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Zusammenfassung Versuchsstrafbarkeit

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Eine umfassende Zusammenfassung aus Vorlesungen, Lehrbüchern, Kommentaren u. der Rspr. - Schemata - Definitionen - Meinungsstände - besondere Fallgruppen (z.B. Versuch des Regelbeispiels o. die versuchte Erfolgsqualifikation, Abgrenzungen zum untauglichen Versuch) - Bezug zu Versuchen bei Täterschaft u. Teilnahme - Beispiele Abgrenzungen

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Versuch, §§ 22, 23

Wenn Strafbarkeit wegen vollendeten Erfolgsdelikts (-), dann prüfen, ob Versuch in
Frage kommt und strafbar ist, § 22.
z.B. beim aberratio ictus

Strafgrund:
Der rechtserschütternde Eindruck, der einen rechtsfeindlichen Willen beinhaltet

Phasen des Versuchs:

Vorbereitungsstadium:
Erfasst im subj. Bereich die ersten Gedanken des T an eine Straftat bis zur
Konkretisierung der Gedanken im Tatentschluss sowie im obj. Bereich
Vorbereitungshandlungen aller Art. Sie endet mit dem Übergang in das
Versuchsstadium.
Gem. § 30 sind hier schon die versuchte Anstiftung u. die Verbrechungsverabredung
strafbar.
Es gibt TB, die die Vorbereitung eines Delikts eigenständig erfassen; §§ 129, 129a,
265, 310.

Versuchsstadium:
Strafbarkeitsschwelle des § 22 ist überschritten und endet mit Vollendung des
Delikts, d.h. mit Verwirklichung aller obj. TB-Merkmale.
Bei Qualifikationen ist zu beachten, dass das Grunddelikt auch zum Versuchsstadium
gehört, sodass sich aus dem versuchten u. verwirklichten Qualifikationsmerkmale
keine Versuchsstrafbarkeit ergibt. Die Strafbarkeit nach einem versuchten
qualifizierten Delikt setzt stets voraus, dass nach dem Täterplan auch zum
Grundtatbestand angesetzt worden ist.

Beendigungsphase:
Liegt zwischen Vollendung u. Beendigung der Tat (insb. bei Dauerdelikten). Nicht
jedes Delikt hat diese Phase; bei § 212 fallen der Erfolgseintritt u. Beendigung
zusammen.
Beendigung tritt mit tatsächlichem Abschluss des Tatgeschehens ein.




1

, Prüfschema:
I. Vorprüfung
1. Keine Vollendung (z.B., wenn Kausalität / obj. Zurechnung (-))
2. Strafbarkeit des Versuchs

II. TB
1. Subj. TB (=Tatentschluss)
a. Vorsatz bzgl. Aller obj. TB-Merkmale
b. Besondere subj. Merkmale des Delikts
2. Obj. TB: Unmittelbares Ansetzen gem. § 22
III. RW
IV. Schuld
V. Persönlicher Strafaufhebungsgrund: Rücktritt vom Versuch



Tatentschluss
 Vorsatz hinsichtlich aller objektiven TB-Merkmale


 Tatentschluss liegt auch vor, wenn der T sich für das "Ob" der Tatbegehung
bereits sicher entschieden hat, diese aber noch von Umständen abhängig
macht, auf die er keinen Einfluss hat.
 Täter T weiß, dass die alte Dame D beim Verlassen des Hauses die Terrassentür
in der Regel gekippt lässt. Er nimmt sich vor, sicher bei D einzubrechen, wenn
wie sonst auch die Terrassentür gekippt ist.
 Im Gutachten: subjektiv formulieren
 Die Tatsachen sind maßgeblich, die sich T vorstellt
 Der Vorsatz des T muss sich auf tb-relevante Umstände erstrecken, die

über das tatsächliche obj. Geschehen hinausreichen.
 Achtung: Irrtumsproblematiken

≠ Tatgeneigtheit: Der T erwägt nur, die Tat zu begehen -> subj. TB (-), somit kein
strafbarer Versuch

Tatgeneigtheit ≠ bewusst unsichere Tatsachengrundlage
 Bei bewusst unsicherer Tatsachengrundlage macht der T die Entscheidung zur
Tatbegehung, d.h. seinen Handlungswillen, vom Eintritt äußerer Bedingungen
abhängig, auf die er keinen Einfluss hat = sog. Bedingter Handlungswille
 Hier besteht kein innerer Vorbehalt mehr = Das „Ob“ wurde von T bejaht.



2

Document information

Study
Uploaded on
April 30, 2022
Number of pages
11
Written in
2021/2022
Type
Summary
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