Aufteilung/Übersicht
Opertoren und Textarten
• Anforderungsbereich 1: Inhaltsangabe/Wiedergabe, Zusammenfassung
• Anforderungsbereich 2: Gedichtanalyse, Redeanalyse, Szenenanalyse, Charakterisierung
• Anforderungsbereich 3: Kommentar, Diskussion, Stellungnahme, Erörterung, Interpretation, Rede,
materialgestütztes Schreiben
Epochen
• Barock (1600-1720)
• Aufklärung (1720-1800)
• Sturm und Drang (1765-1785)
• Klassik (1786-1805)
• Weimarer Klassik (1786-1832) -> Q1.1: Schlüsselthemen: Idealisierung, Humanität. Kunstautonomie,...
• Romantik (1795-1830) -> Q1.1: Schlüsselthemen: Phantasie, Traum, Seelenleben, Nachtseiten,...
• Restaurationszeit und Vormärz (1815-1848) -> Q2.3: politisch engagierte Literatur des Widerstandes im
Vormärz (z.B. Heine, Börne, Gutzkow)
• Realismus (1848-1890)
• Naturalismus (1880-1900)
• Expressionismus (1910-1925)
• literarische Moderne (1890-1920) -> Q3.2: Strömungen zwischen Naturalismus und Expressionismus;
kulturgeschichtliche Entwicklungen: Jahrhundertwende/Epochenumbruch (1890-1910) -> historische
Hintergründe; zentrale Themen und Motive
• Neue Sachlichkeit (1920-1933)
• NS-Zeit und Exil (1933-1945)
• Nachkriegszeit und Wiederaufbau (1945-1960)
• Politisierung (1960er)
• Neue Subjektivität (1970er)
• Postmoderne (1980er)
• DDR (1949-1989)
• Gegenwartsliteratur (1990-heute)
Werke
• E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann
• Georg Büchner: Woyzeck (-> Q2.2: programmatische Positionen/Gesellschafts- und Systemkritik Büchners
(Hess. Landbote), Verfilmung)
• Jenny Erpenbeck: Heimsuchung
• Johann Wolfgang von Goethe: Faust I (-> Q3.1: Subjektivität & Verantwortung; Menschenbilder)
• Texte des Epochenumbruchs 19./20. Jahrhundert
Themenfelder Abiturerlass
• Lyrik der Romantik
• Naturlyrik 18. Jhd. bis heute -> Q1.3: Naturbilder im Vergleich (z.B. Natur als Seelenraum, bedrohliche
oder bedrohte Natur) und Metaphorik (z.B. der Garten, der Wald, die Jahres- und Tageszeiten)
• Sprache, Medien Wirklichkeit -> Q1.2: audiovisuelle und auditive Medien (z.B. Spielfilm, Werbefilm,
Videoclip; Lesung, Hörspiel, Radiobeitrag) und ihre Spezifika (Kameraführung, Schnitt, Licht, Geräusche,
Musik) (-> Rezensionen schreiben, Theaterinszenierungen beschreiben) -> Q1.2&Q2.1: Sprache und ihre
Wirkung in Medien (z.B. Syntax, Semantik, Pragmatik) -> politisch-gesellschaftliche Kommunikation in
unterschiedlichen Medien, Realitätskonstruktionen, sowie argumentative Strukturen und persuasiv-
manipulative Strategien in ihren Funktionen und Wirkungen -> Q3.4: Sprache und Identität: Sprache,
Bildung und Entwicklung (Spracherwerb, Mehrsprachigkeit, klassisch-humanistische Bildungsidee)
, Operatoren und Textarten
• Anforderungsbereich 1: Inhaltsangabe/Wiedergabe, Zusammenfassung
• Anforderungsbereich 2: Gedichtanalyse, Redeanalyse, Szenenanalyse, Charakterisierung
• Anforderungsbereich 3: Kommentar, Diskussion, Stellungnahme, Erörterung, Interpretation, Rede,
materialgestütztes Schreiben
Anforderungsbereich 1
Wiedergabe
-> detailliertere, chronologisch an den Ausgangstext gebundene Inhaltswiedergabe in eigenen Worten
Zusammenfassung
-> Inhaltswiedergabe in komprimierter Form und eigener Struktur, möglichst nicht zitieren und im Konjunktiv
Aufbau
1. Einleitung: Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr, Thema (Überthema/Problematik und kurzer Inhaltsbezug
• Aufbau z.B.: In dem [Textsorte] [„Titel“], veröffentlicht [Jahr/Quelle] von [AutorIn], [Verb: problematisiert/
untersucht/analysiert/kritisiert/porträtiert/verdeutlicht/entwickelt/...] der/die Autor/in [Thema/Inhalt] und geht
dabei [Abschluss-Formulierung, z.B. auf zentrale Aspekte/einzelne Beispiele/verschiedene Perspektiven] ein.
2. Hauptteil: knapp und präzise die wichtigsten Inhalte in eigenen Worten und möglichst im Konjunktiv
wiedergeben
• hilfreiche Formulierungen: Der/Die AutorIn informiert über/verdeutlicht...,indem/kritisiert/appeliert/beleuchtet
kritisch/belegt/betont/führt...an/nennt/setzt sich auseinander mit/entwickelt/verdeutlicht/thematisiert/
porträtiert/hinterfragt/plädiert für.../schildert/bewertet/stellt dar/...
3. Schluss: Gesamtaussage/Thema/Intention herausstellen
• z.B.: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass.../Abschließend wird deutlich, dass.../Insgesamt zeigt sich, dass...
Anforderungsbereich 2
Gedichtanalyse
1. Einleitungssatz (mit Epoche, Gedichtart, Titel, Erscheinungsjahr, Autor, Thema/Inhalt) und Deutungshypothese
• z.B.: In dem [romantischen/naturalistischen/expressionistischen/barocken] [Gedicht/Sonett/Ballade/Romanze]
„[Titel]“, verfasst [im Jahr … / in der Zeit um …] von [Autor], geht es um [Thema knapp].
• Deutungshypothese (Vermutung über die Intention/Kernaussage, literaturhistorische Einordnung,...)
• z.B.: Es lässt sich vermuten, dass.../Die bildhafte Sprache/Symbolik deutet darauf hin, dass der Autor [Ziel/
Kernaussage] intendiert./Das Werk lässt sich als Spiegel der [gesellschaftlichen/kulturellen Entwicklungen] der
[Epoche] verstehen./...ein Motiv, das in der [Epoche] häufig literarisch verarbeitet wurde./Das Gedicht könnte
als Ausdruck [literarisches Motiv, z.B. Vergänglichkeit, Sehnsucht] im Sinne der [Epoche] verstanden werden.
2. Hauptteil -> Versangaben!
• Kurze Inhaltswiedergabe (Präsens, keine Textbelege, nach Strophen vorgehen)
• Analyse Inhalt (Stimmung, Motive, Gedankenführung)
• Analyse Form (Verse und Strophen, Reimschema (Paar-, Kreuz-, umarmender-, Schweifreim, Waise), Metrum
und Kadenz (JamBUS, TROchäus, DAKtylus, AnaPÄST), lyrischer Sprecher (explizit/implizit)
• Analyse Sprache -> Deutung (Satzbau, Verben/Adjektive, Stilmittel)
3. Schluss
• Überprüfung der Deutungshypothese (begründet bestätigen, modifizieren, oder verwerfen im Hinblick auf
vermutete Intention und literaturhistorische Einordnung)
• Fazit (zentrale Ergebnisse/Gesamtinterpretation, persönliche Wertung zum Thema)
,Redeanalyse
1. Einleitung/Einführung
• Einleitungssatz (Wer, Wann, Anlass, Wo, Art der Rede (Propagandarede/Festrede/politische Rede, monologisch/
dialogisch, expressiv/appellativ/darstellend), zentrales Thema/Kernaussagen)
• historischer/politischer/gesellschaftlicher Kontext
> Kontext Ort
> aktuelle gesellschaftliche und politische Ereignisse/Hintergründe -> Bezüge, thematischer Zusammenhang
> spontan/geplant/vorbereitet?
> These/Argumente strittig?/Gegenpositionen?
> Wirkung/Einfluss der Rede auf die Zukunft
• Redner
> Allgemeines
> Standpunkt/Weltanschauung (ideologische Grundpositionen/Überzeugungen)
> politische/gesellschaftliche Position, in welcher Funktion spricht er
> Intention/Absicht des Redners (manipulieren/appellieren/informieren,...)
• Adressaten/Anwesende
> vermutete ideologische Grundüberzeugungen
> Beziehung zum Redner (Anhänger/Gegner, hergestellte Beziehung zum Redner/wie?)
> sozial, bildungsmäßig, Weltanschauung gemischt/einheitlich?/homogene Gruppe
2. Inhalt
• zentrales Thema
• inhaltliche Gliederung -> Zusammenfassung in Sinnabschnitten (-> Schlüsselbegriffe/Schlagwörter/
kennzeichnende Worte/Kurzformen, zentrale Thesen -> Argumentation)
3. Sprachliche Analyse
• allgemein:
> Redetyp
> Intention (appellieren/informieren,...)
> Aufbau: roter Faden, Sprünge, Wiederholungen
> allgemeine sprachliche Besonderheiten (Hypotaxe/Parataxe, eher Aussagesätze/Fragesätze/
Imperativ, Häufung bestimmter Wortgruppen (Adjektive/Verben), Schlüsselbegriffe, Wortfelder)
> Pronomenstruktur (Distanz, Gemeinsamkeiten) -> Selbstdarstellung des Redners (eine Ebene/stellt sich
unter/über Publikum, bescheiden/selbstbewusst) -> antithetischer Charakter/Polarisierung? wertende
Wortarten?
> Stilebene: Umgangssprache/Fachsprache/poetisch/gehoben -> adressatengerecht?
• nach Sinnabschnitten:
> Funktion des Abschnittes im Zusammenhang der Rede
> Argumentationsweisen (Behauptung/These, Argument, Beispiel, Rückblick, Berufung auf Autoritäten,
Bezug auf persönliche Erfahrungen, Beschimpfung, Entschuldigung, Aufwertung/Abwertung,
Beschwichtigung) -> Erfahrungsargument, Autortätsargument, Faktenargument, normatives Argument,
analogisierendes Argument, gefühlgestütztes Argument -> informieren, belehren, aufrütteln, motivieren,
loben, würdigen, danken, angreifen, dramatisieren, beschwichtigen, verteidigen, aufklären, manipulieren,
Gegensätze verschärfend/ausgleichend --> faktenorientiert/rational oder gefühlsorientiert/emotional
> rhetorische Mittel und deren Wirkung/Funktion
4. Interpretation (Intention+historischer Kontext)
• Intention:
> Wirkung (welche/wie ersichtlich)
> Selbstdarstellung des Redners
> Publikumsansprache (angreifend/informierend/aufklärend/dementierend)
> Inhalt spaltend/num Nachdenken anregend/Umstände verschärfend
> häufig fallende Begriffe/Wörter
> Adressatenbezug
5. Fazit
• Zusammenfassung der wichtigsten Analyseergebnisse -> Rückgriff auf Einleitung
• Relevanz der Rede im historischen Kontext
• kritische Stellungnahme, persönliche Bewertung (situationsadäquat, adressatengerecht, Argumentation
schlüssig/überzeugend, weltanschauliche/moralische Werte akzeptabel?)
, Formulierungshilfen Redeanalyse
Einleitung:
• Anlässlich... hielt...; In dieser versucht er/sie die Anwesenden zu.../zeigt/thematisiert/spannt einen Bogen zu...
Hauptteil:
• richtet sich an die Zuhörer/Beginnt mit.../Mithilfe... leitet er/sie ein
• geht auf Anlass der Rede ein/erzeugt/nutzt... in Zeile... beispielsweise... verbunden mit..., wodurch er/sie den
Fokus auf... lenkt/er/sie nutzt..., um zu verdeutlichen/gegenüberstellen/wiederholen
• Mit... leitet er/sie zu... über/beschäftigt sich vorrangig mit.../schafft klare Abgrenzung/präsentiert/kennzeichnet
sich durch...
Schluss:
• Es wird also... deutlich/dabei nutzt er/sie passend...
Szenenanalyse
1. Einleitung
• Einleitungssatz mit folgenden Infos: Autor/Urheber, Titel des Dramas, Thema des Dramas, Literaturepoche,
Entstehungszeitraum und ggf. Erstaufführung, Gattung des Dramas (z. B. Tragödie, Komödie, bürgerliches
Trauerspiel), knappe Einführung in die Szene/worum geht es grob
2. Hauptteil
2.1 Inhaltsangabe und Kontext
• Inhaltsangabe der Szene im Präsens, strukturierte Darstellung des Szenenverlaufs nach Sinnabschnitten: Wer tritt
auf? (Personen), Wo spielt die Szene? (Ort), Wann findet sie statt? (Zeit), Was passiert? (Handlung), Warum
handeln die Figuren so? (Motive), Wie verhalten sich die Figuren? (Verhalten)
• Einordnung in den Gesamtzusammenhang: Vorgeschichte (Was ist bisher passiert?), Ausblick (Welche Rolle
spielt die Szene im Drama?)
• Figurenkonstellation: Beziehung der Figuren zueinander, Entwicklung innerhalb der Szene
2.2 Analyse der Gesprächssituation und Sprache
• Gesprächsanalyse: Gesprächsform (Monolog, Dialog, Streitgespräch etc.), Gesprächsanteile (Wer spricht wie
viel?)
• sprachliche Mittel: Syntax (Satzbau: kurze, abgehackte vs. lange, verschachtelte Sätze), Wortwahl (z. B. gehoben,
vulgär, poetisch), rhetorische Mittel (Metaphern, Anaphern, rhetorische Fragen, Ironie usw.)
• Anteil von Sprache und Handlung (Wie beeinflusst die Sprache das Verhalten?)
• Analyse der Regieanweisungen: Bühnenbild, Mimik, Gestik, Körperhaltung; Wirkung auf die Szene und Deutung
• Charakterisierung der Figuren (szenenbezogen!): Eigenschaften, die in dieser Szene besonders deutlich werden;
innere Konflikte oder Entwicklungstendenzen
2.3 Zusatzfragen (je nach Aufgabenstellung)
3. Schluss
• Funktion der Szene: Funktion im Handlungsverlauf (z.B. Schlüsselszene, Wendepunkt), Funktion für die
Entwicklung der Figuren
• Einordnung in die Literaturepoche: typische/untypische Merkmale der Epoche
• Zusatzinfos über den Autor (nur falls relevant für das Verständnis der Szene): Entstehungsumstände, persönliche
Motive des Autors
• Bewertung/Fazit: kurze eigene Einschätzung der Szene und des Dramas
Charakterisierung
1. Einleitung
• Einleitungssatz; kurze Hinführung zur Figur (z.B.: Im Folgenden wird die Figur XY näher analysiert.)
2. Hauptteil
• äußere Merkmale: Name, Alter, Aussehen, Beruf; Herkunft, sozialer Status; Familie, Beziehungen zu anderen
Figuren
• Charaktereigenschaften: Verhalten gegenüber anderen Figuren; typische Handlungen und Aussagen;
Gedanken und Gefühle; Stärken und Schwächen; Entwicklung im Verlauf des Textes
• Beziehungen zu anderen Figuren: Freundschaften, Feindschaften, familiäre Bindungen; besondere Konflikte
oder Allianzen
• besondere Merkmale: typische Redewendungen, Gesten; Werte, Wünsche, Ängste; innere Konflikte
3. Schluss
• kurze Zusammenfassung der wichtigsten Charakterzüge, Bedeutung der Figur für den Text