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Psychologie EWS Staatsexamen – Teil 3: Pädagogische Psychologie & Lehr-Lern-Forschung | Zusammenfassung

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27-06-2026
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2025/2026

Dies ist Teil 3 meiner dreiteiligen Zusammenfassung für das Psychologie-EWS-Staatsexamen (Lehramt Bayern). GS. In Bayern gliedert sich das EWS-Staatsexamen im Fach Psychologie in drei große Themenbereiche: Teil 1: Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters Teil 2:Pädagogisch-psychologische Diagnostik und Evaluation Teil 3: Pädagogische Psychologie des Lehrens und Lernens *(dieses Dokument)* Ich habe den Stoff bewusst in **drei einzelne Teile** aufgeteilt, weil ich mir gedacht habe, dass viele vielleicht nicht immer alle Themen benötigen. Vielleicht hast du manche Bereiche bereits gut verstanden und möchtest gezielt nur einzelne Themen wiederholen – so kannst du genau den Teil auswählen, den du gerade brauchst. Außerdem habe ich mich bewusst dafür entschieden, jedem Thema ein eigenes Kapitel zu widmen. Dadurch bleibt der Überblick erhalten und man kann einzelne Inhalte schnell wiederfinden. Gleichzeitig habe ich an vielen Stellen versucht, Querverweise zwischen den Themen herzustellen, damit das vernetzte Denken gefördert wird, genau diese Fähigkeit wird im Staatsexamen häufig erwartet. Die Zusammenfassung habe ich nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und so aufgebaut, wie ich persönlich am effizientesten gelernt habe: möglichst übersichtlich, logisch strukturiert und auf das Wesentliche reduziert. Dabei folgt jedes Kapitel einem einheitlichen Aufbau. Du findest in der Regel (je nach Thema)immer: * eine Definition, * die zugrunde liegende Theorie oder ein Modell * ein passendes Beispiel, Schulanwendungsfälle * sowie die wichtigsten empirischen Befunde. Dadurch eignet sich die Zusammenfassung sowohl zum schnellen Wiederholen als auch zur Vorbereitung auf Essay- und Testformat-Aufgaben. Natürlich können trotz sorgfältiger Arbeit vereinzelt Fehler enthalten sein. Ich selbst habe ausschließlich mit diesen Zusammenfassungen gelernt und sie haben für meine Vorbereitung vollkommen ausgereicht. Diese Zusammenfassung habe ich aber aus der gesamten gelesenen Literatur erstellt. Das war für mich der meiste Zeitaufwand. Das lernen aller drei Zusammenfassungen hat dann nur noch circa drei Wochen gedauert. Ich habe mich sowohl auf Essay- als auch auf Multiple-Choice-Aufgaben vorbereitet und mich in der Prüfung schließlich spontan dafür entschieden, alle drei Essayaufgaben zu schreiben. Ich hoffe sehr, dass dir diese Zusammenfassung genauso beim Lernen hilft wie mir. Viel Erfolg bei deinem Staatsexamen! Mein Ziel ist es nicht viel Geld mit diesem Dokument zu verdienen. Ich habe den Preis so eingestellt, dass ich circa 2-3 Euro pro Kauf erhalte als kleine Wertschätzung meiner Arbeit, der Rest bleibt leider auf dieser Plattform. Alle Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Dennoch können vereinzelt Fehler enthalten sein, weshalb ich keine Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit übernehmen kann. Außerdem kann ich selbstverständlich nicht garantieren, dass jede Person mit dieser Zusammenfassung den gleichen Lernerfolg erzielt – ich kann lediglich von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

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Psycho Staatsexamen Zusammenfassung

Teil 3: Pädagogische Psychologie und Lehr-Lern-
Forschung

1. Problemlösen und Problemlösendes Denken
Problemlösen beschreibt den Prozess, einen Ausgangszustand (IST) über eine Barriere
hinweg in einen Zielzustand (SOLL) zu überführen, wenn das Individuum im Moment
nicht weiß, wie es dorthin gelangen soll. Man unterscheidet verschiedene Formen des
Denkens beim Lösen von Problemen:

• Problemlösendes Denken: Die zielgerichtete Überwindung einer Barriere vom
Ausgangszustand zum Zielzustand.
• Urteilendes Denken: Das bewusste Abwägen von Alternativen, beispielsweise ob
man lieber Option A oder Option B wählen sollte.
• Schlussfolgerndes Denken: Das klassische logische Denken. Ein Beispiel hierfür
ist: Wenn aus A die Bedingung B folgt und aus B die Bedingung C, dann folgt
logisch, dass aus A auch C resultiert.
• Induktives Denken: Eine Wahrscheinlichkeitsabschätzung auf der Basis von
gesammelten Erfahrungen, wie etwa die Einschätzung, wie der Himmel kurz vor
einem Regenschauer aussieht.
• Kreatives Denken: Das Entwickeln von völlig neuen Ideen und innovativen
Lösungsansätzen.

1.1 Arten von Problemen

Probleme lassen sich anhand ihrer Zielklarheit und Struktur einteilen:

• Gut definierte Probleme (well-defined): Diese zeichnen sich durch ein klares Ziel
aus. Der Lösungsweg ist bekannt oder eindeutig ermittelbar und es existieren
klare Lösungskriterien. Ein typisches Beispiel aus der Schule ist eine klar
strukturierte Mathematikaufgabe.
• Schlecht definierte Probleme (ill-defined): Hierbei ist das Ziel unklar oder
verschwommen und der Lösungsweg bleibt unsicher. Zudem gibt es keine
eindeutigen Lösungskriterien. Diese Probleme tauchen im realen Leben auf, wie
etwa in der komplexen Weltraumforschung, und sind oft unerreichbar ohne völlig
neue Ansätze.

,1.2 Phasen des Problemlösens (nach Funke, 2008)

Der Prozess des Problemlösens verläuft nach Funke in einer Abfolge von sechs
Schritten, die zum Teil spontan und unbewusst beginnen:

1. Auftauchen des Problems: Das erste Bemerken einer Barriere zwischen dem IST-
und dem SOLL-Zustand. Dieser Schritt geschieht eher spontan und unbewusst.

2. Probierverhalten: Das Individuum versucht, das Problem mit bereits bekannten
Strategien zu lösen, was jedoch zunächst zu keinem Erfolg führt.

3. Umstrukturierung: Es erfolgt ein Wechsel der Perspektive. Das Problem wird im
Denken neu angeordnet und wahrgenommen.

4. Einsicht: Der Moment, in dem plötzlich ein neuer, erfolgversprechender
Lösungsansatz auftaucht.

5. Anwendung: Die gefundene Lösung wird aktiv ausprobiert und führt eventuell zum
Erfolg.

6. Transfer: Die erfolgreichen Erfahrungen aus der gelösten Problemsituation
werden auf ähnliche, neue Probleme übertragen. Das Gelernte kann somit
abgerufen und in neuen Situationen angewendet werden.




1.3 Die IDEAL-Strategie (nach Bransford)

Um Schülern das Lösen von Problemen strukturiert beizubringen, wird in der Praxis die
IDEAL-Strategie gezielt vermittelt, die eine konkrete Anleitung bietet:

• I (Identify): Das Problem präzise identifizieren.
• D (Define): Das Problem genau definieren und eingrenzen.
• E (Explore): Mögliche Strategien explorieren und erkunden.
• A (Act): Aktiv auf Basis der ausgewählten Strategien handeln und sie umsetzen.
• L (Look back): Rückschau halten, den Prozess reflektieren und daraus lernen.

, 1.4 Expertise vs. Novizentum

Das vorhandene Vorwissen spielt beim Problemlösen eine entscheidende Rolle, da
Wissen den Denkprozess hocheffizient macht. Ein Experte verfügt über einen sehr
hohen Wissensstand auf seinem Fachgebiet, während ein Novize sich erst mühsam in
ein neues Thema einarbeiten muss.

Experten erkennen dadurch schnell zugrundeliegende Muster und besitzen ein
umfangreiches, vernetztes Wissen. Dies ermöglicht ihnen eine selektive
Aufmerksamkeit, sodass sie sich im Gegensatz zu Novizen sofort auf das Wesentliche
konzentrieren können. Zudem denken Experten strategisch vom IST-Zustand hin zum
SOLL-Zustand, während Novizen diesen Prozess oft umgekehrt angehen. Experten
überwachen ihr Vorgehen kontinuierlich selbst mittels Metakognition.

Dieser Zusammenhang wurde in der Schachstudie von Gruber empirisch untersucht.
Dabei wurden 24 Schachnovizen und 24 Schachexperten Schachstellungen gezeigt mit
dem Ziel, die besten Zugmöglichkeiten zu finden. Das Ergebnis zeigte, dass die Experten
bei exakt gleicher Grundintelligenz viel strukturierter und strategischer vorgingen als die
Novizen. Das Problemlösen hängt somit fundamental vom spezifischen Vorwissen ab.

1.5 Förderung von Problemlösefähigkeiten

Die Förderung im Unterricht kann auf zwei Wegen erfolgen:

• Direkte Förderung: Dies umfasst die gezielte Vermittlung von Anleitungen wie der
IDEAL-Strategie, Coaching-Ansätze, das methodische „laute Denken“ oder das
Bereitstellen von Scaffolding (strukturierenden Hilfestellungen).
• Indirekte Förderung: Hierbei gestaltet die Lehrkraft eine geeignete
Lernumgebung, die das Problemlösen anregt. Dazu gehören das Ermöglichen
von Kooperationen, eine positive Kultur des Lernens durch Fehler sowie das
selbstständige, entdeckende Lernen durch aktives Tun.

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June 27, 2026
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28
Written in
2025/2026
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SUMMARY

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