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Körperhaltung & Bewegung - Zusammenfassung

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17-12-2021
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2020/2021

Thrombose, Kinästhetik, Dekubitus, Kontrakturen, Mobilisation, Sturz wir genau erklärt. Mit Definition, Grundlagen, Ursache, Folge, Risikofaktoren, Positionierung und alles was dazu gehört. Es ist eine Zusammenfassung des gesamten Kapitels "ATL Sich Bewegen" im Buch Thiemes Pflege: das Lehrbuch für Pflegend in der Ausbildung

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GUK – Körperhaltung und Bewegung

GUK – Körperhaltung und Bewegung
Thrombose

Was ist eine Thrombose und erklären Sie den Begriff Thrombus.
Ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Thrombus (= Blutgerinnsel innerhalb der
Blutstrombahn) in einem Gefäß mit vollständigem oder teilweisen Verschluss bildet.
Obwohl Thrombosen in allen Gefäßen auftreten kann, sind meist die tiefen Bein- und
Beckenvenen betroffen (= Phlebothrombose, tiefe Venenthrombose oder tiefe
Beinvenenthrombose).

Erkläre die Physiologie der Venen?
 der venöse Rücktransport des Blutes zum Herzen ist von der Muskelpumpe
und der Funktion der Venenklappen abhängig
 die aktivierte Muskulatur drückt auf die Venen, das Blut strömt zum Herzen
 intakte Venenklappen wirken der Schwerkraft entgegen und verhindern ein
Zurückfließen des Blutes
 eine Thrombose entwickelt sich, wenn der Blutfluss gestört ist oder sich die
Blutzusammensetzung verändert

Nennen Sie Risikofaktoren für die Entstehung einer Thrombose.
 Alter > 60 Jahre
 verschiedene internistische Erkrankungen (erhöhtes Risiko bei Leberzirrhose
oder Herzinsuffizienz)
 Malignome
 hormonelle Therapie (Pille)
 bestimmte Medikamente wie Cortison und Diuretika
 Schwangerschaft und vier Wochen nach der Entbindung
 OP und postoperativ (besonders bei Operationen an Beinen und des
Beckens)
 Abknicken der V. poplitea durch langes Sitzen
 Rauchen
 Übergewicht
 Immobilität und teilweise Immobilität (z.B. Frakturen, Stützverbände)
 Lähmungen (nach zerebralen Insult)
 Flüssigkeitsmangel
 frühere Thrombosen/Embolien
 schwere Infektionskrankheiten
 Sepsis

Nennen Sie die Ursachen der Thrombose - beschreiben Sie die Virchow-Trias
näher.
In bestimmten Lebensphasen z.B. über 70 Lebensjahre oder nach
Krankheitssituationen z.B. Operationen erhöht sich das Thromboserisiko
Der Mechanismus, der zur Thrombose führt wird als Virchow-Trias bezeichnet

Virchow-Trias:
 Schädigung der Gefäßwand, z. B. bei bestehenden Venenerkrankungen und
zunehmendem Alter


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, GUK – Körperhaltung und Bewegung
 Verlangsamter Blutstrom, z. B. bei Bettlägerigkeit, Immobilität einer Extremität
(z. B.Gipsfuß, Muskelpumpe inaktiv, auch bei High-Heels, Langstreckenflüge)
 Veränderte Blutzusammensetzung, z. B. nach OP, Sepsis

Nennen Sie Symptome einer Thrombose.
 Überwärmung
 Spannungsgefühl, ziehende Schmerzen
 Hitze-/Kältegefühl am Bein
 Schwellung
 livide, genau abgegrenzte Verfärbung des betroffenen Beines mit Glanzhaut
 Schmerzen  Druckempfindlichkeit im Verlauf der tiefen Venen,
Leistenbereich,
 Fußsohlenschmerz, Kompressionsschmerz
 Eine Thrombose kann auch ohne klinische Zeichen verlaufen! (Vorsicht!)

Nennen Sie pflegerische Maßnahmen bei einer Thrombose.
 Oberschenkelkompressionsverband (verbessern venösen Rückfluss)
 Mobilisation nur mit Kompressionsverband
 in der Frühphase Bettruhe (Gefahr der Lungenembolie)
 vermeiden von „Pressen“ beim Stuhlgang  Obstipationsprophylaxe
 vermeiden von abrupten Bewegungen
 Beinhochlagerung
 Kompressionsstrümpfe für zu Hause

Ziele der Pflege und der Behandlung sind:
 venösen Rückfluss des Blutes verbessern
 Thrombosen und weitere Komplikationen verhindern
 eine gesunde Lebensweise fördern
 Wohlbefinden des Patienten verbessern

Wie kann eine Thrombose behandelt werden?
 konservative Behandlung
o betroffene Extremität hochlagern
o Oberschenkelkompressionsverband
o Stuhlregulierung  Obstipationsprophylaxe
 operative Behandlung
o Thrombektomie (= operative Entfernung des Thrombus)
 Thrombolyse
o lokale oder systemische Fibrinolyse mit Plasminogenaktivatoren z.B.
Urokinase, Streptokinase
o Medikamentöse Auflösung des Gerinnsels

Welche Folge kann eine Thrombose haben?
 Thrombose gefährdet den Patienten sowohl akut als auch chronisch
 Schmerzen und Einschränkungen der Lebensqualität
 akute Komplikation  Lungenembolie
 chron. Folgeerkrankung  Entwicklung eines postthrombotischen Syndrom




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, GUK – Körperhaltung und Bewegung

Was versteht man unter dem postthrombotischen Syndrom?
 Als postthrombotisches Syndrom (PTS) bezeichnet man die Auswirkungen
des dauerhaften Schadens am tiefen Venensystem des Armes oder des
Beines nach einer abgelaufenen Phlebothrombose.
 Während der Auflösung des Gerinnsels findet an der Venenwand ein
Entzündungsprozess statt – aber ohne Bakterien oder Viren. Diese Reaktion
ist ein Selbstheilungsversuch des Körpers und macht die Venen wieder
durchgängig. Dabei werden jedoch häufig die Venenklappen im betroffenen
Bereich angegriffen oder sogar zerstört
 Damit fehlt der wichtigste Teil des Rückflussmechanismus, die Venen sind
nicht mehr voll funktionstüchtig. Es entwickelt sich das „Postthrombotische
Syndrom“. Etwa 50 Prozent aller Thrombose-Patienten sind davon betroffen.
 Wegen der Seltenheit von Armvenenthrombosen und der geringen statischen
Belastung der Arme sind die Arme nur selten von einem PTS betroffen

Wann bzw. wie entsteht eine Lungenembolie und erklären sie den Begriff
Embolus.
Lungenembolie = lebensbedrohliche Komplikation der Thrombose
Eine Lungenembolie entsteht, wenn ein Embolus ein Gefäß der arteriellen
Lungenstrombahn verschließt, dieser Embolus wird aus der Peripherie
eingeschwemmt, meist durch einen Thrombus der Unterschenkel- oder
Beckenvenen. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen,
Blutgerinnsel und Luftblasen

Embolus = auf dem Blutweg verschlepptes Treibteilchen

Nennen Sie Symptome der Lungenembolie.
Symptome sind je nach Schweregrad – je größer der Embolus ist desto größer in das
Lungengefäß das verschlossen wird. dadurch sind auch die Symptome stärker:
 leichte bis schwerste Atemnot
 plötzlich auftretende Zyanose
 stechende thorakale Schmerzen
 manchmal trockener Hustenreiz
 Tachypnoe (beschleunigte Atmung)
 Tachykardie
 massiv gestaute Halsvenen
 Blutdruckabfall
 Unruhe, starke Angst, Beklemmungsgefühl
 Schweißausbruch

Kleinere Lungenembolien können auch symptomlos sein. Massive Lungenembolien
können innerhalb weniger Minuten zum Herz-Kreislauf-Stillstand (akuten
Rechtsherzversagen) führen
 bei der Lungenembolie handelt es sich um ein akutes, lebensbedrohliches
Ereignis
 genaue Kenntnisse der Symptome und der Sofortmaßnahmen können zu
einer schnellen Diagnostik und Therapie führen und dem Patienten das Leben
retten



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