Q2.1 STRUKTURIERUNG VON ÖKOSYSTEMEN
1. GRUNDLAGEN
1.1 Biotop
Räumlich begrenzter Lebensraum, der ganz bestimmte Abiotische Bedingungen
aufweist.
1.2 Biozönose
Lebensgemeinschaft/ Gesamtheit aller Populationen in einem Gebiet
1.3 Ökosystem
Biotop und Biozönose
, 1.4 Definition Abiotische Faktoren
Gesamtheit aller unbelebten Einflüsse, die auf ein LW einwirken.
1.5 Toleranzkurven
1.5.1 Skizze
1.5.2 Erklärung
Optimum:
Optimaler Wert des Umweltfaktors
Minium & Maximum:
äußerste Grenzwerte: unter dem Minimum bzw. über dem Maximum stirbt ein Organismus
Toleranzbereich, physiologische Potenz:
Bereich zwischen Minimum und Maximum, in welchem Organismen einer Art existieren
können
Präferenzbereich/ Präferendum:
Bereich in dem ein Individuum einer Art besonders gut gedeihen kann
Pessimum:
Randbereich, in dem ein Lebewesen noch überleben, sich aber nicht mehr fortpflanzen
kann
Stenopotenz und Eurypotenz:
Bezogen auf einen Umweltfaktor:
Enge Toleranz: stenopotent (z.B. stenotherm (bezieht sich auf Temperatur), stenohalin
(bezieht sich auf Salzgehalt) …)
Weite Toleranz: eurypotent (z.B. eurytherm (s.o.), euryhalin (s.o.))
,Bezogen auf viele Umweltfaktoren spricht man von stenöken bzw. euryöken Arten
1.6 Physiologische Potenz
Die physiologische Potenz definiert den Toleranzbereich eines Organismus bezüglich
eines abiotischen Umweltfaktors (z. B. Temperatur, pH-Wert) unter optimalen
Bedingungen, d. h. ohne Konkurrenz.
Sie beschreibt das theoretische Maximum an Lebens- und Fortpflanzungsfähigkeit,
die eine Art unter Ausschluss biotischer Faktoren (wie Feinde oder Konkurrenten)
erreicht.
1.7 Ökologische Potenz
Die ökologische Potenz beschreibt das Vermögen eines Organismus, Schwankungen
eines Umweltfaktors unter Konkurrenzbedingungen zu ertragen.
2 TEMPERATUR ALS ABIOTISCHER FAKTOR
2.1 RGT- Regel (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel)
Mit steigender Körpertemperatur nimmt die Stoffwechselrate zunächst aufgrund der
Temperatur enzymatischer Reaktionen zu.
, 3
Bei einer Temperaturerhöhung um 10 °C nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit um das 2-
bis 3-fache zu
Eine Steigerung der Temperatur über das Optimum des jeweiligen Enzyms hinaus führt zu
einer verringerten Enzymaktivität, da die Enzyme denaturieren.
2.2 Homiotherm
= Endotherme Tiere, homoiotherm, gleichwarm
Vögel und Säugetiere können selbst bei starken Temperaturschwankungen ihre
Körpertemperatur konstant halten.
Sie regeln ihre Temperatur indem über ihre Stoffwechselaktivität Wärme bereitgestellt
wird, und kontrollieren ihre Wärmeabgabe an die Umgebung (Fell oder Schwitzen zum
Beispiel)
REGULATION:
Federn und Fell schützen vorm Auskühlen
Thermorezptoren in der Haut registrieren Abweichungen der Körpertemperatur