EVOLUTION
Abiturvorbereitung NRW — GK & LK
Basierend auf dem Kernlehrplan Biologie NRW 2026
Themen mit [LK] sind nur für den Leistungskurs relevant.
, Evolution — Abiturvorbereitung NRW
1. Evolutionstheorien im Vergleich
Lamarcks Theorie (1809)
• Gebrauch und Nichtgebrauch von Organen führt zu Veränderung
• Erworbene Eigenschaften werden vererbt
• Beispiel: Giraffen strecken den Hals → Nachkommen haben längeren Hals
• Heute widerlegt — erworbene Merkmale sind nicht vererbbar
Darwins Theorie (1859) — Natürliche Selektion
• Überproduktion: Mehr Nachkommen als überleben können
• Variation: Individuen einer Art unterscheiden sich
• Selektion: Individuen mit vorteilhaften Merkmalen überleben häufiger ("Survival of the fittest")
• Vererbung: Vorteilhafte Merkmale werden an Nachkommen weitergegeben
• Allmähliche Veränderung der Population über Generationen
Synthetische Evolutionstheorie
Die Synthetische Evolutionstheorie vereint Darwins Selektionstheorie mit der Mendelschen Genetik und der
Populationsgenetik. Evolution wird definiert als die Veränderung der Allelfrequenzen in einer Population über die
Zeit. Fünf zentrale Evolutionsfaktoren wirken zusammen: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und
Genfluss/Isolation.
Vergleich: Lamarck vs. Darwin
Merkmal Lamarck Darwin
Antrieb Innerer Drang zur Vervollkommnung Natürliche Selektion
Variation Entsteht durch Gebrauch/Nichtgebrauch Vorhanden durch zufällige Variation
Vererbung Erworbene Eigenschaften Angeborene vorteilhafte Merkmale
Richtung Zielgerichtet Ungerichtet (zufällig)
Status Widerlegt Grundlage der modernen Biologie
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