Hanna. Sie backte das beste Brot weit und breit, doch eines Winters kam niemand mehr in
ihre Bäckerei. Der Schnee lag hoch, und die Menschen hatten Angst, das Haus zu
verlassen. Eines Abends klopfte es leise an der Tür. Draußen stand ein alter Wanderer mit
eisbedecktem Bart. Hanna ließ ihn herein, gab ihm warmes Brot und heißen Tee. Der
Wanderer aß schweigend, dann sagte er: „Du hast mir geholfen, als niemand sonst es tat.
Nun werde ich dir helfen.“ Er nahm ein kleines goldenes Samenkorn aus seiner Tasche
und steckte es in Hannas Teig. Am nächsten Morgen duftete das ganze Dorf nach frischem
Brot. Der Schnee schmolz, die Wege wurden frei, und die Menschen kamen wieder.
Hannas Brot war nun magisch – wer es aß, fühlte sich warm und glücklich. Von da an
backte sie jeden Tag für alle, und niemand im Dorf musste je wieder hungern oder frieren.
Der Wanderer kam nie wieder, aber jedes Jahr im Winter fand Hanna ein goldenes
Samenkorn in ihrem Mehl – ein stiller Dank.
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