Kommunikation zwischen Zellen
lat. „communicare“ = mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen
Die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und darauf zu reagieren, ist ein
Kennzeichen des Lebendigen. Das Senden und Empfangen von Informationen bzw. Signalen
kann wechselseitig erfolgen und Auslöser für Reaktionen sein. Über diese Mechanismen
stehen auch alle lebenden Zellen in ständiger Beziehung zu ihrer Umgebung.
Kommunikation von Zellen bei der körperlichen
Abwehr
Verlauf einer Infektionskrankheit
Unspezifische Abwehr durch Makrophagen
Makrophage (Antigen Ablauf
präsentierende Zelle)
eingedrungene Erreger werden von
Antigen der Makrophagenmembran
Phagozytose
umschlossen und ins Innere der Zelle
von
Bakterienzell aufgenommen
en (mit dort sorgen Lysosomen für die
Antigenen) Zersetzung der Erreger (Phagozytose)
Bruchstücke des Erregers werden an
den MHC des Makrophagen geheftet
Makrophage wird zur Antigen
MHC-II-Protein präsentierenden Zelle und setzt
Antigen-
Rezeptoren Botenstoffe frei
, spezifische Immunantworten
humorale Immunantwort zelluläre Immunantwort
↓ ↓
Produktion von Antikörpern in der Blut- Bildung von Killerzellen (gegen Erreger, die
bzw. Lymphflüssigkeit (gegen freie Antigene bereits in körpereigene Zellen
in den Körperflüssigkeiten) eingedrungen sind)
↓ ↓
realisiert vor allem über B-Lymphozyten realisiert vor allem über T-Lymphozyten
Ablauf der humoralen Immunantwort
1. Ein Makrophage erkennt einen Eindringling und verspeist ihn per Phagozytose.
2. Ein Makrophage präsentiert das Antigen (auf MHC-II-Adapter) einer T-Helferzelle mit
passendem Rezeptor und aktiviert diese dadurch.
3. Eine B-Zelle mit passendem Antigen-Rezeptor wird durch Bindung aktiviert.
4. Die aktivierte B-Zelle präsentiert das Antigen (auf MHC-II-Adapter) einer passenden T-
Helferzelle.
5. Die T-Helferzelle stößt den Botenstoff Interleukin aus, der die B-Zelle zur vielfachen
Teilung (Bildung eines Klons) und zur Differenzierung anregt.
6. Der Hauptteil dieses B-Klons entwickelt sich zu B-Plasmazellen, die jeweils Millionen
spezifische, zum Erreger passende Antikörper bilden.
7. Die Antikörper erkennen die Eindringlinge an ihren Antigenen, verklumpen diese und
machen sie dadurch unschädlich. Makrophagen phagozytieren alles.
8. Ein kleinerer Teil des B-Zellklons differenziert sich zu B-Gedächtniszellen. Diese
speichern das Antigenmuster für eventuelle erneute Infektionen mit dem gleichen
Erreger (= Immungedächtnis)
Bei einer Folgeinfektion können sich diese B-Gedächtniszellen sofort zu B-Plasmazellen
umwandeln und Antikörper produzieren, Erkennungs- und Differenzierungsphase der
Immunreaktion entfallen, was eine schnellere Reaktion als bei der Erstinfektion ermöglicht.
Bau eines Antigens
IgG IgM IgA IgD IgE
Monomer Pentamer Dimer Monomer Monomer
häufigster Antikörper in Blut; Schutz verhindert
Agglutination Funktion noch Wurmparasiten
vor zirkulierenden Bakterien, Viren Anheftung von
von Antigenen unbekannt abwehr
und Toxinen; Komplementaktivierung Viren/Bakterien
lat. „communicare“ = mitteilen, teilnehmen lassen, gemeinsam machen
Die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und darauf zu reagieren, ist ein
Kennzeichen des Lebendigen. Das Senden und Empfangen von Informationen bzw. Signalen
kann wechselseitig erfolgen und Auslöser für Reaktionen sein. Über diese Mechanismen
stehen auch alle lebenden Zellen in ständiger Beziehung zu ihrer Umgebung.
Kommunikation von Zellen bei der körperlichen
Abwehr
Verlauf einer Infektionskrankheit
Unspezifische Abwehr durch Makrophagen
Makrophage (Antigen Ablauf
präsentierende Zelle)
eingedrungene Erreger werden von
Antigen der Makrophagenmembran
Phagozytose
umschlossen und ins Innere der Zelle
von
Bakterienzell aufgenommen
en (mit dort sorgen Lysosomen für die
Antigenen) Zersetzung der Erreger (Phagozytose)
Bruchstücke des Erregers werden an
den MHC des Makrophagen geheftet
Makrophage wird zur Antigen
MHC-II-Protein präsentierenden Zelle und setzt
Antigen-
Rezeptoren Botenstoffe frei
, spezifische Immunantworten
humorale Immunantwort zelluläre Immunantwort
↓ ↓
Produktion von Antikörpern in der Blut- Bildung von Killerzellen (gegen Erreger, die
bzw. Lymphflüssigkeit (gegen freie Antigene bereits in körpereigene Zellen
in den Körperflüssigkeiten) eingedrungen sind)
↓ ↓
realisiert vor allem über B-Lymphozyten realisiert vor allem über T-Lymphozyten
Ablauf der humoralen Immunantwort
1. Ein Makrophage erkennt einen Eindringling und verspeist ihn per Phagozytose.
2. Ein Makrophage präsentiert das Antigen (auf MHC-II-Adapter) einer T-Helferzelle mit
passendem Rezeptor und aktiviert diese dadurch.
3. Eine B-Zelle mit passendem Antigen-Rezeptor wird durch Bindung aktiviert.
4. Die aktivierte B-Zelle präsentiert das Antigen (auf MHC-II-Adapter) einer passenden T-
Helferzelle.
5. Die T-Helferzelle stößt den Botenstoff Interleukin aus, der die B-Zelle zur vielfachen
Teilung (Bildung eines Klons) und zur Differenzierung anregt.
6. Der Hauptteil dieses B-Klons entwickelt sich zu B-Plasmazellen, die jeweils Millionen
spezifische, zum Erreger passende Antikörper bilden.
7. Die Antikörper erkennen die Eindringlinge an ihren Antigenen, verklumpen diese und
machen sie dadurch unschädlich. Makrophagen phagozytieren alles.
8. Ein kleinerer Teil des B-Zellklons differenziert sich zu B-Gedächtniszellen. Diese
speichern das Antigenmuster für eventuelle erneute Infektionen mit dem gleichen
Erreger (= Immungedächtnis)
Bei einer Folgeinfektion können sich diese B-Gedächtniszellen sofort zu B-Plasmazellen
umwandeln und Antikörper produzieren, Erkennungs- und Differenzierungsphase der
Immunreaktion entfallen, was eine schnellere Reaktion als bei der Erstinfektion ermöglicht.
Bau eines Antigens
IgG IgM IgA IgD IgE
Monomer Pentamer Dimer Monomer Monomer
häufigster Antikörper in Blut; Schutz verhindert
Agglutination Funktion noch Wurmparasiten
vor zirkulierenden Bakterien, Viren Anheftung von
von Antigenen unbekannt abwehr
und Toxinen; Komplementaktivierung Viren/Bakterien