Entwicklung, Sozialisation und Erziehung
Erik Homburger Erikson - Abiturzusammenfassung
Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Biografie von Erik H. Erikson
- 15.06.1902 - 12.05.1994
- ursprünglich deutscher Psychoanalytiker
- wanderte nach Amerika aus, war dort Professor und forschte an einem Stufenmodell der
psychosozialen Entwicklung: Welche Rolle spielen die Erziehung, Bezugspersonen und soziale
Erfahrungen im Entwicklungsprozess?
- baut auf Freuds Theorie auf und erweitert sie, indem er auch soziale Aspekte bei seiner Forschung
berücksichtigt
- → Betrachtung der Entwicklung unter der Perspektive der Bewältigung
psychosozialer Herausforderungen
Kernaussage
- Der Mensch durchläuft von Geburt an verschiedene Phasen, die sich schlussendlich zu Krisen zu
spitzen und positiv bewältigt werden müssen, um eine gesunde Persönlichkeit auszubilden
- Krisen werden durch die Anforderungen und Erwartungen des sozialen Umfelds ausgelöst bzw.
beeinflusst
- der Entwicklung liege zwar ein “Grundplan”, ein sogenanntes “epigenetisches Prinzip” zugrunde,
jedoch verläuft diese nie geradlinig und ohne Konflikte
- die Reihenfolge der Entwicklungsstufen ist unumkehrbar und universell
Menschenbild
- die Entwicklung der Persönlichkeit erfolgt durch sich selbst (auf Basis der inneren Anlagen) UND
innerhalb sozialer Beziehungen
- der Mensch unterliegt dem inneren Entwicklungsprozess und -plan
- der Mensch entwickelt sich im Zuge der lebenslangen Arbeit an der Identität
- die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt ist essentiell
Zentrale Aspekte und Begriffserläuterungen
- Das epigenetische Prinzip:
➔ Entwicklung läuft epigenetisch ab: Zusammenspiel von Grundbauplan und Umwelt
➔ Entwicklung innerhalb sozialer Beziehungen
➔ psychische Reifung als Prozess steter Neubildungen, die jedoch nur auf der Basis von
Vorausgegangenem erfolgen können
➔ alle Entwicklungsstufen bauen aufeinander auf, jede Entwicklungsaufgabe hat ihre Zeit
➔ erfolgreiches Abschließen einer Stufe = Gewinnung psychologischer Stärke, begleitet einen in den
folgenden Stufen
➔ weniger gutes Abschließen einer Stufe = Fehlanpassungen, weitere Entwicklung gestört
- Der Krisenbegriff:
➔ Entwicklungsaufgaben mit 2 Polen, Entwicklung durch Überwindung einer Krise
➔ Erikson versteht den Begriff der Krise nicht negativ, sondern sieht darin Entwicklungspotenziale
➔ universell, entwicklungserforderlich, Möglichkeit des Erwerbs von Kompetenzen
➔ jede Krise hat ihre Zeit (pro Phase rückt eine Krise in den Vordergrund) und muss bewältigt
werden
➔ diese werden durch körperliche Reifung und Anforderungen und Erwartungen des Umfeldes
ausgelöst
- Der Identitätsbegriff:
➔ die “Ich-Identität” steht im Vordergrund und ist das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung
➔ lebenslanger Prozess durch ständige Entwicklung und Anpassung
➔ Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz sind erforderlich
➔ das Gefühl, man selbst und Teil der Gesellschaft zu sein
- Das Stufenmodell allgemein:
➔ basiert auf Freuds Phasen, erweitert diese aber
➔ insgesamt 8 Phasen, die den Kontakt mit der Umwelt (Eltern, Altersgenossen etc.) mit einbeziehen
➔ erstrecken sich über das ganze Leben (Entwicklung ist nicht mit 18 abgeschlossen)
➔ Bewältigung der Krise ist keine notwendige Voraussetzung für das Erreichen der nächsten
Entwicklungsphase, verbessert aber die Chance zur positiven Bearbeitung
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Erik Homburger Erikson - Abiturzusammenfassung
Das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung
Biografie von Erik H. Erikson
- 15.06.1902 - 12.05.1994
- ursprünglich deutscher Psychoanalytiker
- wanderte nach Amerika aus, war dort Professor und forschte an einem Stufenmodell der
psychosozialen Entwicklung: Welche Rolle spielen die Erziehung, Bezugspersonen und soziale
Erfahrungen im Entwicklungsprozess?
- baut auf Freuds Theorie auf und erweitert sie, indem er auch soziale Aspekte bei seiner Forschung
berücksichtigt
- → Betrachtung der Entwicklung unter der Perspektive der Bewältigung
psychosozialer Herausforderungen
Kernaussage
- Der Mensch durchläuft von Geburt an verschiedene Phasen, die sich schlussendlich zu Krisen zu
spitzen und positiv bewältigt werden müssen, um eine gesunde Persönlichkeit auszubilden
- Krisen werden durch die Anforderungen und Erwartungen des sozialen Umfelds ausgelöst bzw.
beeinflusst
- der Entwicklung liege zwar ein “Grundplan”, ein sogenanntes “epigenetisches Prinzip” zugrunde,
jedoch verläuft diese nie geradlinig und ohne Konflikte
- die Reihenfolge der Entwicklungsstufen ist unumkehrbar und universell
Menschenbild
- die Entwicklung der Persönlichkeit erfolgt durch sich selbst (auf Basis der inneren Anlagen) UND
innerhalb sozialer Beziehungen
- der Mensch unterliegt dem inneren Entwicklungsprozess und -plan
- der Mensch entwickelt sich im Zuge der lebenslangen Arbeit an der Identität
- die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt ist essentiell
Zentrale Aspekte und Begriffserläuterungen
- Das epigenetische Prinzip:
➔ Entwicklung läuft epigenetisch ab: Zusammenspiel von Grundbauplan und Umwelt
➔ Entwicklung innerhalb sozialer Beziehungen
➔ psychische Reifung als Prozess steter Neubildungen, die jedoch nur auf der Basis von
Vorausgegangenem erfolgen können
➔ alle Entwicklungsstufen bauen aufeinander auf, jede Entwicklungsaufgabe hat ihre Zeit
➔ erfolgreiches Abschließen einer Stufe = Gewinnung psychologischer Stärke, begleitet einen in den
folgenden Stufen
➔ weniger gutes Abschließen einer Stufe = Fehlanpassungen, weitere Entwicklung gestört
- Der Krisenbegriff:
➔ Entwicklungsaufgaben mit 2 Polen, Entwicklung durch Überwindung einer Krise
➔ Erikson versteht den Begriff der Krise nicht negativ, sondern sieht darin Entwicklungspotenziale
➔ universell, entwicklungserforderlich, Möglichkeit des Erwerbs von Kompetenzen
➔ jede Krise hat ihre Zeit (pro Phase rückt eine Krise in den Vordergrund) und muss bewältigt
werden
➔ diese werden durch körperliche Reifung und Anforderungen und Erwartungen des Umfeldes
ausgelöst
- Der Identitätsbegriff:
➔ die “Ich-Identität” steht im Vordergrund und ist das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung
➔ lebenslanger Prozess durch ständige Entwicklung und Anpassung
➔ Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz sind erforderlich
➔ das Gefühl, man selbst und Teil der Gesellschaft zu sein
- Das Stufenmodell allgemein:
➔ basiert auf Freuds Phasen, erweitert diese aber
➔ insgesamt 8 Phasen, die den Kontakt mit der Umwelt (Eltern, Altersgenossen etc.) mit einbeziehen
➔ erstrecken sich über das ganze Leben (Entwicklung ist nicht mit 18 abgeschlossen)
➔ Bewältigung der Krise ist keine notwendige Voraussetzung für das Erreichen der nächsten
Entwicklungsphase, verbessert aber die Chance zur positiven Bearbeitung
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