → europäischer / asiatischer
am wenigsten auf das einzelne Kulturkreis
Individuum bezogen Subkultur: Zugehörigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Untergruppen →
nehmen auf ganze Personengruppen Glaubensgemeinschaft, Sportgruppen
Einfluss soziale Schicht: kollektiv geprägte Unterschiede im Konsumverhalten
haben Gültigkeit für eine größere 2. Soziale Einflussfaktoren
Personenzahl
Familienmitglieder: Orientierungsgröße für das Verhalten der Mitglieder

Bezugsgruppen: Trends und Moden, Vorbildfunktionen, Anpassungsdruck →
Freundeskreise, Arbeitskollegen

Meinungsführer: Personen im direkten Umfeld oder Personen des öffentlichen Lebens

Rollen und Status

Intrapersonale Determinanten 1. Persönliche Einflussfaktoren
persönliche und psychologische Faktoren Persönlichkeit und Werte: Wesens- und Charakterzüge, Persönlichkeit als Grundrahmen
enger an das Individuum gebunden Lebensstile: charakteristische Verhaltensmuster, (sub-)kulturell geprägt, Wert- und
eignen sich für zielgruppen- oder Zielorientierung
personenspezifische Aussagen AIO-Kriterien: activities, interests, opinions
nur schwer bestimmbar Involvement: Grad der Ich-Beteiligung an einem Kauf

2. psychologische Faktoren

aktivierende Determinante:

Aktiviertheit: innere Bereitschaft & Möglichkeit sich mit etwas auseinanderzusetzen

Emotionen: emotionale Komponente als Zusatznutzen eines Produkts

Motive: intrinsische Motive (nach innen gerichtete Motive) & extrinsische Motive (nach
außen gerichtete Motive)

Einstellung: innere Bereitschaft auf bestimmte Reize positiv oder negativ zu reagieren

kognitive Determinante:

Kognition: subjektives Wissen (egal ob interne oder externe Informationen)

Wahrnehmung: Auswahl, Aufnahme und Organisation von Informationen

selektive Wahrnehmung, selektive Verzerrung, selektive Erinnerung

Denken: aktiver Prozess der Informationsverarbeitung

Lernen: Änderung des Verhaltens aufgrund von Erfahrungen


1.2.3 Kaufverhalten von Unternehmen
Wertschöpfungsketten bis das Endprodukt in den Markt gelangt, durchläuft es mehrere Stufen der Produkterstellung
bei der
in jeder Produkterstellungsstufe findet eine Wertschöpfung statt
Produktherstellung




1 Marketing als Unternehmensaufgabe 4

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