Analyse der geopolitischen Trends
- Syrien / Russland
- Venezuela
2022
, Methodisches Vorgehen
Bei der Analyse der geopolitischen Trends Russlands nach Diec sollen im Folgenden die
Länder Syrien und Venezuela in Bezug auf Russlands Einfluss verglichen werden. Beide
Länder sind Einzelfälle und müssen auch als Einzelfälle betrachtet werden. Eine
Verallgemeinerung dieser Einzelfälle ist nur bedingt möglich. Eine häufige Fragestellung in
der Politikwissenschaft ist, inwieweit sich diese Fallstudien als vergleichende Studie
bezeichnen dürfen. Diesen Standpunkt vertrat Giovanni Sartori (1994). Er äußerte generelle
Kritik daran, Fallstudien als vergleichende Studien zu bezeichnen. Nach ihm ist der Zweck
die Kontrolle von Aussagen.
Andererseits gibt es auch Gegenmeinungen, die einer Fallstudie einen vergleichenden
Charakter zusprechen, weil sie den Vergleich des Falls mit der Theorie für entscheidend
halten (George/Bennett 2005). Bei der genaueren Analyse der zwei Fälle Syrien und
Venezuela im weiteren Verlauf stellt man doch verschiedene Gemeinsamkeiten in Bezug auf
die Theorie fest, so dass auch diese Einzelfälle im Vergleich mit der Theorie nach Diec und
auch im Vergleich gegeneinander Dimensionen der Verallgemeinerung besitzen.
Eine Herausforderung der Fallstudie nach Bernhard Ebbinghaus ist die selektive Auswahl.
Nach seiner Ansicht sind die Einheiten der Untersuchung nicht zufällig ausgewählt und
besitzen nicht die suggerierte statistische Aussagekraft. Vielmehr beruhen diese auf den
vorhergegangen historischen Prozessen und sind somit sehr subjektiv.
Auch die gezielte Fallauswahl an sich ist wichtig. Denn eine Fallstudie kann bei gezielter
Fallauswahl einen wichtigen theoretischen Beitrag liefern, indem sie die zugrunde liegenden
Prozesse in den Mittelpunkt stellt (George/Bennett 2005). Der Vergleich kann auch dazu
dienen Ethnozentrismus zu vermeiden und Regeln zu finden (Dogan/Pelassy 1990).
- Syrien / Russland
- Venezuela
2022
, Methodisches Vorgehen
Bei der Analyse der geopolitischen Trends Russlands nach Diec sollen im Folgenden die
Länder Syrien und Venezuela in Bezug auf Russlands Einfluss verglichen werden. Beide
Länder sind Einzelfälle und müssen auch als Einzelfälle betrachtet werden. Eine
Verallgemeinerung dieser Einzelfälle ist nur bedingt möglich. Eine häufige Fragestellung in
der Politikwissenschaft ist, inwieweit sich diese Fallstudien als vergleichende Studie
bezeichnen dürfen. Diesen Standpunkt vertrat Giovanni Sartori (1994). Er äußerte generelle
Kritik daran, Fallstudien als vergleichende Studien zu bezeichnen. Nach ihm ist der Zweck
die Kontrolle von Aussagen.
Andererseits gibt es auch Gegenmeinungen, die einer Fallstudie einen vergleichenden
Charakter zusprechen, weil sie den Vergleich des Falls mit der Theorie für entscheidend
halten (George/Bennett 2005). Bei der genaueren Analyse der zwei Fälle Syrien und
Venezuela im weiteren Verlauf stellt man doch verschiedene Gemeinsamkeiten in Bezug auf
die Theorie fest, so dass auch diese Einzelfälle im Vergleich mit der Theorie nach Diec und
auch im Vergleich gegeneinander Dimensionen der Verallgemeinerung besitzen.
Eine Herausforderung der Fallstudie nach Bernhard Ebbinghaus ist die selektive Auswahl.
Nach seiner Ansicht sind die Einheiten der Untersuchung nicht zufällig ausgewählt und
besitzen nicht die suggerierte statistische Aussagekraft. Vielmehr beruhen diese auf den
vorhergegangen historischen Prozessen und sind somit sehr subjektiv.
Auch die gezielte Fallauswahl an sich ist wichtig. Denn eine Fallstudie kann bei gezielter
Fallauswahl einen wichtigen theoretischen Beitrag liefern, indem sie die zugrunde liegenden
Prozesse in den Mittelpunkt stellt (George/Bennett 2005). Der Vergleich kann auch dazu
dienen Ethnozentrismus zu vermeiden und Regeln zu finden (Dogan/Pelassy 1990).