e) Sprachvermittlung und Lernen in interkulturellen Kontexten
Inhaltsverzeichnis
0. Beschulungsmodelle.......................................................................................................................3
Schulorganisatorische Modelle zweisprachiger Bildung ...............................................................5
1. Historischer Überblick ....................................................................................................................8
Die einflussreichsten Vermittlungsmethoden des Fremdsprachunterrichts ......................................8
2. Bedarfs- und Lernstandsanalyse ................................................................................................... 13
Die Rolle von Sprache für die Bildung ............................................................................................ 13
Sprachstandserhebung / Diagnostik .............................................................................................. 15
Aufgaben & Ziele von Sprachstandserhebungen ........................................................................ 16
Auswahl des Verfahrens ............................................................................................................ 16
Verfahren zur Sprachstandserhebung ........................................................................................ 17
Verfahrensarten ........................................................................................................................ 17
Anforderungen an die Verfahren ............................................................................................... 32
Herausforderungen ................................................................................................................... 32
Schreibkompetenz erfassen........................................................................................................... 34
Lesekompetenz erfassen ............................................................................................................... 34
3. Sprachliche Heterogenität ............................................................................................................ 35
Mehrsprachigkeit als Bildungsziel .............................................................................................. 37
Einstellungen zur Mehrsprachigkeit sowie Probleme ................................................................. 38
Chancen & Grenzen der Förderung von Mehrsprachigkeit ......................................................... 39
Forderung für die Bildungspolitik............................................................................................... 39
Die Schüler ................................................................................................................................ 40
Umsetzung & Konsequenzen .................................................................................................... 42
4. Sprachförderung ........................................................................................................................... 44
5. Didaktische Konzepte ................................................................................................................... 49
Didaktische Ansätze im DaZ-U ................................................................................................... 51
Plurale Ansätze zu Sprachen und Kultur - RePA ......................................................................... 54
Didaktik der Sprachenvielfalt ..................................................................................................... 55
Mehrsprachigkeitsdidaktik......................................................................................................... 55
Sprachsensibles fachliches Lernen ............................................................................................. 60
Durchgängige Sprachbildung ......................................................................................................... 65
Sprachsensibler Fachunterricht und Scaffolding ......................................................................... 65
Alltags-, Bildungs- und Fachsprache ........................................................................................... 70
BICS & CALP .............................................................................................................................. 73
, Gestaltung bildungssprachförderlichen Unterrichts im mehrsprachigen Klassenzimmer ............ 76
6. Fehler ........................................................................................................................................... 78
8. Lehrwerke, Unterrichtsmaterialien & (digitale) Lehr-/Lernmedien............................................... 81
9. Lehrerbildung ............................................................................................................................... 89
10. Lehrplan ..................................................................................................................................... 91
,0. Beschulungsmodelle
Additive vs. Integrative Sprachförderung (Dirim 2015)
- Additive
* zusätzliche DaZ-Förderung
* DaZ-U in Sprachlernklassen
- Integrative
* Sprachensensibler, sprachbewusste und sprachbildender Fachunterricht
* Sprachlich-fachliche Bildung
-> weiten Verständnis von Mehrsprachigkeit
-> Sprachbildung für alle SuS
-> Ziel eines ganzheitlichen Ausbaus umfassender sprachlicher Kompetenzen
Beschulungs- und Übergangsmodelle für neu zugewanderte Kinder (Massumi et al. 2015)
-> Hamburg Basisklassen für SuS, die nicht in der lateinischen Schrift alphabetisiert sind bevor sie
nach einem Jahr in Vorbereitungsklassen wechseln
- Grundsätzlich werden migrierte Schüler in Schweden entweder direkt oder nach kurzer Zeit in einer
Vorbereitungsklasse im Regelsystem beschult, wobei sie von Beginn an verpflichtend stundenweise
am Regelunterricht teilnehmen und ihnen bei Bedarf eine mehrsprachige Klassenassistenz in ihrer
Erst- oder stärksten Schulsprache sowie Herkunftssprachenunterricht zusteht.
-> großer Handlungsspielraum der Schulleitung für Verweildauer (bis 4 Jahre)
- Wünschenswert wäre ein Höchstmaß an Inklusion in den exkludierenden Formen (z.B. durch
räumliche Integration im Schulgebäude, Teilhabe an Schulveranstaltungen, Teilintegration, einen
möglichst frühen Wechsel in die Regelklasse…) und ein Minimum an Exklusion in der Inklusion (z.B.
durch ein wertschätzendes Klassenklima, eine positive Fehlerkultur, kooperative Lernformen,
differenzierte Hilfen, technische Hilfsmittel für Sprachmittlung…).
, Durch Forschungsergebnisse lässt sich folgern, dass der optimale Weg für den Spracherwerb der ist,
bei dem das Kind mit einer (oder mehreren) weiteren Sprache(n) in seiner natürlichen Umgebung
konfrontiert wird (Müller 2016)
Bayern (km.bayern)
Fördermaßnahmen für Kinder mit Mig. umfassen
- Deutschklassen als parallel Modell sowie zusätzliche Fördermöglichkeiten
-> für SuS, die den Regelunterricht noch nicht folgen können
-> 1 Schuljahr (max. 2 SJ)
-> gezielte Sprachförderung + Vorbereitung auf RU
-> systematisches Sprach- und Fachunterricht (10h DaZ, Rest FU)
- Herausforderungen
- Große Heterogenität (oft mehrere Jahrgänge)
- Hohe Fluktuationen (Zusammensetzung ändert sich ständig)
- Übergang in Regelklasse oft nicht begleitet
- LK teils mit fehlenden Kenntnissen in DaZ und Diagnostik
- Kontakt zur Umgebungssprache eingeschränkt (Separation)
- DeutschPLUS Kurse
- Ergänzung zum RU
- Kurs zur zusätzlichen Sprachförderung (1-4h außerhalb der Schulzeit)
- DeutschPLUS-Differenzierung
- Sprachförderung mit mehr als 5h (max. 12h /Woche)
- SuS erhalten in ausgewählten Fächern getrennt von der Stammklasse U
- Übrige Fächer gemeinsam mit Regelklasse
- Vorkurs Deutsch 240
- Deutschfördermaßnahmen in KIGA und GS für SmMig und besond. Sprachförderbedarf
- Ziel: gezielte Sprachförderung schon vor Eintritt in die Grundschule
- 1. Hälfte des vorletzten Kiga-Jahrs: Sprachstand der Kinder erheben (SISMIK, SELDAK)
-> bei Sprachförderbedarf: Empfehlung an Eltern zur Teilnahme
- 2. Hälfte des vorletzten Kiga-Jahrs: Beginn der Sprachförderung
- 240 Förderstunden
- Teilnahme nicht verpflichtend
-> nur Pflicht, wenn zum Einschulungszeitpunkt keine ausreichenden Deutschkenntnisse
bestehen und kein Vorkurs besucht wurde und Rückstellung nötig wäre
Vorbereitungsklassen (vgl. Decker-Ernst 2020)
Entwicklung
- Die Einrichtung von VK wurde erstmals durch den KMK-Beschluss „Unterricht für Kinder von
Ausländern“ im Jahre 1964 empfohlen
Fazit
- Hinter dem Terminus Vorbereitungsklasse steckt weniger ein spezifisches Sprachfördermodell als
vielmehr eine Vielzahl an Konzepten
- Trotz langer Geschichte, liegen nach wie vor kaum empirisch gesicherten, fundierten Konzepte für
die praktische Umsetzung vor
- Dazu braucht es aber auch eine geeignetes Spracherhebungsverfahren sowie multiprofessionelle
Zusammenarbeit aller am Bildungs- und Sprachlernprozess Beteiligten (SuS, Eltern, Lk, Sozialarbeiter,
Betreuer, …)
Inhaltsverzeichnis
0. Beschulungsmodelle.......................................................................................................................3
Schulorganisatorische Modelle zweisprachiger Bildung ...............................................................5
1. Historischer Überblick ....................................................................................................................8
Die einflussreichsten Vermittlungsmethoden des Fremdsprachunterrichts ......................................8
2. Bedarfs- und Lernstandsanalyse ................................................................................................... 13
Die Rolle von Sprache für die Bildung ............................................................................................ 13
Sprachstandserhebung / Diagnostik .............................................................................................. 15
Aufgaben & Ziele von Sprachstandserhebungen ........................................................................ 16
Auswahl des Verfahrens ............................................................................................................ 16
Verfahren zur Sprachstandserhebung ........................................................................................ 17
Verfahrensarten ........................................................................................................................ 17
Anforderungen an die Verfahren ............................................................................................... 32
Herausforderungen ................................................................................................................... 32
Schreibkompetenz erfassen........................................................................................................... 34
Lesekompetenz erfassen ............................................................................................................... 34
3. Sprachliche Heterogenität ............................................................................................................ 35
Mehrsprachigkeit als Bildungsziel .............................................................................................. 37
Einstellungen zur Mehrsprachigkeit sowie Probleme ................................................................. 38
Chancen & Grenzen der Förderung von Mehrsprachigkeit ......................................................... 39
Forderung für die Bildungspolitik............................................................................................... 39
Die Schüler ................................................................................................................................ 40
Umsetzung & Konsequenzen .................................................................................................... 42
4. Sprachförderung ........................................................................................................................... 44
5. Didaktische Konzepte ................................................................................................................... 49
Didaktische Ansätze im DaZ-U ................................................................................................... 51
Plurale Ansätze zu Sprachen und Kultur - RePA ......................................................................... 54
Didaktik der Sprachenvielfalt ..................................................................................................... 55
Mehrsprachigkeitsdidaktik......................................................................................................... 55
Sprachsensibles fachliches Lernen ............................................................................................. 60
Durchgängige Sprachbildung ......................................................................................................... 65
Sprachsensibler Fachunterricht und Scaffolding ......................................................................... 65
Alltags-, Bildungs- und Fachsprache ........................................................................................... 70
BICS & CALP .............................................................................................................................. 73
, Gestaltung bildungssprachförderlichen Unterrichts im mehrsprachigen Klassenzimmer ............ 76
6. Fehler ........................................................................................................................................... 78
8. Lehrwerke, Unterrichtsmaterialien & (digitale) Lehr-/Lernmedien............................................... 81
9. Lehrerbildung ............................................................................................................................... 89
10. Lehrplan ..................................................................................................................................... 91
,0. Beschulungsmodelle
Additive vs. Integrative Sprachförderung (Dirim 2015)
- Additive
* zusätzliche DaZ-Förderung
* DaZ-U in Sprachlernklassen
- Integrative
* Sprachensensibler, sprachbewusste und sprachbildender Fachunterricht
* Sprachlich-fachliche Bildung
-> weiten Verständnis von Mehrsprachigkeit
-> Sprachbildung für alle SuS
-> Ziel eines ganzheitlichen Ausbaus umfassender sprachlicher Kompetenzen
Beschulungs- und Übergangsmodelle für neu zugewanderte Kinder (Massumi et al. 2015)
-> Hamburg Basisklassen für SuS, die nicht in der lateinischen Schrift alphabetisiert sind bevor sie
nach einem Jahr in Vorbereitungsklassen wechseln
- Grundsätzlich werden migrierte Schüler in Schweden entweder direkt oder nach kurzer Zeit in einer
Vorbereitungsklasse im Regelsystem beschult, wobei sie von Beginn an verpflichtend stundenweise
am Regelunterricht teilnehmen und ihnen bei Bedarf eine mehrsprachige Klassenassistenz in ihrer
Erst- oder stärksten Schulsprache sowie Herkunftssprachenunterricht zusteht.
-> großer Handlungsspielraum der Schulleitung für Verweildauer (bis 4 Jahre)
- Wünschenswert wäre ein Höchstmaß an Inklusion in den exkludierenden Formen (z.B. durch
räumliche Integration im Schulgebäude, Teilhabe an Schulveranstaltungen, Teilintegration, einen
möglichst frühen Wechsel in die Regelklasse…) und ein Minimum an Exklusion in der Inklusion (z.B.
durch ein wertschätzendes Klassenklima, eine positive Fehlerkultur, kooperative Lernformen,
differenzierte Hilfen, technische Hilfsmittel für Sprachmittlung…).
, Durch Forschungsergebnisse lässt sich folgern, dass der optimale Weg für den Spracherwerb der ist,
bei dem das Kind mit einer (oder mehreren) weiteren Sprache(n) in seiner natürlichen Umgebung
konfrontiert wird (Müller 2016)
Bayern (km.bayern)
Fördermaßnahmen für Kinder mit Mig. umfassen
- Deutschklassen als parallel Modell sowie zusätzliche Fördermöglichkeiten
-> für SuS, die den Regelunterricht noch nicht folgen können
-> 1 Schuljahr (max. 2 SJ)
-> gezielte Sprachförderung + Vorbereitung auf RU
-> systematisches Sprach- und Fachunterricht (10h DaZ, Rest FU)
- Herausforderungen
- Große Heterogenität (oft mehrere Jahrgänge)
- Hohe Fluktuationen (Zusammensetzung ändert sich ständig)
- Übergang in Regelklasse oft nicht begleitet
- LK teils mit fehlenden Kenntnissen in DaZ und Diagnostik
- Kontakt zur Umgebungssprache eingeschränkt (Separation)
- DeutschPLUS Kurse
- Ergänzung zum RU
- Kurs zur zusätzlichen Sprachförderung (1-4h außerhalb der Schulzeit)
- DeutschPLUS-Differenzierung
- Sprachförderung mit mehr als 5h (max. 12h /Woche)
- SuS erhalten in ausgewählten Fächern getrennt von der Stammklasse U
- Übrige Fächer gemeinsam mit Regelklasse
- Vorkurs Deutsch 240
- Deutschfördermaßnahmen in KIGA und GS für SmMig und besond. Sprachförderbedarf
- Ziel: gezielte Sprachförderung schon vor Eintritt in die Grundschule
- 1. Hälfte des vorletzten Kiga-Jahrs: Sprachstand der Kinder erheben (SISMIK, SELDAK)
-> bei Sprachförderbedarf: Empfehlung an Eltern zur Teilnahme
- 2. Hälfte des vorletzten Kiga-Jahrs: Beginn der Sprachförderung
- 240 Förderstunden
- Teilnahme nicht verpflichtend
-> nur Pflicht, wenn zum Einschulungszeitpunkt keine ausreichenden Deutschkenntnisse
bestehen und kein Vorkurs besucht wurde und Rückstellung nötig wäre
Vorbereitungsklassen (vgl. Decker-Ernst 2020)
Entwicklung
- Die Einrichtung von VK wurde erstmals durch den KMK-Beschluss „Unterricht für Kinder von
Ausländern“ im Jahre 1964 empfohlen
Fazit
- Hinter dem Terminus Vorbereitungsklasse steckt weniger ein spezifisches Sprachfördermodell als
vielmehr eine Vielzahl an Konzepten
- Trotz langer Geschichte, liegen nach wie vor kaum empirisch gesicherten, fundierten Konzepte für
die praktische Umsetzung vor
- Dazu braucht es aber auch eine geeignetes Spracherhebungsverfahren sowie multiprofessionelle
Zusammenarbeit aller am Bildungs- und Sprachlernprozess Beteiligten (SuS, Eltern, Lk, Sozialarbeiter,
Betreuer, …)